Beiträge von proky

    Das kann ich bestätigen liebe Geliebte des Hr. Forder:

    Als ich aufgehört habe war das erste was sich sofort eingestellt hat:

    - ich bekam wieder Hunger

    - ich hatte auf einmal viel (Frei-) Zeit


    Gerade in der vielen Zeit die einem nun zur Verfügung steht liegt die Gefahr eines Rückfalls, denn viele wissen mit ihrer Zeit nichts anzufangen und greifen dann wieder zu alt vertrauten, nämlich zur Flasche.


    Daher ist es wichtig seine Freizeit OHNE ALKOHOL zu genießen und auszulasten. Und auch sich dessen bewusst zu werden.

    Du hast ja schon sehr gute Anfänge gemacht:

    Ein Bad genossen und Dich mit Deinen Kindern beschäftigt.


    Auch Dich hier im Forum war es richtig und wichtig Dich anzumelden, um Dir Informationen zu holen.

    Eine reale/analoge SHG an Deinem Wohnort wäre definitiv nicht verkehrt, denn auch sie ist positiv Zeitfüllend, sie erschwert den Rückfall und unterstützt Dich weiterhin auf Deinem neuen Weg...

    Lieber Stevie,

    viel Glück weiterhin 44.


    Euphorie ist ein Phänomen, welches in den ersten Jahren der Abstinenz gar nicht einmal so selten ist. Denn man erlebt Herausforderungen und Freude über den Erfolg.

    Wermutstropfen: Vielleicht liegt gerade auch hier die Ursache warum nicht wenig Betroffene nach zwei bis drei Jahren rückfällig werden. Denn die Euphorie lässt nach, die Herausforderung ebenfalls und gleichzeitig steigt die Selbstüberschätzung...

    Aber das sei nur nebenbei erwähnt.

    Wichtig ist es den Boden unter den Füßen nicht zu verlieren.

    Du schaffst das! :)

    Bis Mittwoch...

    Hallo Geliebte von Herr Forder,

    nachdem Du Deine Beteuerung geschrieben hast, dass alles so ist wie es ist, dann glaube ich Dir nun ernsthaft dass Du ein Alkoholproblem hattest.

    Aber in der Tat, da geb ich Stevie Recht, so wie Du Deinen Eingangspost geschrieben hast las sich auch für mich so als wärst Du ein Troll.

    Leider gibt und gab es auch hier im Forum schon Trolle. Von daher mögen wir uns gegenseitig verzeihen...

    Schwamm drüber! schwitz.

    Nun wurde ja schon einiges geschrieben, unsere Tipps was Du weiter unternehmen kannst um trocken zu bleiben...

    ...aber es ist auch schon eine wunderbare Leistung das Du schon eine Woche trocken bist. 44.

    Wie geht es Dir derweil? Gibt es Fragen die wir Dir beantworten können?

    Den Alkohol “Herrn Forder“ zu nennen und sich selbst als seine Geliebte...

    ...da möcht ich Fred Feuerstein zitieren:

    “Trollig, wahnsinnig trollig“! laugh2


    Allerdings für den Fall das der Beitrag doch nicht so wahnwitzigwitzig (wieder Fred Feuerstein ;D) ist wie er sich aufs erste liest, dann rate ich zu folgendes:

    - mach Dir bewusst, dass der Alkohol ab sofort keinen Platz mehr in deinem Leben hat

    - rede mit deinen Hausarzt über deine Situation

    - gehe in eine Selbsthilfegruppe

    - und mache dein Heim alkfrei

    Was meinst Du dazu, Geliebte des Hr. Forder?

    Hallo Stevie,

    ich hätte schon gerne eher geantwortet, leider ist es mir erst jetzt möglich.

    Zunächst einmal Danke für deine ehrliche Antwort.

    Ich schließe mich Betty's Aussage mit an. Lass es langsam angehen, step by step.

    Suchtberatung, analoge SHG, Selbststudium mit einem Buch (ich persönlich favorisiere die "Suchtfibel") das ist alles in Ordnung und vernünftige Ziele für den Anfang.

    Und natürlich die virtuelle SHG hier…

    In diesem Sinne lieber Stevie, nächsten Mittwoch ist der nächste Checkpoint/Meilenstein.

    Viel Glück bis dahin, bleib aufrecht so wie bisher und genieße die Vorzüge des nüchtern seins.

    Und falls es dir schlecht gehen sollte oder Du Saufdruck bekommst (wir wollen nichts beschwören), dann schreibst hier rein:

    https://alkoholforum.de//index.php?topic=1941.0

    Du bist auf dem richtigen Weg Stevie 44.

    Hallo Simon,

    erstmal ein Hallo und willkommen bei uns im Forum.

    Zunächst einmal ist es natürlich ehrenhaft und rücksichtsvoll, dass Du dir um einen Freund, einem Mitmenschen Sorgen machst.

    Wie bei allen Süchten, so auch bei der Alkoholsucht, ist es so, dass es bei der betreffenden Person selbst liegt etwas dagegen zu unternehmen.
    Denn ein jeder Mensch ist für sein Leben selbst verantwortlich.
    D.h. ich kann niemanden die Schuld dafür geben, dass mein Leben verpfuscht ist…

    ...umgekehrt kann und darf ich niemanden vorschreiben wie er sein Leben zu führen hat!

    Das heißt für deinen Fall:

    Dir bleibt lediglich nur übrig einen Appell an deinen Freund zu richten.

    Teile ihm mit, dass Du Dich um ihn Sorgen machst, weil er Dein Freund und Du möchtest das es ihm gut geht.
    Bitte ihn etwas gegen seinen Konsum zu unternehmen.

    Da er ja,wie Du schreibst, Werte bis zu 2,8 ‰ erreicht und somit unzweifelhaft eine körperliche (und psychische) Abhängigkeit vorliegt, würde ich ihm bzw du ihm dringend eine Entgiftung in einem Krankenhaus empfehlen.
    Desweiteren eine Langzeittherapie, Selbsthilfegruppe und eine Psychotherapie gegen sein geringes Selbstbewusstsein.


    Dieser Appell ist auch das einzige, was Du tun kannst.
    Alles andere überschreitet Deine Befugnisse!

    Die Frage (und Antwort) wie Du reagieren sollst wenn er deinen Appell ignoriert, steht auf einem anderen Blatt Papier.
    Darüber können wir uns unterhalten wenn es soweit ist.

    Ich würde sagen, versuche es erstmal mit einem Appell.

    Gerne darfst Du uns auf dem laufenden halten und selbstverständlich uns jederzeit Fragen stellen.

    Viel Glück!

    Ich möchte es mit diesen Satz zusammenfassen:

    @Stevie: Du sollst nicht den Therapeuten für andere machen! Sei lieber Dein eigener Therapeut!

    Den Therapeuten für andere kannst Du machen wenn Du ein paar Jahre trocken und stabil gelebt hast und Erfahrung damit hast.

    Dann weißt Du nämlich auch wovon Du sprichst...!

    Hallo lieber Stevie,

    ich möchte mal mit meinen eigenen Worten versuchen das wieder zu geben, was hier in diesem Thread passiert ist und ich versuche dies so wertungsfrei wie möglich zu machen.

    Zur Begründung:

    Vorwürfe bringen nichts, außer Abwehrhaltung und Demotivation!

    Allerdings, so zu tun als sei nichts passiert und heile Welt zu machen, Schulterklopfen und ein „Weiter so“ wäre aus meiner Sicht auch das falsche Zeichen!

    Vielmehr möchte ich Dir den Sachverhalt und Gefahren der Geschehnisse aufzeigen und Dich für die Zukunft hierfür sensibler machen.

    Zur Sache:


    Lieber Stevie,
    Du hast geschrieben, dass du mit so wenigen Tagen nicht prahlen möchtest, hast es aber in diesen Thread ja getan. Ich wiederum "prahle" mit meinen Tagen ja sozusagen auch. Und ich persönlich finde das gar nicht verkehrt. Ich bin auf meine nüchternen Tage total stolz!

    Ich gebe Licerin Recht. Man darf stolz sein auf jeden Tag den man trocken war bzw ist.

    Daher ist es auch nicht verkehrt, dass auch Du mit Deiner Abstinenz geprahlt hast lieber Stevie.

    Was Dir aber zu denken aufgeben sollte:

    Das Du weiter mit Deiner Abstinenz geprahlt hast, als Du bereits wieder getrunken hast! Das war ein klassischer Selbstbetrug!
    Oberflächlich betrachtet hast Du jeden einzelnen Forumsteilnehmer betrogen, weil Du nicht die Wahrheit geschrieben hast.
    Tiefer betrachtet, hast Du Dich aber selbst betrogen und mit so einen Betrug zu leben ist eine große psychische und seelische Last! Diese Last mag man vielleicht bei einer einmaligen Sache nicht so sehr merken, aber wenn das zweimal, dreimal etc vorkommt umso heftiger.

    Und genau diese Last meinte ich, als ich schrieb, dass Du dieses Spiel bzw diesen Selbstbetrug (bei Wiederholung versteht sich) nur max 3 Monate aushalten wirst, danach wirst Du wieder in in Dein altes Trinkverhalten wieder hineinfallen.

    Und vielleicht wird Dir dadurch auch mehr deutlicher denn je:

    Durch so einen Selbstbetrug, durch so eine Verheimlichung schadest nur Du Dir Selbst!
    Uns, den übrigen Forumsteilnehmern hingegen, kann es ja egal sein, es ist nicht unser Leben. Wir haben es schließlich nicht zu Verantworten das Du uns nicht die Wahrheit erzählst und wir Dir dadurch nicht helfen können, in diesem Fall dann eher: nicht helfen konnten!

    Die Bewertung über diesen Selbstbetrug, aber auch den oberflächlichen Betrug an uns, überlasse ich Dir...

    Was ich Dir jedoch positiv bewerten möchte ist, dass Du, letztendlich dann doch noch die Wahrheit geschrieben hast! Diese Wahrheit, dieser Mut zur Wahrheit, hat Dich von einem üblen Rückfall bewahrt und uns die Möglichkeit gegen Dir erneut zu helfen!


    Das andere was mir aufgefallen ist:

    Vielleicht dachte ich auch, ich melde mich hier im forum an, und alles wird gut? Das war naiv gedacht.

    Korrekt, dass war naiv gedacht!

    Meine Vergleich ist der:

    Als Alkoholiker steht man am Scheideweg. Der eine Weg führt in die Sucht, der andere Weg in die Abstinenz.

    Der Weg der in die Sucht führt hat den Vorteil, dass man selbst nichts (ver-) ändern braucht in seinem Leben. Man kann alles weiter machen so wie bisher...

    Der Nachteil ist, dass dieser Weg, gesundheitlich, körperlich, wie seelisch, sozial und psychisch bergab führt, hinab ins tiefste Elend, bis zum jämmerlichen krepieren!


    Der andere Weg, der der Abstinenz, er hat den Vorteil, dass wenn man ihn geht, nur dabei gewinnt! Man gewinnt das Leben wieder, erlebt wieder Freude, darf das Leben genießen, findet wieder Spaß und Erfüllung! Man lebt wieder!

    Der Nachteil dieses Weges ist: Dieser Erfolg kommt nicht von alleine! Man muss (an sich) arbeiten hierfür! Zu meinen, ich höre jetzt zum trinken auf und dann ist alles in Ordnung, dann wird alles Gut, dass ist naiv und weit gefehlt! Leider muss ich sagen, wird dieses Bild von SHG´s gerne nach außen vertreten. Da wird sich nämlich allzu gerne hingestellt und getönt: Ich hab zum trinken aufgehört und seitdem geht’s mir gut! In einzelnen Fällen, mag das ja stimmen. Nach meiner Erfahrung ist es aber eher so, dass Abstinenz erst einmal Arbeit bedeutet. Das heißt, arbeiten an sich Selbst! Das Trinken nämlich ist nur das Symptom und durch die Abstinenz wird nur das Symptom ausgeschaltet. Die Ursache, warum es überhaupt zum trinken kam, ist damit noch nicht mal ansatzweise aus der Welt!

    Und das ist auch der Grund, warum es zu so vielen Rückfällen kommt, weil die Ursachen der Sucht nicht angegangen werden!

    Hast Du wirklich geglaubt man entscheidet so ohne weiteres von heute auf morgen mit dem trinken aufzuhören OHNE hierfür was zu tun?
    Wenn dem so wäre, warum hat das bei uns allen nicht vorher geklappt, bei unseren unzähligen Versuchen alleine trocken zu werden bzw unser Trinkverhalten zu kontrollieren?

    Nee mein Bester, ohne Arbeit geht das nicht! Da ist Psychotherapie angesagt. Die klassische Langzeittherapie um psychisch von der Alkoholsucht weg zu kommen. Und danach weiterführende Psychotherapien um sich selbst besser kennen zu lernen, seine Stärken und erst Recht seine Schwächen, um zu verstehen warum es überhaupt so weit kommen konnte!

    Das ist die Arbeit die dahinter steckt. Und es ist eine Arbeit die zwar anstrengend ist, aber sich auf alle Fälle lohnt, weil sie IMMER zum Erfolg führt!

    Das jedenfalls ist meine Ansicht, weil es meine Meinung ist, welche ich mir wiederum in über 13 Jahren meiner Abstinenz selbst gesammelt, erarbeitet und gebildet habe! Auch wenn es hier vielleicht Teilnehmer gibt die meine Ansicht nicht teilen.

    Ich persönlich kann Dir nur raten lieber Stevie, lass Dir beide Punkte mehrere Tage durch den Kopf gehen. Den Selbstbetrug und das Abstinenz Arbeit bedeutet.

    Du bist auf dem richtigen Weg, nämlich den der Abstinenz – laufe ihn weiter. Durchhaltevermögen und Beständigkeit sind weitere Gründe stolz auf Dich zu sein!

    Dieser Thread soll dazu dienen, falls jemand akuten Saufdruck haben sollte und niemanden telefonisch oder sonst wie erreichen kann, sich hier zu melden und zu schreiben.

    Jeder der online ist kann dann durch Empathie, schriftliche Gespräche Hilfestellung leisten

    Damit soll ein möglicher Rückfall verhindert werden


    Viel Glück und Erfolg! 44.

    Ich selber brauche jetzt erstmal ein paar Tage um

    a) das Geschehene und geschrieben zu verarbeiten, es mir bewusst werden zu lassen

    b) um mir meine nächste Antwort zurecht zu legen


    Soviel noch,

    @ Stevie:

    Nicht das jetzt und in Zukunft ein Missverständnis entsteht:

    Vorwürfe sind in meinem Verständnis destruktive Schuldzuweisungen. Damit wäre niemanden geholfen und aus diesem Grund mache ich das nicht!

    Was ich aber machen werde, Dich wach rütteln indem ich Dir Sachverhalte aufzeigen werde. Und ich gehöre zu den Menschen die hierzu eine direkte Sprache benutzen.

    Mir persönlich war es jetzt wichtig diesen Unterschied zu erklären!

    Desweiteren lieber Stevie:

    - Ich fordere Dich hiermit auf mit der Abstinenz weiter zu machen. Am nächsten Mittwoch ist der nächste Meilenstein hierzu!

    Ich fordere Dich dazu auf, weil ich Dich unterstützen möchte. Warum wieso und weshalb Du das tun sollst weißt Du selbst am Besten...

    - Gleichzeitig fordere ich Dich aus dem gleichen Grund auf, die Frage von Britt ehrlich zu beantworten


    Und weil wir schon beim SHG-Ersatz sind:

    Falls Du Saufdruck kriegen solltest, nimmst Dein Handy oder den PC und schreibst hier in diesem Thread rein das Du gerade Saufdruck hast. Dann kann Dir beigestanden werden.

    @ Licerin:

    Das kannst Du auch tun falls dich die Schwäche überkommt...

    Ich schreibe es aus meiner Sicht Stevie:

    Von mir aus kannst Du dieses Forum als SHG (-Ersatz) ansehen.
    Für mich jedenfalls ist dieses Forum eine SHG-Ersatz nach meinem Ausscheiden bei den Guttemplern Ende 2018.

    Letztendlich wirst du in einer realen, analogen SHG mit der gleichen Situation konfrontiert wie hier.

    An dir allein liegt es dein Leben in andere Bahnen zu lenken. Andere SHG Teilnehmer können nur beratend zur Seite stehen.


    Der entscheidende Punkt jedoch ist, ganz gleich ob virtuelle oder analoge SHG:

    Du schreibst in vielen Threads mit, bringst dich hier ein, machst Mut und motivierst - dass ist zwar lobenswert auf der einen Seite…

    ...auf der anderen Seite machst Du Dich aber unglaubwürdig, schlimmer noch, du machst dich zur Witzfigur, nämlich denen die du beräst und motivierst wenn du weiter trinkst!

    Und Du selbst hast für dich nichts zum positiven verändert!


    Ich geb Dir Brief und Siegel Stevie:

    Dieses Spiel machst Du höchstens drei Monate mit, dann bist du dieses Forum oder eine analoge SHG leid, weil Du den psychischen Druck den du dich selbst aussetzt nicht mehr stand hälst, nämlich: saufen und die Angst sich wieder erneut zu offenbaren. Und dann wirst du wieder erneut anfangen zu trinken und die Kontrolle verlieren!

    Die Frage die du dir daher stellen solltest:

    Willst Du das wieder, alles verlieren?

    Lieber Stevie,

    wie gesagt, ich steh zu meinem Wort und Licerin hat es auch geschrieben:

    Niemand hier wird dir Vorwürfe machen oder den Stab über dich brechen!

    Wichtig ist, dass du es Dir (und uns) zugegeben hast!
    In diesem Zusammenhang allerdings würde ich es an deiner Stelle analysieren, warum du meine Frage erstmal nicht beantwortet hast, sondern erst auf erneuter Nachfrage von Licerin geantwortet hast?

    Kann es sein das du aus Gründen von Scham und Schuld die Sache unter den Teppich kehren wolltest?

    Du brauchst mir jetzt nicht zu antworten, allerdings ist eine Antwort darauf in deinem Interesse. Denn es ist dein Leben. Du musst wissen was Du tust.
    Du musst wissen ob du trocken sein möchtest. Du musst wissen ob Du dein altes Säuferleben satt hast.

    Mir ist es im Endeffekt egal ob du weiter trinkst oder nicht. Weil es nicht mein Leben ist. Ich kann nur beratend zur Seite stehen wenn du zum saufen aufhören möchtest - mehr nicht!


    Wichtig wäre dann jetzt für Dich:

    Mit der Abstinenz erneut weiter machen! Nicht mehr und nicht weniger....

    @ Maryanne:

    eines noch, weil ich gerade so in Rage bin, über diese Respektlosigkeit und Gewalt die Dir angetan wird:

    Deinem Mann schmeckt Dein Essen nicht? Das was Du kochst schmeckt scheiße?


    Ich würde ihn verlassen und zwar für eine gaaaaaanz laaaaange Zeit (Rückkehr fraglich). Dann soll er mal selbst kochen. Dann weiß er was Scheiße auf dem Teller ist.

    Aber vermutlich brennt bei ihm schon das Wasser an...

    Und sag ihm von mir: Auf den Dosengerichten steht drauf: Nicht kochen lassen...! ;)

    Hallo liebe Maryann,

    willkommen im Forum :welcome:

    Dankeschön das Du Dich uns anvertraust 44.

    Ich darf mich kurz vorstellen:

    Proky, 41 Jahre alt, seit 2005 trocken.

    Liebe Maryann, Du schriebst in Deinem ersten Beitrag, dass Du ihn gerne verlassen möchtest. weißt aber nicht wohin und weißt nicht woher das Geld nehmen. Dir kann hierzu geholfen werden, dazu später mehr...


    Fakt Nr. 1 ist:

    Dein Mann ist Dir gegenüber gewalttätig! Und zwar verbal, psychisch und seelisch!

    Ich frage Dich liebe Maryann: Hat er dich auch schon körperlich (physisch) Gewalt angetan?

    Kein Mensch darf einen anderen Menschen Gewalt antun!!! Dazu zählt auch die psychische und seelische Gewalt! Erst Recht in einer Ehe! Dein Mann hat keinen Grund und kein Recht Dir (oder sonst wem) Gewalt anzutun! Und sei diese Gewalt auch seelisch.

    Seelische Wunden sind sogar noch schlimmer wie körperliche Wunden, sie verursachen die gleichen Schmerzen, sind unsichtbar und heilen nur sehr sehr langsam.

    Fakt Nr. 2:

    Du kannst gegen seine Sucht nichts, absolut gar nichts machen! Das kann nur er alleine! Du kannst bestenfalls Appelle an ihn richten. Nur wird er Dir nicht zuhören, geschweige denn sich danach richten...

    Jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich - auch und gerade in einer Ehe!

    D.h. wenn Dein Mann säuft, dann ist es seine Aufgabe sich da raus zu holen. Nicht Deine!

    Deine Aufgabe ist es, auf Dich zu achten, dass es Dir gut geht!

    Ich weiß, Du gehörst aufgrund Deines Alters noch zu einer (Frauen-) Generation, denen man noch was ganz anderes beigebracht hat, nämlich: Treue und Selbstaufopferung bis zum Tod.

    Und auch das soziale Umfeld ist für Deine (Frauen-) Generation nicht zu unterschätzen: Zu den Nachbarn immer stets die Beste Seite zeigen. Niemals Grund zum Tratsch liefern.

    Liebe Maryann, mich persönlich würde es nicht wundern wenn diese zwei Dinge auf Dich zutreffen. Falls das so ist, bitte verabschiede Dich von diesen Ansichten (Ich weiß, leichter gesagt als getan).

    Was kannst Du tun?

    Zunächst einmal hast Du ja schon einiges getan, Du hast Dich einer SHG angeschlossen (ganz wichtig fürs Feedback und Bestätigung!), Du bist hier im Forum, Du hast Deine Sport- und Handarbeitsgruppe (Wichtig fürs Selbstbewusstsein).

    Da Du aber häuslicher Gewalt ausgesetzt bist, rate ich Dir dringend aus diesem häuslichen Umfeld auszubrechen!

    Kennst Du die Werbekampange Gewalt gegen Frauen? Nein? Gib mal auf Google ein:

    "Ohne mich bist Du nichts hat er gesagt"

    Ich rate Dir dringend beim Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen anzurufen und denen deinen Fall zu schildern: 08000116016 Dort wird Dir geholfen! In jedem Fall wird dir dort geholfen!!!

    Falls Dein Mann Dich schlägt oder damit droht Dich zu schlagen (dazu zählt auch das schlagen mit Fäusten gegen die Tür!!!), dann ruf die Polizei! Die Polizei kann Deinen Mann von Dir fernhalten mit einem Platzverweis!


    Folgende Gedanken wischt Du bitte zur Seite:

    - Ja aber was wird aus meinem Mann?

    Scheiß auf Deinen Mann (ich schreibe das in aller Deutlichkeit!), er hat sich da selbst reingebracht, dann soll er sich auch da selbst raus holen!

    - Ja aber er ist doch mein Mann, ich kann ihn doch nicht im Stich lassen, wir sind doch verheiratet und außer mir hat er doch niemanden.

    Oh doch, dass kannst Du! Ein jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich. Auch in einer Ehe! Und Du hast das Recht das man Dich mit Respekt behandelt! Tut derjenige das nicht, dann muss er mit den Konsequenzen leben!

    - Um Gottes Willen, was werden die Nachbarn dazu sagen?

    Werden die Nachbarn von Deinem Mann terrorisiert oder Du? Müssen die Nachbarn mit Deinem Mann unter einem Dach leben oder Du?
    Ohnehin wirst Du überrascht sein, wie sehr man Dich für diesen Schritt bewundern wird!


    Im übrigen möchte ich eines klar stellen, dass ich Dich nicht zur Trennung auffordere, sondern ich rufe Dich dazu auf Dich gegen Deinen Mann zu Wehr zu setzen. Er ist in der Bringschuld, nicht Du!


    Ich bin ein Mensch der bei Unrecht und Ungerechtigkeit, sehr empört ist. Deswegen auch mein direkter Schreibstil. Ich steh dazu!

    Bei Fragen komm auf uns weiterhin zu liebe Maryanne.

    Alles Gute Dir und viel Glück erstmal 44.


    ... Und guten Abend :)
    Ja, es ist gut möglich, dass ich hier an der falschen Adresse bin. Ich bedanke mich dennoch bei allen, die sich Gedanken über meine Situation gemacht und mir geantwortet haben.

    Hallo Ginster,

    auch ich möchte ergänzend zu meinen Vorschreibern ein paar Worte hinzufügen:

    Zunächst einmal, vermeintlich falsche Adresse hin oder her, Du bist nun mal hier (zumindest gehe ich davon aus, dass Du das immer noch bist) und bittest uns um Hilfe. Dann soll Dir auch geholfen werden soweit es eben in unserer Macht steht, selbst wenn Dein Fall/Problem nur sekundär mit Alkohol zu tun hat. Jeder Mensch darf immer und überall um Hilfe bitten! (Allerdings besteht kein REcht auf Erfüllung!)

    Das ist zumindest meine Ansicht!


    Bei Deinem Fall/Problem kam mir spontan ein Spruch in dem Sinn, den ich aus der Alkoholtherapie her kenne:

    "Rat sucht man, wenn man die Lösung schon kennt, aber nichts von ihr wissen will"

    Ich behaupte:

    Du hast schon längst mit diesem Mann abgeschlossen und willst ihn aus deinem Leben verbannen!

    Du wirst nur geplagt von Deinem schlechten Gewissen, aus diesem Grund suchst Du eine Bestätigung für Dein handeln!


    Nun, direkt bestätigen kann und möchte ich Dich nicht, aber ich kann Dir nur raten den Kontakt zu ihm abzubrechen, weil dieser Mensch dir offensichtlich mehr mit seinem negativen Karma schadet, als Dich fördert.

    Warum sich mit einem Menschen abgeben der einen nur mehr und mehr zu Last fällt und zu dem es sonst keinerlei verpflichtende Verbindung gibt?

    Vielleicht ist es wahr, dass dieser Mensch ein Alkoholiker ist am Ende seines Lebens. Aber ist das Dein Problem? Wo steht geschrieben das Du verpflichtet bist ihm in seinen letzten Lebensabschnitt beizustehen?

    Halt! War da was nicht mit Moral und (christlicher) Nächstenliebe?

    Ja, aber auch hier: Du bist nicht verpflichtet dazu! Du hast niemanden ein Versprechen gegeben Dich selbst aufzuopfern nur um anderen Menschen beizustehen, die obendrein noch undankbar sind!

    Du säst Aufmerksamkeit und Mitgefühl und erntest Hohn und Spott. Ist es Dir das wert?


    Offensichtlich war dieser Mensch sein Leben lang verbittert, der Alkohol sein einziger Lebensinhalt.
    Nun neigt sich sein Leben dem Ende zu.
    Anscheinend hat er nichts bereut und nichts kapiert...

    Und Du liebe Ginster, bist weder die Wohlfahrt noch Mutter Theresa!