Beiträge von Brit
-
-
Guten Morgen,
Es gibt ja eine ganz Reihe von Anzeichen, die auf eine (Alkohol)-Sucht hinweisen. Wenn mind. 3 dieser Anzeichen (gilt auch für andere Suchtmittel) zutreffen, stellt ein Arzt die Diagnose Akoholabusus:
- Ein starkes Verlangen/Zwang etwas zu konsumieren
- Kontrollverlust
- Physische und psychische Entzugserscheinungen
- Konsumieren um Entzugssymptome zu vermeiden
- Toleranzentwicklung (immer größere Mengen konsumieren, um einen gewünschten Zustand zu erreichen)
- Eingeengte Verhaltensmuster
- Interessen werden zugunsten des Alkohols vernachlässigt
- Anhaltender Konsum wider besseren Wissens (schädliche Folgen und Probleme in Familie, Arbeitsplatz und sozialem Umfeld)Ich musste nicht täglich trinken und hatte auch keine körperlichen Entzugserscheinungen und doch trafen 3 dieser Punkte auf mich zu.
Krank im Sinne des SGB ist man, wenn ein Arzt eine Diagnose auf Grundlage eines ausführlichen Gespräches sowie einer körperlichen Untersuchung stellt. Er bescheinigt die Behandlungsbedürftigkeit.
Da ist es meiner Meinung nach völlig egal, zu welchem der 5 Trinktypen (nach Jellinek) man sich einordnet.
LG von Britt -
Zitat
Es war mein thread, mit meiner Frage.
weil es DEIN thread und DEINE Aussage ist.
und ich Andere um Hilfe Suchende mit dieser Aussage nicht noch mehr verunsichern möchte.. -
Hallo Emilie,
du schriebst in einem anderen Faden:ZitatWas weiß ich denn schon, als Betroffene. Angehörige, Co-Abhängige wissen doch Alles besser.
Weg mit dem Alki, soll er doch sehen wo er bleibt.....
Also ganz ehrlich, das finde ich sehr unsachlich... nixweiss0ZitatHätten meine Kinder mich fallen gelassen, gäbe es mich nicht mehr.
Deine Kinder sind doch Angehörige, oder sehe ich das verkehrt....
LG Britt -
Hallo Frank,
ich schließe mich da mal an.
Kann es sein, dass du hier ohne Quellenangabe einen Text kopiert und eingestellt hast, ohne das von FrankUF Zitierte zu hinterfragen?
Speziell das Glas Champagner .... nixweiss0, ....Kopfschüttel und Kopfkratz....Gruß Britt
-
-
Hallo und guten Morgen,
ein Dankeschön an alle Admins für das weihnachtliche "Schmücken" der Startseite. :blumen:
Und da ich gerade hier bin:
Ich wünsche euch allen zu diesem Fest, dass die Gesundheit euch nicht verlässt.
Ich wünsche euch Zufriedenheit.
Ich wünsche euch, dass ihr das kleine Glück genießen könnt,
dass ihr gesund bleibt und nicht enttäuscht seid, wenn nicht alles so läuft, wie ihr es euch wünscht.
Ich weiß, dass auch im nächsten Jahr Rückschläge und Enttäuschungen kommen.
Ich wünsche euch und mir, dass wir lernen, auch damit umzugehen und uns nicht unterkriegen lassen.
Ich denke, Nachdenklichkeit, Ruhe und Gelassenheit
sind gar nicht so schlecht in dieser Zeit.Liebe Grüße und ein schönes 2. Adventwochenende wünscht Britt :snowmanDance:
-
Hallo Emilie,
ich habe Franks Beitrag schon gelesen. Hat er nicht Recht, wenn er sagt, ein Alkoholiker ist maßlos?
Ich war es jedenfalls, der Kontrollverlust war nach dem ersten Glas grundsätzlich gegeben. Das ist die Sucht! Diese Übertreibung als Charaktereigenschaft zu bezeichnen halte ich für verfehlt. Denn das würde ja im Umkehrschluss bedeuten: wenn ich es nicht schaffe, den Alkohol stehen zu lassen, wäre ich charakterlos?
Vielleicht habe ich dich falsch verstanden...
LG Britt -
" Nur das kranke Auge sieht sich selbst " V.Frankl
-
Du bezeichnest es als "Übertreibung", ich sehe es als hoch gesteckte Ziele. Das hast Nichts damit zu tun, ob man Alkohol trinkt oder nicht, das ist eine Charaktereigenschaft.
Hallo liebe Emilie,
Übertreibung als Charaktereigenschaft? das verstehe ich jetzt nicht.. nixweiss0, -
Guten Morgen!
Heute Morgen im Badezimmer sah ich mal wieder bewusst in den Spiegel und betrachtete meinen verunstalteten Körper. Spontan kam mir wieder der Begriff Selbstliebe in den Sinn.
Wie kann ich mich mit dieser weiblichen Fehlerhaftigkeit selbst annehmen/lieben?
Auch in der Therapie sprechen wir ja vermehrt davon, wie wichtig es für einen Suchtkranken ist , „sich selbst zu lieben“ „sich selbst zu finden“, „sich selbst etwas gutes tun“,
oder „gesunden Egoismus“ leben.
Sind Selbstliebe und Selbstwertgefühl Voraussetzungen für eine Kommunikation auf Augenhöhe mit meinen Mitmenschen? Kann ich Selbstliebe wirklich lernen oder ist es nur ein Modewort?
Es gibt ja die biblische Aussage „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ . Hier wird doch Selbstliebe vorausgesetzt? Ist demzufolge eine gegenseitige Wertschätzung nur dann möglich,
wenn ich meinem Gegenüber den gleichen Stellenwert wie mir selbst gebe? Und wo beginnt die Grenze von der Selbstliebe zur Selbstverliebtheit bis hin zur künstlich überzogenen Selbstliebe= Narzissmus?
Viele, viele Fragezeichen.. nixweiss0 und ich denke mich wahrscheinlich mal wieder zu tief in irgendetwas rein…
Liebe Grüße an alle Mitlesenden von Britt -
Mein Mann tut mein Problem als Quatsch ab, er sagt, ich muss halt einfach nach 2 Gläsern aufhören, haha... Ich glaube, ich bin die einzige, die merkt, dass ich ein Problem habe.
Hallo liebe Hannah,
ich bin Britt, Mitte 50 und Alkoholikerin.
Ooohhh....die Reaktion deines Mannes ruft gerade Erinnerungen in mir hoch. Ich bin jetzt über 30 Jahre verheiratet. Meine Sucht entwickelte sich schleichend über viele Jahre.
Strategisch war ich so gut aufgestellt, dass mein Mann nichts von meinem „Problem“ mitbekam. 2014 erreichte ich dann durch meine Trinkerei meinen absoluten Tiefpunkt. Ich wusste, so geht es nicht weiter…
Ich wollte nicht mehr lügen, nichts mehr verheimlichen, Vertrauen wieder herstellen. Ich wollte endlich mal wieder ohne schlechtes Gewissen, ohne Schweißausbrüche,
Herzrasen und ohne gedankliche Alkohol-Disposition für die nächsten Tage durchschlafen.
Ich wollte endlich weg von dem Zeug. Ich weiß noch genau: es war ein Donnerstag und ich habe mir Mut angetrunken.
Ich suchte das Gespräch mit meinem Mann. Ich wollte mich endlich "outen".
Als ich ihm sagte, dass ich ein "Alkoholproblem" habe, antwortete er nur: "Was ist denn dein Problem? Hör doch einfach auf! Bei einem Glas Wein bist du doch nicht gleich eine Alkoholikerin.
Du läufst doch hier nicht besoffen durch die Gegend ! Bleib mal auf dem Teppich". Also, wenn das so einfach wäre.. Das Gespräch war beendet und ich wusste: Da muss ich alleine durch!
Am nächsten Tag -ich war alleine-soff ich bewusst alle alkoholischen Vorräte weg, rief meine Schwester an, sagte ihr, dass ich volltrunken und alkoholkrank bin. Ich bat sie mich ins Krankenhaus zu fahren.
Mit fast 3 Promille wurde ich zur Entgiftung in der „Geschlossenen“ aufgenommen. Im Anschluss folgte die „qualifizierte“ und danach meine erste ambulante Therapie.
Jetzt erst realisierte meine Familie, wie es um mich wirklich steht. Ich bat meinen Mann, mir in der Therapie beizustehen. (Angehörigenstunden gehören zu Therapie) Tja, das war es dann:
er gab mir deutlich zu verstehen, dass er sich für mich schämt, und niemals in solche „Einrichtung“ gehe.
Das macht mich sehr traurig. Aber wie kann das einer verstehen, der nicht unter dieser Krankheit leidet? Ich habe mir so sehr gewünscht, dass er -nur ein kleines Bischen-stolz auf mich ist.
Noch heute kanzelt er sich ab, anstatt zu fragen… Er will einfach nichts mit dem ganzen Therapiefirlefanz zu tun haben.
Nun denn, ich musste es also alleine schaffen, aber alleine schaffte ich es nicht. Meine Therapie und meine Gruppe(n) geben mir bis heute großen Halt.
Mein Mann sagt oft, ich hätte mich verändert (er will seine alte Britt wiederhaben), dabei habe ich nur aufgehört nach seinen Vorstellungen zu leben. Mein Leben ist ohne Alkohol sehr viel intensiver und schöner geworden.
Ich kann mich heute selber wertschätzen und mir auf meine eigene Schulter klopfen, denn ICH hab es bis hier und jetzt gut gemacht.
Es gibt noch so viel zu entdecken...
Liebe Hannah, wenn du nach einem Glas nicht aufhören kannst, ist der Kontrollverlust schon da….vielleicht suchst du dir auch professionelle Hilfe?
Alles Liebe dir von Britt -
Hallo Toni,
ich bin Britt, Mitte 50 und Alkoholikerin.
Das hast du "wissenschaftlich" sehr gut formuliert. Aber ich denke, nur von wissenschaftlichen Fakten wird man nicht wirklich trocken.
Ich habe mir als Mensch die Hilfe gesucht, die ich brauchte, um vom Alkohol wegzukommen.
Die "Ratte" habe ich in mir noch nicht entdeckt. Einer Metamorphose muss ich mich demnach glücklicherweise nicht unterziehen.
Zur Zeit bin ich in ambulanter Therapie.Alles Gute dir von Britt
-

wikende091
-
Hallo,
ich danke euch allen sehr für euer Feedback.
Susanne du hast geschrieben:ZitatDie meisten Leute sind nachweislich nicht mal in der Lage, sich selbst richtig zu kennen.
Dazu gehöre ich wohl auch....natürlich kenne ich meinen Namen, mein Gewicht, kenne meine Leibgerichte und Hobbys usw. Ja, und trotzdem sagt mein Bauchgefühl,
dass es in mir noch viel zu erforschen gibt. Fähigkeiten, von denen ich bis dato noch gar nichts weiß ? Dinge und Gefühle in mir, die ich verdränge oder einfach nicht beachte oder zulasse?
Weiß ich wirklich, was in mir steckt? Ignoriere ich nicht viel zu oft meine innere Stimme, mein Bauchgefühl? Manchmal denke ich wirklich, dass ich das Leben eines Anderen lebe,
obwohl ich weiß, wofür mein Herz in Wahrheit brennt. Ich stehe mir sozusagen selbst im Weg.
Lieben Gruß von Britt -
Hallo Emilie,
ja, das wäre optimal. Aber ich kann niemanden zu etwas zwingen. Ich bleibe bei mir. Heute werden wir in der Gruppe Kommunikation "praktisch" üben.
Es ist immer schön, auch Mimik, Gestik, Stimmfarbe und Körperhaltung des Gegenüber während des Gespräches wahrzunehmen.
LG Britt -
Hallo in die Runde!
In den Gruppenstunden diskutieren/arbeiten wir seit mehreren Einheiten anhand des „4-Seiten“ oder „4-Ohren Modells“ über Kommunikation.
Also wie nehme ich Nachrichten und deren Inhalt wahr. Dazu haben wir dieses Arbeitsblatt:
(Modell Fr. Schulz von Thun)
Im Sachinhalt geht es um die Botschaft/Nachricht des Senders . Worüber werde ich (offensichtich und sachlich) informiert?
In der Selbstoffenbarung (ist vielen Menschen gar nicht bewusst) sagt der Sender nicht nur etwas, sondern gibt aus etwas von sich preis.
In der Appellebene soll der Empfänger in der Regel etwas tun. Man möchte mich zu etwas veranlassen.
Die Beziehungsseite sagt aus, wie man zueinander steht.- was man voneinander hält.
Anfangs hatte ich ganz schön Schwierigkeiten, das aufzudröseln. Wen es interessiert, hier mal ein Beispiel:
Mein Mann und ich sitzen im Auto. Ich sitze am Steuer und fahre 90km/h
Nachricht : Mein Mann sagt zu mir: „ Man darf hier 130 fahren“
Bedeutung aus Sachebene: Auf dieser Autobahn ist 130 erlaubt.
Was gibt er (aus meiner Sicht) - Selbstoffenbarung - von sich preis: Er ist von meiner Fahrweise genervt.
Auf der Beziehungsseite: Er hält sich für den besseren Autofahrer und muss mir helfen, weil ich eine miese Fahrerin bin.
Sein Appell, wie ICH das empfange: Fahr endlich schneller, so wie sich das gehört.
Die Auseinandersetzung mit Störungen in unserer Kommunikation anhand dieses Modells hilft mir sehr mit Spannungen anders umzugehen.
Warum deute ich seine Nachrichten grundsätzlich negativ ? Es kann doch sein, dass seine Absicht durchaus positiv gemeint ist?
Und diese Missverständnisse führen fast immer zum Konflikt oder zum Streit. Geht es euch auch manchmal so?
Ich arbeite jetzt daran, immer zu hinterfragen, wie solche Nachrichten gemeint sind. Also so viele Aspekte wie möglich ansprechen, damit ich nicht zu viel hineininterpretiere.
Ich möchte jetzt lernen, nicht nur mit dem Beziehungsohr zu hören, denn wenn ich das tue, werde ich mich auch weiterhin gedemütigt, herabgesetzt und klein fühlen.
Meine Reha-Verlängerung ist übrigens genehmigt. Weitere 6 Monate professionelle Unterstützung auf meinem Weg. Ich freu mich…Liebe Grüße an alle Lesenden von Britt
-
Hallo Thomas,
herzlich willkommen hier im Alkoholforum. Ich bin Britt und abstinente Alkoholikerin.Zitat...habe dieses Forum gefunden da ich demnächst unbedingt mit dem Trinken aufhören möchte..
Was hindert dich denn daran, JETZT aufzuhören? Möchtest du nur oder willst du es wirklich?
Hier in diesem Forum findest du viele Information, wie du es schaffen kannst.
Bei Fragen..einfach raus damit!
LG Britt -
Guten Morgen,
in der Gruppe hatten wir gestern ein schweres Thema. Die Stimmung war dementsprechend gedrückt: Die Arbeit mit dem „inneren Kind“- ein Symbol für gespeicherte Gefühle,
Erinnerungen und Erfahrungen aus der eigenen Kindheit. Es flossen -nicht nur bei mir- Tränen. Lediglich ein Gruppenmitglied erzählte ausnahmslos positives Erleben.
Ich bin mir nicht sicher, ob “man“ seelische Verletzungen aus der Kindheit in dieser Form heilen kann. Es geht wohl eher in die Richtung Selbst-Liebe (Selbst-Kompetenz/Selbst-Verantwortung).
Meine Therapeutin sagte noch , dass meine Reha-Maßnahme in 2 Wochen ausläuft. Ein halbes Jahr ist also schon wieder rum. Eine Verlängerung hat sie bereits für mich beantragt.
Ich bin lange noch nicht fertig mit meiner „Arbeit“ und wo sonst bekomme ich „umsonst“ professionelle therapeutische Unterstützung und Hilfe? Ich freue mich auf das nächste halbe Jahr.
Mit dem passend zum gestrigen Thema häufig zitierten Satz: „Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit“ wünsche ich allen einen schönen Feiertag und ein schönes Wochenende.
LG von Britt -
Hallo,
Träume, in denen ich Alkohol trinke, kannte ich bis dato nicht. Heute Nacht aber trank ich. Es war grauenvoll und ich wachte heute Morgen regelrecht verkatert auf. Ich bin immer noch nicht klar im Kopf.
Bisher glaubte ich nicht daran, dass Träume dir "was sagen" wollen. Aber diesmal bin ich sehr verunsichert. Ich trank allein in meiner eigenen Wohnung, nachdem ich mich von meinem Mann getrennt
habe. Heute habe ich Redebedarf in der Gruppe. Jetzt brauche ich erstmal frische Luft....
LG
