Beiträge von proky

    Hallo Lajalu,

    jetzt ist Dein Thread schon so alt und ich wundere mich sehr, dass noch niemand geantwortet hat.

    Und da ich jetzt auch gar nicht weiß, ob Du noch ins Forum schaust, belasse ich es einfach mal bei einer ganz kurzen Antwort, die ich ausführlicher schreiben kann wenn/falls Du hier antworten solltest... nixweiss0

    Zitat

    Ist das schon Sucht?

    Ja, dass ist definitiv schon Sucht. Deine Schwiegermutter ist eine Alkoholikerin. Und ich behaupte, so wie ich den Text interpretiere, nach wie vor depressiv.

    Beides ein Problem, aber zwei lösbare Probleme.

    Ich warte einfach mal auf Deine Antwort... 44.

    Liebe Nicole:

    seit Deiner letzten Antwort haben viele geschrieben und genau die Punkte getroffen die ich Dir auch gesagt bzw geschrieben hätte.

    Ich möchte daher nur zu diesem hier Stellung beziehen:

    Zitat

    Was wenn sie eine andere Krankheit hätte? Dann würde ich Ihr doch auch helfen, oder nicht? Ich habe Angst davor, dass ich später bereuen werde, wenn ich mich nicht gekümmert habe. Andererseits kann ich mich auch gar nicht kümmern. Denn 1. Ertrage ich ihren Anblick nicht und 2. Ertrage ich ihren Partner noch sehr viel weniger als meine Mutter. Und dann erinnere ich mich immer daran, wie oft sie mich besucht hat, als ich im Krankenhaus war, wie oft sie für mich da war, als ich das Haus vor lauter Angst nicht mehr verlassen konnte. Mehr als Telefonate gab es da nicht. Aber irgendwie bringt mich das Aufwiegen auch nicht weiter.

    Eine andere Krankheit: Mein Hausarzt hat mir mal gesagt und ich zitiere: Ich als Arzt kann nur die Diagnose stellen und eine Behandlung/Therapie verordnen. Wenn der Patient sich nicht daran hält, ist das seine Sache und seine Entscheidung. Ich habe das nötigste getan. Somit trifft es mich nicht!

    Ich finde diese Aussage trifft es sehr gut und deckt sich mit meinem Titanicbeispiel: Der Arzt kann zwar verordnen, aber letztendlich einen erwachsenen und geschäftsfähigen Patienten nicht zu etwas zwingen.

    Gerchla hat als Beispiel den Krebs genommen. Selbstverständlich hat Gerchla Recht wenn er schreibt, dass hier der Patient in der Behandlung machtlos ist und auf fremde Hilfe angewiesen ist. Aber auch hier gilt das gleiche wie beim Alkohol und meinen Beispiel: Der (Krebs-)Patient muss die Hilfe/Therapie wollen. Zwingen kann man ihn nicht dazu!
    Oder was soll man mit einem Patienten machen, der sich bei einer Krebsdiagnose entscheidet diesen nicht zu behandeln (um stattdessen in Würde zu sterben? Oder gar Selbstmord zu begehen - kommt häufiger vor als man glaubt!)

    Ihn vielleicht mit vorgehaltener Waffe ins Krankenhaus schicken? nixweiss0

    Wenn Deine Mutter nicht einsieht das sie eine Alkoholikerin ist, dann bearbeite sie nicht! Du hast es ihr (mehrmals) gesagt und damit dein möglichtest getan. Mehr kannst Du nicht tun, weil Du sonst in die Persönlichkeitsrechte einer mündigen Person eingreifen würdest. Und der Nebeneffekt: Du machst Dich kaputt dabei...

    Es ehrt Dich, dass Du Dir Sorgen um deine Mutter machst. Noch dazu obwohl sie zeitlebens und vor allem in Deiner Kindheit nur wenig Zeit und Zuneigung für Dich hatte.
    Aber akzeptiere Deinen Ekel den Du beschreibst vor Zustand deiner Mutter. Der Ekel will dich schützen vor einer Situation welche dir nur Schaden zufügen wird.

    Du Nicole, hast Pflichtbewusstsein und Verantwortung gezeigt gegenüber Deiner Mutter, als Du sie (schon mehrmals) vor den Gefahren ihres Verhalten hingewiesen hast! Damit endet Deine Verantwortung. Mehr kannst Du nicht tun!
    Es liegt nun an Deiner Mutter etwas daraus zu machen.

    Im Fußball würde man sagen: Der Ball liegt bei ihr.

    Der Ball liegt erst wieder bei Dir, wenn sie Dich um Hilfe bittet mit dem trinken aufzuhören.

    Dann reden wir weiter...

    Alles Gute Dir Nicole!


    P.S.

    Dein schlechtes Gewissen, dass sind die unberechtigten Schuldgefühle der liebenswerten und süßen kleinen Nicole welches in Deinem Herzen wohnt ("das Kind in uns" - von John Bradshaw) Und nach wie vor denkt das süße liebenswerte kleine Mädchen, es muss Verantwortung für die Mutter und der großen Nicole übernehmen, so wie damals, als das kleine süße und liebenswerte Mädchen Namens Nicole schon die Bürde und Last einer so großen Verantwortung tragen musste - nämlich für eine alkoholkranke Mutter und für sich selbst. Im Stich gelassen vom Vater, der Schule, den Nachbarn, dem Staat... ;(

    Die kleine Nicole die in Deinem Herzen wohnt, sie weint so bitterlich, weil sie geliebt und Aufmerksamkeit haben möchte - kümmere Dich um die süße liebenswerte kleine Nicole, liebe (große) Nicole... :*

    Liebe Nicole,

    Dankeschön für Deine Offenbarung, welche Dir gewiss nicht einfach gefallen ist. Ich bin mir sicher, dass Dir hier unter die Arme gegriffen wird.

    Kurz zu mir: Ich bin 41 Jahre alt und seit über 13 Jahren trocken.

    Für Angehörige Suchtkranker Menschen ist es immer eine schwierige Situation. Noch schlimmer ist es, wenn es sich dabei um verwandschaftlich höher gestellte Angehörige handelt. Kind zu Eltern, bzw in diesem Fall, Kind zur Mutter - auch wenn das Kind schon erwachsen ist, es ist immer schwierig, weil das Kind stets aus der unteren Position heraus agiert.

    Du musstest schon sehr früh Verantwortung übernehmen. Für Dich und für Deine Mutter. Das ist eine sehr große Last für ein schutz- und liebesbedürftiges Kind. Es ist eine Last, die Du auch ins Erwachsenenalter mitgenommen hast, ja sogar mitnehmen musstest, denn Du kanntest keine anderen Möglichkeiten und die Verantwortung für Deine Mutter hast Du nicht abgelegt, konntest sie wohl auch gar nicht ablegen.

    Und genau in dieser Verantwortung sehe ich persönlich den Schlüssel zur Lösung:

    In meiner Alkoholtherapie und in meiner Psychotherapie habe ich oft den Satz gehört und gelesen:

    Ein jeder Mensch ist für sein Leben selbst verantwortlich!

    und hilfreich auch:

    Ich bin nicht für die Gefühle anderer Menschen verantwortlich!

    Deine Mutter ist eine erwachsene und voll geschäftsfähige Person. Nur sie alleine ist für ihr Leben verantwortlich und sonst niemand! Wenn sich Deine Mutter zu Tode säuft und raucht, ist das nicht Deine Sache und erst Recht nicht Deine Schuld, sondern es ist die Sache Deiner Mutter und ihre Schuld ganz alleine, weil sie hat sich für dieses Leben, dem Alkohol und den Tabak entschieden. Daher liegt es an ihr und nur an ihr, diesen selbstzerstörerischen Zustand zu beenden!

    Das Dich dabei das schlechte Gewissen plagt ist nachvollziehbar und als (erwachsenes) Kind verständlich und menschlich!

    Nichtsdestotrotz, Du liebe Nicole, bist mittlerweile auch eine erwachsene Person und für Dein Leben verantwortlich und nciht für das Leben anderer geschäftsfähiger Personen, ganz gleich ob es sich dabei um einen nahen Angehörigen handelt oder einer dir vollkommen fremden Person.

    Du hast das Recht, es gibt sogar Psychologen die sagen Du hast sogar die Pflicht, darauf zu achten, dass es Dir gut geht. Körperlich wie psychisch. Das nennt man Selbsterhaltungstrieb und hat mit Egoismus nicht das geringste zu tun.

    Egoismus wäre, wenn Du bewusst andere Menschen ausnutzen würdest zu deren Nachteil nur damit es Dir besser geht, obwohl Du auch durch Eigeninitiative dieses Ziel erreichen könntest! Lass Dir mal beide Sätze auf der Zunge zergehen mit einem folgenden Beispiel:

    - die Krankenschwester die sich wegen Burnout krank schreiben lässt und das obwohl die Abteilung eh schon unterbesetzt ist (Selbsterhaltungstrieb)

    - der Hartz IV-Empfänger, der ständig mitleidig um Geld bettelt, obwohl er arbeiten könnte - Du hast doch die Mittel und die Möglichkeit, Du musst mir doch helfen (Egoismus)

    (an alle Leser, bevor ihr mich wie eine Sau durchs Dorf treibt: Ich meine damit nicht pauschal alle Hartz IV-Empfänger. Natürlich weiß auch ich das es Menschen gibt die unverschuldet da rein gekommen sind. Ich meine die Menschen, die das System bewusst ausnutzen)


    Für Dich Nicole ist es nun wichtig dich abzugrenzen.

    Metapher:

    Du und Deine Mutter, ihr zwei steht auf der Titanic. Niemand kann Deine Mutter dazu zwingen in ein Rettungsboot zu steigen. Auch Du kannst sie nicht dazu zwingen!

    Aber auch: Niemand hat das Recht Dich davon abzuhalten das Rettungsboot zu besteigen. Und erst Recht hat niemand das Recht von Dir zu verlangen das Du mit dem Schiff (und Deiner Mutter) untergehen sollst! Ebenso wenig gibt es hierzu eine moralische Verpflichtung!

    Vielleicht hilft dieses Bild?

    Ich rate Dir:

    Sag Deiner Mutter, dass sie eine Alkoholikerin ist und sie sich sofort Hilfe suchen soll!

    Sag ihr, dass Du ihren Zustand für Dich nicht erträgst und es Dich belastet und Du unter dieser Last leidest.

    Ja, setze ihr die Pistole auf die Brust: Leben ändern oder Kontaktabbruch.

    Rede aber auch mit den Ärzten vor Ort und auch mit deinem Hausarzt, sie können dich unterstützen!

    Ich hoffe ich konnte Dir weiter helfen. Vielleicht hat jemand anderes auch noch Rat für Dich.

    Alles Gute

    Meiner Meinung nach deckt der Begriff "zufriedene Trockenheit" nicht alles ab.

    Die eigentliche Frage bzw der eigentliche Begriff sollte richtig lauten:

    "Zufriedenes Leben"


    Leben und Trockenheit, für uns ehemalige Nasse sind das zwei Begriffe die Hand in Hand miteinander gehen.

    Für mich persönlich stellt sich jedoch die Frage der Gewichtung:

    Führe ich ein zufriedenes Leben weil ich trocken bin?

    oder

    Bin ich zufrieden trocken weil ich ein zufriedenes Leben führe?


    Meiner Meinung nach, ist die erste Aussage gerade zu Anfangszeiten des Trocken werdens sehr wichtig! Bleibt man aber auf diesem Standpunkt stehen, baut man ein vermeintlich zufriedenes Leben nur auf eine Tätigkeit auf, die entweder (langfristig) in die Verbitterung führt - trocken und mit geballter Faust in der Tasche durchs Leben gehen.
    Oder die in einem Rückfall führen kann wenn im Leben nicht alles so gut läuft und das vermeintliche Allheilmittel Trockenheit seine Wirkung verliert.
    Die Verantwortung wird sozusagen auf die Trockenheit gelegt.

    In meiner SHG Praxis habe ich oft genug trockene Menschen erlebt, die nasse sinngemäß mit den Worten zu überzeugen versuchten:

    "Hört auf zu trinken und ihr habt keine Probleme mehr"

    Anders sieht es aus wenn man die Gewichtung auf die zweite Aussage legt. Denn dort liegt die Verantwortung meines Erachtens für ein zufriedenes Leben nicht in der Trockenheit alleine, sondern in der Lebensführung.

    Ich führe ein zufriedenes Leben, weil ich Verantwortung für mein Leben übernehme, zu dem auch die Trockenheit gehört, aber auch:

    wie ich über das Leben und mein Umfeld denke
    wie ich in meinem Umfeld handle
    wie ich über mich denke
    wie ich mich selbst behandle

    So sehe ich das...

    Grüß Dich lieber Flip,

    willkommen bei uns im Forum, Dankeschön für Deinen Beitrag und fühl Dich bei uns aufgehoben. :welcome:

    Darf mich kurz vorstellen:

    Proky, 41 Jahre alt, seit 13 Jahren trockener Alkoholiker.

    Um es gleich vorwegzunehmen lieber Flip: Um auf eine gesunde und fröhliche Lebensweise wieder zurück kommen zu können, wärst Du gut beraten den Alkohol aus deinem Leben zu verbannen!

    Sport ist schön, wichtig und gesund, nicht nur für den Körper, gerade und vor allem für Geist und Seele!

    Widersprüchlich wird er allerdings, wenn Drogen, in diesem Fall ist es der Alkohol hinzukommt. Auf der einen Seite lässt Du das Bier weg, weil es zu viele Kalorien hat, stattdessen kommt der Schnaps hinzu, der dem Körper nicht brauchbares hinzufügt, sondern nur ein hochdosiertes Zellgift ist, also etwas was den Körper erst Recht schädigt.

    Den ganzen Tag nichts essen, damit man am Abend besser trinken kann, ist eine weitere Form der ungesunden Lebensweise die im Widerspruch zum Sport steht. Und sie Unterstreicht auch das Maß an psychischer Abhängigkeit in der Du dich offenbar bereits befindest.

    Was Nervosität, Sorgen, Selbstdemütigung angeht, Sie gehen zwar im Alkohol unter - aber nur für kurze Zeit, die können nämlich schwimmen... ;)

    Ich habe Dir das nun geschrieben um dir etwas die Widersprüche und Gefahren zu bestätigen.

    Ich persönlich rate Dir zu folgendem:

    - Bleib beim Sport. Er tut Körper, Geist und Seele gut!
    - Essen fördert ebenfalls Körper, Geist und Seele!
    - Alkohol komplett weglassen! Er ist ein Zellgift und steht im Widerspruch zu Sport und einer gesunden Lebensweise!
    - Rede mit Deinem Hausarzt über Dein Alkoholproblem
    - Besuche eine örtliche Selbsthilfegruppe oder Suchtberatung (Links gibts hier auch im Forum)
    - Alternativ kannst Du auch gerne das Forum hier benutzen
    - Gegen die Nervosität, negative Gedanken etc. empfehle ich Dir auch darüber mit Deinem Hausarzt zu reden. Ohnehin ist eine Psychotherapie das beste Tool dafür - ich selber habe bin auch jahrelang hingegangen und es hat mich nur stärker gemacht!

    Viel Erfolg Flip - gerne helfen wir dir weiter wenn Du noch mehr Fragen hast. Nur raus damit... 44.

    Grüß Dich liebe Leila,

    ich, Proky, bin 41 Jahre alt, trocken seit 13 Jahren.

    Ich freue mich darüber, dass Du den Mut gefunden hast hier zu schreiben. Gerne ich Dir in Deinem Vorhaben trocken zu werden, sofern ich kann.

    Viel zu ergänzen gibt es nicht, da meine Vorredner schon alles gesagt haben...

    ...aber ich möchte Dir ein paar Gedanken zum Nachdenken mit auf dem Weg geben die Dich unterstützen sollen weitere Hilfe anzunehmen:

    - Du hast Dich hier im Forum angemeldet und einen Thread eröffnet. Niemand hat Dich deswegen abgewertet. Menschen bieten Dir Hilfe an.
    In einer SHG draußen wird man dich auch nicht anders behandeln und willkommen heißen als hier!
    (Oftmals herrscht das Vorurteil, dass zu den SHG´s nur Straßenpenner hingehen, dieses Vorurteil macht Angst und schreckt viele ab - dabei ist das Gegenteil der Fall - du wirst erstaunt sein auf was für Menschen du dort triffst)

    - Hast Du jemals von einem Arzt gehört oder sogar selbst einen Arzt erlebt, der sich über die Krankheit seiner Patienten oder gar über Patienten selbst lustig gemacht hat? Ein Arzt hat die Aufgabe Menschen zu helfen, nicht über sie zu urteilen oder zu werten.

    - Schleppst Du bei einem Umzug schwere Gegenstände auch alleine? Ich bin mir sicher das Du dir da auch Hilfe und Unterstützung holst... ;)

    - Ich selber habe von Menschen Respekt erfahren, wenn ich sage: Ich trinke keinen Alkohol, weil ich trockener Alkoholiker bin - wie gesagt, meine persönliche Erfahrung...

    Viel Erfolg Dir Leila!

    Hallo Harald,

    auch von mir ein herzliches Willkommen (zurück). :welcome:

    Die Hilfe von Außen ist schon sehr wichtig, der Erfolg ist schneller und einfacher zu erreichen(schwere Gegenstände schleppt man ja schließlich in der Regel auch nicht alleine...)

    Viel Glück und Erfolg dir für die Zukunft!


    Also, ich gehe 2- 3 mal im monat raus. Ich trinke nicht zu hause, ausser bei Geburtstagen oder so.
    Wenn ich nicht trinke, ist es nicht so, das mir der alkohol fehlt, oder ich irgendwie unruhug werde.

    Zwei bis dreimal im Monat, heißt erstmal: jede zweite Woche...

    Jede zweiten Woche mag jetzt erstmal nicht nach viel klingen. Aber Du fragst ja nach unseren Erfahrungen...


    ...meine Erfahrungen sind:

    ...dass aus diesen jede zweite Woche, langsam ohne das Du es merkst, jede dritte und dann jede vierte Woche werden kann, usw...

    Es kann, es muss nicht!

    Die Frage die Du Dir stellen solltest ist diese:

    Möchtest Du das Risiko eingehen es soweit kommen zu lassen?

    Welche Vorteile bringt es Dir Dich so zu betrinken das Du kotzen musst oder/und einen Filmriss hast?

    Befürchtest Du vielleicht Nachteile, z.B. durch das Umfeld?

    Z.B. die gängigste Aussage ist: "Ich brauche den Alkohol um locker zu werden"

    Braucht man dazu wirklich den Alkohol oder ist es vielmehr eine Kopfsache?

    Eine andere (gerade bei Männern) gängige Aussage ist:

    "Wenn ich keinen Alkohol trinke stehe ich vor meinen Kumpels/Kollegen etc schlecht da!"

    Akzeptiert mich mein Umfeld nur wenn ich mit trinke oder akzeptieren sie mich als Mensch?

    Ist es die Scham, die Angst etwas oder jemanden zu verlieren die Dich zum trinken verleitet?

    Ist es das alles Wert zu saufen bis zum kotzen und dem Filmriss?

    Oder bist Du einfach nur über das Ziel hinausgeschossen?

    Das sind die Fragen und Beobachtungen die Du Dir stellen solltest.


    Mein Rat an Dich:

    Ich möchte mich meinen Vorredner anschließen indem ich sage: Verzichte auf den Alkohol! Gerade wenn Du weißt das Du nicht aufhören kannst sobald Du angefangen hast, ist das die effektivste Reaktion darauf!

    Beobachte auch Dich dabei in dieser Zeit. Wie geht es Dir dabei, was fühlst Du dabei? (siehe die Fragen oben)

    Wie reagiert Dein Umfeld? Versucht Dein Umfeld Dich zum saufen zu animieren oder akzeptiert das Umfeld deine Entscheidung?

    Teste das mal 1-2 Monate lang und schreibe uns Deine Erfahrungen - würde mich freuen darüber.

    Und last but not least zum Nachdenken:

    Ist denn ein großes Spezi oder ein alkoholfreier Cocktail o.ä. zum anstoßen nicht genauso geeignet und schmecken die nicht weniger gut? ;)

    Grüß Dich liebe Usch,

    willkommen bei uns im Forum.

    Um Dir eine Antwort auf Deine Überschrift sofort zu geben:

    Ja, bei uns bist Du richtig - und richtig ist es von Dir auch, dass Du Dich an uns wendest mit Deinen Fragen! 44.


    Mich würde zu Anfang interessieren: Wie oft trinkst Du? In der Woche, im Monat?

    Und gleich meine zweite Frage hinterher: Wie empfindest Du die Zeit wenn Du nicht trinkst? Denkst Du dabei oft an Alkohol? Hast Du den Wunsch ständig zu trinken?


    Kurz ein paar States zu mir: Ich heiße Peter, bin 41 Jahre alt, trocken seit 13 Jahren, auch ich hatte mal die Kontrolle verloren...

    Hallo liebe Sylvia,

    und nachträglich ein frohes neues Jahr :clap:

    Im Moment kommt das Thema gar nicht zur Sprache, ich denke er glaubt immer noch, das er es alleine schaffen kann. Schau mer mal.

    Meiner Meinung nach ist nicht entscheidend was Dein Mann denkt oder an was er glaubt oder das was Du glaubst was er denkt...

    ...Nein, entscheidend ist das was Du denkst bzw wie Du über die Situation denkst!

    Glaubst Du Dein Mann schafft es alleine?
    Oder glaubst Du Dein Mann schafft es nicht alleine?

    Die Beantwortung dieser Frage, die nur Du Dir alleine beantworten kannst und sollst, ist nämlich entscheidend darüber, welche Strategie Du in der nahen Zukunft fahren kannst/fahren könntest.

    Magst Du Dir (und mir) diese Frage beantworten und verraten?

    @ Eshock:

    Um Deine Frage zu beantworten:

    Nein, bei mir war der Entzug (zum Glück) nicht so schlimm.
    Allerdings möchte ich hier nochmals erwähnen, dass ich ebenfalls das Glück hatte zu jenem Zeitpunkt nicht körperlich abhängig gewesen bin.

    Warum du nun so heftige Entzugserscheinungen hattest, im Vergleich zu anderen die länger getrunken haben?
    Da jeder Körper anders ist, nicht wie ein Ei dem anderen gleicht, so mutmaße ich dass dein Körper, Deine Psyche eben empfindlicher reagiert.

    Umso mehr denn je kann ich Dir nur raten lieber Eshock, die Finger vom Alkohol zu lassen!

    Nun hast Du für mein Verständnis meine Frage von oben beantwortet, warum du wieder trinken möchtest...

    ...ich persönlich interpretiere Deine Antwort so:

    Du möchtest zu jeder Feier, zu jedem Anlass deine 1-2 Biere trinken um dich wohlzufühlen. Absitenz wäre in deinen Augen dumm und ignorant.

    Habe ich das jetzt so richtig wiedergegeben?

    Nun Eshock,

    erstmal Danke für Deine Sicht der Dinge auf meine und Dietmar´s Antworten. Ich werde versuchen diese soweit als möglich ohne persönliche Beurteilung zu beantworten. Mir persönlich liegt es fern Dich fertig zu machen oder abzustempeln. Vielmehr möchte ich Dir ein paar Dinge an die Hand geben, Dein Vorhaben von einer anderen Sichtweise zu betrachten...

    Ich selber habe im Vergleich zu den meisten Alkoholikern eine eher "überschaubare Trinkerkarriere" hinter mir...

    Minimum 5 Jahre, wenn man die Anfänge noch mit einberechnet sogar 10 Jahre, denn meine Abhängigkeit begann im Kopf, bei vergleichsweise "lächerlichen" Mengen...

    ...aber über die Jahre habe ich mich in der Dosis immer mehr gesteigert. Trinken wurde zu meinem Freizeitinhalt, inkl. Selbstmitleid, am Schluss sogar noch Aggression...

    ...als ich 27 Jahre alt war, merkte ich das es so nicht mehr weiter gehen konnte! Es folgten SHG und Selbsttherapie - das war vor 13 Jahren.
    Auch ich hoffte ganz am Anfang darauf, irgendwann mal wieder kontrolliert trinken zu können.

    Und ich persönlich möchte auch dabei ganz ehrlich zugeben:

    Der Gedanke, vielleicht sogar der Wunsch, einmal wieder kontrolliert trinken zu können, war und ist innerhalb dieser 13 Jahren ein Begleiter von mir gewesen... Der Wunsch ist die eine Seite der Medaille.

    Nun zur Kehrseite der Medaille - Warum habe ich es nicht getan und warum tue ich es immer noch nicht, dass kontrollierte Trinken?

    Gerade in meiner Anfangsphase meiner trockenen Zeit, hat man mir oft den Spiegel vorgehalten:

    - Proky, Du möchtest kontrolliert trinken? Wie oft hast Du Dir schon selbst gesagt, ich möchte nur bis dahin trinken und dann wurden es doch immer mehr...

    - Proky, schon einmal hast Du die Kontrolle über Deinen Konsum verloren. Du wirst ihn wieder verlieren!

    (Beides sind O-Sätze meines Mentors meiner SHG)

    Dazu kommen:

    - die unzähligen mich abschreckenden Berichte derer, die es versucht haben kontrolliert zu trinken und gescheitert sind. Dazu gehören:

    a) Personen meiner SHG
    b) Personen denen ich im Rahmen meiner 10-jährigen SHG-Tätigkeit im Krankenhaus begegnet bin

    Desweiteren, die Zusammenhänge zwischen Wirkung und Auswirkungen von Drogen - und Alkohol ist eine Droge, eine legale Droge, auf die menschliche Psyche.
    Die Zunehmende Erkenntnis dass die Psyche andere Heilmittel braucht als vermeintliche chemische Heilmittel, wie Alkohol o.ä.

    Und last but not least:

    Die Erkenntnis, dass Alkohol nichts weiter als ein Zellgift ist!
    Und meinem Körper werde ich bewusst kein Gift mehr zuführen!


    Wasser ist unabdingbar für menschliches Leben - Alkohol hingegen ist nicht von Nöten damit menschliches Leben existieren kann!

    An diese Dinge erinnere ich mich wenn mich meine Gedanken um das Thema Alkohol kreisen lassen...

    Darum will ich nicht mehr kontrolliert trinken, darum brauche ich auch nicht mehr kontrolliert zu trinken!


    Warum schreibe ich Dir das alles über mich?

    Damit siehst Du, mein lieber Eshock, ich (und in Vertretung für Dietmar) bin kein Mensch von Vorurteilen getrieben und der Moral predigt, sondern ich bin nichts weiter als ein trockener Alkoholiker, der weiß warum es besser ist vom Alk die Finger zu lassen!

    Sicher, ich rede bzw schreibe hart, dass kommt Dir offensichtlich Niveaulos und Vorurteilsbelastet vor.
    Es ist aber die (13-jährige) Erfahrung eines trockenen Alkoholikers, der den Wunsch hat Dir aufzuzeigen, dass Dein Weg Dich erneut wieder ins Verderben stürzen wird!

    Deine Fragen wurden hier schon mehrmals beantwortet:

    Du wirst wieder Entzugserscheinungen und Wahnvorstellungen bekommen!


    Umgekehrt, vermisse ich aber eine Antwort auf meine Frage:

    Warum willst Du denn überhaupt wieder anfangen mit dem erneuten Konsum?

    Hallo Eshock96,

    Eingangs gleich meine erste Frage vorweg:

    Warum willst Du nach einem halben Jahr Trockenheit und Deinen schweren Entzugserscheinungen überhaupt wieder anfangen mit Bier trinken? Schämst Du Dich vor Dir und Deinem Umfeld so sehr, dass Du wieder trinken möchtest nur um nicht als schwach vor Dir und anderen da zu stehen?

    Diese Frage solltest Du Dir als erstes beantworten...

    Dann weiter im Text:

    Kurzum: Da Du hier Tipps für einen weiterhin möglichen Konsum von Suchtmitteln erhalten möchtest, bin ich aus diesem Thread raus

    ich möchte ehrlich zu Dir sein, Eshock, ich persönlich hatte Dietmar´s Eindruck schon bei Deinem ersten Beitrag!

    Selber möchte ich aber etwas geduldiger sein, weil ich der Ansicht bin, dass die Meinungen die wir hier Dir mitgeben, Dir persönlich später einmal sehr hilfreich sein werden (könnten)...

    Zwar hat Dietmar Recht wenn er schreibt:


    Eshock96,
    Grundsätzlich kann niemand Deine Frage mit ja oder nein beantworten.
    Körperliche Entzugssymptome, wie Zittern, Schwitzen, Trockenerbrechen, usw. werden mit hoher Wahrscheinlichkeit nach 2 Bier nicht auftreten.

    Ich hingegen sage Dir mit aller (wohlwollender) Härte:

    Bilde Dir bloß nicht ein, dass Du in Zukunft, egal ob in ein, zwei oder mehr Jahren, Du es jemals bei 2 Bieren belassen wirst! Du wirst weitersaufen! Mit allen negativen Begleiterscheinungen psychischer Art die Du fürchtest!

    Ich habe schon in meiner ersten Antwort geschrieben:

    Früher hast Du es schon nicht kontrollieren können - warum solltest es Du dann jetzt kontrollieren können?

    Der Wille alleine es kontrollieren zu wollen reicht dabei nicht aus. Denn auch hier schließt sich der Kreis: Früher hattest Du auch einen Willen Deinen Konsum zu kontrollieren - Hast Du ihn kontrollieren können? Nein! Warum soll der Wille alleine dann jetzt ausreichend sein?

    Im übrigen rate ich Dir nochmal dringendst an Dir meine Ratschläge aus meinen ersten Beitrag zu beherzigen:


    - denke mal an früher was Du alles im Suff erlebt hast, wie sich der Alkohol auf Dein Leben ausgewirkt hat...
    - denke daran, wie Du früher versucht hast Deinen Konsum zu kontrollieren - damals bist Du schon gescheitert! Sei ehrlich zu Dir selbst und sieh den Tatsachen ins Auge: Du wirst mit der Kontrolle wieder scheitern!
    - im Namen DEINER psychischen wie physischen Gesundheit: Lass die Finger weg vom Alk! Spreche mit Deinem Hausarzt über Deine Vergangenheit (Er wird Dir das gleiche sagen wie ich!) Und besuche eine örtliche SHG um Dir den Rückfall zu erschweren.

    Tu es DIR zuliebe!

    Das mit dem Kurkuma ist nichts weiter als Blödsinn! Spiegelstrich Nr.3: Rede mit Deinem Hausarzt, er wird Dir das bestätigen was ich hier schreibe!

    Und damit es nicht in Vergessenheit gerät Eshock:

    [

    Zitat

    Warum willst Du nach einem halben Jahr Trockenheit und Deinen schweren Entzugserscheinungen überhaupt wieder anfangen mit Bier trinken? Schämst Du Dich vor Dir und Deinem Umfeld so sehr, dass Du wieder trinken möchtest nur um nicht als schwach vor Dir und anderen da zu stehen?

    Ich gebe zu, ich bin gespannt auf Deine Antwort...

    Hallo Eshock,

    um kurz und bündig Deine Frage zu beantworten:

    Ja, Du wirst wieder Entzugserscheinungen kriegen!

    Der Stoff Alkohol ist nämlich, vgl. wie bei der RAM eines PC´s, in Deinen Zellen gespeichert. Führst Du nun Alkohol Deinem Körper zu, ruft der Stoffwechsel das "Alkoholprogramm" auf und schon ist es geschehen....


    Das "kontrollierte Trinken" hat früher auch nicht funktioniert bei Dir, warum soll es dann jetzt funktionieren?

    Ich rate Dir daher:

    - denke mal an früher was Du alles im Suff erlebt hast, wie sich der Alkohol auf Dein Leben ausgewirkt hat...
    - denke daran, wie Du früher versucht hast Deinen Konsum zu kontrollieren - damals bist Du schon gescheitert! Sei ehrlich zu Dir selbst und sieh den Tatsachen ins Auge: Du wirst mit der Kontrolle wieder scheitern!
    - im Namen DEINER psychischen wie physischen Gesundheit: Lass die Finger weg vom Alk! Spreche mit Deinem Hausarzt über Deine Vergangenheit (Er wird Dir das gleiche sagen wie ich!) Und besuche eine örtliche SHG um Dir den Rückfall zu erschweren.

    Tu es DIR zuliebe!

    Lieber Schluckspatz,

    Danke für Deine Beschreibung der Sichtweise der Dinge.

    Beruhigungsmittel - ja. Aber nicht aufgrund anderer Menschen, sondern da ich mit jeder Gefühlsregung überfordert bin. Egal ob Freude, Trauer, Aufregung, glücklich, nervös,...

    Gefühlsregulation - das kenn ich nur zu gut. Kann man aber lernen, dazu gleich mehr...

    Punkt 1 hab ich schon längst abgehakt. Ich befasse mich bereits seit 1-2 Jahren damit.

    An sich gehts mir auch sehr gut - bis auf diese täglichen kurzen „Anfälle“.
    Verbannen muss ich auch nichts, da ich Alkohol eigentlich nicht mag und daher grundsätzlich nichts im Haus hatte.
    Mich interessiert nur, wie lange ich damit rechnen muss, denn ganz normal scheint mir das nicht.
    Ich halte das für Tricks von meiner Psyche, damit ich nachgebe.

    Tut mir leid Schluckspatz, dass nehme ich Dir nicht so ohne weiteres ab, denn sonst hättest Du nicht das geschrieben:

    Nach meinen Erfahrungen schreibt so niemand der sich seit 1-2 Jahren mit dem Thema Alkoholsucht befasst.
    Vielmehr klingt das für mich nach jemanden der 1-2 Jahre gehofft hat "Ich könnte evtl ein Alkoholiker sein - aber ich will davon nichts wissen!"
    Und Du schreibst ja selber: es ist der 9. Tag (Tag der Threaderöffnung) wo Du nun trocken bist.
    9 Tage trocken - kein Jahr oder 2 Jahre trocken, so wie Du das in der Antwort schreibst.

    Alleine schon der Widerspruch:


    Verbannen muss ich auch nichts, da ich Alkohol eigentlich nicht mag und daher grundsätzlich nichts im Haus hatte.

    Dafür das Du den Alkohol nicht verbannen musst und er Dir nach Deiner Aussage auch nicht schmeckt, hast Du ihn aber über 20 Jahre gut konsumiert!

    Abgehakt ist da noch lange nichts. In Wirklichkeit verdrängst Du nur die Tatsachen!

    Daher rate ich Dir nochmals dringenst: Sei ehrlich zu Dir selber. Wende Dich an eine örtliche SHG und/oder schreibe hier weiter. Wenn Du Fragen hast, schreibe bitte hier oder eröffne einen neuen Thread.

    Andernfalls kommst Du aus dieser Spirale von Bier und Gefühlsachterbahn nicht raus!

    Ich weiß ich das ich Dich gerade unsanft auf die Realität hinweise, aber das ist der einzige Weg aus den Problemen raus...


    Punkt 2: auf keinen Fall! Gerade eine unfreiwillige Nacht in solch einer Einrichtung hat mich zu diesem Entschluss gebracht und freiwillig werde ich das nie wieder betreten.

    Ich halte das für Tricks von meiner Psyche, damit ich nachgebe.

    Ich merke gerade, dass hier ein Missverständnis vorliegt. Mit Psychotherapie meinte ich keine stationäre Psychotherapie, sondern eine ambulante.


    Mich interessiert nur, wie lange ich damit rechnen muss, denn ganz normal scheint mir das nicht.

    Die Antwort ist einfach: Du wirst damit anhaltend rechnen, solange Du das Problem nicht mit Abstinenz und einer Psychotherapie begegnest.
    Von alleine jedenfalls werden Deine übermächtigen Emotionen nicht verschwinden!

    Thats the way outside...

    Hallo Schluckspatz,

    willkommen im Forum und Danke das Du Deine Geschichte hier uns anvertraust.
    Da noch der 2. Weihnachtstag ist - frohe Weihnachten und für 2019 alles Gute. (Scherzhaft und ohne böse Hintergedanken möchte ich hinzufügen: Ich hoffe meine Wünsche bringen Dich jetzt nicht in Rage) ;)

    Aber kommen wir zur Sache:

    Zunächst einmal ist es ein Irrtum, dass man von Bier alleine nicht körperlich abhängig werden könnte.

    Damit möchte ich jetzt nicht sagen das Du körperlich abhängig bist, ich möchte nur allgemein schreiben, dass körperliche Abhängigkeit durch Bier durchaus möglich ist.

    Deine Geschichte erinnert mich aber durchaus an mich. Bin selber (trockener) Alphaalkoholiker und ja, dass mit den Aggressionen kenne ich auch. Zwar nicht exakt so wie bei Dir, aber durchaus vergleichbar.

    Ich vermute, der Alkohol bzw das Bier war Dir herrlich willkommen um dich von Deinen "unfähigen" oder "unfairen" Mitmenschen abzugrenzen und zu beruhigen? So zumindest kenne ich das von mir... ;)

    Ich persönlich rate Dir zu 2 Schritten:

    1. Schritt: Erkenne und akzeptiere Deine psychische Alkoholabhängigkeit (Alphaalkoholismus). Aus diesem Grund rate ich Dir Dich einer örtlichen SHG anzuschließen um die Gefahr eines Rückfalls zu minimieren. Gleichzeitig verbanne alles Alkoholika aus Deinem Haus, Deinem Umfeld - Deiner psychischen wie physischen Gesundheit zuliebe.

    Alternativ zu einer SHG kannst Du natürlich auch hier weiter schreiben oder auch parallel.

    Zusätzlich rate ich Dir, besorge Dir die Suchtfibel. Das ist ein Buch das in den Therapiezentren eingesetzt wird. Darin erfährst Du viel wissenswertes über die Krankheit und wie man mit ihr umgeht - in aller Bescheidenheit: SHG und Suchtfibel, so habe ich es auch gemacht...

    2. Ich rate Dir die Aufnahme einer Psychotherapie, z.B. Verhaltenstherapie oder Tiefenpsychologie, um die Ursachen Deiner Aggressionen zu erkunden und diese zu "bekämpfen" bzw zu minimieren.
    Alkohol ist nämlich ein sehr sehr schlechtes Beruhigungsmittel wie Du mit Sicherheit schon selbst festgestellt hast... ;)

    Das sind meine Vorschläge zu denen ich Dir erstmal rate.
    Wie wirkt das auf Dich?

    Hallo liebe Sylvia,

    ganz ehrlich, bevor Du die Whisky und die Weinflasche versteckest, dann kannst Du den Inhalt auch gleich die Toilette runterspülen!

    Weil, er soll es nicht mehr trinken und soll es auch in Zukunft nicht mehr trinken.
    Und ein anderer kann auf diese Getränke verzichten.

    Stattdessen konfrontiere ihn mit Deinen Ansichten und Wünschen, wie weiter oben vorgeschlagen.

    Wichtig ist dabei wie gesagt:

    - Keine Vorwürfe
    - Die Sätze grundsätzlich mit "Ich" formulieren, Z.B. Ich sehe wie Du immer mehr trinkst...
    - IST-Situation aus Deiner Sicht schildern
    - Deine Wünsche äußern Z.B. Ich wünsche mir das Du mit dem Alkoholkonsum KOMPLETT aufhörst und eine SHG besuchst...

    Trotz alledem, Dir und Deiner Familie frohe Weihnachten und für 2019 alles Gute.

    LG

    Peter


    Liebe Birgit,

    Gerchla hat ja alles wunderbar beschrieben. Ich an Deiner Stelle würde mir auch keine Sorgen machen. Männer denken nun mal ständig an Sex ::)
    Eine Verbindung zum Alkohol oder einer Sexsucht kann auch ich erstmal nicht erkennen und Du hast ja damit auch kein Problem, also alles in Ordnung! 44.

    Die Frage warum er das "heimlich" macht, darüber kann ich jetzt nur spekulieren:

    Vielleicht möchte er alleine in seiner Phantasie schwelgen...?
    Ich hab sowas auch, da möchte ich mich lieber selbst befriedigen und für mich alleine sein...
    Vielleicht kennst Du das auch bei Dir Birgit?

    Oder, Dein Mann traut sich nicht seine sexuellen Wünsche zu äußern...?

    Auch das kenne ich aus eigener Erfahrung. Da muss/möchte/will man dem Partner/der Partnerin einen sexuellen Wunsch offenbaren, sich natürlich daran befriedigen und weiß nicht einmal ob das er/ihr überhaupt gefällt. Wie geht man mit einer Ablehnung um?

    Oder es ist schlicht und ergreifend aber auch die Scham - gerade in heterosexuellen Partnerschaften schämen sich immer noch sehr viele ihre sexuellen Wünsche und Phantasien zu äußern.

    Gerade Frauen sind davon betroffen, viele Frauen meinen (immer noch), dass sie einfach nicht das Recht haben Wünsche zu äußern...
    ...aber auch Männer sind davon nicht gefeit. Und Die rennen dann lieber heimlich ins Bordell und befriedigen dort ihre Phantasie. Dann ist auch die sexuelle Scham weg, denn der Mann bekommt was er will und die Prostituierte bekommt was sie will (Dienstleistungsprinzip)

    Aber ich möchte Dir damit keine Angst machen liebe Birgit. :-*Mach Dir keine Sorgen um Deinen Mann. Er schaut sich lediglich nur Pornos an und ist damit einer von Millionen.

    Tipp von mir: Sag ihm doch einfach das Du das weißt das er sich Pornos reinzieht und dass das vollkommen ok für Dich ist...
    Dann wächst das Vertrauen...