Hallo,
ich freue mich: habe heute die Kostenbewilligung auf meinen Reha-Antrag zur ambulanten Suchttherapie erhalten.
Die Leistungen umfassen bis zu 40 therapeutische Einzelgespräche (je 50 Minuten)/Gruppengespräche (je 100 Minuten) sowie bis zu 4 therapeutische Gespräche mit Bezugspersonen.
Ich wünsche mir so sehr, dass mein Mann an den Terminen für Angehörige teilnimmt.
Nächste Woche werde ich mit der Therapeutin Termine für die Einzelgespräche besprechen. Bei der ambulanten kann ich diese ja mit gestalten.
Nun ist es ja so, dass es in meinem Interesse liegt, an der Reha aktiv mitzuwirken. Ich will mich weiter(ent)wickeln.
Leider weiß ich aber jetzt schon, dass es in der Gruppe Patienten gibt, die es leider nicht so sehen.
Es sind Patienten, die diese Reha gezwungenermaßen als Bewährungsauflage durchlaufen müssen bzw. die durch Suchtmittel mit dem (Verkehrs)Recht in Konflikt gekommen sind
und sich deshalb einer MPU unterziehen müssen. Ich denke, dass diese Gruppenmitglieder das Suchtproblem nicht sehr ernst nehmen.
In der Mot.-Gruppe sagte ein junger Mann: „ Ich mach das nur wegen der Unterschrift! Wenn ich den Führerschein wieder habe, saufe ich sowieso wieder...."Diversity" ist angesagt….
ganz osterherzlich Britt
Beiträge von Brit
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Der Stein
Der Stein der Angst ist weggewälzt
Der Stein der empfundenen Ausweglosigkeit
Der Verzweiflung, der Enge
und des ZugeschnürtseinsSeit Ostern
© Gudrun Kropp (*1955), Lyrikerin, Aphoristikerin, Kinder- und Sachbuchautorin
Ganz herzliche Ostergrüße von Britt :blumen3:
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DAK Gesundheitsreport 2019:
Alkohol: Jeder zehnte Arbeitnehmer trinkt riskant. Folgen für die Arbeitswelt: abgelenkt und zu spät.
https://www.dak.de/dak/bundes-the…19-2064324.html
LG Britt -
Hallo Henry,
Ich bin Britt, Mitte 50 , Alkoholikerin. Zur Zeit in einer 2. ambulanten Suchttherapie,
da ich im letzten Jahr nach fast 5-jähriger Abstinenz einen Rückfall hatte.
In einem anderen Thread schrieb ich:
[...ich las mal, dass nur 2% aller Alkoholiker es schafft, bis ans Lebensende abstinent zu bleiben und ich fragte mich, warum? warum ein Rückfall nach vielen trockenen (zufriedenen?)
Jahren? Einige sprechen ja auch von einer Rückfallkrankheit. Im November letzten Jahres wusste ich auch nicht, welcher Teufel mich geritten hat, wieder zur Flasche zu greifen.
War es Nachlässigkeit? Unachtsamkeit? Verantwortungslosigkeit? Gleichgültigkeit? Gedankenlosigkeit? Leichtsinn? Vergessen? Übersteigerte Selbstsicherheit? Blödheit?
Ich habe getrunken, wohl wissend, dass ich etwas tue, das gefährlich und unüberlegt war. Jedenfalls stand ich völlig neben mir und war mit den Nerven völlig am Ende.
Als ich es tat, war ich nicht "Herr" meiner Handlung/Sinne. Ich tat es eben.
Wenn ich davon ausgehe, dass einige (zufriedene?)Langzeittrockene, die ich in SHG kennen lernen durfte und die greifbar die überzeugendsten, sachlichsten und fundiertesten Argumente
für die absolute Abstinenz lieferten, irgendwann in den nächsten Jahren wieder rückfällig werden könnten,finde ich das ziemlich beängstigend.
Jemand schrieb mir mal (ich gaube, es war Gerchla): Es gibt keinen Grund zum Trinken, aber es gibt einen Grund für die Sucht...]
Ich wünsche dir hier einen hilfreichen Austausch.Liebe Grüße von Britt
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Guten Morgen!
Lieber Gerchla, darf ich? whip2_
oh ja, du hast Recht. Mit bestimmten (Un)Worten ergeben Sätze eine völlig andere Bedeutung:"Eigentlich" sollte "man" als Süchtiger dankbar sein.
Als ich mich in diesem Forum anmeldete, war mir "eigentlich" nicht bewusst, dass "man" hier so tolle Menschen kennen lernen "würde".
(mein Deutschlehrer sagte mal: die deutsche Sprache ist eine würdelose Sprache.) Ich "möchte" mich bei euch allen bedanken.
"Eigentlich" ist es beruhigend, dass "man" hier so viel lernen kann! Ich "hätte" mich "eigentlich" schon früher anmelden sollen.Danke, dass ihr da seid.
ganz herzlich Britt -
Hallo,
...Ich hoffe, noch zu denen zu gehören wo der Zug fürs kontrollierte trinken noch nicht total abgefahren ist...
...Es gibt hier im Forum ja einige Quellen fürs kontrollierte trinken, aber viele scheinen da sehr skeptisch zu sein.... Ich sehs mal ganz naiv nicht so anders als die bewusstere Ernaehrung...
stark am kopf kratz'
CharlyHallo Charly,
ich bin Britt, Mitte 50 und Alkoholikerin. Zur Zeit mache ich eine ambulante Suchttherapie.
Ich bin ein absoluter Gegner des kontrollierten Trinkens. Lebenslange Abstinenz ist und bleibt das Beste, was ich als Alkoholikerin erreichen kann.
Alkoholismus ist eine chronische Krankheit. Ich bin alkoholabhängig (da beißt die Maus kein Faden ab..), werde also immer (rückfall) gefährdet sein.
Ich möchte dir nicht zu Nahe treten, aber KT mit Fastenzeit oder bewusster Ernährung gleichzusetzen zeugt in der Tat von Naivität.
Ich wünsche dir immer die für dich richtigen Entscheidungen
lg Britt -
Hallo,
in den Gesprächen meiner Therapiegruppe sollen wir die Worte „eigentlich“ und „man“ in Gesprächen vermeiden.
Warum? Wenn ich sage: “mein Urlaub war eigentlich schön!“ bedeutet das, der Urlaub war eben nicht schön, sondern das Wetter zu kalt,
das Essen schmeckte nicht, die Betten zu weich, der Flug mit Turbulenzen, oder was auch immer. „Eigentlich“ steht für etwas Unklares.
Ich stehe nicht für das ein, was ich sage.
Wenn ich „man“ benutze, gilt meine eigene Aussage nicht (nur) für mich selbst , sondern auch für die Allgemeinheit.
Immer, wenn jemand das Wort „man“ benutzte, fragte der Therapeut: „Wer ist „man“? Sind Sie „man“?“
Ich finde, das ist ein sehr guter Hinweis für eine klare Kommunikation.
LG Britt -
Hallo, ich bin Charlotte,
und ich habe endlich kapiert, dass ich ich alkoholabhängig bin. Lange verdrängt, diese Erkenntnis, aber jetzt mit voller Wucht da.
Mein HA weiss schon Bescheid und gestern war war ich auch bei ner Beratung bei den Lukaswerken, aber es ist echt verflixt, da passt nichts für ne feste Gruppe.
Darum bin ich hier....
Liebe Charlotte,
Ich bin Britt, Mitte 50 und Alkoholikerin. Zur Zeit mache ich gerade meine Zweite ambulante Suchttherapie beim Lukas Werk. Was war das denn bei dir für eine Beratung?
Ich hatte zuerst ein Einzelgespräch, dann folgte der Sozialbericht für den Kostenträger. Erst wenn die Genehmigung da ist, kommst du in die “richtige“
Gruppe. Das dauert ein Weilchen. Bis dahin besuchst du die Motivationsgruppe.
Eine s.g. Vorbereitung auf die Therapie, die übrigens Ca. 1 Jahr dauert. Wenn du dich für eine stationäre Therpie entscheidest, läuft es vielleicht anders.
Toll, dass du dir Hilfe suchst. Ich wünsche dir einen guten Austausch hier.
Lg Britt -
Lieber Greenfox,
ist es möglich, den Betreff dieses Threads in "zufriedene Abstinenz" zu ändern?
Danke und Gruß Britt -
Die eigentliche Frage bzw der eigentliche Begriff sollte richtig lauten:
"Zufriedenes Leben"
Leben und Trockenheit, für uns ehemalige Nasse sind das zwei Begriffe.
So sehe ich das...
Guten Morgen,ZitatLeben und Trockenheit, für uns ehemalige Nasse sind das zwei Begriffe.
Zwei Begriffe - da kann ich nur zustimmen
als ich noch Alkohol konsumierte (..ehemaliger Nasser..-ich mag diese Formulierung nicht) führte ich durchaus ein zufriedenes Leben…und trank dennoch.
Ich denke, Zufriedenheit / Unzufriedenheit sind in Bezug auf Sucht für mich sehr subjektive Empfinden. Ich setzte den Alkohol z.B. sehr oft als Belohnung ein, also dann, wenn ich (vermeintlich) zufrieden war.
Ich hatte Erwartungen anderer nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen.
Ein Gefühl der Zufriedenheit stellte sich ein. Meine Belohnung: „darauf anstoßen“.
Manchmal denke ich, es wäre vielleicht gar nicht so schlecht nie zufrieden zu sein. Habe ich dann noch Ziele oder Wünsche?
Sehr komplizert, das Ganze.
Liebe Grüße von der "trockenen" Britt. Egal ob (zu)Frieden oder nicht. Nur eins zählt: das erste Glas stehen lassen. -
Liebe Schlaflos,
ZitatIch wollte euch mal meinen momentanen Status berichten.
87 TAGE TROCKEN und es geht weiter.
Danke für deine Rückmeldung. Ich bin wirklich begeistert, wie intensiv und überzeugt du DAS angehst.
Ich denke, der 1.1. war wohl dein "Point of no return". Ich musste auch erst meine Leidensgrenze erreichen, um zu erkennen: Es gibt kein Zurück zum Alkohol...
Bleib dabei, es lohnt sich!
LG Britt -
Hallo. Muss schreiben.
Loslassen. Ich schaff das nicht.
Guten Morgen liebe Cindy,
weißt du, in meinem Eingangspost im letzten Jahr schrieb ich:Zitat[…Ich schaffe es nicht, mich… zu trennen…]
Du verwendest die gleiche Wortwahl.
Ein guter Tipp meiner Therapeutin:
Einfach „NOCH“ dazwischensetzen. Ich sage heute: Ich schaffe es NOCH nicht…
Das drückt aus, dass der Abschluss meiner Entwicklung nicht erreicht ist, aber bestenfalls bald beendet sein wird . Alles hält sich im Rahmen des Möglichen, zum Gegenteil fehlt nur wenig …
In diesem Sinne LG von Britt -
Liebe Flo,
schön, dass du hierher gefunden hast.
ich bin Britt, Mitte 50 und Alkoholikerin. Zur Zeit mache ich die 2. Ambulate Suchttherapie.
Dein Thema „Gedankenkontrolle“ hat mich zum „Nachdenken“ gebracht. Ich stelle mir gerade die Frage, ob ich Gedanken kontrollieren kann bzw. will ich das? Ich weiß nicht, wieviel Gedanken ich so am Tag habe.
Jeder Gedanke macht was mit mir und in mir. Jeder Gedanke erzeugt Gefühle und jedes Gefühl erzeugt in mir Gedanken. Gedanken und Gefühle sind für mich eng miteinander verknüpft.
Ist es nicht der Inhalt meiner Gedanken, der dafür verantwortlich ist, wie ich eine Situation erlebe und wahrnehme? Wie ich letztendlich fühle und handele?
"Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab." (Mark Aurel)
Liebe Grüße von Britt -
Hallo,
ganz wunderbare Bücher von Heinz-Peter Röhr:
Wege aus der Abhängigkeit. Belastende Beziehungen überwinden
https://www.amazon.de/Wege-aus-Abh%C…ttppccheatso-21
Narzissmus: Dem inneren Gefängnus entfliehen
https://www.amazon.de/Narzissmus-Dem…ttppccheatso-21
Die Kunst sich wertzuschätzen
https://www.amazon.de/Die-Kunst-sich…ttppccheatso-21
Liebe Grüße von BrittP.S. Hab noch eins vergessen:
Susanne Hühn: Das innere Kind
https://www.amazon.de/Das-Innere-Kin…ttppccheatso-21 -
Guten Morgen,
lieber Henri: danke für`s Vergrößern
liebe Silbermöwe: vielleicht magst du ja von dem Seminar berichten? Es interssiert mich sehr.
Ich habe noch ganz wunderbare Buchtipps:
Geschrieben von Heinz-Peter Röhr:
-Narzissmus, das innere Gefängnis / dem inneren Gefängnis entfliehen
https://www.amazon.de/Narzi%C3%9Fmus…ttppccheatso-21
-Wege aus der Abhängigkeit. Belastende Beziehungen überwinden
https://www.amazon.de/Wege-aus-Abh%C…ttppccheatso-21Ich wünsche allen ein sonniges und zufrieden trockenes Wochenende
LG Britt -
Hallo,
"Immer versucht. Immer gescheitert. Einerlei. Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern."(Samuel Beckett)
In meiner onkologischen Gruppe hörte ich zum ersten Mal den Begriff "Resilienz": also die psychische Widerstandskraft bzw. Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen
ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen. Dazu gibt es diese Grafik:
Ich hoffe, es ist lesbar. Vielleicht kann jemand etwas damit anfangen.
LG BrittHab's größer gemacht, sollte jetzt lesbar sein. Gruß Henri
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Lieber Gerchla,
vielen lieben Dank für das Dalassen deiner Gedanken. Weißt du eigentlich, dass ich mich - immer wenn ich von dir lese -ein kleines Stück weiter (ent)wickele ?
Ich bin dir wirklich sehr dankbar. Toll, dass du so eine positiv denkende Partnerin an deiner Seite hast.
Lieber Gerchla,Zitat... in nächster Zeit werden auch ein paar Abschiede anstehen, von lieben Menschen. Letzteres haben wir nicht in der eigenen Hand, müssen wir akzeptieren und annehmen....
Das tut mir sehr Leid. Ich wünsche dir von ganzem Herzen für die kommende schwere Zeit ganz viel Kraft. Ich weiß, wie du dich gerade fühlst.
Alles Liebe von Britt -
Hallo,
ich mach(t)e mir ständig Sorgen-viele Jahre lang und leider immer noch. Sorgen um meine Eltern, Schwester, Neffen Schwiegereltern, Ehemann, Sohn, Hund, Umwelt, Zukunft …
(Vieles könnte ich noch anfügen.) Ich setze mich dadurch immens unter Druck. Ich fühle mich irgendwie überverantwortlich, sorge mich um Alles und Jeden…. „Eine gute Mutter macht das so“ ….
„das ist doch selbstverständlich“ ….“das gehört sich so“… "das macht man so"...Ich bin fest entschlossen, meine Haltung der Überverantwortlichkeit abzulegen.
Aber mein Gehirn hat sich jahrelang bestimmte Muster einprogrammiert. Eine Umprogrammierung braucht demnach auch viel Zeit und Geduld.
Veränderung braucht Zeit….Abstinenz braucht Veränderung…
Danke liebe Wolfsfrau
für die „ungefragten Informationen“
LG Britt -
Brit
Ich habe mir wirklich deinen Rat zu Herzen genommen mit einem Sucht Tagebuch, da ich leider wieder etwas getrunken habe.
Erst seit dem habe ich wirklich erkannt wie exzessiv mein Konsum ist und auch die Gründe warum ich trinke. Das bringt mich unglaublich weiter. Vielen Dank dafür.
Ich war ja bereits beim Arzt und habe mir nun meine SHG gesucht
Liebe Grüße
Guten Morgen liebe Leila,
wie fühlst du dich gerade? Kannst du das erste Glas stehen lassen? Warst du schon in der SHG?
Alles Liebe dir von Britt -
Guten Morgen,
ich lese gerade das Buch von Christian Peter Dogs und Nina Poelchau: „Gefühle sind keine Krankheit: Warum wir sie brauchen und wie sie uns zufrieden machen“.
Ich denke gerade über die Bedeutung meiner durchlebten Gefühle nach. Ist der Alkoholismus nicht eine Krankheit der Gefühle? Für mich trifft das zu.
Ich kann negative Gefühle sehr schlecht verarbeiten. Sie erschweren meine zufriedene Abstinenz.
LG Britt