Beiträge von Betty

    Hallo Sonnenblume :sun:

    :welcome:

    Bei diesem Thread kam mir als allererstes der Gedanke "So wunderbar jung - noch alle Wege offen"

    Liebe Sonnenblume,

    sicher ist die Situation im Moment nicht einfach. Allerdings bin ich der Meinung, dass der Weg in die richtige Richtung geht. Damit es dir und deiner Tochter gelingt, ein fröhliches und unbeschwertes Leben zu führen, gab es keine andere Möglichkeit als die Trennung. Ich finde es außerordentlich gut, dass du Hilfe annimmst. Es ist jetzt ganz wichtig, dass dir objektive und geschulte Menschen zur Seite stehen. Findet euch neu ihr beiden Damen. Es wird euch gut tun, denn manchmal steht man ja einfach so hilflos und ahnungslos vor so manchem Problem.

    Deinem Mann wird sicher auch geholfen, wenn er es denn will. Er häng ja anscheinend schon recht tief im Schlamassel. Die Sucht ist schlimm. Unter Umständen besinnt er sich, etwas für sich und sein Leben zu tun. Wünschen wir es ihm. Nichtsdestotrotz bist du für dich erst einmal sehr viel wichtiger und deine Tochter braucht eine zufriedene und fröhliche wie auch ausgeglichene Mami. Du machst das richtig. Ich bin mit meiner Tochter (damals 9) nach dem Unfalltod (keine Drogen oder Alkohol) meines Mannes für längere Zeit in eine Therapie gegangen. Wir haben uns helfen lassen. Mein Herz wurde damals immer freier und ich konnte wieder zu mir finden.

    Ich wünsch dir alles Gute und geh deinen Weg, denn du und auch deine Lüttje ihr habt es verdient.

    LG Betty :sun:

    Hat sich bei dir eigentlich etwas getan oder möchtest du nicht darüber schreiben? Leider haben wir von deinem Weg ja so ganz und gar nichts mehr gehört? Bist du nach anfänglicher "Verzweiflung? Ratlosigkeit? Hilflosigkeit oder was auch immer es war?" jetzt zufrieden? nixweiss0 Wenn es so ist, dann freue ich mich darüber.

    LG Betty

    Hi,

    von mir auch :welcome:

    Ja, ich denke, dass es nicht sehr einfach ist, sich diese Frage nach dem WARUM zu beantworten. Ich war ganz lange auf der Suche. Die ersten Jahre habe ich mitgetrunken. Ich befand mich in einem Dunstkreis von trinkenden Menschen. Das war eben normal. Es wurde zum Wochenende und an Feiern getrunken. Wenn es viele Anlässe gab, dann wurde eben auch viel getrunken. Hinterfragt hat das niemand. Das ist erst einmal viele Jahre so gewesen.

    Dann bekam ich ein Kind. Mit Beginn der Schwangerschaft habe ich sofort keinen Alkohol mehr getrunken. Da gab es keine Frage und übrigens auch keinerlei Beschwerden meinerseits. Alles war gut. Nikotin war auch gestrichen. Es hat mir nicht das Geringste ausgemacht. Nach der Stillzeit habe ich dann wieder ab und an getrunken. Leider (sage ich heute) wurde es wieder zur Gewohnheit! Diese Gewohnheit wurde aber auch so sehr zur Gewohnheit, dass es für mich normal war, am Abend (meistens jeden Abend) meinen Wein zu trinken. Und leider eben auch oft zu viel. Einen Grund hab ich nicht gesucht. Ausreden auch nicht. Es war eben so. Allerdings ging es mir zunehmend auf die Nerven. Ich fand es nicht mehr schön. Also hörte ich auf. Mein Gefühl sagte mir allerdings, dass es besser ist, gar keinen Alkohol zu trinken, denn ich hatte bemerkt, dass ich es nicht schaffte, nach dem 1. Glas kein weiteres Glas mehr zu trinken. Also: Hopp oder Top. Nach längerer Zeit versuchte ich es dann doch einmal. Das war keine gute Idee. Es begann alles wieder von vorn.

    März 2014!!! Der Wendepunkt. Ich wollte nicht mehr trinken. Ich fühlte mich nicht wohl. Ich fand mich sch….
    Ich hatte ständig ein schlechtes Gewissen. Morgens oft einen Kater. Ja, auch Gedächtnislücken usw.

    Ich startete durch. Allerdings hörte ich nicht nur auf zu trinken, sondern ich fing ein neues Leben an. Ich ordnete Gedanken, Gewohnheiten, Freundeskreis und noch vieles mehr. Ich fing an, meine auf einmal viel mehr vorhandene Zeit mit wunderbaren Dingen zu füllen. Ich baute meine Hobbies aus, machte Fortbildungen, lernte so andere Menschen kennen, machte Reisen, fing an, mein Leben zu genießen. Ich schloss Freundschaft mit mir. Ich mochte mich auf einmal richtig gut leiden. Meine allgemeine Konstitution verbesserte sich und ich konnte wieder ganz zufrieden und gelöst in den Spiegel schauen. Es war ein hartes Stück Arbeit und ich stehe auch heute nicht auf dem Fleck. Nein, ich bewege mich. Ich werde demnächst 61 Jahre, fühle mich sauwohl, bin kerngesund, lache und lebe gerne. Feiere heute ohne Alkohol ausgelassener wie früher und möchte nicht mehr tauschen. Ich kann nur sagen: Es hat sich gelohnt.

    Die Veränderung meiner „Umgebung“ –also andere Menschen und Freundschaften – war ein großer Teil meines Weges in die für mich richtige Richtung.

    Vielleicht konnte ich dir ein wenig damit helfen?

    LG Betty :sun:

    Zitat

    Menschen ändern sich, aber Du wirst NIEMALS einen Menschen ändern.


    Darum ging es doch wohl? Und für mich bedeutet das: Wenn ich will, dann ändere ich. Wenn ich nicht will, dann ändert es ganz bestimmt kein anderer.
    Und damit ist m. E. auch nicht eine Manipulation durch Werbung oder andere Dinge gemeint. Für mich bedeutet Änderung, etwas bewusst anders machen und zwar grundlegend. Meine Eigenschaften, meinen Charakter, meine Grundeinstellung, meine Verhaltensweise und alles, was mich ausmacht, genau das ändert kein anderer Mensch. Das liegt ganz allein in meiner Entscheidung. Manchmal kann jemand mich auf Dinge oder Verhaltensweisen positiv aufmerksam machen, dann kann ich entscheiden, ob ich etwas an mir oder meiner Art ändern möchte, aber meinen Charakter und meine Art ändert wirklich NIEMAND.

    Schönen Sonntag. :sun:


    Naja, sollte einer meiner 4 EnkelInnen, die langsam in das gefährliche Alter kommen, zu viel Geschmack an Drogen entwickeln, sage ich bestimmt nicht, - macht mal.

    Das hat doch nichts mit "ändern" zu tun. D wirkt man ein, um zu helfen und zu warnen. Natürlich zeigt man den richtigen oder besseren Weg oder lebt es mal grundsätzlich doch vor, aber man kann doch niemanden ändern. Ändern kann sich immer nur derjenige selbst, wenn er der Meinung und/oder der Überzeugung ist, dass es gut ist, sich zu ändern.

    Wenn ich nicht von irgend etwas überzeugt bin, dann tue ich es doch nicht. Also kann mich keiner ändern, wenn ich es nicht will. So ist dieser Satz letztendlich wohl gemeint. Wenn jemand immer wieder versucht, seine Suppe mir der Gabel zu essen, dann kann ich das nicht ändern. Mit Glück kann ich ihn überzeugen und er ändert es dann. Es ist meine feste Meinung und wenn ich nicht ganz falsch informiert und "belesen" bin, dann ist das kein Postkartenspruch, sondern tatsächlich auch psychologisch bewiesen, dass man niemanden ändern kann. Man kann Menschen zu etwas zwingen, wenn man denn damit glücklich ist. nixweiss0 Unter Druck setzen, ist aber noch nie eine glückliche Lösung gewesen. Ändern wird man damit, glaube ich, nichts.
    LG Betty

    Ich möchte gerne etwas dazu schreiben. :)

    Wenn du es willst, dann kannst du es schaffen.

    Ich bin jetzt seit März 2014 alkoholfrei unterwegs. Mein Leben hat sich geändert. 44. Mein Bekanntenkreis hat sich geändert. 44. Ich fühle mich sehr sehr wohl und gesundheitlich super. 44. Der Weg, den ich gegangen bin, war für mich richtig. Ich habe viele Jahre getrunken. Mal mehr - mal weniger. Ist ja iwi alles hier in meinem Thread(s) zu finden. Ich habe die richtige Entscheidung getroffen. Erster Alkohol auch mit 14 oder 15 usw. - "Wie es halt so ist"

    Mein Ausstieg hat auch gedauert. Ich habe es mir mehrfach vorgenommen. Es hat nicht sofort so geklappt wie ich wollte. Jetzt bin ich da, wo ich hin wollte. schwitz. 44. 44. :) :) Ich bleibe dabei. Ich bin 50 +++ ;) und fühl mich topfit.

    Versuch es für dich. Es geht.

    LG Betty :sun:

    Die Hannoveraner Tageskliniken (Sucht) haben eigentlich einen guten Namen. Ich kenn mich auch nicht damit aus, aber in irgendeiner Form werden sie ihre Berechtigung haben. Wenn ich es genau verstehe, wird sowieso vorab geprüft, ob und wie man wofür geeignet ist. Es gibt auch dort verschiedene Behandlungsmöglichkeiten und Therapien. Auch dort wird genau abgewogen und dann erst angefangen und für jeden das Passende ausgesucht.

    Wo geht es denn hin?

    LG Betty

    Erst einmal :welcome:

    Gut, dass du einen Entschluss gefasst hast. Wann ist das Gespräch? Und bis dahin vielleicht noch zu deinem Hausarzt?
    Auf jeden Fall - schon mal alles richtig gemacht. Deine Gedanken sagen dir: Fang an mit dem Aufhören. 44.

    Viel Erfolg und einen guten Austausch.

    LG Betty

    Guten Morgen Titus,

    wie geht es dir? Haben sich deine Probleme in Luft aufgelöst? Du machtest einen sehr verzweifelten Eindruck bei deiner Anmeldung im Forum. :o

    Jetzt scheint es mir, als seist du hier, um anderen Menschen gute Ratschläge zu geben bzw. Smalltalk zu halten? nixweiss0 Täusche ich mich? Ich würde gerne mal hören, ob es dir gut geht oder ob du deine Probleme ausklammerst? Trinkst du oder trinkst du nicht mehr?

    LG Betty

    Hallo Sonne,

    das ist ja nun irgendwie eine ganz private Sache, die du eigentlich selbst entscheiden musst. Wie soll dir in diesem Fall jemand einen Rat geben? Ich gehe jedenfalls davon aus, dass er seinen Konsum und auch sein Verhalten nicht mal eben so und einfach ändern wird. Das sind jetzt die normalen Reaktionen, um die Beziehung zu retten und damit alles beim "Alten" bleibt. Eine Frage, die du dir stellen musst, ob und wenn "warum?" du es akzeptieren solltest. Eine Änderung tritt meistens erst dann ein, wenn dein Gegenüber merkt, dass du es wirklich bitterernst meinst. ICH würde es ihm sagen. Aber das ist meine Meinung. Du musst es entscheiden. Viel Erfolg.

    LG Betty

    Das kommt mir sehr bekannt vor. Ich war ständig im Laufschritt unterwegs. Positiv und lachend, aber immer unter Stress. Ich hab dann oft getrunken. Heute ohne Alkohol und mit entsprechender Entschleunigung nach einem Burn out lebe ich sehr gut. Meine Ärztin und Psychotherapeutin hilft mir.

    Vielleicht holst du dir auch einfach mal Hilfe. Ich bin eine Zeitlang für die Trauerbewältigung zur Familienberatung gegangen. 44. Ich mache mittlerweile eine ganze Menge für mich. Ich hab begriffen, dass ich ein ganz normaler Mensch bin und kein schlechter Mensch. Mit meiner Mutti klappt das auch nicht so ganz dolle. Ich hatte einen wunderbaren Vater. Leider ist er letzten Monat verstorben mit 91. Aber wir haben uns ganz toll und liebevoll verabschieden können. Was will ich dir sagen? Ich habe mit mir und meiner Vergangenheit Frieden geschlossen. Mit tut das gut. Vielleicht ein Tipp für dich?

    Sonne, zieh einen Strich. Du hast es eigentlich schon lange gemacht, du willst es nur nicht wahr haben. Das Leben geht immer weiter und nach schlechten Zeiten kommen wieder gute Zeiten. Wenn man in einem Tal steht, dann geht es rundherum bergauf. Mach dich einfach auf den Weg zum Gipfel. Trau dich, dein >Leben in die Hand zu nehmen, damit du mit deinen Kindern lachen kannst. Ich bin ganz früh durch einen Autounfall Witwe geworden. Unsere Tochter war 9 und der Junge 15. Es ging tatsächlich weiter. Alles ist gut geworden.

    Grüße von Betty

    Liebe Sonne,

    ich kann dir nur meine ganz persönliche Meinung mitteilen. Ich bin nicht allwissend, dennoch sehe ich hier eindeutig, dass diese Beziehung überhaupt NIEMANDEM gut tut. Ich denke, dass eine Trennung tatsächlich die beste Lösung ist. Lass dich nicht erpressen von wegen, du würdest den Kindern schon wieder den Papa nehmen. Solch einen Papa brauchen sie ja auch nicht. Er nimmt keine Rücksicht, er droht dir, er nimmt Drogen, er trinkt... was soll ich dir noch alles aufzählen? Ich betrachte die Situation objektiv, weil ich euch nicht kenne und daraus resultiert, dass das Negative die Oberhand hat. Also? Ich an deiner Stelle würde bei meiner Entscheidung bleiben. Fühl dich mal in den Arm genommen und versuch für dich und deine Kinder eine schöne Lösung zu finden.

    LG Betty wikende091