Bin gerade beim Stöbern auf meine alte Vorstellung gestoßen - 8 Jahre ist das nun schon wieder her.
Meine Güte, wie die Zeit vergeht :o
In dieser Zeit ist viel passiert.
U.a. auch die Trennung von meiner Frau (leider mit Rosenkrieg
). Aber - diese Trennung hatte nichts mit Alkohol zu tun!
Ja, Leute, auch ohne Alkohol oder andere Suchtmittel geht das Leben in all seinen Facetten weiter.
Und auch wenn es mir in dieser Zeit odeer auch der Zeit danach mal schlecht ging - es war nie ein Grund dafür/für mich, wieder mit dem Trinken anzufangen. Zu deutlich stand und steht mir immer noch vor Augen, wo mich mein Weg hinführen würde, wenn ich wieder anfinge. Vor allem habe ich gemerkt, dass ich die ganzen Problem mit einem klaren Kopf viel besser angehen konnte als vorher mit 'nem Klaren ...
Ich bin zufrieden trocken/abstinent - d.h., ich bereue in keinster Weise, mich gegen den Alkohol entschieden zu haben. Es heisst NICHT, dass ich stets und immer zufrieden bin, dass immer nur Friede, Freude Eierkuchen herrscht (siehe oben).
Aber ich tue auch ständig etwas dafür, dass es so bleibt. Ich achte auf mich. Ich tue etwas für mich.
Das hört sich vielleicht groß an, schwer, umfangreich - ist es aber eigentlich nicht.
Durch meine "Arbeit" in der Suchtselbsthilfe bleibe ich am Thema und vergesse nicht, dass und welches Problem ich habe. Un d mit den Jahren ist die Flasche für mich schon in so weite Ferne gerückt, dass ich sie schon gar nicht mehr sehe.
Aber vor ein paar Jahren, so vor 3-4 Jahren, nach der Scheidung, ging es mir psychisch nicht so gut und ich merkt, dass sie wieder am Horizont auftauchte. Und da ich aber gelernt habe, auf mich zu achten (Selbstachtung!), habe ich mir Hilfe, eine Therapeutin gesucht, die mir half, das Problem zu bekämpfen, BEVOR es akut wurde.
In den Jahren habe ich auch eine ganze Menge zum Thema dazugelernt. Ich bin auch (meiner Meinung nach
) etwas offener und toleranter gegenüber anderen Wegen aus der Sucht geworden.
Natürlich habe ich meine Meinung - aber zum Einen betrachte ich die als nicht "in Stein gemeisselt" (gute Gründe, neue Erkenntnisse können meine Meinung durchaus ändern), und zum Anderen höre ich mir mittlerweile auch andere Meinungen an, ohne gleich HB-Männchen zu spielen.
Sollte jetzt jemand sagen: "Der hat gut reden, der ist ja auch "schon" 14 Jahre trocken!", so kann ich nur antworten: "Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt." (Laotse [gab es damals schon Meilen?])
Also, macht den ersten Schritt! Es lohnt sich!
Gruß
Greenfox