Beiträge von Greenfox


    Hallo Thomas,
    nach meiner eigenen Erfahrung und dem, was ich über diese Erkrankung erfahren habe, spielt es letztlich keine Rolle, ob du schon körperlich abhängig bist oder „nur“ psychisch abhängig.
    Abhängig ist abhängig und die Gefahr, dass du, wenn du doch wieder mal zum Alkohol greifen solltest, so richtig ordentlich abstürzt, ist ziemlich groß.

    Dem kann ich mich nur voll (auch nüchtern ;) ) und ganz anschließen! In meinen Augen ist dieses "Ich bin ja nur ... abhängig ..." ein großer Selbstbetrug und eine Art, sich eine Hintertür sperrangelweit offen zu halten.

    "Ich trinke ja nur 10 Bier am Tag. Andere trinken viiiiel mehr - also bin ich kein Alkoholiker/kann es ja gar nicht so schlimm sein!"
    "Ich bin ja nur psychisch abhängig - also kann ich in einiger Zeit ja wieder moderat trinken!"

    Mit solchen "nur" belügt man sich nur selbst - und in gewisser Weise bereitet man damit schon den Rückfall vor.

    Und zu dem anderen Thema: Mittlerweile weiß ich, dass Wasser nicht gleich Wasser ist und habe so meine Vorlieben. Und dann gibt es noch jede Menge Säfte, Tee's, andere Getränke, Vieles kann man auch mischen ...
    Alternativen gibt es genug - man muss sie nur mal ausprobieren.

    Gruß
    Greenfox


    Da meine Familie und ich mit dem Wohnmobil unterwegs sind, wird mir der so genannte "Anleger" sehr fehlen und auch das sitzen vor dem Wohnmobil in schöner Umgebung mit lieben Leuten kann ich mir mit Wasser aktuell gar nicht vorstellen.

    Ich habe mein "Belohnungsgetränk" von einem schönen Bier auf ein schönes Ginger Ale geändert. Und mittlerweile kann ich in Restaurants auch schon mal meckern, wenn es gepanschtes Ginger Ale gibt, weil ich das herausschmecke ;)

    Und so "lieb" können die Leute in der schönen Umgebung ja gar nicht sein, wenn Du sie nur mit Alkohol erträgst ;)

    Ich will damit sagen, dass man auch andere Belohnungsrituale entwickeln kann.

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Stephan!

    Herzlich Willkommen hier bei uns im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin m, 58, Alkoholiker und - nach mehreren Anläufen - seit etwas über 13 Jahren trocken.
    Was mir geholfen und einen sehr großen Anteil an meiner Trockenheit hatte, war der Austausch in einer realen SHG (okay: ohne FS und auf dem Lande ist dies nicht immer gut möglich) und das "Am-Thema-bleiben".

    Zu Letzterem: Nach meiner ersten Therapie war ich ca. 2 Jahre trocken. Aber da ich dachte, ich hätte es gepackt, habe ich mich nicht mehr mit dem Thema beschäftigt, mich als "geheilt" betrachtet und natürlich auch nicht über mögliche Stolpersteine und Gefahren nachgedacht. Da hat es nicht lange gebraucht, bis mich der Rückfall ereilte. Und es dann auch nicht bei einem Vorfall blieb, sondern das Ganze 4 Jahre dauerte, in denen ich mich mehr schlecht als recht bemühte, da alleine wieder rauszukommen.

    Daher meine Frage: Machst Du noch etwas Anderes für Dich, außer Dich hier anzumelden?
    Außerdem hoffe ich, dass Du die AA nur als Beispiel angeführt hast - denn es gibt so viel mehr unterschiedliche Gruppen(formen) als die AA.

    Für mehr Info's empfehle ich auch unsere Lese-Ecke und die Linksammlung.

    Solltest Du Fragen haben - immer raus damit!
    Ansonsten wünsche ich Dir einen guten Austausch!

    Gruß
    Greenfox

    Übrigens, falls du doch mal Saufdruck verspüren solltest, versuch so viel wie möglich Wasser zu trinken, wie du reinkriegst. Ich hab die positive Erfahrung gemacht, dass der Druck weg war, als mein Bauch mit Wasser gefüllt war.
    Danach konnte ich mich an die Aufarbeitung machen, was überhaupt zu diesem Saufdruck geführt hat, und wie ich daran etwas ändern könnte.

    Außerdem fällt die Ausrede, man habe ja schließlich Durst, weg. Nicht nur in logischem Sinne, sondern auch im rein körperlichen Sinn.
    Ich hatte im ersten Jahr meiner Trockenwerdung immer eine Flasche Wasser bei mir, in meinem Rucksack. Und wann immer ich den Hauch von Durst verspürte, habe ich Wasser getrunken.
    MIR hat es sehr gut geholfen.

    Zitat

    Und mein Mann würde mich sicher nicht im Regen stehen lassen, ganz im Gegenteil. Er ist eher ein Mensch der sich gerne um andere kümmert und versucht zu helfen (selbst wenn es gar nicht gewünscht ist). Wir hatten viele Probleme, weil ich mir im Grunde nicht gerne helfen lasse, er es aber oft nicht schafft sich zurück zu nehmen. Ich hab ein bisschen Angst, dass das nach dem Outing noch schlimmer werden könnte. Also dass dieses "ich muss auf sie aufpassen" zunimmt. Ich glaube ich habe nichts getan, was die Beziehung zerstören würde, wenn er es wüsste. Wobei ich auch sehr viel versteckt habe. Allerdings weiß ich auch, dass die Probleme zwischen uns, einer der Gründe ist warum ich getrunken habe. Ohne ihm dafür irgendwie die Schuld geben zu wollen. Wir hatten ,bis zur Geburt unseres Sohnes, eine sehr harmonische Beziehung. Danach wurde es dann holprig. Zum Teil auch, weil ich nach der Geburt eine Postpartale Depression hatte. Er war damals eine ganz große Hilfe und hat vieles alleine gestemmt. Leider wurde er das dann aber auch nicht mehr los, als es mir gut ging und ich mich eher bevormundet fühlte. Ich habe also eher die Angst dann wieder "die Schwache Partnerin, die beschützt werden muss" zu werden.

    In meinen Augen ist genau das der Grund, warum Du mit ihm reden solltest - und zwar nicht nur über das Alkohol-Thema.
    Wichtig ist auch, dass Du ihm sagst, dass Dir sein gluckenhaftes Verhalten (oder wie auch immer man das nennen soll) nicht gut tut - im Gegenteil. Das Du eben NICHT in Watte gepackt und gepampert werden willst.

    Zitat

    Er war damals eine ganz große Hilfe und hat vieles alleine gestemmt. Leider wurde er das dann aber auch nicht mehr los, als es mir gut ging und ich mich eher bevormundet fühlte.

    Dies ist vermutlich der entscheidende Faktor, warum manche Beziehungen in die Brüche gehen können, wenn sich jemand aus der Sucht befreien kann:
    Man verändert sich, wird selbstbewusster und selbstbestimmter, sieht die Welt wieder klarer und möchte die Dinge wieder selbst übernehmen, die in der dunklen, nassen Zeit der Partner/die Partnerin übernommen hat, weil man selbst dazu nicht mehr in der Lage/fähig war. Und der/die Andere fühlt sich plötzlich zurückgestoßen, abgewiesen.

    Also muss man dem Partner sagen, dass man ihn nicht plötzlich für unfähig hält, sondern wie man selbst fühlt, warum man es selbst machen will: Weil man wieder dazu in der Lage und fähig ist!

    Nur, wenn man nicht miteinander redet, kann man auch keinen Konsens finden.

    Und was Deine 14 Tage anbelangt: Du kannst stolz auf Dich sein - Du hast Deinen Entschluss in die Tat umgesetzt!
    Es werden noch einige Tage kommen, in denen die Sucht ziemlich laut anklopfen. Also nimm die Erfolgs- und Glücksgefühle und halte sie Dir immer wieder vor Augen: "Ich kann es nicht nur schaffen - ich habe es geschafft! Und es fühlt sich gut an (das Geschaffthaben UND das Trockensein)"

    Und ganz wichtig: Such Dir jetzt schon Strategien, wie Du Dich verhalten kannst, wenn es mal brenzlig und/oder Dir alles zuviel wird!!

    Überleg Dir z.Bsp. vorher, ob Du zu bestimmten Feiern überhaupt wirklich hingehen willst - und nicht schon von vornherein Unwohlsein verspürst, weil es dort Alkohol gibt.
    Und wenn ja, wie Du dort jederzeit wieder wegkommst, sollte es Dir dort zuviel werden. Also möglichst nicht auf einen Fahrer angewiesen sein, der dann womöglich "noch ein bisschen" bleiben will, obwohl es Dir schon mies geht. Denn oft kommt der Saufdruck nicht während der Feier, sondern später, zu Hause, wenn der Druck, nach außen standhaft zu bleiben, abfällt und man sich "belohnen" möchte.
    Auch deshalb sollte man mit seinem Partner über das Thema reden - woher soll er/sie sonst wissen, warum man eventuell plötzlich nach Hause will.

    Ich habe es so gemacht, dass ich allen meinen Freunden und der Familie reinen "Wein" eingeschenkt habe und erklärt habe, warum sie sich nicht gekränkt fühlen sollen, wenn ich möglicherweise plötzlich ohne Verabschiedung verschwinde. Und bin ich auf Feiern anfangs nur 1-2 Stunden geblieben, können es heute auch schon mal Tage werden.
    Weil ich gelernt habe, auf mich zu achten - wenn mir etwas zu viel wird, gehe ich aus der Situation raus.

    Und so gibt es noch viele andere Strategien: Was sage/tue ich, wenn mir jemand partout ein Glas aufdrängen will? Wie und vor allem WEM sage ich, dass (und warum) ich keinen Alkohol trinke? Wie kaufe ich ein? Kann ich meine Wohnung alkoholfrei einrichten? Kann mein Partner weiterhin in meiner Gegenwart Alkohol trinken - schließlich habe ja ICH das Problem und nicht er/sie?
    Und, und, und ...

    Noch mehr Gründe, warum man mit seinem Partner reden sollte.

    So, genug zugetextet - muss ja erstmal verdaut werden ;)

    Gruß
    Greenfox

    Ich weiß nicht, ob man sagen kann, dass man sich an Schreckliches gewöhnt. Ich bezweifle das eher.

    Aus meinem Beruf C:-) kann ich Dir sagen, dass man sich nicht daran gewöhnt. Aber das berühmte "dicke Fell" hilft Einem, diese Dinge nicht so nahe an sich ranzulassen und/oder gar mit nach Hause zu nehmen.

    Wenn man sich doch daran gewöhnen sollte, dann wird es Zeit für einen Job-Wechsel.

    Hallo, Thomas!

    Herzlich Willkommen hier bei uns im Forum :welcome: und Glückwunsch zu Deinem Entschluß, mit dem Trinken aufzuhören 44.

    Auch wenn so ein "kalter Entzug" ziemlich böse enden kann - das Gröbste hast Du erstmal hinter Dir.

    Kurz zu mir: Ich bin 58, m, Alkoholiker und (nach mehreren Anläufen) nun seit 13 Jahren trocken und auch etliche Jahre in der Suchtselbsthilfe unterwegs.

    Zitat

    Spreche ich heute mit meinem Umfeld z.B. bei Feiern oder kleinen Treffen über das Thema Alkohol, werde ich von sehr vielen nur belächelt, teilweise mit den Worten "Alkohol gehört doch zum Leben, wie kommt man auf so eine dumme Idee".

    Solche Sprüche kenne ich auch. Aber oft stellt man bei näherer Betrachtung fest, dass diese Menschen vermutlich nur Angst haben, sie könnten ebenfalls ein Alkoholproblem haben und man will ihnen nun (durch "Agitation") ihr geliebtes "Beruhigungsmittelchen" wegnehmen ...

    Solltest Du Dich noch ein wenig über das Thema informieren wollen, dann empfehle ich Dir unsere Bücherecke sowie unsere Linksammlung.

    Wenn das nicht reicht und/oder Du Fragen hast - immer raus damit!

    Hast Du eigentlich "einfach so" aufgehört - oder mit Unterstützung vom Hausarzt, einer SHG o.ä.??

    Schönes Wochenende!

    Gruß
    Greenfox

    Obwohl ich mich hier natürlich auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen will, denn es gilt ja in den Gruppen das Vertraulichkeitsgebot.

    Dieses Vertraulichkeitsgebot sehe ich so - und habe es auch als Gruppenleiter so kommuniziert -, dass nach außen nicht erzählt, was Einzelne/konkrete Personen gemacht, gesagt, erlebt haben und diese dabei auch erkennbar benennt.
    Wenn man aber Aussagen pauschalisiert bzw. verallgemeinert, kann und sollte man auch darüber mit Anderen sprechen können: "Eine Gruppenfreundin hat dieses oder jenes erlebt und so und so darauf reagiert. Und das hat mich berührt." oder "Ein Gruppenfreund hat gesagt: Geht aus den Köpfen der Anderen! Und das fand ich so gut, dass ich es für mich übernommen habe."

    Denn das sind ja die Dinge, die bei uns haften bleiben und die vielleicht auch Anderen helfen kann. Nur das Persönliche "Der/die XY hat dieses oder jenes gesagt/getan/erlebt ..." hat zu unterlassen.

    Im Übrigen finde ich, dass die/eine Gruppe einem auch in solch einem Trauerfall wie bei Dir helfen und wieder aufbauen kann.
    Ich habe es mehrfach erlebt, wie Gruppenfreunde oder auch ich ziemlich geknickt in die Gruppe gekommen sind und danach wesentlich zuversichtlicher in die Welt geschaut haben.

    In diesem Sinne wünsche ich Dir und uns allen ein schönes Wochenende wikende091 :sun:

    Greenfox

    Hallo, Katharina!

    In welchem Buch genau die Abhängigkeits-Merkmale aufgeführt sind, kann ich Dir nicht sagen. Aber vermutlich in einigen Büchern.
    Solltest Du Dich weiter informieren wollen, empfehle ich Dir, auch mal in unserer "Lese-Ecke" vorbeizuschauen. Dort findest Du eine Menge Hinweise zu (nicht nur) Fachbüchern.
    ICH lege Dir da vor Allem das Buch "Alk - Ein fast medizinisches Fachbuch" ans Herz. Das ist nicht trocken, sondern im Gegenteil sehr humorig geschrieben und doch überaus informativ ...
    Aber auch in unserer Linksammlung findest Du viele weiterführende Informationen.

    Gruß
    Greenfox

    Ich verschaffe mir Erleichterung in meiner realen Selbsthilfegruppe, die mich lange kennen und gut begleiten. Bin sehr dankbar, dass ich über die Jahre lange dort war, mich viel und gern engagiert habe und immer wieder "auflaufen" kann.

    Ich freue mich für Dich (und alle, die in einer ähnlichen Situation sind), dass man wieder die realen SHG besuchen kann und Du das auch in dieser besch...eidenen Situation für Dich nutzt.

    Mir persönlich hat auch oft dieses Persönliche in meiner SHG geholfen, wenn es mir nicht so gut ging, dieses sofortige FeedBack - egal, ob tröstend, aufmunternd oder lobend.

    Natürlich wurde ich auch mal wieder auf den Boden geholt, wenn es mir zu gut ging und ich abhob - aber das Wichtigste war mir die Unterstützung.

    Liebe Grüße
    Greenfox

    Hallo, Isa!

    AmSee hat eigentlich meine Fragen schon vorweggenommen. Genau diese sind auch bei mir "aufgeploppt".

    Ich habe einen sehr stressigen Beruf und war lange Zeit in meiner Familie Allein-Verdiener und Allein-Kümmerer.
    Und da habe ich den Alkohol eingesetzt, um "runterzukommen", zu "entspannen".

    Natürlich wusste ich, wie es mir am nächsten Tag geht - und habe trotzdem getrunken.

    Als ich dann den Absprung schaffte, waren natürlich NICHT alle meine Sorgen, Probleme, Nöte verschwunden. Und ich war auch nicht plötzlich gesund.

    ABER: Ich konnte mich um die Probleme mit klarem Kopf kümmern, konnte mir vernünftige - und vor allem langfristige - Strategien zurechtlegen. Und dadurch konnte ich alles nach und nach abarbeiten bzw. in Angriff nehmen.

    Vorher waren es oft nur Schnellschüsse und Notlösungen. Dann waren es dauerhafte Lösungen.
    Ich habe auch andere, effektivere Methoden gefunden, um mich zu entspannen und zu belohnen. Z.Bsp. Besuche in der Therme. Habe ich früher nicht so gerne gemacht, da ich ja mit Auto hin- und zurückfahren musste - also nicht trinken konnte. Jetzt freue ich mich darauf, im Wasser die Boje zu spielen und zu entspannen.
    Konzert-/Theaterbesuche - früher wegen der gleichen Gründe nur äußerst selten.

    Heute belohne ich mich im Restaurant, indem ich mir ein schönes GingerAle gönne und das Essen geniessen kann - und nicht daran denken muss, wann ich endlich nachtanken kann.

    Ich gestalte mein Leben, wie ich es will - und nicht, wie der Alkohol es (er)fordert.
    Natürlich ist nicht alles rosarot. Aber mit einem klaren Kopf lässt sich alles ertragen und/oder meistern.

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Isa, auch von mir ein HERZLICHES WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Auch ich kenne es nur zu gut, immer der Starke sein, allen helfen zu wollen und für JEDEN den Seelen-Mülleimer zu spielen.
    Nur: Mir hat niemand geholfen, für mich war niemand da, wo ich MEINEN Müll abladen konnte.

    Und das "Allheilmittel" dagegen kennst Du ja.

    Und ich kenne auch die ganzen anderen von Dir genannten Probleme ([un]heimlich trinken, verstecken, die Versuche, kontrolliert zu trinken, verheimlichen etc).
    Als ich mich dann geoutet habe, kamen überhaupt keine Vorwürfe, Lästereiien, negative Reaktionen - im Gegenteil: Mehrfach äußerten Bekannte/Freunde "Na endlich! Wir haben uns Sorgen gemacht und wussten nur nicht, wie wir Dich ansprechen sollen!"

    Das hat mir unheimlich viel gegeben. Auch wenn ich meinte, den ganzen Mist vor meiner Umgebung verheimlicht zu haben - es haben Viele gemerkt.
    Und nach meinem "Outing" hat sich die Spreu vom Weizen getrennt - übrig blieben nur wirkliche Freunde. Einige Trink-Freunde haben sich verabschiedet. Um die war es auch nicht schade.

    Dann habe ich gesagt, dass ich klar kommunizieren werde, wenn ich etwas NICHT möchte, z.Bsp. zu einer Feier zu gehen, jemandem beim Jammern zuzuhören.
    Und wer damit ein Problem hat - nun, dann hat ER ein Problem, nicht ich.

    Das hat so viel Druck bei MIR rausgenommen und mir sehr geholfen, nicht zur Flasche zu greifen.

    Schön, dass Du Dir einen Termin bei der Suchtberatung organisiert hast. Hier wurden Dir ja schon diverse Tipps/Hinweise gegeben. Dort kannst Du es nochmal persönlich hören und Fragen auch sofort besprechen.

    Und sollte bei Dir ein Schamgefühl aufkommen: Dort ist es anonym - und es ist deren Arbeit/Aufgabe, sich um Hilfesuchende zu kümmern.
    Vor Allem: Du willst ja etwas für Dich und gegen die Scht tun!

    Bei Fragen weisst Du ja, wo Du uns findest ;) Immer raus damit!

    Erst mal alles Gute

    Gruß
    Greenfox

    Liebe Grüße zurück wikende091

    Hört sich doch gut an, wenn Du nicht nur trocken geblieben bist, sondern auch jetzt (für Dich) weißt, was wir mit der "zufriedenen Abstinenz" meinen 44.

    Ja, Corona war ätzend - auch was die SHG betraf. Und gerade in einer solchen Situation merkt man erst den Wert der Gruppen, den Wert, sich persönlich mit anderen Betroffenen austauschen zu können.
    Und auch, dass jemand, der 20 Jahre trocken ist, auch nur ein Mensch ist.

    Achtsamkeit ist immer wichtig. Gerade in schwierigen Zeiten wie diesen.

    Also: Achten wir auf uns selbst und tun uns selbst auch öftern mal etwas Gutes!

    Gruß
    Greenfox

    Zitat

    Von bestimmten Medikamenten (opioid-haltige Medikamente und solchen, die Alkohol enthalten) solltest du dich in Zukunft fernhalten und auch die jeweiligen Ärzte darüber informieren. Das dient deiner eigenen Sicherheit.

    Dem kann ich nur zustimmen.

    Überhaupt sollte jeder, der von Alkohol (oder einem anderen Suchtmittel) wegkommen/wegbleiben will, jeden Arzt über seine Sucht informieren - auch wenn man schon eine Weile weg von dem Zeug ist.
    Ich bin nun schon seit 13 Jahren trocken - trotzdem informiere ich jeden Arzt, zu dem ich neu komme oder bevor eine OP ansteht, dass ich trockener Alkoholiker bin.
    Auf Grund meiner Sucht hat der Körper eine gewisse Toleranz entwickelt, über die man Bescheid wissen und die man bei der Gabe von Narkosemitteln berücksichtigen muss. Schließlich habe ich keine Lust, mitten in der OP aufzuwachen. Oder damit man mir u.U. Alternativ-Medikamente ohne Alkohol gibt, damit ich nicht eventuell einen Rückfall bekomme und nicht weiß, wieso.

    Also: Immer den Ärzten "reinen Wein" einschenken - denn nur so können sie die richtigen Medikamente geben, ohne unwissentlich zu schaden. Und Vorsicht bei opioid-haltigen Medikamenten, da hier Suchtgefahr besteht.

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, AV, und erstmal HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Schön, dass Du Dich entschlossen hast, etwas in Deinem Leben zu ändern und dafür auch nötigenfalls Deinen Job sausen zu lassen 44. Deine Tochter wird es Dir später danken - und auch Du wirst es nicht bereuen.
    Denn Du hast es sehr richtig erkannt:

    Zitat

    Aber ohne Therapie werde ich nicht wieder Herr meines eigenen Lebens werden.

    Im Gegentum: Es wird Dich immer mehr aufreiben, kaputt machen - und auch das Verhältnis zu Deiner Tochter zerstören. Ich habe es sowohl bei mir selbst erlebt (konnte zum Glück auch noch rechtzeitig die Reißleine ziehen) als auch in vielen Gesprächen im Rahmen der Suchtselbsthilfe gehört.

    Eine spezielle Klinik kenne ich zwar in Deiner Gegend nicht, aber der Tipp mit der Suchtberatung kam ja schon (sonst wäre er jetzt von mir gekommen).

    Und aus unserer Linksammlung kommt dieser hier: DHS - Suchthilfeverzeichnis
    Hier kannst Du z.Bsp. auch "stationöre Entwöhnungsbehandlung" für "Betroffene mit Kind" in Deiner Umgebung suchen. Und sollte Deine Muttersprache nicht deutsch sein, kann man hier auch nach der entsprechneden Sprache suchen. Oder ob es nur Alkohol betrifft oder noch andere Suchtmittel ...
    In Deinem Fall kam als Empfehlung die Fontane-Klinik in Mittenwalde heraus ...
    Schau einfach mal rein.

    Und wenn Du sonst Fragen an uns hast - einfach raus damit. Wir sind hier.

    Gruß
    Greenfox

    Wie heisst denn "L" wie "Ludwig" künftig? "Lederhose" oder "Linsengericht ;D
    "W" wie "Wassersuppe" nixweiss0

    Ich habe keine Lust mehr, mich auf den letzten "Metern" damit zu beschäftigen. Aber vielleicht kommt es ja leichter über mich als ich es mir jetzt vorstelle ...

    Ich hoffe aber sehr, liebe Betty, dass Du das Fotografieren nicht an den Nagel hängst!?! Da würde Dir bestimmt etwas fehlen - und der Welt eine wunderschöne Sicht verloren gehen!

    Auch Dir DANKE für Deine Beiträge hier, die vielen Menschen geholfen haben. Auch mir!

    :blumen: wikende091
    Greenfox

    Hallo, Baustein!

    Kann es sein, dass Du eine leichte Androphobie hast? Oder ist das nur Unhöflichkeit?
    Oder warum ignorierst Du freundlich gemeinte Posts von Männern komplett?

    Auch wir haben uns nicht nur Gedanken gemacht, sondern Dich auch freundlich begrüßt und Dir unsere Gedanken geschrieben.
    Wenn, dann schreib doch, dass Du nur Antworten von Frauen haben möchtest!