[...Gebe aber jedem eine Chance es besser zu wissen. Bin dankbar für jeden Hinweis. Und euch immer noch dankbar für eure Hilfe, Zeit und Erfahrungen....]
Liebe Leonie,
ich bin Britt, Mitte 50 und Alkoholikerin.
Ich habe deine Geschichte gelesen und lasse mal einige meiner Gedanken dazu hier:
Ich denke, du durchlebst im Moment eine einzige Achterbahn der Gefühle:
1. Du hast so eine Vorahnung einer möglich bevorstehenden Krise und suchst dir (u.a. hier) Hilfe. Toll, dass ist schon mal der erste Schritt.
2. Die Reaktionen/Antworten einiger Forenmitglieder gefielen dir nicht wirklich, denn du schriebst
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….wäre ich für Objektivität auch dankbar gewesen….
Was heißt denn für dich Objektivität? Ich als „Beobachter“ bzw. Leser kann hier doch nur meinen neutralen Standpunkt in deiner Geschichte mitteilen.
Also ist jede Sichtweise doch in gewisser Weise subjektiv?
3. Deine Sorge und Hoffnung mischt sich mit Selbstzweifeln. Wie soll es weitergehen? Was ist zu tun? Du erwartest..
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....Also erwarte ich genau das nun mal auch und nicht wieder so ein einreißen... Man sieht doch dass er es wohl KANN..
Ich habe erfahren, dass Erwartungen an Andere immer ein großes Risiko der Enttäuschung beinhaltet.
Tja und dann kommt es ganz typisch: Deine Erwartungen werden nicht erfüllt. Versuche deinerseits deinen Mann „trocken zu schleudern“ scheitern.
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...Leider kommen die Versuche für einige Tage nichts zu trinken nur, weil ich ihn dazu bringe..
4. Du bist wütend, verunsichert und hast Angst,
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..Allgemein las ich hier im forum viel darüber dass angehörige Co abhängig sein sollen, können. . Deswegen hat mich das erst sehr schockiert und verunsichert…
Angst davor habe ich nicht. Nur davor etwas zu glauben zu sein, was ich dann evt gar nicht bin....
Aber deine "Strategie" ändern? Nein, das, so kann ich aus deinen Beiträgen lesen, kommt für dich nicht in Frage.
5. Stattdessen redest du eure Situation schön und gibst mir das Gefühl, dass du in deiner Eitelkeit gekränkt bist:
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..Okay. Also Schnaps trinkt er nicht. Ab und an mal. Aber Bier ist sein Hauptgetränk.
Das würde ich auch riechen... Find ich. Es verfliegt erst so nach einigen Std und das bringt ja eh nix nix..
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…Man sieht doch dass er es wohl KANN….
…Habe ihr alles geschildert und sie geht bei mir nicht von einer Co Abhängigkeit aus.
…Sie sagte ich sehe die Sache sehr realistisch. Man kann sich auch was einreden….
....Das kann man nicht machen. Ich denke, dass man über Telefon mehr sagen kann als über geschriebene Sätze...
...Dass wir darunter leiden.. Keine Frage.. Absolut!! Aber man sollte eh schon angeschlagenen Partnern alkoholkranker Menschen, die womöglich noch labil sind nicht noch mehr Angst und Schrecken machen.
6. die Ehrlichkeit/Einsichtigkeit (von beiden Seiten?) fehlt.
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....Dieses bei Laune halten ist ein so falsches Spiel deswegen fühle ich mich z. T auch nicht geliebt von ihm. Weils einfach nicht ehrlich ist....
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...Fühle mich so belogen.. Dass er da nichts für kann, weiß ich ja. Aber man fühlt sich wertlos.. So ungefähr.
Liebe Leonie,
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...Ich will was lösen und der Wahrheit ins Auge schauen. Das ist mein Motto, das weiß auch mein Mann. Manchmal nicht angenehm aber ich schaue immer der Wahrheit ins Auge.
Egal obs weh tut.
Hat nicht Jeder seine eigene Wahrheit?
Der Wahrheit ins Auge schauen: dazu schreibt Wiki :
" sich den wahren Sachverhalt bewusst machen und sich darauf einstellen; die (unangenehme) Wahrheit erkennen
sich den wahren (meist: unangenehmen) Sachverhalt bewusst machen; die Realität erkennen; die Folgen abschätzen (können)"
Liebe Leonie,
wenn ich mit meinem Geschriebenen zu schroff rüberkam, tut es mir Leid, aber ich denke du weißt, wie ich es meine.
Ich wünsche dir von ganzem Herzen , dass du immer die für DICH richtigen Entscheidungen triffst.
LG Britt