Ich habe nur die Familie und mir enge Leute informiert.
So und nicht mehr. Der Kreis ist bewusst klein gezogen. Da ich auf der Arbeit nie als Trinker aufgefallen bin, war das auch nicht erforderlich.
Nein, ich trinke keine sog. alkoholfreien Ersatzstoffe zum Original, weil sie optisch, geschmacklich und geruchlich zu nah am Original sind. Mit alk-freiem Bier habe ich früher meine Saufpausen überbrückt, bis der Druck auf ein richtiges Bier zu groß wurde. Dann blieb es selbstverständlich nicht bei dem einen.
Den Besuch auf dem Weihnachtsmarkt habe ich in diesem Jahr schon hinter mir, meiner Frau konnte ich den Glühwein ausreden. Ansonsten hätte ich was alkfreies genommen.
Lieber Wasser, Tee oder Kaffee.
Eine gute Alternative. Ab- und an trinke ich mal eine Cola 0 oder eine Schorle mit Apfel-, Trauben- oder Johannisbeersaft. Aber davon reicht mir jeweils ein Glas.
Meine Frau trinkt ab- und an mal ein Glas Wein oder Sekt, bei ihr bleibt es dann zumeist bei dem einen. Das stört mich nicht, auch wenn ihr Glas im restaurant in meiner Nähe, jedoch nicht unmittelbar vor mir steht. Ich war nie der große Werintrinker, daher bekümmert es mich nicht. Stünde stattdessen ein Glas Weißbier vor meiner Nase, sähe es womöglich anders aus. Ein Glas auf dem Nebentisch nehme ich nur noch wahr, wenn mein Blick darauf fällt, jedoch scanne ich die Tische nicht wie früher ab.
Zu Veranstaltungen, bei denen der heftige Konsum von Alk im Vordergrund steht, gehe ich nicht. Nicht, weil ich mich als gefährdet einstufe, sondern weil ich das ganze Drumherum um die Sauferei nicht mehr ertrage und es nicht mehr in meinem Kopf aushalte. Da gehöre ich nicht mehr hin. Bin ich mal bei Nachbarn, die etwas feiern, bin ich dann weg, wenn die Veranstaltung zu "alkig" wird. Den Kippunkt nehme ich recht schnell wahr und dann gilt das zuvor Gesagte entsprechend. Für angetrunkenes oder besoffenes Gelaber sind mir meine Zeit und mein Leben zu schade.
Und so komme ich prima durchs Leben. Wichtig ist, mir den Respekt vor dem Alkohol zu bewahren, denn ich kenne die Tücken des Suchtgedächtnisses.