Beiträge von Greenfox

    ich bin jetzt den 9ten Tag echt trocken ich weis das ist nicht viel

    Nu mach Dich mal nicht kleiner als Du bist - hast Du das früher auch geschafft? Na also!

    Für Deine Therapie wünsch ich Dir viel Erfolg. Denn die Arbeit mit sich selbst ist (kann) Schwerstarbeit (sein). Lass Dich drauf ein, auch wenn es vielleicht manchmal schwer fällt. Man lernt eine ganze Menge (vor allem über sich selbst) und das ist dann das Werkzeug für die Zeit nach der Therapie/"Käseglocke".

    Gruß
    Greenfox

    Entzugserscheinu ngen hatte ich in dem Sinn nur in der ersten Nacht. Da hatte ich immer schlimme Albträume.
    Ab der 3. Nacht konnte ich immer besser schlafen und ich War viel leistungsstärker.

    Ich drück Dir alle Daumen, dass es auch dieses Mal so abläuft (die Entgiftung). Ich wünsche Dir, dass es bis Montag okay ist und Du dann mit Hilfe von Deinem Psychologen den Ausstieg auch wirklich schaffst.

    Und das ist nicht ironisch oder mit Hintergedanken gemeint - sondern kommt von Herzen!

    Gruß
    Greenfox

    Warum stellst Du eigentlich diese Frage? Und warum stellst Du sie abseits, abgetrennt von Deiner Vorstellung?
    Deine Fragestellung suggeriert mir, dass Du ein klares "Nein, ist ja nur am Wochenende - und das auch nicht an jedem." hören möchtest. Wenn ich dann aber Deine Vorstellung lese, kommt für mich schon ein ganz anderes Bild ...
    Abgesehen davon, dass wir Dir hier keine fundierte Antwort geben können. Ferndiagnosen sind unmöglich. Wir können Dir nur unsere Eindrücke, Meinungen schildern.

    Und aus meiner Wahrnehmung heraus verniedlichst und verharmlost Du (hier, in diesem Faden) Dein Trinkverhalten. Und das erinnert mich stark an mich - bevor ich für mich erkennen musste (musste, weil ich es eigentlich nicht erkennen wollte), dass ich Alkoholiker bin ...

    Gruß
    Greenfox

    Hallo und Herzlich Willkommen!

    Also so einen Kater hatte ich noch nie. Es ist an der Zeit aufzuhören! Ich bin 29 und lebe alleine jetzt bin ich gespannt was ihr dazu sagt.

    Was soll ich sagen außer; Es ist höchste Zeit, die Reissleine zu ziehen!

    Denn wenn ich lese:


    Gestern fing alles gemütlich mit einem Glas Wein an ...,aus dem Glas wurde die ganze Flasche. ... zu Hause hatte ich noch eine halbe Flasche Korn. Als diese leer war bin ich wirklich einkaufen gefahren und kaufte 2 Flaschen Whisky mit einem sixer Cola. Gott sei Dank ist dabei nichts passiert, zu Hause angekommen trank ich eine Whisky Flasche aus ...

    dann hast Du ja schon jedwede Kontrolle und (im Suff) Verantwortungsgefühl verloren :o
    In einem anderen Faden fragst Du, ob Du schon Alkoholiker bist, weil, Du trinkst ja nur am Wochenende - und das auch nicht an jedem ... Weisst Du, das erinnert mich an mich: Ich habe auch immer gesagt, dass ich doch nur abends mein Feierabend-Bierchen trinke. Dabei waren es immer 6-8 und oft noch eine halbe Flasche Wodka dazu :-\

    Was soll ich also sagen? Schau einfach mal hier rein ...
    Und zieh die Reissleine, bevor es zu spät ist.

    Gruß
    Greenfox


    @Grennfox
    Darum geht es gar nicht. Niemand hat etwas davon geschrieben, dass Du Deine Abstinenz "wagen" sollst.
    Aber auch durch die Wiederholung von noch so vielen Kontakten zu anderen Betroffenen wird die Entwicklung nicht in Frage gestellt.

    Worum geht es denn dann? Natürlich will mich hier keiner (direkt) überreden, doch mal wieder zu probieren.
    Ich frage mich persönlich nur, von welcher "Entwicklung" Du/ihr sprecht? Bin ich vielleicht altmodisch und nicht mehr in, nur weil ich WEISS (aus Erfahrung - und schließlich kenne ich mich ja schon ein wenig), dass ich wieder voll zuschlage, sobald ich wieder anfange/probiere? Oder weil es bisher allen, die ich kenne, genauso ergeht? Oder weil ich sehr wohl die vielen "Drehtür-Patienten" in den Krankenhäusern registriere (kann ja die Augen zumachen - oder nicht mehr ins Krankenhaus gehen)?

    Sorry, aber ich seh das Ganze nunmal anders.

    Gruß
    Greenfox

    Vor langer Zeit habe ich mal gelesen, daß jeder Alkoholiker seinen persönlichen Tiefst-Punkt (Tiefpunkt reicht meist nicht) hat und den auch erreichen muss bevor er am Aus- und Auf-stieg arbeiten kann.

    Unter dem "Tief-"/"Tiefst-Punkt" darf man sich aber nicht unbedingt die Gosse vorstellen. Natürlich wird es bei dem einen oder der anderen eben diese sein. Aber bei vielen sieht dieser PERSÖNLICHE (!) Tiefst-Punkt ganz anders aus: bei dem Einen reicht schon die Drohung mit der Kündigung, bei dem Anderen ist es die Trennung von der Familie, bei der Einen reicht schon der erhöhte Leberwert, die andere "muss" solange weitersaufen, bis kurz vor einer notwendigen Lebertransplantation ... und bei manchen reicht schon die pure Erkenntnis, dass er/sie einfach zuviel trinkt.
    Man könnte auch "Wende-Punkt" sagen - nur sind die meisten dann schon persönlich "tief" gesunken (siehe oben).

    Aus Sicht des Betroffenen kann ich nur sagen, dass Dir niemand sagen kann, wann dieser "Wende-"/"Tief-"/"Tiefst-"Punkt erreicht ist - dass muss der Betroffene für sich selbst erkennen. Manche erkennen es leider nie ;(

    Gruß
    Greenfox

    ... In den ersten zwei Jahren gab es kaum etwas Positives im Suchtausstieg. Die Entzugserscheinungen gingen zwar zurück, dafür wurde aber die Angst stärker spürbar. Das Verlangen nach Entlastung durch irgendeine Droge war schon stark, deshalb habe ich ja auch etwas später einen Rückfall gebaut. ...

    Ich habe den Ausstieg nicht so erlebt - und kenne auch keinen anderen, dem es so ging. Ein klein wenig kommt es mir so vor wie beim Lesen des Buches von Olivier Ameisen "Das Ende meiner Sucht": Auch der ging davon aus, dass es ALLEN Alkoholikern so ginge wie ihm - während der Entgiftung/Langzeit alles tutti, aber außerhalb der "Käseglocke" nur ständiger und nahezu unerträglicher Suchtdruck. Und von diesen Typen habe ich bisher auch nur einen Einzigen kennengelernt.

    Nach meinen Erfahrungen (sowohl den eigenen als auch denen derer, die ich kennengelernt habe) ist der Suchtausstieg an sich mehrheitlich positiv besetzt. Nur die Umsetzung ist oft für Viele deutlich schwieriger, als sie sich vorgestellt haben. Das hat dann aber nichts mit einer "Angst vor der Trockenheit" zu tun. Nur vor dem "Nie wieder" - bis man merkt, dass man doch eigentlich nix vermisst/entbehrt ...

    Hallo Finchen und "Willkommen im Club" ... äh "... Forum"! ;D

    Bassmann hat Dir ja schon einen sehr guten Link/Hinweis geschickt. Wäre auch meine Wahl gewesen. Ansonsten kann ich Dir nur empfehlen, auch mal in unsere Linksammlung zu schauen, da findest Du noch mehr Hinweise.

    Schön für Deinen Freund, dass Du Dir noch Gedanken um ihn machst. Ich hoffe für Dich, dass er das eines Tages auch zu schätzen weiß!
    Vor allem finde ich aber auch gut, dass Du Dich um Dich selber kümmern willst:

    Damit ich nicht in die Co.-Abhängigkeits-Schiene falle, was kann ich tun?

    LG
    Greenfox

    :-[ Schade - gute Nachrichten wären mir persönlich lieber gewesen.
    Aber es ist nunmal, wie es ist.

    ... ich denke an Trennung.

    Ist auch nicht schön (für BEIDE), aber bevor es Dich auch in irgendeinen Abgrund reisst, Dich kaputt macht ... Und für sie wäre es (vielleicht) das Signal, aufzuwachen.

    Ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft.

    Und trotz allem ein schönes Wochenende! (Das wünsche ich uns allen!)

    Gruß
    Greenfox

    Ich würde es vielleicht nicht so drastisch wie Du formulieren, LiS, aber ich hatte auch in dem Beitrag vor dem zietierten geschrieben, dass ICH das anders sehe:

    Wer einige Zeit trocken war und dann einen Rückfall hatte, fängt m.E. eben nicht wieder "bei Null" an. Die Abstinenz hat ja einige Zeit funktioniert und dann eben nicht mehr. Und wenn man reflektiert, kann man vielleicht auch erkennen, wo man wann was falsch gemacht odeer ein Gefühl falsch interpretiert hat, unachtsam war ... wie auch immer. Und darauf kann man doch aufbauen, entkernen und wieder aufbauen.
    Das ist auch etwas, was mich damals bei den AA gestört hat, dass man wieder "zurückgestuft/degradiert" wurde. In der Serie "Elementary" erklärte Watson mal (für mich sehr gut und nachvollziehbar), dass diese Plaketten für die ANDEREN gut sind, weil sie so sehen: es funktioniert. Wenn man aber bei einem Rückfall wieder "degradiert" wird, dann wirft es den Rückfälligen ja wieder zurück, demotiviert ihn (oder sie ::) ). Ob dies auch heute noch so praktiziert wird oder überall bei den AA so ist, weiß ich nicht. Ist mir auch egal.

    Wie gesagt: ICH bin der Meinung, man kann (wie in allen Sachen) auch auf negativen Erfahrungen aufbauen (weglassen, ändern ...)

    Hallo, Thorsten, und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Ja, das war bei mir ähnlich: Irgendwann nicht mehr die Gruppe besucht, nicht mehr über das Thema nachgedacht, geschweige denn geredet - dann der Rückfall. Nur dass er bei mir 4 Jahre gedauert hat.
    Aber dieses Szenario höre ich oft.
    Ich wünsche Dir und uns einen guten Austausch.

    Muss mich leider kurz fassen - muss los zur Arbeit!

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Julia!

    Ich finde es nicht schön, dass Du Dich hier angemeldet hast. Vielmehr den Grund dafür finde ich natürlich nicht schön ...

    Kurz zu mir: Ich bin selbst Betroffener und seit nunmehr 8 Jahren trocken.
    Und aus meiner Sicht kannst Du Deine Eingangsfrage, ob Dein Partner schon Alkoholiker ist, mit JA beantworten.

    Denn wer eine solche Frage zugunsten des Alkohols beantwortet ...


    In meiner Verzweiflung, habe ich ihn schon vor die Wahl gestellt:
    Der Alkohol oder wir.
    ... Im nüchternen sagt er ich bin halt so dann geh und such dir nen besseren, wenn es dir nicht passt.

    Die Frage an sich hat ihn anscheinend noch nicht "ernüchtert".
    Also: Zieh es (zumindest zunächst einmal) durch und für eine Weile zu Deinen Eltern/'ner Freundin/jedenfalls aus! Vielleicht - aber auch nur vielleicht - bringt es ihn zur Vernunft und er lässt sich helfen.
    Wenn nicht, ziehst Du aber zumindest Dich und das Kind aus der "Schußlinie", dem Stress, der dann noch kommen könnte ...

    Gruß
    Greenfox

    ich denke wenn ich nicht mehr trinke bin ich kein Alkoholiker mehr

    Ich bin alkoholabhängig/Alkoholiker. Und obwohl ich (seit nunmehr 8 Jahren) nicht mehr trinke, bin ich immer noch alkoholabhängig/Alkoholiker - denn wenn ich wieder bewusst und absichtlich Alkohol trinke, steige ich wieder in die Suchtspirale ein. Dass dem so ist, weiß ich. "Musste" es ja mal ausprobieren und hing dann wieder ziemlich lange in der Spirale drin :(
    Und die Begriffe "nasser" bzw. "trockener" Alkoholiker haben sich nunmal so eingebürgert, da sie den "Zustand" desjenigen beschreiben. Wie Du Dich selber bezeichnest bleibt Dir selbst überlassen.
    Und dass der Begriff "Alkoholiker" in der Bevölkerung so negativ besetzt ist und viele es so interpretieren, dass der "Alkoholiker = der Penner auf der Parkbank" ist, liegt vielleicht daran, dass wahrscheinlich Viele sonst zugeben müssten, dass sie selber Alkoholiker sind bzw. kurz davor stehen, einer zu werden.