Beiträge von Greenfox

    Bin gerade beim Stöbern auf meine alte Vorstellung gestoßen - 8 Jahre ist das nun schon wieder her.
    Meine Güte, wie die Zeit vergeht :o

    In dieser Zeit ist viel passiert.

    U.a. auch die Trennung von meiner Frau (leider mit Rosenkrieg ;( ). Aber - diese Trennung hatte nichts mit Alkohol zu tun!
    Ja, Leute, auch ohne Alkohol oder andere Suchtmittel geht das Leben in all seinen Facetten weiter.

    Und auch wenn es mir in dieser Zeit odeer auch der Zeit danach mal schlecht ging - es war nie ein Grund dafür/für mich, wieder mit dem Trinken anzufangen. Zu deutlich stand und steht mir immer noch vor Augen, wo mich mein Weg hinführen würde, wenn ich wieder anfinge. Vor allem habe ich gemerkt, dass ich die ganzen Problem mit einem klaren Kopf viel besser angehen konnte als vorher mit 'nem Klaren ...

    Ich bin zufrieden trocken/abstinent - d.h., ich bereue in keinster Weise, mich gegen den Alkohol entschieden zu haben. Es heisst NICHT, dass ich stets und immer zufrieden bin, dass immer nur Friede, Freude Eierkuchen herrscht (siehe oben).
    Aber ich tue auch ständig etwas dafür, dass es so bleibt. Ich achte auf mich. Ich tue etwas für mich.

    Das hört sich vielleicht groß an, schwer, umfangreich - ist es aber eigentlich nicht.
    Durch meine "Arbeit" in der Suchtselbsthilfe bleibe ich am Thema und vergesse nicht, dass und welches Problem ich habe. Un d mit den Jahren ist die Flasche für mich schon in so weite Ferne gerückt, dass ich sie schon gar nicht mehr sehe.
    Aber vor ein paar Jahren, so vor 3-4 Jahren, nach der Scheidung, ging es mir psychisch nicht so gut und ich merkt, dass sie wieder am Horizont auftauchte. Und da ich aber gelernt habe, auf mich zu achten (Selbstachtung!), habe ich mir Hilfe, eine Therapeutin gesucht, die mir half, das Problem zu bekämpfen, BEVOR es akut wurde.

    In den Jahren habe ich auch eine ganze Menge zum Thema dazugelernt. Ich bin auch (meiner Meinung nach ;) ) etwas offener und toleranter gegenüber anderen Wegen aus der Sucht geworden.
    Natürlich habe ich meine Meinung - aber zum Einen betrachte ich die als nicht "in Stein gemeisselt" (gute Gründe, neue Erkenntnisse können meine Meinung durchaus ändern), und zum Anderen höre ich mir mittlerweile auch andere Meinungen an, ohne gleich HB-Männchen zu spielen.

    Sollte jetzt jemand sagen: "Der hat gut reden, der ist ja auch "schon" 14 Jahre trocken!", so kann ich nur antworten: "Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt." (Laotse [gab es damals schon Meilen?])

    Also, macht den ersten Schritt! Es lohnt sich!

    Gruß
    Greenfox

    Auch von mir Glückwunsch zu den (ersten) 4 Wochen ohne Alkohol 44.

    Wenn ich in Krankenhäuser, auf die Entgiftungsstationen gehe und dort mit den Menschen spreche, dann sind dies auch so meine Tipps für die erste Zeit:
    - alkoholfreie Wohnung.
    So hat man erst gar nicht die Möglichkeit, bei den ersten Gedanken an Alkohol, einfach nur zuzugreifen. Man müsste erstmal loslatschen und sich welchen organisieren. Und das ist erstens Zeit, wo man sich überlegen kann "Was mache ich eigentlich gerade?" und außerdem ist oft in dieser Zeit der "Anfall" wieder verflogen.
    - sich zunächst nicht erst in möglicherweise gefährdende Situationen begeben
    Das heißt, zunächst vielleicht alkohollastige Feiern etc vermeiden.
    - sich schon vorher Ablehnungen überlegen, wenn einem Alkohol angeboten wird
    Viele von uns haben es schon erlebt, dass auf eine Ablehnung oft ein "Ach, EIN Gläschen nur ..." folgt. Und damit man nicht wie ein Weichei/Dummie/was auch immer dasteht, passiert es dann ganz schnell, dass man doch zugreift - und dann sind meist alle Dämme gebrochen. Also schon vorher auf diese Situation einstellen - und sie notfalls verlassen.
    - Auswege/Abgangsmöglichkeiten aus Situationen (z.Bsp. Feiern) schon vorher überlegen
    Wie komme ich wieder weg? Möglichst nicht auf Andere angewiesen sein ("Ach, nur noch ein Stündchen ...", obwohl es Dir schon Scheiße geht) - wannn gehen die letzten Öffis, evtl Hotelzimmer nehmen, damit man die Situation verlassen kann, oder, oder, oder ...

    Ich kann Dir gerne meine Methoden verraten, wenn Du möchtest - vielleicht ist ja etwas dabei, was Dir passt. Oder Du schaust mal, was andere so machen.
    Wichtig ist nur, dass man möglichst vorher schon mal möglichst voiele Situationen gedanklich durchspielt - dann wird man nicht kalt erwischt, wenn sie eintreten.

    Na dann - auf die nächsten 4 Wochen :D

    Gruß
    Greenfox

    Du fragst dich, ob du bereits Alkoholiker bist oder doch noch „nur“ gefährdet?
    Oder stellst du dir diese Frage für einen Angehörigen oder eine Angehörige?

    Unter dem Begriff „Alkoholiker“ stellt man sich im Allgemeinen jemanden vor, dem man sein Problem bereits ansieht, jemanden, dem nicht anderes bleibt, als Alkohol konsumieren zu MÜSSEN.

    Tatsächlich ist das aber nur die Spitze des Eisberges, viele Alkoholiker, denen man ihre tatsächlich vorhandene Abhängigkeit eher nicht ansieht, funktionieren noch jahrelang gut.

    Alkoholismus beginnt schon sehr viel früher. Der Übergang vom sogenannten „riskanten“ Konsum zur „psychischen“ und schließlich zur „körperlichen“ Abhängigkeit geschieht schleichend.

    Die Tatsache, Trinkpausen einlegen zu können, d.h. einige Tage, Wochen, Monate oder noch länger gänzlich ohne Alkohol auskommen zu können, sagt wenig darüber aus, ob jemand bereits Alkoholiker ist oder nicht.

    Eine humoristische Darstellung der verschiedenen Alkoholiker-Typen lässt sich zum Beispiel in Simon Borowiaks Buch „Alk. Fast ein medizinisches Sachbuch“ finden.

    Wenn du dich bezüglich deines Alkoholkonsums unwohl fühlst, und dich fragst, ob du bereits abhängig bist oder doch „nur“ riskanten Konsum betreibst, dann sind möglicherweise folgende Fragen hilfreich:

    Welche Gedanken haben dich hierher geführt? Hast du dir bereits Gedanken gemacht, ob du weniger/ seltener Alkohol konsumieren solltest?

    Kreisen deine Gedanken darum, wann oder zu welchen Gelegenheiten du wieder Alkohol konsumieren darfst?

    Hast du noch die Kontrolle über die Menge, die du konsumierst, oder fällt z.B. der Entschluss nur ein Glas zu konsumieren schon beim Konsum dieses ersten Glases? Kommt bei dir der Durst beim Trinken und du findest kein Ende?

    Hast du dir z.B. schon mal vorgenommen, an einem Tag/ Abend keinen Alkohol konsumieren und konntest diesen Entschluss dann doch irgendwie nicht umsetzen?

    Konsumierst du Alkohol, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen, z.B. zur Entspannung oder „um runter zu kommen“ oder zur Stressbewältigung oder…?

    Bist du auf deinen Konsum schon mal von Angehörigen oder Freunden oder anderen Menschen angesprochen worden?

    Macht es dir möglicherweise Angst z.B. mal sechs Monate gänzlich auf Alkohol verzichten zu müssen? Fragst du dich, ob du ohne Alkohol glücklich werden kannst?


    Ob du bereits psychisch abhängiger Alkoholiker bist oder doch „nur“ riskanten Konsum betreibst, kannst letztlich nur du selbst einschätzen.

    Wenn du dir Sorgen machst und/ oder Fragen hast, kannst du diese hier gerne stellen. Du findest hier sozusagen Spezialisten, d.h. Alkoholiker, die den Absprung geschafft haben oder die dabei sind, abzuspringen.


    Hier ein paar Infos zu diesem Thema (werden laufend ergänzt/erweitert).

    - Alkoholismus erkennen: Ab wann ist Alkohol ein Problem?
    - Alkohol-Selbsttest: Alkohol? Kenn Dein Limit!

    „Trockenarbeit“ oder vielmehr „Trockenheitsarbeit“ ist, wie ich das kennengelernt habe, ein Sammelbegriff für alle Maßnahmen sowie für den Aufbau und die Pflege neuer Denk- und Verhaltensmuster, mit denen ich mir meine Trockenheit bewahre und dabei ein zufriedenes Leben führe.

    Diese „Trockenheitsarbeit“ fühlt sich auch für mich längst nicht mehr so an, dass ich dafür „arbeiten“ müsse, um abstinent zu bleiben, aber Fakt ist, dass das sogenannte Suchtgedächtnis nicht gelöscht werden kann. Wer einmal suchtkrank geworden ist, bleibt es sein Leben lang. Zwar habe ich mir in den vergangenen Monaten neue Denk- und Verhaltensmuster angewöhnt, habe bestimmte Maßnahmen ergriffen, aber mir ist bewusst, dass grundsätzlich eigentlich immer etwas eintreten kann, was alte Denk- und Verhaltensmuster auf den Plan ruft.

    Dem kann ich nur zustimmen. Auch wenn manche die Begrifflichkeit "Trockenarbeit" stört (dann nennt es "Eierkuchentätigkeit" ;) ): Ich tue alles dafür, möglichst nie wieder in den Sumpf von früher gerate - ich "arbeite" also dafür.
    Und dazu gehört auch, dass ich mir vor 3 Jahren wieder einen Therapeuten gesucht habe, weil ich für mich der Meinung war, dass "die Flasche wieder am Horizont aufgetaucht ist", wenn Ihr versteht, was ich damit meine. Auch wenn ich nun schon ein paar Jahre trocken bin - ich bilde mir nicht ein, gegen einen Rückfall gefeit zu sein!
    Also habe ich meine Befindlichkeiten aufgearbeitet. Und jetzt läuft es wieder :)

    Ich schreibe nur schnell und teilweise aufm Handy.
    Dann war meine Zeit hier quasi zu Ende und ich musste nochmals anfangen und das müde.

    Einfach beim Einloggen das Häkchen bei "Immer eingeloggt bleiben" setzen - dann wird die Sitzung erst beendet, wenn DU es möchtest.

    wikende091
    Greenfox

    Hallo, Tinka!

    Schön, dass Du Dich mal wieder meldest :)
    Und nach Deiner "Wasserstandsmeldung" scheint Dir das Wasser ja nicht mehr Unterkante-Oberlippe zu stehen - was mich mächtig für Dich freut :blumen:

    Ja, nicht nur wir Süchtlinge brauchen oft ziemlich lange und müssen meist erst unseren "Tiefpunkt" erreichen (der für jeden anders aussieht), ehe wir uns (hoffentlich) endlich doch aufraffen, unser Leben zu ändern.
    Auch bei den Angehörigen, insbesondere den Eheleuten, ist es schwierig, sehr schwierig. Vielfach spielt da auch ein falsch verstandener Hilfsgedanke ("Ich kann ihn/sie doch nicht im Stich lassen!"), verbunden mit permanenter Gewalt (psychischer Gewalt) durch den/die Partner/in ("DU bist doch Schuld, dass ich trinke! Und wenn Du mich verlässt, tue ich mir etwas an!") eine große Rolle.

    Deshalb ist es gut, dass Du auf Deinen Freund gehört und Dir Hilfe gesucht hast!

    Vielleicht solltest Du, auch wenn es Dir natürlich zunächst schwer fallen wird, auch die letzte Brücke abreissen!?!

    Gruß wikende091
    Greenfox

    Habe sie mir angesehen, obwohl ich eigentlich keine deutschen Produktionen mag. Zuerst nur, weil mich das Thema an sich interessiert hat, aber dann, weil weiles doch ganz gut gemacht und gespielt war.
    Vor allem, wie man den Ossis versucht hat, die Arbeit beizubringen/zu erklären (als ob wir die Jahre zuvor nur stumpf in der Ecke gesessen und Trübsal geblasen haben) und dabei selbst nur Mist gebaut hat.
    DARAN kann ich mich noch sehr gut erinnern. Auch daran, dass die Kollegen - wie hier im Film - dann erkannt haben, dass wir Ossis doch nicht so doof waren, wie manche dachten.
    Okay, Ausnahmen bestätigen hüben wie drüben die Regel ;D

    Fazit: Mir hat die Miniserie ganz gut gefallen.

    wikende091
    Greenfox

    Schalte mich nur mal kurz zwischen:


    Manchmal liegt es auch daran, dass die Zeit für eine Sitzung (voreingegeben sind 60 Minuten) überschritten ist.

    Genau DAS ist die häufigste Ursache. Also einfach das Häkchen im Feld "Immer eingeloggt bleiben" setzen - dann wird die Sitzung nicht automatisch nach 60 Minuten beendet.

    wikende091
    Greenfox

    ;(

    Sorry, das mit dem Schlaganfall hatte ich nicht auf dem Schirm.
    Aber um so wichtiger finde ich, dass Du nicht nur darauf schaust, wie es IHM geht, sondern auch, wie es DIR geht - denn wenn es Dir schlecht geht und/oder Du umfällst, kannst Du weder ihm noch sonst jemandem helfen ...

    wikende091
    Greenfox

    Ich habe mich hier angemeldet, weil es hier liebevolle, erfahrene Menschen gibt, die einem Unterstützung anbieten. Auch wenn sie sich mir gegenüber teilweise krass ausdrücken (Greenfox eingeschlossen), so ist es nicht verkehrt und ich meine, dass es mir hilft.

    Da Du ja mal gefragt hast, wann ich Dir denn mal Ratschläge gegeben habe, die auf meiner Erfahrung beruhen (schon mal eine Frechheit an sich): Meine Erfahrung besagt, dass es überhaupt nichts bringt, Probleme "durch die Blume" anzusprechen und zu versuchen, jemanden mit nassen Gedanken mit Streicheleinheiten und viel "Heitidei" davon zu überzeugen, dass man geradewegs auf den Abgrund zusteuert. Da helfen nur Klartext und Fakten - wenn es denn durchdringt.

    Auf diese Weise habe ich schon mal eine vieljährige Abstinenz verwirklicht.

    Verzeih, wenn ich ob dieser Aussage skeptisch bin. Gerade bei Deinem vollmundigen Getöse.


    Natürlich stehe ich im Moment neben mir. Mein Rückfall hat mich erschüttert. Deswegen habe ich mich abgemeldet, dazwischen meine Ärztin um Rat gefragt und mich erneut angemeldet. Deswegen heiße ich jetzt Vodka Jelzin2.

    Es stimmt nicht, dass ich eure Ratschläge zurückweise. Ich habe hier gute Denkanstöße erfahren und danke euch dafür.

    Es ist "schön", dass Dich Dein Rückfall "erschüttert" hat.
    Natürlich kann ein Rückfall passieren. Auch wenn ich nun schon seit fast 14 Jahren trocken bin, weiß ich, dass auch ich nicht davor gefeit bin - und tue alles dafür, dass es nicht dazu kommt.

    Bei Dir merke ich außer Lippenbekenntnissen nichts. Du meckerst nur, dass Dich keiner versteht, alle Ärzte Scharlatane sind, alle Kliniken nur auf das Geld der Krankenkassen (und damit DEIN Geld als Steuerzahler) aus sind, hier im Forum nur lauter Ja-Sager unterwegs sind, die nach meinem Willen schreiben ( nixweiss0 ) ...
    Aber etwas KONKRETES, was Du unternehmen möchtest bzw. wirst - Fehlanzeige.

    Auch zu Deinen Pöbeleien kam lediglich Dein Hinweis darauf, dass Du "Anhänder der absoluten Meinungsfreiheit" bist. Nun, dann akzeptiere auch die Meinungen anderer - in diesem Fall die meine.

    Da Du der Meinung bist, hier pöbelnder Weise abtreten zu müssen/wollen, wünsche ich Dir viel Glück auf Deinem Weg.
    Und ich vermute mal, dass dieser noch ziemlich lang sein wird ...

    Ich schlage vor, dass Du vor allem noch ein wenig an Deiner Selbstreflektion arbeitest sowie daran, Ratschläge anderer erst einmal sacken zu lassen und zu durchdenken, bevor Du sie mit wilden Querdenker-Theorien in der Luft zerreisst.
    Bei mir ist nur das Bild des tollwütigen Hundes angekommen, der wild um sich beisst - obwohl man ihm nur helfen will. Weil aus seiner Sicht ihn alle nur angreifen (wollen).
    Nur geben diese Hunde nicht erst vor, Hilfe zu wollen und beissen dann zu.

    Schön, dass Du nun schon 3 Jahre trocken bist (darf man ja auch mal erwähnen und darfst Du auch stolz drauf sein 44.) und schön, dass Du eine Lösung für Dein vermeintliches Dilemma gefunden hast.

    Trotzdem möchte ich noch einen Punkt ansprechen, der mich etwas stört:

    Bespreche ich es mit meinem Mann, kenne ich schon im Vorraus die Antwort, sie wird wird lauten:" Nun bist du 3 Jahre trocken, es wird Zeit sich solchen Situatioen zu stellen".

    In meiner SHG hat ein Gruppenfreund mal etwas gesagt, was ich für sehr richtig und wichtig erachte und was ich mittlerweile für mich angenommen habe:

    "Geht aus den Köpfen der Anderen!"

    Er meint: Wir können nicht die Gedanken der Anderen lesen. Wir können nicht wissen, was sie (über uns) denken/denken werden. Meist interpretieren wir nur aus allen möglichen, meist nur uns ersichtlichen Anzeichen, was Andere über uns denken könnten - und richten dann danach unser Handeln aus.

    Wie oft habe ich ich, wenn mich jemand um Hilfe bat, zugesagt, obwohl es mir überhaupt nicht passte und/oder gut ging und/oder etwass anderes dagegen sprach, weil ich DACHTE, der Andere wäre sonst traurig/sauer/enttäuscht ...
    Mittlerweile habe ich gelernt, auch mal NEIN zu sagen. Okay - und wie war meistens die Reaktion? "Okay, frag ich halt jemand anderen."
    War das Kopfkino also völlig falsch bzw. wäre völlig falsch gewesen.

    Was ich damit sagen will: Leg Deinem Mann nicht irgendwelche Gedanken/Aussagen in den Mund - bevor Du mit ihm gesprochen hast und er sie ausgesprochen hat. Oft genug tut man den Menschen Unrecht.

    Gruß
    Greenfox


    Hallo Greenfox
    Nachdem ich nun lange über die Idee mit der E-Zigarette von dir nachgedacht habe, werde ich es einmal versuchen.
    Dein Erfolg gibt dir ja recht, aber jeder tickt halt auch anders.

    Viel Erfolg dabei! Zumindest Dein Geldbeutel und die Umgebung werden es Dir danken (wenn es nicht mehr nach Qualm stinkt - auch die Klamotten etc.).

    Und dass jeder anders tickt - ein Kollege wollte es auch probieren. Und im Endeffekt hatte er dann ständig 3-4 E-Luscher dabei mit verschiedenen Geschmacksrichtungen und hat gedampft wie ein kaputter Wasserkocher nixweiss0 Naja, früher hätte man ihn 5 Meilen gegen den Wind gerochen wegen dem Qualm-Gestank - das hat sich ja gegeben.

    Ich drücke Dir jedenfalls die Däumchen 44.

    Auch für Dein anderes Projekt. :sun:

    Es gibt in den realen SHG, die ich kenne, den Grundsatz, dass dort niemand angetrunken erscheinen soll - was nicht gleichzusetzen ist, dass er/sie trocken sein muss. Aber nüchtern zur Gruppe erscheinen.

    Unabhängig davon, dass es Andere in der Gruppe stört und triggert, wenn jemand mit einer Fahne/Standarte nebem einem sitzt, kann man den Gedankengängen und Ausführungen anderer auch nicht folgen, wenn man angetrunken/betrunken ist.

    Okay, hier kann uns eine Fahne nicht triggern. Aber man merkt oft schon den Unterschied zwischen nüchternem und nassem Text.
    Und Du hast ja selbst Beispiele dafür geliefert.

    Wir haben es nicht nötig, uns von Dir, der Du ja offensichtlich und nach eigener Aussage noch trinkst und andere Sachen konsumierst, vorhalten zu lassen, wir hätten keine Ahnung und uns beschimpfen lassen.
    Auch wenn es bei mir schon ein paar Jahre her ist - aber ich kann mich an dieses nasse Verhalten von mir selbst noch gut erinnern.
    Von daher brauchst Du nicht so tun, als hättest Du die Weisheit mit Löffeln gefressen - dann würdest Du nicht hier nach Hilfe suchen.
    Die Hand, die einem helfen will, beisst man nicht!

    Von mir nur kurz eine Bemerkung:

    Genauso, wie man nicht von EINEM Menschen auf ALLE schließen soll(te), so soll(te) man es auch nicht bei den Kliniken tun! Von diesem "unter Aufsicht auf Toilette gehen" habe ich bisher noch von KEINER Klinik gehört. Ich selbst habe mehrere aus eigener Erfahrung kennenlernen "dürfen" und viele andere durch Erzählungen von Gruppenfreunden und Anderen.

    Aber Pauschalisieren scheint ja Dein Ding zu sein.

    Auch hast Du es nicht wesentlich "schwerer" als Andere, nur weil Du polytox bist - das sind hier etliche Andere auch, die Dir bisher auch versuchen, aus ihren Erfahrungen Ratschläge zu geben.

    Ich wünsche Dir viel Glück bei Deinem Weg!

    Greenfox

    An Deiner Stelle würde ich mit diesem Namen hier weiter machen und nur genau das machen, was Du selbst schreibst. Nüchtern schreiben.
    Und natürlich, weiter kämpfen.

    Kann ich nur unterschreiben!

    Was mein Alkoholkonsum betrifft: Mit den harten Getränken habe ich aufgehört, bin aber auf niedrigerem Niveau mit Bier (mit Pausen) wieder eingestiegen ... bin im Moment am kämpfen.

    Meine Erfahrung mit dem "kontrollierten Trinken" (um nichts anderes handelt es sich) ist: Der Kampf, das Maß einzuhalten, ist ungleich härter, als garnichts zu trinken.
    Oder magst Du nur ein bißchen Sex ... ;)

    Hallo, Kristin wikende091

    Auch von mir ein herzliches :welcome: hier bei uns im Forum!

    Kurz zu mir: m, noch 58, Alkoholiker, seit fast 14 Jahren weg von dem Zeug.

    Meine Vorschreiber haben Dir ja schon ein paar Tipps gegeben, an wen Du Dich wenden könntest, um Hilfe zu bekommen.
    Denn Eines ist Fakt: Den Ausstieg aus der Sucht kannst nur DU alleine schaffen! Aber: Du musst es nicht ALLEINE schaffen!

    Natürlich gibt es auch Leute, die es alleine schaffen/geschafft haben. Aber ich kenne nicht wirklich jemanden, der es so geschafft hat (hier im Forum gibt es 1-2 Leute).
    Und ich gehöre definitiv nicht dazu.

    Auch mich hat damals u.a. mein ziemlich stressiger Job dazu gebracht, den Alkohol als Beruhigungs-/Entspannungsmittel einzusetzen. Aber es hat lange gedauert, bis ich auch für mich erkannt habe, dass ich abhängig, dass ich Alkoholiker bin - und dass ich etwas ändern muss. Es hat auch nicht sofort auf Anhieb funtioniert ...
    Aber ich habe nicht aufgegeben und ich habe alle Hilfe angenommen, die ich kriegen konnte: ambulante Therapie, stationäre Therapie, SHG, therapeutische Nachbetreuung ...
    Für MICH war das wichtigste Hilfsmittel die SHG, waren die Gespräche mit den anderen Betroffenen - und das auch dann, wenn es mir nicht schlecht ging.

    Aber schau Dich erstmal hier in Ruhe um. Ich empfehle Dir unsere Linksammlung und unsere Bücher-Ecke.
    Da findest Du jede Menge Informationen.

    Und wenn Fragen sind - immer raus damit!

    Auf einen guten Austausch

    Gruß
    Greenfox

    @VJ

    Ich kenne es von mir selbst (hauptsächlich aus meiner nassen Zeit) und aus vielen Gesprächen mit anderen Alkoholikern - egal, ob im Krankenhaus oder in der SHG -, kann es aber auch im allgemeinen Leben beobachten:

    Wird man auf sein Trink- oder allgemeines Verhalten angesprochen und darauf hingewiesen, dass es kritisch zu sehen ist, man sich (zumindest teilweise) wie der letzte Arsch benimmt, dann wird das in den meisten Fällen erstmal als persönlicher Angriff gewertet. Da ist es dann wie mit diesem berühmten "Witz": "Was - EIN Geisterfahrer?? TAUSENDE!!"
    Natürlich hat nur man selbst Recht und alle anderen haben einen an der Klatsche - zumindest die, die einen kritisieren. Die, die einem zum Mund reden, sind natürlich die größten Experten.

    Erst aus einer etwas größeren Distanz und oft, wenn man sich einmal zu oft den Mund verbrannt hat, erkennt man manchmal, dass die anderen einem nur die Wahrheit gesagt haben und helfen wollten.

    So ging es mir z.Bsp. in Bezug auf meinen Alkoholkonsum. Und leider auch bei ein paar anderen Dingen.

    Und deshalb bin ich kein großer Freund davon, um den heissen Brei zu reden/schreiben und mit Sternchen oder Pünktchen o.ä. zu arbeiten - auch wenn ich Schei..e schreibe, meine ich Scheisse.
    Und gerade in der Suchtselbsthilfe habe ich die Erfahrung gemacht, dass es nichts bringt, "durch die Blume" zu reden. Da hilft nur, gnadenlos Tacheles zu reden!

    Wenn Du WIRKLICH etwas in Deinem Leben ändern willst und WIRKLICH vom Alkohol (egal von welchem Suchtmittel) weg willst, dann musst Du Dich der Wahrheit stellen - auch wenn es weh tut!
    Und wenn ich eins gelernt habe: Der Entzug mag mehr oder weniger schwer sein - aber das, was danach kommt, ist ungleich schwerer: die Beschäftigung mit sich selbst!
    Warum bin ich, wie ich bin? Was hat mich dazu gebracht, den Alkohol zu missbrauchen! Was muss ich tun, um nicht wieder in alte Verhaltensmuster zu verfallen? Welche Strategien (Mehrzahl) brauche ich, um im Falle von Suchtdruck nicht "schwach" zu werden? Und, und, und ...

    Da hilft es nicht, im Falle der kleinsten Kritik um sich zu treten und versuchen, sein Gegenüber niederzumachen.

    Versuch doch mal, aus dieser (meiner) Sichtweise Deine Postings zu lesen ...

    Hier will Dir keiner etwas Böses - wir kennen Dich nicht. Von daher geht es uns sonstwo vorbei, wenn Du hier um Dich schlägst und rumpöbelst - bestenfalls wirst Du dann einfach ignoriert.
    Oder, wenn Du Dich partout nicht benehmen kannst/willst, auch gesperrt. Dazu gehört auch, Mitglieder als "Menschen ohne eigene Meinung" zu diffamieren! >:(

    Doch das wäre ja wohl nicht im Sinne "des Erfinders", wenn Du tatsächlich Hilfe suchst.

    Greenfox