Beiträge von Brit

    Aus der Rede von Angela Merkel vom 20.4.20:

    Zitat

    Wir haben ja in den letzten vier Wochen, also seit Beginn der harten Maßnahmen […] insgesamt sehr viel erreicht. Aber wir dürfen keine Sekunde aus den Augen verlieren, dass wir trotz allem immer noch ganz am Anfang […], dass wir am Anfang stehen und noch lange nicht über den Berg sind. Ich glaube, das müssen wir uns gerade zu Beginn […) wieder und wieder klarmachen. Natürlich fällt das schwer. Aber wenn wir jetzt Beschränkungen aufheben, wenn wir Lockerungen machen, dann wissen wir eben nicht genau, was die Folge davon ist, und deshalb müssen wir schrittweise, langsam und vorsichtig vorgehen. Denn es wäre jammerschade, wenn wir sehenden Auges in einen Rückfall gingen, wenn wir sehenden Auges die ersten Erfolge gefährden würden. Deshalb dürfen wir keine Sekunde leichtfertig oder leichtsinnig werden. Wir dürfen uns keine Sekunde in Sicherheit wiegen. Es ist ganz, ganz wichtig, dass wir sozusagen weder leichtsinnig sind noch uns in Sicherheit wiegen, sondern wir müssen wachsam und diszipliniert bleiben. Wir müssen jetzt nur aufpassen, dass wir uns nicht jede Woche eine Maßnahme vornehmen und in der nächsten Woche wieder eine andere, sondern dass wir noch einmal überlegen:
    Wo stehen wir? Wo sind Probleme? Denn wir wissen, dass wir - auf dünnem Eis sind.
    Der beste Weg ist der, der jetzt vorsichtig und nicht leichtfertig ist.

    Ich lasse das mal so unkommentiert stehen...

    Bleibt oder werdet gesund! :sun:

    Susanne

    Zitat

    …vieles an der momentanen Diskussions-Unkultur, z.b bei Facebook, gefällt mir auch nicht…
    Ich mach das so wie mit den Gedanken bei der Meditation, wahrnehmen und weiterziehen lassen. Wenn ich mich darüber aufregen würde, wäre ich halt ein weiterer Mensch, der sich drüber aufregt, und sonst gar nichts. Und das einzige Leben, was ich dadurch ändern würde, und zwar zum Schlechteren, wäre meines.
    Wer sich nervt, hat noch Reserven
    Wo bleibt das Popcorn?


    Da stellt sich mir aber die Frage, wie gehe ich mit „Etwas“ (hier denglisch/Anglizismus/Facebook) um bzw. wie reagiere ich
    auf „Etwas" oder was macht „Etwas“ mit mir? Es geht ja hier m. E. nicht darum , ob „man“ sich über etwas aufregt.
    Geht es nicht darum, Gedanken, Gefühle, Sorgen, Ängste etc. zu benennen und auszusprechen, anstatt nach Popcorn (oder Alkohol) zu greifen?
    Benennen, rauslassen und darüber sprechen, was mich beschäftigt, das sind die Bausteine meiner zufriedenen
    Trockenheit und jeder Krise. Denn nur so kann ich Dinge aus einer anderen Perspektive betrachten. Es beeinflusst mein Handeln.
    (Facebook und andere soziale Medien nutze ich aus diesem Grunde nicht.)

    Schönes Wochenende :sun:

    Guten Morgen!
    In Gesprächen zu Ostern mit meinen „alten Herrschaften“ ist mir bewusst geworden, wie schwer es für sie ist, mit der Krise umzugehen:
    Mein alter Herr sagte: Bitte rede deutsch! Ja, ich finde, er hat Recht. Es wäre wichtig, dass wir (und vor allem die Medien) Deutsch reden.
    Da gibt es m.E. seit Wochen zunehmend ein Missverhältnis. Das am häufigsten verwendete Fremdwort
    ist zur Zeit der Corona-Scheinanglizismus Home-Office
    (im Englischen: Innenministerium ! ::))
    Und wir werden weiter mit Fremdwörtern überschüttet: Homeschooling, Gruppen-mails, Scypen (wie denn ohne Computer/Handy !)
    Chatrooms-Messages, Social-Distancing in der Hotspot-Zone, Handy-Tracking, Lockdown oder ganz schlimm Flatten the curve. nixweiss0
    Statt der geschlossenen Kirchen gibt es jetzt für die Home-Churchs Links zu gestreamten Gottesdiensten im Livestream und Podcasts.
    Ist es nicht gerade für die „Alten“ wichtig, dass alle möglichst alles verstehen? Es gibt für fast jedes Fremdwort ein deutsches Wort. Mir ist bewusst geworden, wie schnell ich mich an diese unglaubliche Form der Sprache gewöhnt (Gewohnheit ist nie gut) habe und das macht mir Sorgen. Die Art, wie ich über Dinge spreche, beeinflusst immer auch die Art, wie ich darüber nachdenke und handele.
    Ich sehe hier auch Parallelen zu meiner Alkoholsucht:
    Wenn ich will, kann ich mich immer von etwas lösen und darüber reflektieren. Nichts zwingt mich in eine bestimmte Spur.
    Mein Fazit: Die Coronakrise bedroht nicht nur die Menschen, sondern auch die deutsche Sprache,
    selbst beim kontaktlosen Osterfest mit meinen betagten Lieben.
    Wenn ich verstanden werden will, sollte ich auch verständlich sprechen.

    Bleibt oder werdet gesund! :sun:

    Hallo und guten Morgen!

    Eine Pandemie kennt keine Feiertrage. Ostern steht vor der Tür und die Beschränkungen begleiten uns sicherlich noch ein bißchen.
    Ich möchte allen in dieser schwierigen Zeit von Corona aufmunternde Ostergrüße senden.
    Grüße an alle, die hier lesen und an diejenigen, die dieser Tage für uns alle den Kopf hinhalten
    und sich beim täglichen Tun selbst in Gefahr begeben.
    In diesem Sinne:

    Alles Liebe wünscht Britt :sun:
    Bleibt oder werdet gesund!

    Wie sehr ihr das:
    Gehört ein Alkoholiker zu der Risikogruppe, die nach bisherigen Erkenntnissen bei einer Infizierung durch Covid-19
    ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben?

    Bleibt oder werdet gesund!

    Das las ich unlängst an anderer Stelle:

    An jene, die jetzt 28 Packungen Nudeln kaufen.
    An jene, die Toilettenpapier horten.
    An jene, die auf dem Schwarzmarkt nach Händedesinfektionsmittel suchen.
    An jene, die mit einer Gesichtsmaske rumlaufen.
    An jene, die die Flucht aus einer Region mit 10 Fällen des Coronavirus planen:

    "Verachtet nie wieder Menschen, die vor Hunger und Krieg fliehen!"

    Bleibt oder werdet gesund!

    Edit = auf deutsch: ÄNDERN :D (funktioniert aber nur für Vollmitglieder...)

    Gruß
    Greenfox

    Da möchte ich doch glatt etwas ergänzen:
    Who is who = auf deutsch: :D WER IST WER ( funktioniert aber nur für Vollmitglieder...) :D

    Bleibt oder werdet gesund !

    Die Welt wird gerade ruhiger und sehr viel leiser. Die Luft wird vielerorts sauberer und überfüllte Urlaubsziele bleiben leer.
    Die Nachteile der Globalisierung werden sichtbar und spürbar.
    Covid-19 bremst uns alle aus. Viele Auto und Flugkilometer werden eingespart, viele Kreuzfahrtschiffe und Frachter bleiben im Hafen.
    Das Virus hat in in kürzester Zeit erreicht, wofür Greta lange gekämpft hat.
    Nun haben wir Zeit genug, uns zu besinnen, wie wir zukünftig mit unserer Natur umgehen wollen.

    „Wie viele Dinge es doch gibt, die ich nicht brauche.“ Sokrates

    Bleibt oder werdet gesund!

    Hallo,
    Flashbacks hat ja jeder, der in irgendeiner Form traumatische Erlebnisse erfahren musste (zB. Kriegsveteranen, körperliche, emotionale oder sexuelle Gewalt)
    Diese Flashbacks, also das plötzliche Erleben von sehr starken und unangenehmen Gefühlen erlebe ich fast immer in der Gruppe.
    Wenn jemand von seiner Alkoholkarriere erzählt, reagiere ich nämlich nicht auf die Person oder das Erzählte selbst.
    Ich reagiere auf mein „früher“, also auf meine Vergangenheit und wie es bei mir war. Manchmal fühle ich mich wirklich so, als durchlebe ich das Ganze noch einmal, inklusive dem Gefühl von Hilflosigkeit und tiefster Verzweiflung.
    Ich erlebe diese Flashbacks (wenn auch nicht immer angenehm) durchaus positiv. Denn durch meine innere Auseinandersetzung und Reflexion mit diesem Gefühl kann ich immer mehr dazu lernen
    –für meine Abstinenz wahnsinnig wichtig- denn ich weiß, wo ich nie wieder hin will….in eine Zeit, in der ich mit dem Trinken extreme Angst und Kontrollverluste durchlebte.

    LG Britt

    Guten Morgen,

    Soziale Kontakte meiden und Achtsamkeit üben, dass kenne ich nur zu gut aus meiner Anfangszeit der Abstinenz.
    In Zeiten von Covid-19 ist das auch heute sehr ratsam.
    Ich gelte als Risikopatient und sehe dennoch auch das Positive in dieser Zeit: im schlimmsten Fall eine Zeit lang die Füße hochlegen und Netfixx bis zum Abwinken gucken.
    Wenn ich heute noch trinken würde, würde ich wahrscheinlich eher Alkohol anstatt Toilettenpapier bunkern... ;D. :wall:
    Vielleicht ist diese Empfehlung aber auch eine Chance für alle, die jetzt das erste Glas stehen lassen wollen ?

    Bleibt oder werdet gesund wünscht Britt

    Hallo Matthias,
    Weißt du, diese Sätze kenne ich nur zu gut. Als ich mich „outete“, sagte mein Mann zu mir: „Hör doch einfach auf, was ist denn dein Problem? Liebst du deine Familie denn nicht? Weißt du eigentlich, was du uns mit deiner Sauferei antust? Spätestens mit diesen Aussagen wusste ich, dass er sich mit der Krankheit Alkoholismus noch nie beschäftigt hat. Heute weiß ich, dass der Umgang mit der Alkoholkrankheit im sozialen Umfeld des Betroffenen eine schwer zu verstehende Thematik und sehr kompliziert ist. Ein Ausweg aus dem zerstörerischen Ablauf dieser Krankheit erfordert nicht nur ein Umdenken des Kranken, sondern auch der Angehörigen. Die Krankheit Alkoholismus zu verstehen, ist für meinen Mann so gut wie unmöglich. Für ihn ist es eine reine Charakterschwäche. Er unterstützt mich nicht in der Therapie und möchte am liebsten sein „alte Britt“ wieder haben. Auch sieht er die Notwendigkeit meiner Veränderung nicht. Aber die Krankheit macht auch vor dem Angehörigen keinen Halt und schwierig wird es, wenn sie das Ausmaß der Problematik nicht verstehen (wollen). Ich habe heute die Verantwortung für MEINE eigene Lebensgestaltung übernommen und lebe ganz bewusst mit den Konsequenzen meines Handelns, d.h. ich tue alles für MEINE zufriedene Abstinenz. Nur für mich, nicht gegen jemanden !

    Bleib oder werde gesund wünscht Britt