Beiträge von Greenfox

    Hallo und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum

    :welcome:

    Ich finde es gut, dass Du Dir Gedanken über Deinen Konsum machst und etwas ändern willst. Und dass es schnell von "mal ein Glas" umschlagen kann, merkst Du ja an Dir selbst, wenn Du schon Schwierigkeiten mit dem Aufhören hast.

    Hier wirst Du bestimmt Anregungen, Tipps und Hilfe bekommen.
    Schau doch auch mal in unsere Linksammlung - da gibt es noch mehr davon ;)

    Gruß
    Greenfox

    Bestimmt jetzt die Familie, was sie zu tun und zu lassen hat? Wird sie quasi entmündigt ...?

    Ich sehe es so wie Henri - das, was da abgehen soll, geht gar nicht. Zum Einen soll Deine Schwiegermutter "entmündigt" werden - aber auch Ihr!
    Ihr sollt nach der Pfeife der Anderen tanzen!

    Ich halte es für extrem wichtig, dass Du Dich mit Deinem Mann aus-/besprichst - und zwar in aller Deutlichkeit! Denn sonst könnte das Ganze wirklich zu einem Problem für Eure Ehe/Beziehung werden - der Eine lässt sich vor den Karren spannen, der Andere eben nicht.
    Sucht Euch Hilfe (für Euch!) - hier wurden ja schon einige Möglichkeiten angesprochen: Suchthilfe, SHG für Angehörige, Familienberatung ...

    Irgendwie scheint Deine Schwiegermutter aber auch Mittel zum Zweck/"Spielball" für die Anderen zu sein. Der Eindruck entsteht jedenfalls bei mir. Was wollen die denn erreichen? Das Ihr Euch schlecht fühlt und macht, was sie wollen? Wieso? nixweiss0

    Ich kann Euch da nur ganz, ganz viel Kraft wünschen. U.a. auch die Kraft, deutliche Worte gegenüber der Familie (die man sich ja nicht aussuchen kann) zu finden.

    Gruß
    Greenfox

    wenn sie stirbt, dann ist das ihre Entscheidung, und die rührt nicht daher, dass ihr nicht genug geholfen habt, sondern, das sie sich für die Sucht entschieden hat.

    44.

    Das sehe ich genauso!
    Im Grunde ist es sowas von egal, ob und wie sehr sich ihr oder die anderen den Hintern für Deine Schwiegermutter aufreissen - sie macht so oder so, was SIE will.

    Greenfox
    (Angehöriger der ehemals nassen Fraktion)

    Hallo, Corab, und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum!

    M.E. handelst Du genau richtig, indem Du Dich und Deine Familie abgrenzt!


    Meine Schwiegermutter hat mittlerweile einige Therapien, AA-Gruppen, Klinikaufenthalte etc. hinter sich. Immer wieder berichtet sie, dass sie die Musterpatientin sei und vermittelt uns den Eindruck, dass sie das eigentlich nicht nötig habe.. Ich habe manchmal das Gefühl, dass ich die Einzige bin, die das nicht glauben kann.

    Das ist typisch für Anhängige - bagatellisieren und abtun.

    "eure Kinder sind noch nicht in dem Alter, dass sie realisieren, was los ist" (sie sind 3 Jahre und 2 Monate alt)

    Das ist ein riesengroßer Trugschluß - die Kinder kriegen wesentlich mehr mit, als vielen Erwachsenen lieb ist - insbesondere der/die 3jährige.

    Wie steht eigentlich Dein Mann dazu? Ist er der gleichen Meinung?

    Bassmann hat Dir ja schon den/einen Link geschrieben. Wenn Du mal in unsere Linksammlung schaust, findest Du eventuell noch mehr nützliche Hinweise.

    Lass Dich auf jeden Fall nicht davon abbringen!

    Gruß
    Greenfox

    Ich habe den Link jetzt auch mal in unsere Linksammlung mit aufgenommen, da ich denke, dass das Thema "Häusliche Gewalt" doch eine ziemliche Rolle spielt/spielen kann.

    Aus beruflicher Sicht kann ich Euch auch sagen, dass nicht nur Frauen psychisch/physisch misshandelt werden ...
    Aber: welcher Mann redet schon gerne darüber ("Konditionierung durch die Gesellschaft") :-[


    Ich übe noch. :) Hab inzwischen aber auch gelernt, im Zweifelsfall sagen zu dürfen: "du, ich hab nochmal nachgedacht, und xyz ist für mich doch nicht in Ordnung." So als eine Art verzögertes Nein sagen.

    Übung macht den Meister ;D

    Und dieses "verzögerte" Nein finde ich super 44. Auch dazu gehört sehr, sehr viel Mut und Selbstcourage - sich selbst einzugestehen, dass die ursprüngliche Entscheidung doch nicht die richtige war ... und das dann auch noch nach aussen transportieren und sagen 44. 44.

    Also: weiter üben! :)

    ;( Es macht mich extrem traurig, wenn ich soetwas lese :-[

    Versuch doch mal eine Liste mit den Für und Wider einer Trennung.
    Aus Deinem kurzen Text sehe ich es so:

    Wider eine Trennung:

    Zitat

    er ist ein Macher, der viel bewegt und in gutem Zeiten klappt auch alles

    Für eine Trennung:

    Zitat

    schlimmer Choleriker, Geldverschwender und Workaholic

    Zitat

    ich habe dann wieder angefangen zu trinken

    Zitat

    dann hat er mich wieder misshandelt und ich habe wieder getrunken

    Zitat

    aber dann hat er sich wieder mit irgendwas übernommen und ich kriege es ab!

    Zitat

    er redet alles in Grund und Boden und am Ende bin ich wieder die, die sich entschuldigt

    nixweiss0

    mir fällt es schwer zu unterscheiden, was ich jeweils darf oder nicht darf, was gesund ist und was ich sogar sollte.

    Eigentlich 8) sollte man nur in sich reinhorchen und sich selbst fragen "Tut mir das jetzt gut? Will ich das? Kann ich das überhaupt?" Und wenn die Antwort lautet "Nein!" dann heisst das Nein.
    Nur wenn objektiv die Hütte brennt, dann kann man gegen dieses Nein verstoßen.

    Natürlich ist es nicht leicht, dieses "Nein sagen" (wieder) zu erlernen - kenne ich von mir. Man war ja schließlich immer da und hat alles gemacht - egal, ob man konnte/wollte ...
    Ich habe inzwischen gelernt, nicht sofort zu springen, nur weil jemand (und wenn es meine Eltern sind) mit den Fingern schnippt.
    Auf die Art gibt man der durch immer wiederkehrende Verletzungen dünngewordenen Haut (ist symbolisch gemeint) Gelegenheit, zu heilen und wieder etwas dicker zu werden ...

    Ich wollte eigentlich nur diese Gedanken ausdrücken - auf keinen Fall den mahnenden Zeigefinger o.ä. auspacken ...

    Gruß
    Greenfox

    Da fällt mir doch immer wieder auf/ein, wie wichtig es ist, "Nein" sagen zu können, sich abzugrenzen, auf sich selbst zu achten.

    Hier schrieb ich erst gestern:

    Zitat

    Wollte nur mal kurz meinen Senf dazu geben: "gesunder Egoismus" (auf SICH SELBST achten) und Nein-sagen-lernen hat nichts, absolut nichts damit zu tun, zu Allem und Jedem NEIN zu sagen!

    Sondern einfach nur damit, seine eigenen Wünsche und Grenzen zunächst zu erfahren und zu respektieren - selbst zu respektieren. Und dann, diese Wünsche und Grenzen nach außen kundzutun/zu setzen.

    LG
    Greenfox

    Wollte nur mal kurz meinen Senf dazu geben: "gesunder Egoismus" (auf SICH SELBST achten) und Nein-sagen-lernen hat nichts, absolut nichts damit zu tun, zu Allem und Jedem NEIN zu sagen!

    Sondern einfach nur damit, seine eigenen Wünsche und Grenzen zunächst zu erfahren und zu respektieren - selbst zu respektieren. Und dann, diese Wünsche und Grenzen nach außen kundzutun/zu setzen.

    Gruß
    Greenfox

    Ich freue mich sehr zu lesen, dass es Dir gut geht! Da Du Dich ja rar gemacht hattest, kommen einem schon komische Gedanken ...

    vielleicht macht es ja jemandem Mut: ich lebe jetzt seit fast vier Monaten ganz ohne Alkohol.

    44. :heartBalloon:

    Wann immer mir Alkohol in den Sinn kommt (immer seltener), esse ich ... einen Döner oder eine Currywurst und genieße die "Fressnarkose".

    Ja, ja - nur Döner macht schöner ;D

    Gruß
    Greenfox

    Das ist natürlich weniger schön, zu lesen. Gut ist allerdings, dass Du nicht aufgibst.

    Da Du ja eine Langzeit hinter Dir hast, weisst Du ja im Prinzip, wie es geht und was Du machen kannst/sollst/solltest: Dir Hilfe suchen, egal, ob bei der Suchtberatung, einer/mehreren SHG ...
    Aber das mit dem "im Prinzip" kenne ich selber nur zu gut: LZT, nach 1,5 Jahren nicht mehr die SHG besucht, dann Rückfall - und der dauerte 4 Jahre ;(

    Meine Angehörigen sind nicht abhängig und können es nicht nachvollziehen, welche Kämpfe ich mit mir selber durchmache.

    Dazu fällt mir ein Zitat aus dem Buch "ALK: Fast ein medizinisches Sachbuch" von Simon Borowiak ein:

    Zitat

    Die meisten Menschen wissen zwar, was Schmerzen sind; fast jeder hatte schon mal welche, und deswegen grimassieren wir solidarisch, wenn einer lang hinschlägt oder mit seinem künstlichen Darmausgang gegen den Türpfosten knallt. Entzugserscheinungen kennen aber nur Profis, daher wird kaum jemand solidarisch mit Ihnen grimassieren, wenn Sie einen entzugsbedingten Körperkasper kriegen, sich winden und/oder schlotternd übergeben. Entzug ist ein einsames Geschäft.

    Ich wünsch Dir erst mal alles Gute, damit Du erstmal wieder klar wirst ...

    LG
    Greenfox

    wolfsfrau

    Habe mir den Link mal auf meinem dienstlichen Rechner als Favorit abgelegt, um
    - mir die Seite noch näher anzuschauen (nach erstem Überfliegen fand ich sie sehr informativ)
    und
    - sie anderen Frauen, die in einer solchen HG-Situation (HG = Häusliche Gewalt) sind, neben anderen Hilfsangeboten zu empfehlen.

    Denn leider kenne ich Frauen wie Susanne, die sich selbst die Schuld daran geben, dass ihr "Partner" sie misshandelt, aus beruflicher Sicht C:-) zur Genüge ...

    Und darum, Susanne, schrieb ich auch

    m.E. brauchst Du eine ganze Schippe mehr an Hilfe ...

    Gruß
    Greenfox

    Ich sehe das ähnlich wie Bassmann.
    Es sind viele kleine irrationale Gedanken, mit denen die Sucht einen wieder in den Bann schlagen bzw. halten will.
    Mit den AA's habe ich zwar nicht so viel am Hut, aber ich moppse mir von überall etwas, das mir hilft, trocken zu bleiben, mein Leben (möglichst) so zu leben, wie ich will (Selbstbestimmung).
    Und dazu gehört u.a. auch der "Gelassenheitsspruch" der AA (siehe meine Signatur).
    Wenn ich mir klarmache, was ich ändern will und was ich davon ändern kann, dann ist das wie ein kleines Gebläse, dass den Nebel verscheucht.

    Und wenn mal wieder Nebel aufzieht, dann muss man eben das Gebläse hervorholen und aktivieren.

    Wir sind, was wir denken.

    Mein Leben ist, wie es ist. Ich kann mir natürlich vorstellen, dass die Sonne ja eigentlich viiiel heller scheint und alles eigentlich viiiiel schöner ist - und mir somit mein Leben viel düsterer "denken". Oder ich stelle mir vor, dass es hätte viiiiiiiel schlimmer sein können ... und schon ist mein Leben um sehr viel heller, besser ...

    Der Satz soll übrigens von Buddha stammen (und ich bin orthodoxer Atheist :D ).

    Gruß
    Greenfox


    All diese Beleidigungen, die ich vom Ex erhalten habe, daß ist meine Schuld!
    Ich gebe mir für all meine Taten die Schuld! Warum ist das so?

    Susanne, ich glaube, Du brauchst nicht nur eine Nachsorge, sondern auch dringend professionelle Hilfe von einem Psychologen, mit dem Du u.a. solche irrationale Selbstzerfleischung bearbeiten kannst. Reden/schreiben in einer SHG oder hier im Forum sind ja schön und gut - aber m.E. brauchst Du eine ganze Schippe mehr an Hilfe ...

    Übrigens: Wenn Du nicht JEDEN Deiner Sätze (abgesehen von Fragen) mit einem Ausrufezeichen beenden würdest, könnten wir auch vielleicht besser Zwischentöne verstehen. So kommt es bei mir irgendwie so an, als wenn Du mich bei jedem Satz mit dem Zeigefinger in die Brust piekst. Oder Du Dich bei jedem Satz mit der Peitsche selbst schlägst ... :-[
    "Ich fühl mich schlecht." kommt besser rüber als "Ich! Fühl! Mich! Schlecht!"

    Das ist nicht böse gemeint, Susanne. :blumen:

    Gruß
    Greenfox

    Ach ja, die Jugend von heute - das Ende ist nah ;( Oder? nixweiss0

    Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes, wenn einmal unsere Jugend die Männer von morgen stellt. Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen.
    Aristoteles, 384 - 322 v.C.

    Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten soll. Die jungen Leute widersprechen ihren Eltern und tyrannisieren ihre Lehrer.
    Sokrates, 469 - 399 v.C.

    Unsere Jugend ist heruntergekommen und zuchtlos. Die jungen Leute hören nicht mehr ihre Eltern. Das Ende der Welt ist nahe.
    Keilschrifttext aus Ur/Mesopotamien, um 2000 v.C.

    Na, das sind doch mal gute Nachrichten. Vielleicht können Dein Sohn und Du Euch erst mal ein wenig erholen, solange Dein Mann im Krankenhaus ist und auch mal Eure Gedanken/Gefühle sortieren.

    Wollte doch mit ihm alt werden...

    Dazu fällt mir etwas ein, dass Du mir jetzt hoffentlich nicht krumm nimmst:

    Ich weiss nicht, ob Du den Spruch "Verheiratete Männer leben nicht länger - es kommt ihnen nur länger vor." kennst. Klingt zwar lustig, aber wenn man den auf "Angehörige Suchtkranker" abwandelt, wird es schon wesentlich ernster ...
    Oder der Spruch "Willst Du wirklich so alt werden, wie Du aussiehst?"

    Man muss für sich selbst im Klaren darüber werden, ob es das Leben, wie man es bisher hatte, ist, was man haben möchte. Wenn ja - dann darf man auch nicht jammern. Wenn nein - dann sollte man es ändern.

    Aber jetzt hoffen wir erst einmal, dass Dein Mann doch noch auf die Einsichts-Schiene kommt ...

    LG
    Greenfox