Dieses ganze Sucht- und Alkoholthema einfach wie Ballast abzuwerfen und mich komplett befreit zu fühlen. Geht das überhaupt?
Ich lebe befreit, ich spüre keinerlei Ballast durch meine Abstinenz, jedoch habe mir den Respekt vor dem Alk bewahrt. Angst habe ich keine, warum auch?
Ich kann mit Alkohol nicht umgehen und werde es auch niemals können. Damit ist alles gesagt.
Ich weiß, was ich kann und was ich nicht will. Klar gehe ich zu events oder Feiern, nur darf dort der Alk nicht das alleinige Bindeglied und Sinn und Zweck des Treffens sein. Der zunehmende Pegel von trinkfreudigen Personen und das damit automatische Absinken des Gesprächsniveaus geht mir gegen den Strich. Ich bin in dem Augenblick weg, in dem ich mich dort nicht mehr wohl fühle. Nein, das bedrückt mich nicht, warum auch? Ich verschwinde nicht, weil ich Angst hätte, selbst wieder zu trinken, sondern weil mir meine Zeit für versoffenes Gelaber zu schade ist.
Daher halte ich mich ausschließlich an Wenig- oder Nichttrinker.
Wohl gemerkt: Das ist mein Weg, ich komme damit prima klar. Ich übernehme keine Verantwortung für andere, die meinen, sich in geselliger Runde an einen Tisch mit Wein- oder Biertrinkern zu setzen und dann plötzlich zulangen.
Ich bin allerdings schon ein paar Jahre dabei. Diese Selbstsicherheit kam nicht über Nacht, sondern hat schon ein Weilchen gedauert, bis sie gewachsen war.