Beiträge von Greenfox

    Hallo Christian und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    die Entzugserscheinungen waren grausam (Angstzustände, Zittern, kalter Schweiß, das bekannte Trockenkotzen, Wutausbrüche usw)

    Ist es nicht schön, wenn man sich diesen ganzen Mist nicht mehr antun muss 44. Schön, dass Du es geschafft hast und den Weg hierher gefunden hast.

    Ich weiss ja nicht, inwieweit Du Dich schon hier ein bißchen eingelesen hast, bevor Du Dich registriert hast. Aber hier sind alle möglichen Betroffenen unterwegs: einige sind noch in der Findungsphase und andere schon auf dem Weg. Und auch die Wege sind unterschiedlich: Einige machen es mit sich selbst aus, andere (wie ich) sind Verfechter von Selbsthilfegruppen (SHG) und wieder andere machen es ganz anders ...

    Mich würde nun interesssieren, wie bist Du diesen Weg gegangen?

    ich war funktionierender Alkoholiker und jetzt nach über drei Jahren harter Arbeit an mir selbst zufriedener trockener Alkoholiker :)

    Das mit der "harten Arbeit an sich selbst" kann ich nur bestätigen!

    Gruß
    Greenfox

    Hast Recht, Gerchla - die Ehe, Kinder, Job etc. können natürlich eine große Motivation sein. Man sollte sich aber im Hinterkopf klarmachen, dass das alles trotzdem wegbrechen kann (Firmen gehen z.Bsp. auch Pleite, auch wenn ich nicht saufe).

    bei mir hängt die ehe auch daran weil ein zweites Mal wird meine Frau das nicht mehr mitmachen

    Sorry, wenn sich das jetzt hart anhört, aber: Schit auf die Ehe - mach es für DICH. Nicht für Deine Frau, nicht für Die Kinder, nicht für den Arbeitgeber.

    Das kann alles wegbrechen - ist aber kein Grund, dann wieder zu trinken.

    Ich bin jetzt etwas über 8 Jahre trocken. In 3 Tagen ist meine Scheidung (der Suff ist NICHT der Grund) - und trotzdem geht es mir gut und ich habe keinen Grund, wieder zur Flasche zu greifen.

    Ich hoffe und wünsche es mir auch vom Herzen das das mein Einziger Entzug ist

    Da schließe ich mich gerne an 44.

    LG
    Greenfox

    Tja, Sandra, das mit dem nicht schlafen können, erhöhter Ruhepuls, Unruhe ... das kenne ich als Entzugserscheinungen.
    So war es bei mir bei den ersten Entgiftungen/Ausstiegsversuchen auch. Also "eigentlich nicht weiter schlimm". Bei meiner (zum Glück) letzten Entgiftung war es dann wesentlich heftiger :o

    Ob Du Dein "Tagebuch" nun hier in diesem Thread (weiter-)führen willst oder einen neuen dafür aufmachen willst - das musst Du selbst entscheiden.
    Auf jeden Fall kann so ein "Tagebuch" - ob nun hier oder als tatsächliches Buch o.ä. sehr hilfreich sein. Ich kenne einige Leute, denen es sehr geholfen hat, ihre Erlebnisse, Gefühle, Wahrnehmungen etc aufzuschreiben.
    Ich gehöre nicht zu den Leuten ... Es hat mir gereicht, dass ich in meiner Langzeittherapie eines schreiben musste ???

    Gruß
    Greenfox

    Greenfox schreibt es ist seine 43 Entgiftung

    :o

    Nee, nee - ich hab "nur" 3 Entgiftungen gebraucht! Ich schriebste, dass es Leute gibt, die sich in den Entgiftungsstationen damit RÜHMEN ( >:( ), so und so viel Entgiftungen schon hinter sich zu haben, die stolz darauf sind, die z.Bsp. 108. (!!) Entgiftung zu machen (hab ich selbst auf seinem Patientenzettel gelesen :o ) ...

    eben wenn ich so lese wie bei dir 43 x Entgiften dann habe ich noch mehr Angst oder auch mehr Ansporn ... ich werde meine Bestes geben ... nicht wieder rückfällig zu werden

    Das ist es auch, was ich eigentlich bezwecken will: einen Ansporn geben.
    Ich war auch nicht erbaut, 3 Entgiftungen zu benötigen. Soo prickelnd fand ich eine Entgiftung nun mal nicht ... aber es gab/gibt eben leider auch Leute, die die Zeit auf Station eben als eine Art Urlaub betrachten, um sich für die nächste Runde fit zu machen.
    In meiner SHG habe ich auch 2 Leute, denen EINE Entgiftung und anschließend unsere Gruppe gereicht hat, um nun schon einige Zeit trocken ztu sein - und damit sehr zufrieden sind.

    Gruß
    Greenfox

    Hallo SandraM11, ja freilich kannst du hier so eine Art Tagebuch führen. Am besten im "who is who" bereich, dann ist man ein wenig abgeschottet nach aussen. Ich glaub, da müsste man den Thread zumachen, mit dem Vorhängeschloss; wie das genau geht, weiss ich nicht, diese Funktion habe ich noch nie verwendet

    In den Who-is-who-Bereich kommt man nur, wenn man als Vollmitglied freigeschaltet ist - da braucht man dann kein "Vorhängeschloss" ;)

    Hallo, Tharmas50 und HERZLICH Willkommen hier im Forum!

    Auch, wenn Du gleich umdich"schlägst":


    Zitat Greenfox
    "Leider gehört diese Uneinsichtigkeit bei Alkoholikern mit dazu. Da zählt jede Ausrede, nur um nicht mit dem Saufen aufhören zu müssen."

    Scheint irgendwie der Standardspruch zu sein.

    Schon mal einen Menschen gesehen der 2 Std. von 2 Notärzte Teams wegen beidseitiger Lungenembulie reanimiert wurde? Warst du selber mit seiner Mutter auf der Intensivstation und hast gesehen wie er Intubiert stirbt?

    Was heisst hier "scheint der Standardspruch zu sein"??
    Zum Einen spreche ich diesen Spruch aus eigener Erfahrung! Zum anderen habe ich etliche Gespräche mit Angehörigen und auch Pflegepersonal von Menschen geführt, die genau das machen: beim Gevatter Tod auf der Schippe sitzen und trotzdem weitersaufen!
    Ich habe auch mit Menschen gesprochen, die ob ihres Schicksals und ihrer schlechten Gesundheit Rotz und Wasser geheult haben - und zwischen den Schluchzern erst mal einen ordentlichen Hieb aus der Buddel nahmen!


    Meine Frage an Dich:
    Was kann dieses Forum für Dich tun?

    Schließe mich einfach mal der Frage an ...

    Gruß
    Greenfox

    Vielleicht mag es ein paar wenige Fälle geben, die nicht gesund werden wollen,...

    Leider sehe ich von diesen wenigen Leuten sehr viele immer wieder. Und ich sehen auch immer wieder - und habe es selbst erlebt -, dass Leute, die vom Alk wegkommen WOLLEN, keine 2. Therapie (nicht mal verkürzte) erhalten.
    Allerdings stimme ich durchaus zu, dass es vielleicht nicht immer leicht ist, die, die vom Alk loskommen wollen zu unterscheiden von denen, die sich nur eine Erholungs-/Regenerationsphase gönnen ("Ey, dat is schon meine 43. Entgiftung - geil, wa?!").


    was mir persönlich Kopf zerbrechen bereitet ist das ich der Einzige bin der das Erste Mal dort ist, die meisten 2-5 Mal einer war sogar 7x dort aber der kann das nicht ernst nehmen
    so eine 3 monatige Therapie kostet ca 45.000 € das ist kein Pappenstiel
    da ich mit den Betroffenen sehr viel rede habe ich vor einem Rückfall angst
    es ist jetzt eine Person gekommen die war 10 Jahre trocken .

    mein Vorhaben ist nur Einmal diese Klinik in Anspruch zu nehmen,aber der Teufel schläft bekanntlich nicht

    Irgendwie scheinen bei Euch in Ösiland die Krankenkassen "spendabler" mit der Erstattung von Therapiekosten zu sein. Hier in D werden ja nur die Entgiftungen (5-7 Tage) bezahlt - wenn man mal eine 2. Therapie machen will, weil es einen wieder gerissen hat ... :(
    Und wenn ich dann lese, dass Leute bereits die 5., 6., 7. ... Therapie machen und das nicht ernst nehmen (für "normal" halten), dann macht mich das schon traurig. Von meinen Krankenhausvorstellungen her kenne ich solche Leute unter der Bezeichnung "Drehtür-Patienten".

    Ja, der Teufel schläft nicht - in meiner SHG haben wir auch jemanden, der war 12 Jahre trocken. Dann war er der Meinung, dass er "geheilt" sei ... Naja, jetzt ist er bei uns ... Ich kenne auch jemanden, der war 24 Jahre trocken ...
    Und was alle gemeinsam haben, egal, ob sie 2, 6, 10 oder 24 Jahre trocken waren: Einmal angefangen, hat es sofort wieder "reingehauen" - Kontrollverlust vom Schlimmsten!

    Ich wünsch Dir weiter viel Erfolg!

    Gruß
    Greenfox

    Will nur mal kurz etwas einwerfen:
    Ich habe manche Alkoholika durchaus getrunken, weil sie mir geschmeckt haben!
    Und ich kann mich - auch heute noch - an den Geschmack einiger Biere oder aus Whisk(e)ys & Co. erinnern.

    Nur ist es dann bei mir leider immer seltener bei diesem Genuss-Trinken geblieben und immer mehr zum Wirkungstrinken verkommen ...

    Hallo, grape!

    Willkommen im Forum - wäre schön, wenn Du Dich erstmal im Vorstellungsthread vorstellen würdest. Ist höflicher, als einfach aufzutauchen und mal hier und mal da einen Halbsatz zu posten ...

    Gruß
    Greenfox

    Ich hab das bei mir und der Sucht so hingebastelt, dass ich nur noch alle Zwei Tage getrunken habe.

    Soetwas habe ich früher auch mal versucht. Dieses "kontrollierte" Trinken war mir dann aber doch zu anstrengend, so dass ich schnell "Gründe" gefunden habe, von der selbst aufgestellten Regel abzuweichen, diese aufzuweichen und schließlich einzuweichen/einzustampfen ...

    Gruß
    Greenfox

    Auch von mir ein HERZLICHES WILLKOMMEN hier im Forum!

    Eigentlich kann ich mich kurz fassen, denn meine Vorschreiber haben mir eigentlich schon alles "weggenommen". Insbesondere Bassmann's Ausführungen kann ich nur unterschreiben.
    Aber auch Pingu hat Recht: Es gibt mittlerweile auch Therapien, in denen man nicht mit Psychopharmaka zugedröhnt wird.

    Zu Deiner Frage "Wann ist spät zu spät?" kann ich nur sagen: Auf keinen Fall mit 28!

    ich habe das Gefühl, dass es für mich zu spät ist. Dass ich mit mein Leben jetzt bereits "versoffen" habe und es kein zurück mehr gibt.

    Mädel, Du hast noch das ganze Leben vor Dir!
    Und meiner unbedeutenden Meinung nach dürfte es Dir, wenn Du es schaffst, vom Alk wegzukommen, auch leichter fallen, Deine Angstprobleme mit "klarem Kopf" anzugehen.

    Also steck nicht den Sand in den Kopf*! Krabbel aus dem Sand raus - es gibt noch so viel Schönes zu sehen/erleben!

    Gruß
    Greenfox

    *) KEIN Schreibfehler ;)