Beiträge von rent

    Ich habe und gewinne durch meine Nüchternheit viel mehr dazu, als das, was hinter mir liegt und im Prinzip nur eine verklärte Illusion ist/ war.

    Was genau gewinnst du durch deine Nüchternheit?

    Ich kann deinen Satz bestätigen, aber es fällt mir schwer ,meinen Mehrgewinn zu definieren.

    Es ist eine Mischung aus : Freiheit, Echtheit (?), keine Verklärung mehr , Wohlbefinden, Authentizität.

    Hallo Oran-Gina ,

    ich habe heute lang überlegt, wie ich dir meinen Mehrgewinn veranschaulichen kann.

    Du bringst die Sachen ja im Prinzip schon selber gut auf den Punkt: Es ist eine Mischung aus : Freiheit, Echtheit (?), keine Verklärung mehr , Wohlbefinden, Authentizität.

    Ich würde vielleicht noch eine höhere Stressresistenz bzw. Gelassenheit und vor allem eine achtsamere, liebevollere Sicht/Wahrnehmung auf mich und meine Umwelt hinzufügen und das "Paket" vielleicht als neues, echteres? Lebensgefühl bezeichnen. Beinahe wie früher als Kind, bevor ich Alk&Co für mich entdeckt hatte. Es ist aber auch ein Lebensgefühl/ Wahrnehmung meines Lebens wonach ich schon in Suchtzeiten Sehn"sucht" hatte. Ein Leben, was von mir gelebt wird, ein Leben wo ich meine Entscheidungen nicht mehr unter die Suchtmechanerie stellen muss und ich frei von Suchtdruck, Scham- und Schuldgefühlen, frei von Ängsten und verzerrter Selbwahrnehmung bin.

    Vermutlich waren bei mir auch die Schuld(gefühle) ein großer Faktor gewesen, welche mich sehr gefangen genommen haben und verhinderten, dass mein Leben in den Flow kommt bzw. mich von meinem echten Leben getrennt haben. Und diese Schuld trage ich nun nicht mehr mit mir herum. In Verbindung mit noch vielen anderen positiven "Nebeneffekten" (kein Crawing mehr, Ausgeglichenheit und gesunden Schlaf, insgesamt besseres Körpergefühl und Wohlbefinden und in der Überzeugung, das "Richtige" getan zu haben, abends nüchtern ins Bett zu gehen und morgens nüchtern aufzustehen) erlebe ich das als eine große Befreiung und einen großen Gewinn.

    Mein Leben hat natürlich nach wie vor Höhen und Tiefen, aber ich habe jetzt eine andere Sichtweise auf viele Dinge. Alles was gut klappt, aber auch das, was ich versemmele oder was ich nicht in der Hand habe, schreibe ich nicht mehr der Droge oder den Nachwirkungen selbiger zu, sondern kann jetzt alles zu einem gewissen Teil gelassener und ohne latente Schuld betrachten. Das nimmt mir auch viel von diesem Getriebensein und diesem um alles kämpfen, mich immer verbiegen/ verstellen/ etwas verheimlichen zu müssen.


    Ich habe hier nochmal meinem vorherigen Beitrag zitiert, um die Suche nach diesem Lebensgefühl/ dieser klaren Wahrnehmung zu verdeutlichen, welche für mich eine große Motivation war, "sehnsüchtig" das Exit anzustreben.

    Vielleicht klingt das auch etwas paradox, ich habe sozusagen über die Sucht und die Sehnsucht, womit ich eigentlich vor mir weglaufen wollte, zu mir gefunden bzw. bin natürlich immer noch dabei :)

    Der Rausch/ die Droge war ein Teil meiner inneren Suche. Einer Suche nach Freiheit und dem wahren Selbst, was wahrscheinlich unter vielen dicken Schichten dysfunktionaler Prägung und Erziehung, sozusagen unter einer ungünstigen Konditionierung von innen und von außen steckt. Ich versuche dieses erlebte Gefühl der Freiheit und des “wirklich Seins”, diese “Golden Moments” auch nebenher in meiner Geschichte abzubilden. Und ich habe diese Erfahrungen, die klaren Momente nicht nur auf Droge gehabt, sondern oft auch in kürzeren oder längeren Zeiten meiner nüchternen Episoden. Es fühlt sich an, wie ein Leben, was wirklich gelebt wird, beinahe wie ein Geschenk. Sozusagen MEIN Leben, was hinter dieser ganzen Fassade aus Sucht, falschen Kompromissen, Schönrederei, Lügen, Selbstanklagen und Ängsten steht.

    Vielleicht haben ja auch viele dieses “echte” Leben schon immer und denken überhaupt nicht darüber nach, weil es für sie “normal” ist. Nur war es bei mir eben nicht so. Aber auch in Gesprächen z.b. mit meiner Frau, aber auch mit anderen tauchte immer wieder die Frage auf, warum man denn immer seinem Leben hinterher rennt, getrieben wird und entweder in einer (verklärten) Vergangenheit oder in Zukunftssorgen festhängt, sozusagen nie im “Jetzt” lebt. Oder eben dafür Drogen, den Rausch benötigt, um kurzzeitig diesen Zustand zu erreichen bzw. um sich mal kurzfristig auszuklinken.


    Ich hoffe, ich konnte das irgendwie etwas erläutern. Es ist schwer, Dinge, Gefühle und Wahrnehmungen zu definieren, die man nicht richtig fassen kann, die sich aber für mich richtig anfühlen.

    LG Rent

    In dem Thread sind so viele gute Gedanken, dass es wahrscheinlich bis heute Abend dauern würde, zu jedem einzelnen noch den eigenen Senf dazuzugeben.

    Nur noch kurz zu einem Gedanken, der mich persönlich sehr anspricht.

    Aber irgendwo begleitete mich auch immer so ein Teil einer inneren Suche. Teilweise auch verzweifelt. Etwas in mir, das ich spürte dass es gelebt werden wollte, ich aber nicht dran kam. Ich bekam es nie richtig zu fassen. Schwer zu beschreiben. Wie eine Begrenzung meiner eigenen Persönlichkeit und meines Lebens, die ich noch zu durchbrechen suchte. Aber ich fand nie den Ansatz. Es war immer nur eine Ahnung. Ein verborgenes Bild. Und ich fand keine andere Antwort darauf, als in den Rausch, ganz gleich welcher Droge die ich konsumierte, irgendeine Art Transzendenz hinein zu interpretieren.

    Ich kann diese Gedanken sehr gut nachvollziehen. Der Rausch/ die Droge war ein Teil meiner inneren Suche. Einer Suche nach Freiheit und dem wahren Selbst, was wahrscheinlich unter vielen dicken Schichten dysfunktionaler Prägung und Erziehung, sozusagen unter einer ungünstigen Konditionierung von innen und von außen steckt. Ich versuche dieses erlebte Gefühl der Freiheit und des “wirklich Seins”, diese “Golden Moments” auch nebenher in meiner Geschichte abzubilden. Und ich habe diese Erfahrungen, die klaren Momente nicht nur auf Droge gehabt, sondern oft auch in kürzeren oder längeren Zeiten meiner nüchternen Episoden. Es fühlt sich an, wie ein Leben, was wirklich gelebt wird, beinahe wie ein Geschenk. Sozusagen MEIN Leben, was hinter dieser ganzen Fassade aus Sucht, falschen Kompromissen, Schönrederei, Lügen, Selbstanklagen und Ängsten steht.

    Vielleicht haben ja auch viele dieses “echte” Leben schon immer und denken überhaupt nicht darüber nach, weil es für sie “normal” ist. Nur war es bei mir eben nicht so. Aber auch in Gesprächen z.b. mit meiner Frau, aber auch mit anderen tauchte immer wieder die Frage auf, warum man denn immer seinem Leben hinterher rennt, getrieben wird und entweder in einer (verklärten) Vergangenheit oder in Zukunftssorgen festhängt, sozusagen nie im “Jetzt” lebt. Oder eben dafür Drogen, den Rausch benötigt, um kurzzeitig diesen Zustand zu erreichen bzw. um sich mal kurzfristig auszuklinken.

    Um nochmal auf die Motivation zurückzukommen, mich motiviert diese “Suche” nach meinem Leben, dieser Freiheit, die ich jetzt in Ansätzen immer wieder erlebe, diese positive Lebensveränderung deutlich mehr, als wenn ich mich als ewig krank sehe und mir vorgebe, dass mit dem nächsten Schluck oder der nächsten Pille alles aus ist und der Rückfall kommt, der sich gewaschen hat.

    Ich bin Alkoholiker/ Süchtiger ohne Frage und ich weiß das der nächste Schluck wieder alles aufweichen und letztendlich wegspülen würde, was bis jetzt gewachsen ist. Aber mir hilft diese Sichtweise auf eine positive Lebensveränderung um so vieles mehr, weil sie mir Hoffnung gibt und mich nicht selbst “auf ewig krank” sehen lässt.

    Auch für mich ist es also ein absolut kostbares Geschenk.

    Und genau das ist auch meine Sichtweise, ich habe nicht irgendentwas "aufgegeben" weil ich musste. (Klar, hätte ich weiter gemacht, wäre es bestimmt nicht gut ausgegangen)

    Ich habe und gewinne durch meine Nüchternheit viel mehr dazu, als das, was hinter mir liegt und im Prinzip nur eine verklärte Illusion ist/ war.

    Darauf konfrontierte mich die Beraterin umgehend mit der direkten Frage: „Können Sie sich vorstellen nie wieder im Leben einen einzigen Tropfen Alkohol zu trinken? Nie wieder!?“ Ich dachte kurz nach. Und - ich wollte in dieser Situation zu 100% ehrlich sein. Ich sagte also, was einfach der Wahrheit entsprach, dass ich mir das ehrlich ges

    Das kann ich sehr gut nachvollziehen, der Gedanke erzeugt ja zum "normalen" Sucht-Alltag, den man nur mit Hilfe seines Tonikums durchgestanden hat, noch einmal eine Extraportion Stress und eine riesen Berg.

    Wenn ich darüber nachdenke, habe ich lange diesen Gedanken verdrängt und wollte es nie wahrhaben. Ich habe mich immer wieder versucht zu beruhigen, indem ich mir wieder und wieder gesagt habe, ich MUSS einfach versuchen, weniger zu trinken, wieder versuchen einige Tage auszusetzen und wieder die Kontrolle zu erlangen. Ich habe sozusagen immer wieder den Stein den Berg hochgerollt und durch den unvermeidlichen Kontrollverlust alles wieder zunichte gemacht. So etwas sägt auch sehr schön am Selbstvertrauen und dem Glauben es jemals zu schaffen.


    Im Frühjahr 2014 hatte ich den Karren mal wieder so richtig im Dreck. Hier kamen aber zwei entscheidende Punkte hinzu: eine Depression nahm zusehends überhand, und im Rausch, vor allem Nachts, nahmen konkrete Gedanken an Suizid greifbare Gestalt an. Da erkannte ich definitiv: das bin nicht ich! Denn eine Sache die sehr tief in mir verwurzelt ist, ist die Achtung vor dem Wunder des Lebens. Ich wusste nun ganz klar und deutlich: etwas fremdbestimmtes hatte Macht über mich gewonnen. Und ich wollte mich davon befreien!

    Das kommt mir auch sehr bekannt vor. Ich habe mich teilweise fremdbestimmt gefühlt, wie als hätte etwas Macht über mich und diese Entität wollte mir mein Leben wegnehmen. Bei mir kamen auch noch Schuldefühle dazu, sozusagen alleinig "Schuld" an dieser Misere zu sein und immer wieder diese Entität mit neuer "Flüssignahrung" genährt zu haben.

    Im Nachhinein klingt das schon ganz schön verrückt, was es ja zu dem Zeitpunkt auch war.


    Ich begann wieder mal mich zu informieren, gelangte aber diesmal an andere Quellen. Darin war zum Beispiel auch die Rede davon, dass in anderen Ländern Europas und in den Staaten andere Ansätze Geltung finden als nur die reine Abstinenz. Auch in den deutschen Quellen fanden sich mitunter dezente Hinweise/Anzeichen darauf, dass Kontrollverlust und Suchtgedächtnis nicht für alle und jeden unbedingt irreversibel sein müssen, und dass es anscheinend einen bestimmten (geringen?) Prozentsatz zu geben scheint die zu unproblematischen Konsumverhalten zurückgefunden haben.

    Ich bin davon überzeugt, dass es das gibt. Mein Opa z. b. hat früher auch täglich sehr viel getrunken, hat aber die letzten Jahre seines Lebens den Konsum für seine Verhältnisse doch sehr reduziert. Ok, da kamen auch noch verschiedene Krankheiten dazu und sehr alt ist er nicht geworden.

    Aber wenn mein Suchtgedächtnis liest, dass es für einen geringen Prozentsatz "Hoffnung" zu unproblematischen Konsumverhalten gibt, fängt es gleich mal an zu betteln und nach einem Hintertürchen zu suchen. Nein, lieber Rent, das geht wohl leider nicht mehr ;)

    Das erinnert mich übrigens an eine Episode mit einer Exfreundin, der ich trotz Totalveraschung ihrerseits noch lange nachgetrauert habe. Als sie mir in einer sentimanetalen Regung den Vorschlag gebracht hatte, ob wir es denn nicht "doch noch mal miteinander versuchen" sollten, hat mein Herz hat bei dem Vorschlag auch kurz mal einen Hoffnungsseufzer gemacht. Das wäre aber genauso in die die Hose gegangen, wie der anstrengende Versuch des kontrolliereten Trinken in den letzten vergangenen Jahren.


    Ich war zu diesem Zeitpunkt für dies alles, und mehr, komplett offen. Für mich war nur klar, jetzt gerade, jetzt in diesem Moment geht es nicht. Ich will mich von dem was mich fremdbestimmt und wie ferngesteuert lenkt, befreien! Und so konnte ich persönlich meine ersten Schritte gehen - und damit eine lange, intensive und bedeutungsvolle Reise in ein suchtfreies Leben beginnen.

    Mojo , was ich meine, bei dir herauszulesen und ich ähnlich empfinde, es geht um HOFFNUNG und positives Offenbleiben.

    Hoffnung, einen Weg für sich aus dem scheiß Kreislauf zu finden. Hoffnung, die ich zuletzt im Prinzip nur noch im berauschend Zustand hatte und die mit dem sinkenden Alkohol Pegel in meinem Blut ebenso sank. Und die Konfrontation im ernüchterten Zustand mit dem Fakt "Nie wieder einen Tropfen Alkohol" und "Alkoholiker - auf Ewig krank" hat bei mir eher Verzweiflung als Hoffnung erzeugt. Diese Verzweiflung hat mich immer enger, angstvoller, verbitterter gemacht und zusätzlich niedergedrückt.

    Und ich finde, gerade dieses Offenbleiben für eine positive Lebensveränderung ist sehr wichtig. Und wenn der Gedanke, dass es jetzt gerade im Moment nicht geht, ich (im Moment) nichts trinken kann und wer weiß, wie es irgendwann aussieht, Hoffnung spendet, ist das allemal besser, als wenn ich mir als Verzweiflung vor der riesigen Wand verbittert die nächste Flasche aufmache, mich aufgebe oder auf ewig das Damoklesschwert des Rückfalls über mir baumeln sehe. Es geht halt darum, für sich den besten Weg herauszufinden.

    Ich muss aber auch sagen, dass aus meinem persönlichen Erleben das Zurückfinden zum unproblematischen Suchtverhalten nicht geklappt hat. Aber das war eben MEIN Weg und hätte ich die Erfahrung des (un)kontrollierten Trinkens nicht gemacht, würde ich wahrscheinlich heute noch dem Alk hinterher trauern.


    Das Bewusstsein, dass das eigene Leben wertvoll ist.

    Diesen Satz, der ja die obigen Gedanken auch nochmal einfängt, stimme ich vollkommen zu, muss ihn mir von Zeit zu Zeit immer wieder neu bewusst machen.

    Warum ist es an einem bestimmten Punkt auf einmal möglich aus einer Sucht auszusteigen, und, warum war/ist es mir vorher nicht möglich gewesen?

    Wenn ich darüber nachdenke, habe ich die Sucht über Jahrzehnte mit mir herum geschleppt.

    Von meinem Inneren her gab es über die Jahre immer wieder den Impuls, eine Sehnsucht, nicht zu trinken, wirklich frei zu sein. Ich tat etwas bzw. musste etwas tun, was sich nicht richtig anfühlte. Es gab auch Handlungen, in/nach denen ich mir sagte, was machst du hier eigentlich, das bist du doch überhaupt nicht. Dazu kamen noch von außen die Einschläge, privat wie beruflich und auch gesundheitlich immer näher.

    Andererseits habe ich das Trinken/ den Rausch geliebt. Es war mein ganz privater Himmel, den ich nie hergeben wollte. Ich hatte aber auch immer wieder (kurze) abstinente Zeiten, in den ich gespürt habe, wie gut es sich anfühlt und lebt, nüchtern und frei zu sein. Und diese Momente haben mich immer wieder suchen lassen, Hoffnung gegeben und hochgehalten. Hätte ich diese Momente nicht gehabt, wäre es bestimmt sehr schwierig geworden.

    2009 hatte ich mein Leben so ins Abseits gefahren, dass ich nicht mehr ein noch aus wusste. Auch das ganze Umfeld, der sogenannte Freundeskreis und die damit einhergehen Strukturen haben mich nur noch angekotzt. Ich habe mich total in einem fremdbestimmten Leben gefangen gefühlt, welches nicht mehr meins war.

    Ich hatte es dann auf Grund dieser Verzweiflung, aber noch mehr auf Grund der früher erlebten nüchternen Momente bzw. eher die Suche nach diesen, geschafft, für Jahre trocken zu bleiben. Mein Leben hatte sich in der Zeit sehr gut repariert, aber irgendwie hat mir der Alk über die ganzen Jahre gefehlt, es war so, als hätte man das Beste aufgegeben. Alle anderen "dürfen", nur ich eben nicht.

    2018 - 2022 hatte ich dann versucht, wieder kontrolliert zu trinken und war dann Ende 2022 fast wieder auf altem Pensum bzw. zum heimlichen Spiegeltrinker gewechselt.

    Mir ist zum Schluss (wie damals 2009) wieder vor mir selber Angst geworden und ich hatte außerdem Angst, mir wieder den vergangenen Affenzirkus in mein Leben zu holen und alles wieder kaputt zu machen.

    Dazu muss ich auch sagen, dass der Rausch mich nicht mehr so gekickt hatte wie früher, es war eher so ein trübes Level-Halten. Und verbunden mit den starken Schuldgefühlen, sozusagen etwas zu tun, was nicht "richtig" ist, war der Reiz des Trinkens in der Waagschale keine wirkliche Alternative mehr.

    Im Prinzip war die Sehnsucht nach Freiheit größer als der Drang nach dem Rausch. Durch das Wiederaufnehmen des Trinkens/ meine letzten 4 Spiegeltrinker-Jahre habe ich aber auch gemerkt, dass ich immer einer Illusion/ eine Erinnerung nachgetrauert habe und das Trinken nicht so geil war, wie ich es mir immer vorgestellt habe.


    Ich habe noch ein paar andere Gedanken zum Thema, muss aber dann erstmal los...

    Der Fachkräftemangel führt aktuell in der Tat zu einem unausbalancierten Arbeitsmarkt zu Gunsten der Arbeitnehmer. Der Höhepunkt ist aber vermutlich schon überschritten. Die Wirtschaftsdaten in Deutschland kennen seit Monaten nur eine Richtung: nach unten. Die politischen Degrowth- und Wir-retten-die-Welt-Phantasien, die weltweit an der Spitze liegenden Energiepreise und der Bürokratie-Irrsinn führen bereits aktuell zu massiven Abwanderungen. Miele ist nur ein Beispiel von vielen. Die Dynamik nimmt noch zu. KI wird demnächst bei Brainworkern, die bisher von Rationalisierungsmaßnahmen weitestgehend verschont blieben, zur Substitution von Jobs durch Maschinen führen. Wenn man wirklich gut ist, muss einen das nicht kirre machen, aber den von Dir skizzierten Optimismus teile ich - zumindest mittelfristig - nicht.

    Ich muss sagen, dass ich vielleicht oft nicht weit über meinen eigenen Tellerrand hinausblicke und die globalen Entwicklungen eher weniger im Blick habe, die meiner Ansicht nach in heutigen Zeiten sowieso nicht stetig und nicht komplett vorhersehbar sind.

    Aber wie ich die Situation bei mir auf Arbeit, bei meiner Frau und auch anderswo erlebe, werden schon "händeringend" Fachkräfte gesucht. Ich kenne noch die Zeit, wo man früher beinahe froh sein konnte, wenigstens irgendwas bekommen zu haben. Und gerade diese "Urängste" stecken zum Teil noch viel in meiner Generation und wird eben gegebenenfalls noch als latentes Druckmittel von der Führung benutzt. Nach dem Motto. "Sei froh, was du hast". Das schwingt aber auch langsam um und ich weiß genau, dass sich unsere Abteilungs-Führung schon bewusst ist, was sie an vielen Mitarbeitern hat. Das bekommst du aber auch nie ins Gesicht gesagt, sonst könnte es dir ja zu gut gehen.

    Ich merke aber auch, wie die jüngeren Generationen mit einer ganz anderen Sichtweise einsteigen. Gerade manche Lehrlinge, haben wirklich die Sichtweise, "Sei froh, dass ich überhaupt da bin und wenn dir was nicht passt, werde ich Tiktoker oder Youtuber". Das ist jetzt natürlich etwas überzeichnet, aber soll das darstellen.)

    Ehrlich gesagt finde ich die Sichtweise nicht komplett verkehrt, weil sie genau das Gegenteil zu den Urängsten meiner Generation abbildet. Ich finde aber auch, es geht wie so oft im Leben um Ballance und es sollte immer ein gesundes Mittelmaß (und Miteinander) sein. Im Idealfall ein ausglichenes Geben und Nehmen. (Zumindest in der Theorie)


    So gesehen hat ein sicherer Job durchaus seine Vorzüge, aber wenn Dein Job sich so konträr zu Deinen Anforderungen und Bedürfnissen gestaltet, sollte das Sicherheitsargument m.E. nicht den Ausschlag geben.

    Das ist ein großer Aspekt, der bei mir sehr die Waagschale in Richtung "Bleiben" bewegt. Zumal ich in meinem Fall die Arbeit/ Tätigkeit an sich recht gern mache, aber sich das Klima über die Jahre sehr verschlechtert hat. Was mir eben in einer anderen Firma genauso passieren kann und ich zudem dort noch einmal von vorne anfange, was manche Sachen betrifft.

    Mir gibt auch manchmal die Sichtweise Hoffnung, dass ich zumindest die Möglichkeit hätte (die ich ja auch habe), zu wechseln. Ist vielleicht eine Art positives Denken ;) , aber es nimmt mir etwas von diesem "auf immer und ewig" festzustecken, was bei mir eher Druck/ Zwang erzeugt. Und Zwang hat mir noch nie wirklich bei einer Entscheidungsfindung geholfen.

    Das machts ja schwierig, gut möglich, dass der neue Job dann auch nicht bringt, was er versprochen hat. Genau wie bei mir aktuell. Nach vier Monaten ist die Anfangseuphorie verflogen und es harzt ein bisschen. Ich glaube und hoffe, dass es sich einpendelt. Kann aber auch sein, dass ich nicht happy werde am neuen Ort.

    Ich habe schon einige Arbeitsstellen durch und war damals wirklich froh, bei meinem jetzigen Posten gelandet zu sein. Leider hat sich durch neue Kollegen/ Umstrukturierungen viel zum Negativen verändert.

    Ich will auch nicht bis zum bitteren Ende an etwas festhalten, was mal gut war, aber jetzt nicht mehr ist. Manchmal ist noch ein Stück naive Hoffnung dabei, dass sich doch wieder etwas ändert.

    In der Waagschale taucht aber bei mir auch immer wieder der Punkt auf, was ist, wenn der neue Job dann auch nichts bringt. Ok, das kann ich nur herausfinden, in dem ich es ausprobiere und ins kalte Wasser springe.

    Ist schon eine Zwickmühle und irgendwo das Prinzip des Leidensdrucks. Zumal ich nicht mehr für mich alleine verantwortlich bin, sondern auch für meine Familie. Und über die Jahre wird man nun einfach immer festgefahrener, man weiß was man hat und eventuell aufgeben wurde.


    Kann aber auch sein, dass ich nicht happy werde am neuen Ort. Aber weisst du was? Ich bereue den Entscheid keine Sekunde (und das sag ich nicht bloss, um mir selbst Mut zu machen). Ich weiss jetzt, dass ich auch ausserhalb meines gewohnten Umfelds bestehen kann - wenn ich denn will.

    Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Dieser Satz macht in gewisser Weise Mut und stellt die eigene festgefahrene Angst vor Veränderungen in den Hintergrund 👍

    Nur aber, eines wurmt mich ein bisschen, und dazu habe ich eine Frage an Euch: Würdet ihr mit offenen Karten spielen und offiziell ankündigen, dass ihr euch beruflich ggf. neu orientieren würdet oder würdet ihr es heimlich machen?

    Ich sag ja immer, der Teufel ist ein Eichhörnchen und Heimlichtuerei wird schnell zu einem Bumerang. Deswegen hab ich so das Besteben mit offenen Karten zu spielen um vielleicht doch ein entgegenkommen zu verhandeln, sofern meine Arbeit irgendwie wertgeschätzt werden sollte. Wenn nicht, dann ist die Sache so oder so klar.
    Ich habe mir selber gesagt, 2024 ist das Jahr der Entscheidungen, irgendwas wird passieren!

    Ich würde mir hauptsächlich die Frage stellen, was erreiche ich letzendlich damit.

    Meine Situation auf Arbeit erlebe ich teilweise auch sehr unerfüllend und setze mich gedanklich immer mal wieder mit einer Wechsel auseinander.

    Ich habe vor kurzem ein Gespräch mit meiner Chefin geführt und ihr mitgeteilt, dass ich die Situation mitunter unerträglich empfinde und mich mit einem Wechsel der Arbeitsstelle auseinandersetze bzw. das zumindest bewege, falls sich in einigen Richtungen nichts ändern sollte. Für mich hat sich seit dieser Zeit wirklich einiges gebessert, sofern dass in diesen verstricken Strukturen meiner Arbeitsstelle möglich ist. Mir hat aber auch das Gespräch sehr geholfen, um mich innerlich zu sortieren und aus dieser latenten Leibeigenschaft, die in unserer Firma gerne versucht wird, dem undemütigen Mitarbeiter überzustülpen und als Druckmittel benutzt wird, herauszukommen.

    Andererseits sehe ich mich nicht in der Pflicht, da ich ja kein Leibeigeigener bin, meinem Arbeitgeber zu informieren, dass ich mich nach einer neuen Stelle umsehe/ mich bewerbe.


    Aus meiner Sicht kann sich die Geschichte in verschiedene Richtungen entwickeln.

    Wie ich unsere Führung einschätze, die viele Sachen sehr "persönlich" nimmt, könnte ein Spiesrutenlauf beginnen, wenn sie von meinen (unangekündigten) Wechselambitionen durch den Buschfunk/ hinten herum erfahren würde. Ok, wenn ich die neue Stelle in der Tasche habe, läuft es eben dann auf ein Aussitzen der Kündigungszeit hinaus und man hat die Hoffnung, endlich danach sein jahrelanges Quantamo in Richtung Freiheit zu verlassen. (in der Hoffnung, dass bei der nächsten Anstellung einiges besser wird)

    Wenn ich die Firma aber ehrlich über meine neue Jobsuche/ informieren würde und ich finde dann nichts, könnte sich das für mich eher negativ auswirken. Ich könnte vorstellen, wie dann ein Insider-Gag hinter dem Rücken daraus wird. Nach dem Motto: "Da soll er sich eben wieder mal woanders bewerben, um dann wieder mit gesenkten Haupt zu uns zurückzukommen. Bei uns ist es eben doch noch am schönsten". In der Richtung könnte es wieder als latentes Druckmittel führungsseitig zum Kleinhalten verwendet werde. Und der eigene Trumpf wäre nach einmaligen Einsatz verpufft.

    Ich denke, es kommt auch darauf an, was man für ein Verhältnis zu seinem Vorgesetzte hat. Bei einem sehr guten Verhältnis auf Augenhöhe könnte ich mir sogar vorstellen, dahingehend die Karten etwas auf den Tisch zu legen. Ich würde aber immer damit rechnen, dass etwas durchsickert und sich eventuell dann für mich negativ auswirken könnte.

    Summa Summarum würde ich keine Notwendigkeit sehen, meine Führung über einen anstehenden Jobwechsel zu informieren. Dafür ist ja auch die Kündigungsfrist da, dass mein Arbeitgeber sich rechtzeitig Ersatz suchen kann.

    Hallo Moonlight,

    ebenfalls von mir ein herzliches Willkommen hier.

    Was du schreibst, kann ich gut nachvollziehen. Ich habe ebenfalls den Alkohol sehr lange benutzt, um Ängste zu betäuben, meine Stimmungen zu regulieren und um mich eben besser zu fühlen. Nach einer längeren Trockenperiode habe ich versucht, wieder kontrolliert zu trinken. Ich habe das aber so erlebt, dass es viel anstrengender ist, den Alkohol kontrollieren zu wollen und bin immer mehr an mir und dem Alkohol verzweifelt. Auch habe ich mir damit ein riesen Stück von meinem Leben und meiner Lebensqualität abgeschnitten.

    Heute erlebe ich es so, dass es eine Befreiung ist, ohne Alkohol zu leben und möchte dieses nüchterne Leben nicht mehr hergeben.

    Schön, dass du es hier her geschaft hast.

    Auf einen guten Austausch.

    LG Rent

    Hallo Tom,

    von mir ebenfalls noch ein herzliches Willkommen hier und auf einen guten Austausch.

    In vielem, was du schreibst, finde ich mich gut wieder.

    Konkret heisst das, auf diese Kackstimmung und Anfeindungen bei der Arbeit hab ich kein Bock (bin dort seit ein paar Monaten in Vorgesetztenfunktion). Im Moment schau ich das als herausforderung an. Weiss aber, dass ich das Mittel bis langfristig nicht will.

    Drum die Preisfrage: Wie erkennt man, ob (und vorallem wie lange) sich eine unangenehme Situation lohnt, durchzustehen, und wann ist oder wäre der Zeitpunkt um zu sagen, byebye, ohne mich?

    Ich kann das gut nachvollziehen, weil ich mich derzeit bzw. schon länger in einer ähnlichen Situation befinde.

    Ich schaue mir das auch schon lange als Herausforderung an. Es ist halt wie mit dem Alkohol, solange der Leidensdruck noch nicht zu groß ist, verharrt man erstmal in der Situation und unternimmt nichts. Es ist schon schwierig, da es alle Für und Wieders abzuwägen gilt. Und irgendwo ist halt noch ein Stück (naive) Hoffnung, dass sich an der Situation wieder etwas ändert, die vor Jahren deutlich angenehmer war. Naja, die Hoffnung stirbt zuletzt ;)


    Bei meinem ersten Entzug Mitte 20 hatte ich permanent das Gefühl, verzichten zu müssen, ein Alki-Stigma auf der Stirn zu tragen, von der grossen Party um mich herum ausgeschlossen zu sein, versagt zu haben. Erstaunlich, dass ich es doch fast 3 Jahre durchgehalten hatte. Der Druck, den Führerausweis überhaupt je wieder zurückzuerhalten hatte mir sicherlich geholfen.

    Der weitere Verlauf war klassisch. Der Irrglaube, dass man ja bewiesen hat, ohne zu können beweise, dass man ja ruhig mal was trinken darf...

    Genau, du rennst jahrelang mit dem Gefühl durch die Gegend, irgendwas zu verpassen und das Beste aufgegeben zu haben/ für immer verzichten zu müssen. Man fühlt sich wie der größte Versager, würde am liebsten auf einer Betriebsfeier o. ä. am Bierglas nippen, nur um zu zeigen, dass man "dazugehört" und kein Suchtproblem hat. Das Perfide daran ist, daß man wahrscheinlich selbst sein größter Kritiker ist, das Stigma am größten an die Wand malt und am schlechtesten über sich selber denkt.

    Aber egal, ob man den Druck nun Jahre aushält oder nur Wochen aushält, kommt es irgendwann zum Schluss, daß man es doch vielleicht mal wieder, "diesmal natürlich kontrolliert und diesmal ist natürlich alles anders... bli bla blub...", probieren könne.

    Mit dem richtigen Mindset habe ich es das letzte Mal aber eher als Befreiung erlebt und ich möchte meine Nüchternheit und Klarheit nicht wieder hergeben. Ich sehe das jetzt so, dass es das Beste ist, was mir passieren konnte.

    Ich denke auch, dass alles sehr viel mit Selbstannahme zusammenhängt. Wenn man ehrlich zu sich selbst ist, fällt es z. B. auch leichter, zumindest zu einem vertrauenswürdigen Kreis von Leuten ehrlich zu sein. Insgesamt ist das "Outing" aber eher ein schwierigeres Thema.


    Aber wie gesagt: schön sachte. Mein grösster Fehler war, immer alles auf einmal ändern zu wollen. Mit Zigaretten, Alk, Drogen schlechter Ernährung aufzuhören, beginnen Sport zu treiben, Freundin suchen... klappt natürlich NICHT. Und bestätigt indirekt, dass man es eh nicht schafft und somit weitermachen kann wie bisher.

    Deshalb bin ich Fan der kleinen Schritte (zumindest da, wos möglich ist: ein bisschen nicht trinken geht nicht😀)

    Und so hab ich mir die Benzos abgewöhnt, da ich völlig ausser Kontrolle war in Kombi mit Alk. Zigaretten, da ich kaum noch Treppensteigen konnte. Dann hab ich wieder mit dem Spazieren/Wandern begonnen. Und jetzt der Alk, weil ich wieder Freude am Leben haben will. Sport ist das nächste, was mich dabei unterstützt.

    Ich kann das total nachvollziehen, früher wollte ich auch alles auf einmal. Meinem jetzigen Erleben nach gelingt es aber besser, kleine Schritte zu gehen. Das macht vielleicht auch jeder anders, aber durch allzu große Vorsätze kann es auch zu großen Enttäuschungen kommen. Aber du hast natürlich recht, "ein bisschen nicht trinken geht nicht" ;)

    Andererseits bin ich auch der Typ, der immer wieder versucht hat, sein Sucht zu verlagern (früher durch Kettenrauchen oder in letzter Zeit durch Opioide/ Schmerzmittel) Und ich habe das wirklich so erlebt, dass die "kleinen" Drogen immer wieder die Grenze zum Alk aufgeweicht haben, aber manchmal war es natürlich auch anders herum.

    Echte Freiheit hat sich erst durch Weglassen sämtlicher Hilfsmittel eingestellt. Vielleicht ist das aber auch bei jedem anders.


    Dir weiterhin alles Gute und auf einen guten Austausch.

    Rent

    Für mich geht es in der Abstinenz vor allen Dingen um Themen wie Balance und innerer Frieden…ich kann mich auch fit halten, ohne nen Triathlon zu laufen und ich kann auch gesund leben und trotzdem meine Schlickereien genießen. Create your best self impliziert für mich, dass ich so wie ich bin nicht in Ordnung wäre und das kreiert Druck. Den hab ich mir genug gemacht und der hat mich in den Suff geführt. Das Leben soll Spaß machen und den habe ich nicht, wenn ich stets ein besseres Ich meiner Selbst vor‘m inneren Auge habe. Ich sehe mich nicht als permanentes Verbesserungspotential, sonst komm ich ja nie zur Ruhe und haste wie eine Getriebene durchs Leben und irgendeinem Blödsinn hinterher. Dann bin ich in der Abstinenz auch nicht viel besser als im Suff damals. 🤷‍♀️ Balance, Ausgeglichenheit, Genuss und innerer Frieden sind meine Ziele,

    Ich finde mich in diesen Gedanken sehr gut wieder und würde meine Ziele auch so definieren

    Früher hatte ich ja mit Alk&Co versucht, "my best self zu createn" und mich nachher genau mit dem selben Mittel getröstet und sediert, weil es auf Dauer nicht so wie geplant geklappt hat.

    Ich denke, es geht in erster Linie darum, sich selbst anzunehmen und mit seinem Leben zufrieden zu sein, so wie es eben erst mal ist. Andererseits gibt es bei mir auch noch Dinge, die gerade durch den jahrelangen Alkolmissbrauch unterdrückt wurden und nun sukzessive wieder hervorkommen wollen. Für mich ist es auch eine große Motivation, jetzt das Leben zu leben, was mir die Sucht jahrelang weggenommen hat. Sozusagen ist in vielen Dingen noch Luft nach oben und gerade das ist eine Veränderung, die mir wirklich gut tut.

    Und ich brauche in dem Sinne auch ein Ziel, eine Vision, die mich vorwärts gehen (oder auch suchen) lässt. Wie ich mich jahrelang durch den Alkohol verbogen habe, merke ich mehr und mehr, wie jetzt der nüchterne Mensch, der eigentliche Mensch wieder zum Vorschein kommt. Und gerade das ist für mich eine große Motivation, sozusagen "My best self", was es vielleicht aus meiner Sicht gar nicht groß zu "createn" braucht, sondern vorher schon da war und nur zu finden gilt.

    Wiederum verstehe ich aber auch, dass mancher das in einer Art ganzheitlichen, körperlichen und/oder auch zum großen Teil sportlichen Veränderung sucht, sich neu definieren und Grenzen verschieben will. Und was ja auch eine große Motivation sein kann. Ich habe das vor Jahrzehnten mit dem Rauchen erlebt, wie geil sich das anfühlt, wieder wie ein normaler Mensch Luft zu bekommen und dass Sport wirklich Spaß machen kann. Und dass das ungemein pusht.

    Klar, es sollte auf keinen Fall in Richtung (Leistungs)Druck gehen oder dieses Schneller-Höher-Weiter Prinzip entstehen. Nach dem Motto: NUR wenn ich dies und das geschafft habe, bin ich wirklich gut und kann mit mir zufrieden sein.


    Es geht halt wie überall im Leben um eine gewisse Balance bzw. Ausgeglichenheit und einer u. a. daraus folgenden Zufriedenheit.

    Übrigens bin ich mit mir sehr zufrieden, dass ich jetzt nüchtern lebe. Ich habe sozusagen das Ziel erreicht, bin aber auch noch darüber, dieses Ziel immer weiter zu festigen/ auszubauen. Es wird halt nie langweilig :)

    So wie ich mich anfangs an den Alkohol gebunden habe, so habe ich mich dann an die Abstinenz gebunden und fühle mich dieser gegenüber maßgeblich verpflichtet.

    Ja das bringt es in gewisser Weise gut auf den Punkt bzw. ist ein Teilaspekt. Wie ich früher für ALLES und jede Regulierung meiner Befindlichkeit den Alkohol benutzt, besser gesagt, ihm vertraut habe, vertraue ich nun auf meine Nüchternheit, auch in der Gewissheit das "Richtige" zu tun und der zu sein, der ich bin.

    Ich nehme mich an, wie ich derzeit bin, auch mit manchmal unschönen Gefühlen und Schwächen, die nun eben mal zum Leben dazu gehören. Aber die Nüchternheit ist meine feste Basis um alles anzugehen, was eben noch Veränderung bedarf.

    Nach dem Motto: Weil ich jetzt nüchtern bin, habe ich das Recht und die Grundlage, ein Leben zu führen, was wertvoll und würdig ist und mir Freude macht (Das hängt viel mit Schuld, basierend auf dem Akoholkonsum zusammen, welche einer wahren Entfaltung des eigenen Lebens entgegen steht, einengt und im Prinzip einen Kreislauf erzeugt)

    Wovor ich aber gewaltig Angst hatte, dass muss ich wirklich so sagen, war die ganze Geschichte um das Trocken werden: "Eingeständnis, Klinik, Entzug, Therapie, für immer und ewig krank, immer Alkoholiker, Stigmata etc etc.".

    Ich kann das gut nachvollziehen, mir ist es auch sehr schwer gefallen, mich mit solchen Begriffen zu identifizieren und hat noch zusätzlich eine verzweifelte Düsterkeit erzeugt. Ich würde sogar mal vorsichtig behaupten, wenn der Begriff Alkoholiker nicht so stark stigmatisiert und mit einer negativen Prognose belegt wäre, würde vielleicht manchem ein Aufhören sogar leichter fallen. (Das ist nur mein persönlicher Eindruck, der auf meiner eigenen Erfahrungen beruht und das kann vielleicht auch ganz anders laufen)


    Ich hab mir immer gesagt: Wenn Du eine Sucht loswirst, dann mit Freude. Du hast keinen schweren Weg vor Dir, sondern hinter Dir. In dem Augenblick, wenn Du die Flasche stehen lässt, lässt du etwas zurück und zwar die Person, die du niemals mehr sein willst. Punkt. Geholfen haben mir dann die Podcasts von Stüben, die eine sehr positive Nachricht verbreiteten.

    Am wichtigsten war für mich vielleicht, dass ich nicht mehr etwas Bestimmtes beenden, keinen Schluss mit irgendwas haben wollte - sondern ich wollte von Anfang an etwas Neues in meinem Leben beginnen. Einen anderen, neuen Weg gehen. Also nach vorne blickend sozusagen.

    Diese beide Zitate drücken das auch nochmal sehr gut aus, in welche Richtung auch meine Sichtweise geht.

    Ich "gebe" etwas "auf", um etwas viel besseres zu bekommen, um einen ganz neuen Weg zu gehen.

    Aus meiner Erfahrung ist es nur manchmal etwas schwierig, diese "Erkenntnis" meinem Suchtgedächnis zu übermitteln, da dieses leider an den altgewohnten Bahnen festhalten will.

    Ich bin deshalb auch der Ansicht wie AmSee13 , dass "nur richtig wollen", nicht ganz reicht. Einerseits steht der Wille an der ersten Stelle, anderseits wird ja gerade der Wille teilweise von der Sucht (fern)gesteuert. Mein Wille, der eigentlich den Torwächter spielen soll, wird von meinem Suchtgedächtnis korrumpiert.

    Ich habe in den 30 Jahren mit Alk&Co, mehrmals Erlebnisse gehabt, wie geil es sich anfühlt, wirklich clean, wirklich nüchtern zu sein, keinen Suchtdruck zu haben, wirklich frei und ich selber zu sein. Und genau diese Suche hat mich viel mehr hochgehalten, als alles "ich müsste, ich sollte nicht, ich darf nicht wenn ich nicht bald...dann passiert mir das und das..., es ist ungesund und trallala..." In der Richtung war ich konsequent, wäre der Rausch (trotz Schäden und Kollateralschäden) besser als die nüchterne Klarheit gewesen, würde ich wahrscheinlich heute noch trinken, trotz allen Scherben und Zerbruch. Ok, bei mir haben die Scham- und Schuldgefühle, die manchmal schon teilweise nicht mehr wegzutrinken waren, direkt und auch hinterher auch ganz schön die letzten Räusche vermiest.

    Es braucht halt eine Bewusstwerdung, die tief in mich geht, dass ein Leben ohne Alkohol dass bessere, echtere Leben ist. Ich finde aber die ganze Problematik insgesamt schwer zu fassen bzw. ich tue mich schwer, mein eigenes Erleben ausdrücken bzw. da einen echten Tip zu geben.

    Mir haben damals auch Denkansätze aus dem Buch "Endlich Nichtraucher" von Allan Carr geholfen, dass ich in meiner Verzweiflung gedanklich auf den Alkohl umgemünzt habe (gibts auch als "Endlich ohne Alkohol", aber das hat bei mir nicht gefruchtet, zumindest hatte ich damit irgendwann mal früher keinen Erfolg)

    Es brauchte halt eine Aufgabe von diesem Teil in mir, der nicht genug bekommen konnte, aber gerade das war eben schwer zu fassen bzw. selbst zu produzieren. Zumindest braucht es eine bessere (spürbare) Alternative....

    Ich freue mich ebenfalls für dich. Es tut gut, von Leuten zu lesen, die den Absprung geschafft haben und ihren Weg in Freiheit gehen.

    Zumal uns beiden auch mehr oder weniger an anderer Stelle ein katastrophales Scheitern prophezeit wurde. Und gerade deshalb bestärkt es mich auch, gerade von Wegen zu lesen, die meinem nicht ganz unähnlich sind.

    Dir alles Gute für alle deine geplanten Projekte bzw. deinen weiteren beruflichen Werdegang :thumbup:

    Meinen Mann hat das ziemlich verdrossen, ist ja auch blöd und er hatte sich auch echt auf unsere Reise gefreut.
    Ich hingegen darf das mit einer gewissen Gelassenheit und Zuversicht hinnehmen. - Die Haltungen tragen mich seit Kurzem ungemein.
    Es gibt ja diesen Spruch „Schließt sich eine Tür, öffnet sich irgendwo ein Fenster. Man muss nur bereit es, es auch wahrzunehmen.“

    Diese Situation beschreibt sehr gut, dass ich immer mehrere Möglichkeiten habe, eine Situation zu betrachten.

    Ich kann mich darüber ärgern (was an der Situation nicht ändert) oder ich kann die Situation auch erstmal annehmen, wie sie ist (was ich ja in dem Fall auch muss) und mache das Beste daraus bzw. suche unverkrampft nach Alternativen.

    Etwas schwieriger sehe ich die ich das Annehmen "echter" Schicksalsschläge (die ja meistens auch nicht änderbar sind), aber ich habe wie bei den "leichteren Fällen" auch immer die Möglichkeit, die Sache aus mehreren Blickwinkeln zu betrachten.

    Das ist jetzt auch schlau daher geredet, weil man bei einem Worst Case auch meistens mit einer Situation konfrontiert wird, die vorher noch nicht da war und zumindest ich oft noch sehr emotionsgesteuert reagiere. Aber ich stelle immer wieder fest, dass ich gerade an den eher unangenehmen Situationen wachse, die nun mal zum Leben dazugehören. (Klar, die will eigentlich kein Mensch, aber sind ja irgendwo unvermeidlich, aber gerade die Erleichterung NACH der "bestandenen Prüfung" empfinde ich als sehr angenehm.


    Auch das ist für mich ähnlich, wobei es mir auch hier einfach nur um das Wahrnehmen und aktive Beobachten geht, ganz ohne Bewertung.
    Schwer zu beschreiben, wie das genau funktioniert, ohne eine Bewertung vorzunehmen.
    Ich nehme es einfach wahr und spüre in meinem Inneren angenehme, irgendwie erholsame Stimmungen, Bilder usw.

    Stimmt, durch das "gezielte" Suchen der eher schönen Momente (bzw. wie ich sie eben gerne hätte) kann es vorkommen, dass sich schon wieder das Blickfeld einengt und ich die sprichwörtliche Blume am Wegesrand nicht mehr wahrnehme. Ja, ist wirklich schwer zu beschreiben, wie es genau funktioniert, ohne Bewertung wahrzunehmen. Ich denke, es hat etwas mit "im Hier und jetzt sein zu tun", im Augenblick leben zu tun, was ja des öfteren nicht gelingt. Oft hängt man in der Vergangenheit oder in Zukunftssorgen fest. (ich schreibe z.B. gerade diesen Text und in meinem Kopf dreht es sich schon wieder, was ich dann noch zu tun habe ;)

    Oder letztens wie meine Hände die Werkzeuge führen, mit denen ich das eine oder andere Möbelstück bearbeitet habe.

    Aber wenn mein "Sein" im Hier und Jetzt ist, freue ich mich eben gerade über den Hobelspan der abgetragen wird oder ich fahre mit der Hand über eine von mir soeben glattgeschliffene Fläche (ohne erstmal das Endergebnis oder weitere Arbeitschritte im Kopf zu haben) Ich denke, gerade dieses Loslassen und im Moment leben ist ein großer Schlüssel (den ich selten nutze, weil ich meistens noch zu gestresst bin und (nur) das Endergebnis im Kopf habe.

    Aber war nicht auch der Rausch teilweise ein Suchen des Augenblicks, ein sich Vergessen können? Gerade auch Opiate hatten mir immer diese Klarheit, dieses "einfach nur Sein" vorgegauckelt. Und da der Mensch im Ursprung vielleicht gerade darauf angelegt ist, ist es (zumindest bei mir) kein Wunder, eine Abkürzung genommen zu haben (die natürlich in eine Sackgasse führte und immer wieder führen wird.)


    Wenn man weniger beurteilt, wird das Leben freundlicher" sagte mal Ferdinand von Schirach. Seine Sehnsüchte vergessen, einfach mal schau'n, was im hier und jetzt, also auf der Bühne des Lebens, gerade gespielt wird. Man kreist nicht dauernd um sich selbst, glaubt nicht alles, was man gerade denkt und fühlt. Selbstvergessenheit. Loslassen. Achtsamkeit als Gegenpart zum Perfektionismus. Letzterer als Unfreiheit verstanden. Freiheit beginnt dort, wo die Angst aufhört.

    Ich finde, du hast das Thema Bewerten bzw. Loslassen/ Selbstvergessen hier auch noch mal gut auf den Punkt gebracht.

    Es geht darum, dass ich mich und alles andere um mich nicht sofort bewerte (meistens wohl eher kritisiere) und sofort versuche, diesen Zustand zu ändern, sondern erstmal schaue "was auf der Bühne des Lebens gespielt wird."

    Ich hatte mal relativ am Anfang meiner Nüchternheit ein Erlebnis, als ich andere Leute beim Trinken beobachtet hatte, ohne das mir dabei eine Emotion hochkam, mir sozusagen mal nicht der "Zahn tropfte". Ich habe die Leute nur wahrgenommen, als würden sie irgendeiner "Tätigkeit" nachgehen und ich sozusagen nur "zuschaue". Das hat sich wirklich gut angefühlt und mir war dieser Impuls eine große Hilfe, mit dieser Sichtweise auch andere (negativen) Emotionen von mir zu betrachten. Zumal ich auf diese Art auch sein Zeitfenster gewinne und ich nicht sofort jeder Emotion nachgeben muss (und wohlüberlegt eine angemessene Reaktion finden kann.)

    Grunde eigentlich ist das für mich nichts weiter als aktives Wahrnehmen dessen, was um mich herum und in mir drin grad los ist bzw. geschieht.

    Das sehe ich ähnlich, es ist erstmal ein Wahrnehmen meiner Umwelt und meiner inneren Befindlichkeit ohne Wertung. Schon manche Situationen ohne Wertung nur zu registrieren, ohne sie bewerten bzw. ohne negative Emotionen/ Gedanken zuzulassen, sozuagen in Gelassenheit, ist ein großes Lernfeld.

    Aber auf Grund dieser Wahrnehmung versuche ich auch Weichen zu stellen, (dass geht wohl eher in Richtung Selbstfürsorge) oder auch Dinge, anzunehmen, die ich nicht ändern kann. (vgl. Gelassenheitsspruch AA)

    Außerdem ist Achtsamkeit für mich auch noch ein aktives Wahrnehmen der kleinen schönen Dinge auf dieser Welt (Sonnenaufgang, beginnender Frühling, ein kleines Lächeln bekommen u.s.w.) um aufzutanken bzw. mein Stresslevel gering zu halten.

    Guten Morgen Olivia und ebenfalls herzlich willkommen, ich muss dann los, deswegen nur ganz kurz.

    Ich kann dich und deine Situation gut verstehen, welche ja für dich aus heiterem Himmel gekommen zu sein scheint und du dir jetzt Gedanken machst, wie du am besten darauf reagieren kannst und du ihn ja auch nicht verlieren möchtest.

    Es ist immer schwierig, eine Situation von außen mit nur ein paar Zeilen zu beurteilen, aber Honk und AmSee haben dir eigentlich schon gesagt, in welche Richtung die ganze Sache verlaufen könnte, auch wenn das vielleicht schwer anzunehmen ist.


    habe ihm gesagt, dass ich ihn liebe, dass ich ihn nicht aufgeben möchte, ich möchte ihm helfen, wir gehören zusammen. Ich bin der einzige Mensch, mit dem er offen gesprochen hat, was gerade mit ihm los ist. Bin dann gefahren. Ich hab Angst, dass er sich etwas antut. Oder, dass er sich vielleicht nicht traut sich zu melden. Aber ich denke ich habe ihm klar gemacht, dass alle Türen offen stehen bei mir...

    Ich finde du hast ihm damit alles gesagt, was von deiner Seite möglich ist und in deiner Macht steht.

    LG Rent

    Ich (und vielleicht auch der eine oder andere) kann dich da gut recht verstehen und ich habe das ähnlich erlebt, aber ich werde jetzt auch nicht weiter darauf eingehen.

    Andererseits scheint ja der Weg, der dort gefahren wird, auch für viele erfolgreich zu sein. Und es gibt bestimmt auch Leute, die eben die größtmögliche Risikominimierung und "das Bekenntnis" benötigen und damit besser fahren.

    Mir hat aber diese Sichtweise für die Bewältigung meiner Sucht nicht besonders gut geholfen, weil mir die Identifikation gefehlt hat und mir mit meinem Weg immer ein katastrophales Scheitern vorrausgesagt wurde.

    Aber ich habe das einfach als Erfahrung verbucht und hinter mir gelassen, vielleicht wäre das auch eine gute Sichtweise für dich ;)


    Ansonsten kommt mir vieles was du schreibst, auch sehr bekannt vor. Auch ich bin von Anfang an den Weg der Konfrontation gegangen und habe mich nicht aus dem öffenftlichen Leben rausgenommen. (also ich bin nicht auf jede Feier oder Fest gerannt, aber es gibt eben auch Anlässe, die ich nicht umgehen wollte)

    Und ich erlebe das ähnlich wie du, das ein Leben ohne Alkohol keine Qual sein muss, sondern eher eine riesen Befreiung ist.

    Das ich mittlerweile unglaublich gut Schlafe, körperlich und geistig fitter bin wie ich es je war, das ich wieder Dinge unternehmen kann die sonst nicht möglich waren da immer Alkohol dabei sein musste......das alles bestärkt mich in der stetig wachsenden Sicherheit.

    Du hast das hier übrigens sehr gut auf den Punkt gebracht. Gerade dieses (Wieder)erleben dieser körperlichen und geistigen Fitness und auch der damit verbundenen Freiheit ist für mich ein riesen Gamechanger.


    Klar gibts Stolpersteine, aber die hauptsächlich durch Menschen, denen Abstinenz selbst dringendst gut tun würde.

    Überhaupt sehe ich jetzt, wie unglaublich verankert der Suff in unserer Gesellschaft ist und das man als Nicht-Trinker schnell zum Sonderling wird.....nur ist mir das sowas von egal.

    Ja, habe ich auch so erlebt und erlebe das teilweise auch noch. Aber da bin ich lieber der nüchterne Sonderling, als der, der immer breit war (und was für den einen oder anderen bestimmt auch etwas sonderbar gewirkt haben muss). Aber mir ist das auch total wurscht und mit der Zeit baut sich auch ein immer größer werdendes Selbstbewusstsein auf (und vielen wird das recht egal sein, ob ich nun trinke oder nicht.)


    Ich trinke auch selbst 0.0 Bier oder Karamalz, sehe das aber nicht als Ersatz an.

    Beim alkoholfreien Bier bin ich etwas vorsichtiger, weil mir der "Kosten-Nutzen- Faktor" aus vergangener Erfahrung etwas zu heikel ist. Aber zumindest trinke ich Spezie aus brauner Bierflasche.

    Hallo Johannes,

    Gratulation zu deinen 14 Monaten :thumbup:

    Ich kenne ebenfalls die Podcasts von N. Stüben. Die Blickwinkel, die darin enthalten sind (das Nüchternheit keine Qual sein muss), sind meinen nicht ganz unähnlich. Ich bin erst in nach einiger Zeit meiner Nüchternheit auf diese Podcasts gestoßen. Aber gerade das Hören und Identifizieren, dass es Leute gibt, denen es ähnlich ging wie mir und die auch den Absprung geschafft haben, hat mir große Hoffnung gemacht.

    Ja, die Erfahrung mit dem anderen Forum hat der eine oder andere (mich eingeschlossen) bestimmt ähnlich erlebt. Es liegt wohl daran, dass dort eine etwas andere Strategie gefahren und auf dem EINEN Weg beharrt wird. Und wem das hilft bzw. wer das für sich annehmen kann, für den ist es ja auch gut.

    Eine guten Austausch wünsche ich dir.

    Rent