Beiträge von Brit


    Der eigentliche Grund warum ich am Ende hier gepostet habe war das Leute darauf antworten die selber durch die Hölle gegangen sind, die eine ebenso intime Erfahrung mit Alkohol gemacht haben wie ich das jetzt habe. Das ihr am Ende dann alle einseht das es nicht gut war bringt mir zuerst mal nichts. Aber Eurer Input zu der ganzen Sache...DAS ist mir wichtig. Ihr wart und seid betroffen. Ihr wisst von was ihr redet. Und auch wenn ihr mir nicht direkt helfen könnt, Bestätigung oder sachliches Ausführen an Zuständen hilft sehr.


    Guten Morgen Hubby,
    ich bin Britt, Mitte 50, alkoholkrank.
    Bevor ich meine Gedanken hier lasse, möchte ich dich wissen lassen, dass ich keine Eitelkeiten (mehr) bediene. Ich habe jetzt deinen Thread nochmal durchgelesen. Vielleicht magst du ja auf einige Fragen antworten (wenn nicht, ist natürlich auch o.k)

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    wenn sie abends sauer wird schlägt sie auch sehr schnell mal zu oder wird "handgreiflich"....ständige Gewaltbereitschaft...so kleine "Klapse" ...Nochmal zur Erinnerung....
    gewaltbereit und aggressiv im betrunkenen Zustand (also eigentlich jeden Abend)


    ist das für dich o.k.? , was fühlst du in solchen Situationen?

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    ...und beschuldigt mich eine Affäre zu haben. Ich finde sie im halbtrunkenen Zustand nicht gerade "sexy"Sie war früher eine 55Kilo Frau, heut würde ich sie auf 90+ schätzen...


    sind Ihre Befürchtingen berechtigt?

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    ich selbst trinke Alkohol nur ab und zu und vermeide Trunkenheit


    bei welcher Menge beginnt d. Mng. nach eine Trunkenheit ?

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    Letztes Wochenende hat sie mich gefragt ob wir uns was holen wollen und ich habe zugestimmt ...und ich hab mir dann auch schon Zeug geholt das sie nicht trinkt (Rum oder Tequila)


    nixweiss0 , warum?

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    ich würde ALLES tun. Das ist immer noch die Frau die ich liebe.Jetzt über "Egoismus" zu sprechen.....dafür ist es echt zu spät und auch einfach nur falsch, sorry.Das ist die Frau die ich über alles liebe, bei dem Gedanken das es "aus" ist und ich sie verliere könnte ich mich auch gleich von der Brücke stürzen.. die Liebe meines Lebens..


    Was bedeutet das Wort Liebe für dich? In Liebe loslassen, ist das nicht auch Liebe?

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    Jetzt über "Egoismus" zu sprechen, dafür ist es echt zu spät und auch einfach nur falsch, sorry.


    Ist Suizid nicht die reinste Form des Egoismus? Beim Alkoholismus geht es m.Mng. nach auch um den s.g. "gesunden Egoismus". Also alles was ich tue, tue ich für mich, nicht gegen jemanden.

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    Alkohol ist keine Medizin! Im Grunde ist mein Plan zu "warten" , aber das wird halt ne schwere Zeit, mit viel Kampf und Manipulation. Ich würde mich gerne als strahlenden Ritter sehen der seine Prinzessin "rettet"


    Alkohol kann durchaus Medizin sein (Schlafmittel, gegen Entzugserscheinungen).
    Manipulation - das ist ein Grund, warum ICH zur Flasche griff. Brauchst du deine Frau, damit es DIR gut geht? Wer manipuliert wen?
    Kennst du den Spruch : Wenn du jemanden (vorm Ertrinken) retten willst, muss er mindestens einmal untergegangen sein?

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    Ich habe seit das bei mir der Fall ist das Bedürfnis "etwas zu tun", den Rest der Welt wachzurütteln und Leuten eine chance geben die vielleicht sonst blindlings in ihr Verderben schlittern


    Bei allem Respekt, aber du kannst den Rest der Welt nicht trocken legen. Tu was, aber tu was für dich, sonst schlitterst du selbst ins Verderben.

    Alles Liebe dir von Britt

    Guten Morgen in die Runde,
    Abstinenzparadigma vs. Akzeptanzparadigma:
    In Anlehnung von Susannes Posts will ich mal hier meine Gedanken dazu schreiben. Grundätzlich finde ich es gut, dass hier „Profis“ das Thema von verschiedenen Seiten betrachten, den eigenen Standpunkt klären.
    Für mich brachte der Alkohol Ersatz, NIE Befriedigung. Wenn ich etwas ersetzen will, hat etwas gefehlt. Ein Abstinenzende als Therapieziel? Hmmm. Ich werde nach der aktuellen S3-Leitlinie
    „ Alkoholbezogene Störungen: Screening, Diagnose und Behandlung" der DG-Sucht behandelt. Meine Behandlung zielt also auf eine dauerhafte Abstinenz und nicht auf eine substitionsgestützte Behandlung.
    Mag sein, dass dieser Ansatz bei Opioid-Abhängigen greift, ich weiß es nicht .
    Entgegen der Akzeptanzbefürworter fühle ich mich mit meiner Abstinenzentscheidung aber nicht fremdbestimmt, bin kein Opfer oder unselbstständig.
    Habe ich keine Eigenverantwortung und Handlungskompetenz, nur weil ich eine „Aufnahmeprüfung“ abgelegt habe?
    Ich kann nur für mich sprechen: Ich erhalte trotz meiner Abstinenzentscheidung eine effektive und menschenwürdige Therapie. Ich werde akzeptiert, wie ich bin.
    Und ich bin auch davon überzeugt, dass besonders in der sozialen und beruflichen Reintegration die abstinenzorientierte Therapie einen größeren Erfolg verzeichnet.
    Unterm Strich bleibt zu hoffen, dass das Abstinenzmodell in der Suchthilfe nicht zum Relikt aus einer vergangenen Zeit wird.

    Lieben Gruß von Britt

    das sagen Suchtmediziner, die schon mal in einer fachspezifischen Fortbildung waren, schon seit längerem nicht mehr so eindeutig. Ist einfach so, brauchst Du mit mir nicht zu diskutieren, ich kriegs ja mit.


    Wer einmal von Drogen abhängig war, ist sein Leben lang anfällig für einen Rückfall. Schuld daran sind chemische Veränderungen im Gehirn ( Neurotransmitterzusammensetzung ). So hab ich das in der Therapie gelernt.
    LG von Britt

    Hallo,
    ich bin Britt, Mitte 50 und Alkoholikerin. Vielleicht magst du mir ein paar Fragen beantworten:

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    ich bin Katharina und nehme seit circa einem dreiviertel Jahr täglich 1 1/2 l Wein zu mir. Und zwar täglich.


    trinkst du aktuell immer noch?

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    Das braucht eine Weile, bis ich das Ganze durchgelesen und verarbeitet habe


    hast du dich jetzt hier in diesem Forum eingelesen ?

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    Wenn es einigen Menschen vielleicht helfen kann und nicht zuletzt auch mir, werde ich mal eine kleine Geschichte erzählen, wie es dazu gekommen ist


    wenn ja, vielleicht kannst du ja deine Geschichte erzählen...

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    Ich denke, das muss aufhören. Und da helfen auch überhaupt keine "Ursachensforschungen" man muss sich eben erst einmal radikal von dieser Flüssigkeit abwenden, damit man erstmal wieder zu sich findet.
    Es kommt auch darauf an, was man trinkt und welche Qualität der Wein hat. Man muss nur wissen, wann man eine Grenze ziehen muss (!!!!)


    Dann weißt du ja wie es geht...
    LG von Britt

    Hallo Franzi,
    ich bin Britt,Mitte 50 und alkoholkrank.
    So wie du schreibst, wirst du wegen deiner Entzugserscheinungen bald wieder Alkohol trinken müssen.
    Willst du pausieren oder ganz aufhören? Bist du z. Zt alleine oder hast du zur Not jemanden bei dir?
    Betty hat recht, kalt entziehen ist sehr gefährlich! Es gibt eine Notruftelefonnummer in jedem Krankenhaus mit einer Suchtstation. Du kannst da jederzeit anrufen.
    Alles Gute dir von Britt

    Hallo in die Runde,
    mein Notfallkoffer existiert tatsächlich in Form einer kleinen Schachtel seit meinem Entzug 2014.
    Wenn meine Gedanken darum kreisen, Alkohol könnte irgendwas besser machen, öffne ich sie, um mich zu erinnern und damit ich weiss, wo ich NIE WIEDER will. Es sind gar nicht viele Dinge:
    -Die Suchtfibel
    -einen Spiegel
    -mein Tagebuch mit (schlimmen) Erlebnissen, Eindrücken, Gelernten aus 5 Wochen (Geschlossene und
    Qualifizierte Entgiftung)
    -einen bearbeiteten Speckstein aus der Ergotherapie mit der Beschriftung: ich will nie wieder trinken und
    dem Entlassungsdatum
    -eine extra scharfe Chilischote
    -ein Foto meines Hundes
    -und das wichtigste (in doppelter Ausführung): 2 Telefonnummern,( Suchtnotruf des Krankenhauses und
    SHG 24/7 erreichbar)
    Allerdings passe ich auch auf, dass mein Notfallkoffer nicht zum Rucksack anwächst.
    Hier geht es mir auch um Gleichgewicht. Ballast abwerfen...
    Lieben Gruß von Britt


    Moin Betty und Britt,

    danke für Eure Reflexion. Ich hatte das fast befürchtet.
    Ja, es muss ihre Entscheidung bleiben, das ist mir klar. Letztes mal ging genau das schief.
    Du hast schon recht, Britt: wenn es um das Leben geht, kann der Job nicht Vorrang haben. ..Das war einer der ersten Punkte, die sie vorgebracht hat: wie soll ich das unter einen Hut bekommen?
    Alkoholvorräte verschenken. Hm... sieht irgendwie seltsam aus..., Meiner Frau fällt das schwerer - nicht weil es Alkohol ist, sondern wegen der Vergeudung.


    P., also auch wenn ich etwas hart rüberkomme: mein Eindruck: SIE hält sich das Hintertürchen zum Weitertrinken offen. Findet Gründe, etwas nicht zu tun.
    Für Veränderungen scheint sie (ihr) noch nicht wirklich bereit zu sein.
    LG Britt


    Als erstes müssen jetzt die Alkoholvorräte weg. Ich brauche sie nicht, für sie sind sie eine gefährliche Versuchung, und ich kann es auch schlecht liefern, in nächster Zeit in ihrer Gegenwart ein Bier zu trinken. Also wird das erst mal weggesperrt (wir sind beide so erzogen, dass man nichts vergeudet - in vielerlei Hinsicht etwas, dem wir verdanken, was wir uns in unserem Leben aufbauen konnten; ganz wohl ist mir in diesem Fall aber nicht damit).
    Bei einer Suchtklinik in der Nähe habe ich gerade Vorabinfo eingeholt, wie so eine Reha prinzipiell ablaufen würde. Die wohl größte Hürde wird die Vereinbarkeit von Aufenthaltsdauer mit der Arbeit (selbstständige Tätigkeit - für zwei Monate komplett ausklinken ist eigentlich nicht drin), den Rest (Haushalt, Kinder etc.) bekomme ich schon allein gebacken. Dass die Maßnahme zeitnah angegangen werden sollte, hat man mir dort nahegelegt. Aktuell sucht meine Frau Ablenkung, um nicht Gefahr zu laufen, dass ihre Gedanken sich um den Alkohol drehen. Dabei dürfte so eine Maßnahme sicher hilfreich sein, Therapiesitzungen inklusive.
    Was meint ihr, drücke ich da gerade zu sehr auf Gaspedal, oder würdet ihr das, beträfe es Euch, als hilfreich empfinden?


    Hallo P.
    also grundsätzlich finde ich es gut, was DU tust, damit es deine Frau "schafft".
    Ich denke aber, dass es wichtig ist, euren Haushalt von alkoholischen Getränken komplett zu befreien, da macht die Bedeutung der Vergeudung keinen Sinn. Im schlimmsten Fall verdankt euch das einen Rückfall.
    Weiterhin finde ich es wichtig, dass nicht DU, sondern SIE sich um Infos einer Therapie kümmern sollte. Es geht um IHR Leben. Und da gibt es (eigentlich) keine Hürden der Vereinbarkeit.
    LG von Britt

    Na ja, ich bin natürlich kein Arzt, aber auch wenn die Blutwerte i.O. sind, muss das nicht zwingend bedeuten, dass nicht irgendwas nachkommen kann.
    Nimmt dich die Ärztin denn nicht ernst? Hast du "die Wahrheit" gesagt?
    Im Zweifelsfall gehe zu einem anderen Arzt. Pass gut auf dich auf.
    LG

    Hallo Ilka,
    es ist nicht ganz ungefährlich, was du da machst (kalter Entzug). Ich denke, es wäre vielleicht sinnvoll, dich deinem Hausarzt anzuvertrauen ?!
    Hast du schon mal darüber nachgedacht?
    Viel Kraft wünscht Britt

    Rückblick:

    Zitat

    Re: Ich bin Britt
    « Antwort #123 am: 06. Januar 2019, 15:44:04 »
    Hallo,
    meine Feiertage waren perfekt und harmonisch. Am Mittwoch hatte ich starken Suchtdruck. Habe mit meinem Mann darüber gesprochen. Um einen Rückfall zu verhindern, habe ich mich vorsorglich mit 0 ‰ in die qualifizierte einweisen lassen.
    Jetzt sitze ich im Cafe mit Hotspot und möchte das gerne teilen. Jeder sagt, dieser Schritt zeigt Stärke und dennoch schäme ich mich in Grund und Boden.
    Liebe Grüße von Britt


    Kaum zu glauben, es ist 1 Jahr her....viel ist passiert....Die (Notfall)Telefonnummer der "Käseglocke" ist nach wie vor immer in meinem Portmonee.
    Ich werde nicht zögern, diese Nummer wieder zu wählen, sollte ich Krisen/Gefühle nicht aushalten können und der Druck mich überfällt. Damals schämte ich mich in Grund und Boden.
    Doch wie gravierend das schlechte Gewissen auch gewesen sein mag: Heute kann ich es ansehen, damit umgehen, es nutzen und loswerden. Meine Art, auf Schuld-/und Scham zu reagieren, ist Reflexion, Aktivität und Veränderung.
    Danke auch an alle, die mich hier in diesem Forum bis hierher begleitet haben. Ich habe viel gelernt.
    Lieben Gruß von Britt

    Guten Morgen Ichso,
    wenn ich richtig gelesen habe, bist du jetzt ja mehr als 10 Jahre abstinent, hast also schon viele Jahre Silvester ohne Alkohol "gefeiert". Respekt!
    Was mich interessiert: Brauchtest du in den letzten Jahren kein "Werkzeug"? Warst du am am Dienstag das erste Mal alleine bzw. was war anders?
    Hast du einen s.g. Notfallkoffer? Meiner hat mich letztes Jahr um diese Zeit vor einem Rückfall bewahrt.
    Dein Lego-Traum LKW ist dir übrigens toll gelungen, ein genialer Skill!

    Lieben Gruß von Britt

    Ja, es gibt diese Straftat,aber..
    Strafgesetzbuch (StGB)
    § 20 Schuldunfähigkeit wegen seelischer Störungen
    Ohne Schuld handelt, wer bei Begehung der Tat wegen einer krankhaften seelischen Störung, wegen einer tiefgreifenden Bewußtseinsstörung oder wegen Schwachsinns oder einer schweren anderen seelischen Abartigkeit unfähig ist, das Unrecht der Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln.
    ...Da der Konsum von Alkohol oder Drogen – wenn auch nur Zeitweise – die Hirntätigkeit beeinträchtigt, kann dies als Grund für eine Schuldunfähigkeit angesehen werden....ebenso wie eine
    ...Krankhafte seelische Störung (z. B. Erkrankungen des Zentralnervensystems wie Alzheimer oder Demenz, Epilepsie, Schizophrenie, Vergiftungen, Folgeschäden nach einer Hirnverletzung oder die Abhängigkeit von Alkohol, Drogen oder Medikamenten)
    Leider steigt wohl ein Beamter wieder umsonst ins Papier..

    Es gibt z. Bsp. auch die Alkoholikertypologie nach Cloninger , 1996 eingeführt, sowie die
    Klassifizierungen von Schuckit und Lesch.
    Cloninger verwendet im Gegensatz zu Jellinek nur noch zwei unterschiedliche Typen von Alkoholikern:
    Typ I
    Ein Typ-I-Alkoholiker ist durch größeren Einfluss von Umweltfaktoren und den Beginn der Suchtkrankheit nach dem 25. Lebensjahr gekennzeichnet. Die Häufigkeit ist bei Männern gleich hoch wie bei Frauen. Der Typ I zeigt grundsätzlich einen eher milden Verlauf mit vorwiegend psychischer Abhängigkeit. Die Betroffenen leiden unter starken Schuldgefühlen und haben große Angst, abhängig zu werden.
    Typ II
    Der Typ-II-Alkoholiker ist stärker von hereditären Faktoren bestimmt und hauptsächlich durch einen frühen Beginn (vor dem 25. Lebensjahr) der Suchtkrankheit charakterisiert. Männer machen den größten Anteil der Typ-II-Alkoholiker nach Cloninger aus. Typisch sind ein stark ausgeprägtes Alkoholverlangen, gepaart mit asozialen Persönlichkeitseigenschaften und Aggressionsdurchbrüchen.
    Ich denke Typ I ist der häufig s.g. "funktionierende Alkoholiker". Schuld-und Schamgefühle sind permanent vorhanden.
    Frauen trinken ja im Zuge der Gleichberechtigung vor allem als Belohnung, nutzen ihn als "Medikament" ,
    trinken wegen fehlender Anerkennung und Wertschätzung. Sie trinken Sekt und Wein statt Bier und Schnaps. So Jedenfalls meine Gruppenerfahrung.
    Des weiteren fehlen mir bei Jellinek die Komorditäten wie Persönlichkeitsstörungen, Angststörungen, Depressionen, soziale Phobien u.a. Nicht zu vergessen auch die klinisch relevanten Begleiterkrankungen.
    LG von Britt

    Hallo in die Runde,
    aus gegebenen Anlass in einem anderen Strang interessiert mich Folgendes:
    Jellinek (1890-1960) war ja ohne Frage ein herausragender Forscher in Sachen Alkoholismus. Wir haben es u.a. ihm und seinen Studien zu verdanken,
    dass Alkoholismus von der WHO 1952 offiziell als Krankheit definiert wird und 1968 vom Bundeszozialgesetz auch als solche festgestellt wurde.
    Seither können sich Alkoholkranke in Deutschland für ihre Entziehungskur in ambulante oder stationäre Behandlung begeben. Die Kosten der Therapie übernimmt die Kranken- oder Rentenversicherung.
    Das Jellinek-Schema -er untersuchte hauptsächlich männliche Alkoholiker- soll dem Süchtigen helfen, seine Abhängigkeit selbst zu erkennen. Das Schema dient also der Selbstdiagnose.
    Es ist aber m.E. unumstritten, dass Frauen andere Trinkmuster haben als Männer. Kann man seine Erkenntnisse (die 5 Trinkertypen Alpha bis Epsilon) also so ohne weiteres auch auf Frauen übertragen?
    Und wenn ich nach Jellinek „suche“, habe ich dann nicht bereits eine „Problem“ ?
    Die Alkoholkrankheit ist die Abhängigkeit von der Substanz. Aber auch die schwächere Variante des Missbrauchsverhaltens hat ja nachweislich eine schädliche Wirkung.
    Viele Menschen glauben, ein Alkoholiker wäre jemand aus einer der letzten Gruppen, auf den alle Symptome zutreffen.
    Krankhafter Alkoholkonsum sieht aber meiner Meinung nach nicht nur aus wie in Gruppe 4 und 5, sondern wie in allen Gruppen.
    Ich freue mich auf eure Meinungen dazu.
    LG Britt

    Hier ein netter Lernspruch zu den Alkoholiker-Typen:

    " Den KONFLIKT nutze ich bei der GELEGENHEIT, um zum SÜCHTIGEN zu werden und behielt diese blöde GEWOHNHEIT ein QUARTAL lang bei!"

    Alkoholiker-Typen nach Jellinek der Reihenfolge nach:

    > Alpha- Trinker = Konflikttrinker
    > Beta- Trinker = Gelegenheitstrinker
    > Gamma- Trinker = Suchttrinker
    > Delta- Trinker = Gewohnheitstrinker
    > Epsilon- Trinker = Quartalstrinker

    https://www.vox.de/cms/sendungen/…-unterwegs.html

    Hof Fleckenbühl, den der Hundeprofi diesmal für seine Reportage besucht, ist mehr als ein Bauernhof. Jeder, der in dieser Einrichtung im nordhessischen Cölbe lebt und arbeitet, hat eine Suchtkarriere hinter sich...

    PREMIUM | TIERE | Staffel 7, Folge 4 | Sa. 21.12.2019, 19:10 Uhr
    ab 12Mehr bei VOX.de

    Wie ich finde, eine ganz tolle Reportage, unbedingt sehenswert.

    LG Britt