Beiträge von Greenfox


    Ich lebe seit vielen Jahren mit einem gewaltbereiten Choleriker zusammen und habe vor einigen Jahren versucht, mich zu trennen. Leider ist das gescheitert und ich habe dann irgendwie die Hoffnung verloren.
    ...
    und ich habe keinen Plan, wie ich an meiner Situation etwas ändern kann. :-[

    Hoffe nur, das kommt jetzt nicht großkotzig oder so rüber, aber: Wenn Du keine Verwandten/Freunde hast, die Dich unterstützen und wo Du erst mal wohnen könntest - es gibt auch noch die Polizei (wenn es denn in diese Richtung geht) und/oder auch Frauenhäuser.
    Erkundige Dich doch mal nach dem nächsten Krisendienst in Deiner Nähe ...

    Gruß
    Greenfox


    Witzigerweise bin und war ich immer sehr vorsichtig mit
    Medikamenten, da könnte man doch glatt abhängig davon werden, oder? :o ::)

    Ja, ist schon "komisch", was man manchmal so veranstaltet. Ging mir übrigens genauso: obwohl mir klar war, dass ich schon vom Alkohol abhängig bin bzw. auf dem "besten" Wege dort hin - bei Medikamenten war und bin ich immer seeeehr vorsichtig und nehme nur, was unbedingt sein muss.
    Hatte mal vor Jahren als Schmerzmittel ein Opiat verschrieben bekommen. Nachdem ich den Beipackzettel gelesen hatte, stand es warm und trocken im Medizinschrank. Erst, als ich hätte brüllen können vor Schmerzen, habe ich es ein Mal genommen (allerdings nur die halbe Dosis). Es hat geholfen und ich war auf Wolke 7 - high auf Rezept.
    Trotzdem kam es danach nie wieder zum Einsatz - es könnte ja abhängig machen :o

    Ich wünsch Dir trotz aller Widrigkeiten ein ruhiges, entspanntes Fest!

    Gruß
    Greenfox


    Und je mehr ich mich da hinein manövriert habe umso schlimmer ist es geworden. Da habe ich mir dann meinen Grund zum Saufen sozusagen selbst her gesoffen. Vorher hatte ich keinen Grund. Während des Saufens habe ich dann Dinge gemacht, die ich im nüchternen Zustand gar nicht ertragen konnte. Wenn das mal kein Grund zum Saufen ist :wall:

    https://alkoholforum.de//index.php?act…sa=view;pic=168
    Irgendwie funzt es immer wieder nicht mit dem Bilder einfügen ... ;(

    jetzt konsequent und dauerhaft handeln ... Also werde ich jetzt dran bleiben und die Sache nicht wieder schleifen lassen.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und Erfolg!

    Kraft vor Allem deshalb, weil es nicht immer nur leicht sein wird! Und auch das Leben ist nicht unbedingt ab sofort lieb und nett zu uns, nur weil wir jetzt keinen Alkohol mehr trinken!
    Und trotzdem: Es lohnt sich, mit klarem Kopf durch die Welt zu gehen :D

    Auffi geht's!

    Hi, Gina!

    Leider hast Du Dir hier noch keinen eigenen Thread zugelegt. Daher muss ich leider hier schreiben.

    Ich bin leicht irritiert. Ich denke, es wäre besser, nicht darüber nachzudenken, ob Sommer noch trinken darf, sondern ihr Mut zu machen, dass sie vielleicht nicht mehr trinkt.???

    Deine Gedanken kreisen m.E. noch sehr, sehr stark darum, trinken zu können, trinken zu dürfen. Es ist nur reine Spekulation von mir, aber ich vermute mal, daher auch immer wieder Deine Beteuerungen, niemanden zu KT überreden zu wollen, Deine Fragen, ob man zu dieser oder jener Medizin Alkohol zu sich nehmen darf, und, und, und ...


    ich denk schon etwas zu abhängig gewesen zu sein von dieser trinksucht und gerade noch das steuer rumgerissen zu haben.
    ich denke dass ich ein Leben lang weiter damit auf der hut bleiben muss und kontrolliere alles was ich da zu mir nehme sehr genau,
    um die WHO Richtlinien einhalten zu können , so gut es geht, oder einfach auch abstinente Phasen einzulegen, welche bei mir leider erst tage und wochen sind.
    vielleicht schaff ich auch mal ein Monat oder mehr ohne.

    Sei mir nicht böse - aber das liest sich für mich wie das typische "Ich habe alles im Griff auf dem sinkenden Schiff."


    Ich möchte ja ab und zu was trinken können, ohne Probleme damit. So wie das früher mal war.
    Unter problemen versteh ich , dass druck nach mehr aufkommen kann und nach täglich.
    Dass ich tage ohne mich doch noch überwindung kosten. Zwar immer weniger mit der zeit, aber so einfach vergessen tu ich die sache nicht . dass es nicht so locker wie früher mal abläuft mit anderen nass lustig sein können. Ein fuss von mir bleibt immer aufmerksam auf der bremse stehn und ich schätze und messe immer genau, wie viel da Im glas ist und wie viel es werden darf oder eben besser nicht.

    Bei mir bestand auch schon eine Abhängigkeit- das ist mir klar- nur war der Punkt von no return noch nicht überschritten.

    Ich hoffe sehr für Dich, dass Du Dir da nicht selber einen Freifahrtschein ausstellst.

    Und ich möchte hier auf keinen Fall als "der mit dem erhobenen Zeigefinger" dastehen. Aber es fällt mir so auf, dass es mir fast immer aus dem Bildschirm springt. Manchmal ist es wie ein frischgebackener Nichtraucher, der sich gaaaanz unauffällig in die Raucherecke stellt und ganz tiiief die "frische Luft" inhaliert.

    Wie weit bist Du denn mit dem Lavario-Programm, bei welcher Stufe bist Du mittlerweile? Wie konsequent ziehst Du es denn durch?

    Oder bist Du schon Durch - denn Du schriebst ja, dass Du das Lavario-Programm gemacht hast ...

    Auf gar keinen Fall möchte ich, dass Du meinen Post hier so auffasst:

    In online-SHG wurde von mir verlang,t mich als Alkoholikerin zu bezeichnen, ich wurde fast" angeschrien", dass ich ehrlich mit mir sein soll und mich gefälligst als Alkoholikerin, zu bezeichnen habe , sonst hätte ich kein recht, dort mit dabei zu sein.

    Ich möchte hier nur mal meinen Eindruck loswerden ... der mich etwas traurig stimmt.
    Hoffe, das kommt jetzt so rüber, wie ich es auch meine. Also bitte nicht hauen :sorry:

    Gruß
    Greenfox

    Heißt also, demnächst auch nach vier Wochen nicht bei der Wachsamkeit nachlassen.

    Sorry, aber ich bin jetzt seit über 7,5 Jahren trocken - und bin immer noch wachsam. Ich kenne nämlich auch Leute, die nach über 15 Jahren rückfällig geworden sind ...

    Gut, dass Du Dir Hilfe gesucht hast!

    Gruß
    Greenfox

    Grüß Dich, Roberto, und: Welcome back! :welcome:

    Schön, dass Du Dich überwunden hast und wieder hier schreibst. Denn dass es Überwindung kostet, von seinem "Versagen" (egal, was es ist) im Allgemeinen zu berichten, weiss ich.

    Du schreibst:

    Das war komischerweise im November so, als ich meine trockene Phase hatte. Den Grund dafür weiß ich leider nicht genau. Aber kurz davor hatte ich mich hier angemeldet und scheinbar hat das regelmäßige schreiben geholfen, den Druck zu verringern. Als ich es dann schleifen ließ, kam es zu diesem Rückfall. Deshalb sollte ich hier wohl wieder aktiver werden. Es hilft mir nicht nur von mir selbst zu schreiben, auch in vielen anderen Texten erkenn ich mich wieder und kann vielleicht schon mal lesen, wie sich andere vor den Rückfällen bewahren und dauerhaft trocken bleiben

    Das ist wie ein Ü-Ei: 3 Dinge auf einmal ;D
    In diesem kurzen Abschnitt stecken in meinen Augen gleich mehrere Sachen:

    In vielen Gesprächen habe ich immer wieder gehört: Gruppe besucht - Gruppe schleifen lassen - Gruppe gar nicht mehr besucht - Rückfall.
    Und leider hatte ich die selbe Erfahrung machen müssen/gemacht.

    Auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass schon alleine das Reden über Probleme diesen etwas von ihrem Druck nimmt und einen auch stark entlasten kann. Und, wie ich es selbst erfahren habe, auch der VERSUCH, darüber zu reden: als ich einen ganz riesigen Anfall von Saufdruck hatte und dann schließlich mein Handy und die Liste von Telefonnummern "meiner" SHG-Freunde rausgeholt habe, war der Anfall zum Glück auch wieder vorbei ...

    Egal, ob in einer realen oder virtuellen SHG - indem man sich die Erfahrungen der anderen Betroffenen anhört, kann man für sich selbst durchaus Anregungen und Tipps entnehmen.

    Insofern möchte ich nochmal auf meine Ausage von damals zurückkommen:


    Ich kann mich nur Gerchla anschließen - warum es nicht auch mit einer realen SHG versuchen!? Zum Einen können persönliche Gespräche m.E. auch das beste Forum nicht ersetzen. Und zum Anderen - das Forum bleibt Dir jederzeit ...
    Und wenn Du Dir nicht sicher bist, ob eine reale SHG etwas für Dich ist - wie willst Du es denn anders als durch ausprobieren herausfinden?

    Auf jeden Fall hast Du schon mal ein Ziel vor Augen - ich wünsche Dir, dass Du es ohne Um- und/oder Irrwege erreichst!

    Vielleicht denkst Du nochmal darüber nach, Dir nicht doch noch eine reale SHG zu suchen - zusätzlich.

    In diesem Sinne möchte ich meinen Wunsch (leicht erweitert) wiederholen:

    Auf jeden Fall hast Du schon mal ein Ziel vor Augen - ich wünsche Dir, dass Du es ohne weitere Um- und/oder Irrwege erreichst!

    obwohl mich das Gefühl, zumindest leicht, beschleicht, wir beide würden auf völlig unterschiedlichen Ebenen stehen (Du oben?), möchte ich Dir antworten.

    Genau mein Empfinden! Ich bilde mir zwar ein, nicht auf den Finger gefallen zu sein, aber irgendwie habe ich es so nicht formuliert gekriegt (vielleicht auch, weil es immer nur dieses "Gefühl" war).

    Ich möchte aber nicht der Anlass dafür sein, dass ggf. alte Gräben aufgerissen werden!

    Da mach Dir mal keinen Kopp - der Anlässe gibt's genug ...

    Dieses Dranbleiben an meiner Sucht ist es auch, warum ich mich tatsächlich wieder mit dem Gedanke beschäftige, mich eventuell doch wieder einer SHG anzuschließen.

    Dies war für mich vor 7,5 Jahren der Grund, nach meiner (hoffentlich letzten) Entgiftung mir eine Gruppe zu suchen und warum ich seither dort aktiv (und mittlerweile der Gruppenleiter) bin. Ich bin für mich der Meinung, dass dieses "Dranbleiben" der Grund ist, warum ich heute noch trocken bin und so einige Klippen unbeschadet umschiffen konnte.
    Ob es der tatsächliche Grund ist - keine Ahnung. Ist mir aber auch Wurscht. Für MICH ist es so.

    Es war, aus meiner heutigen Sicht, eher ein Durchhalten und Verzicht.
    Erstaunlich trotzdem, wie lange ich das "aushielt".

    Über Deine Formulierung "ausgehalten" bin ich auch gestolpert, dachte aber, dass gerade keine andere Formulierung parat war.
    Aber die Formulierung "aus meiner heutigen Sicht" finde ich sehr, sehr wichtig.
    Ich dachte nach meiner Langzeit auch, dass es mir gut geht und ich auf mich achte. Aus heutiger Sicht war dem eindeutig nicht so und hat dann ja auch zu meinem vierjährigen Rückfall geführt.
    Ich interpretiere Adenauers Bemerkung "Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern" dahingehend, dass man seine Meinung auf Grund von gemachten Erfahrungen durchaus auch revidieren kann. Bzw. sogar u.U. sollte.

    Gruß
    Greenfox