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Autor Thema: Welche Bücher lest Ihr?  (Gelesen 128222 mal)

Greenfox

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Re: Welche Bücher lest Ihr?
« Antwort #15 am: 02. April 2015, 10:31:12 »

Leider habe ich sehr schlechte Augen
 ...
Da kann ich schon mal 6-8 Stunden am Stück gucken, wenn mir was besonders gut gefällt. 8)

Meine Mutter hat mich immer davor gewarnt, zu lange fernzusehen - davon kriegt man schlechte Augen ...

Zum Glück habe ich noch andere Hobbys  Arbeiten, Haushalt,bügeln .... ;D

Äh - wie ist es bis Berlin?  ;D

Ach ja, heute ist ein "Spitzen"-Tag  laugh2
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Paris

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Re: Welche Bücher lest Ihr?
« Antwort #16 am: 02. April 2015, 11:15:27 »

Was immer Du genommen hast ... ich will das auch ! ;D
Solange es keine DROGE ist ,was ich natürlich nicht glaube  44.

Du weißt aber schon ,dass Mami Dich nur ver...... hat  ;D

Tut mir leid 600 km sind zu weit aber ich liebe Berlin und 2/3 mal im Jahr bin ich da.
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Katniss

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Re: Welche Bücher lest Ihr?
« Antwort #17 am: 02. April 2015, 22:59:30 »

Hallo Paris,

Hast du denn schon mal Hörbücher probiert?
Liebe Grüße
Katniss
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Katniss

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Re: Welche Bücher lest Ihr?
« Antwort #18 am: 02. April 2015, 23:02:25 »

Paris, "Shades of Grey" hab ich auch gelesen, alle drei Teile.

Katniss
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Pinguin

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Re: Welche Bücher lest Ihr?
« Antwort #19 am: 02. April 2015, 23:07:39 »


Tja, "Shades of Grey"... Ich kenne so einige, die das gelesen haben. Und ich finde auch nichts dabei.  ;)  Nur hat mir bei der Leseprobe der Schreibstil nicht gefallen - und darum habe ich es nicht gekauft.... Dabei mag ich erotische Literatur. Mein  Favorit: "Das Delta der Venus" von Anais Nin. Unübertroffen, schön, unbeschreiblich weiblich - und dabei sehr gewagt, wenn man bedenkt, dass diese Geschichten schon ein paar Jährchen auf dem Buckel haben.  :)

Pingu

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Katniss

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Re: Welche Bücher lest Ihr?
« Antwort #20 am: 02. April 2015, 23:16:03 »

Greenfox, ja lesen ist ganz anders als Filme sehen. Man malt sich seine eigenen Bilder im Kopf und kann sich viel besser hineinversetzen.
Das lässt mich abschalten vom Alltag und auch mal alles vergessen. Vergessen ist vielleicht nicht gut, aber Erholung ist auch notwendig und die kann man so gut finden.

"Evermore" sind auch schöne fantasybücher. Es gibt fünft Teile davon.

Katniss, das bücherwürmchen
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Katniss

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Re: Welche Bücher lest Ihr?
« Antwort #21 am: 02. April 2015, 23:21:54 »

Pingu, hab mich erst nicht getraut zu schreiben, dass ich "Shades of Grey" gelesen hab. Ja, es ist sicher nicht besonders anspruchsvoll, aber unterhaltsam fand ich es schon. Ich fand aber den 2. und 3. Teil nicht besonders gut. Bestimmt, ganz bestimmt gibt es bessere erotische Bücher, nur wär ich nicht auf die Idee gekommen, sie zu lesen. Jetzt könnt man sich ja auch etwas anderes aussuchen, zum Beispiel deinen Tipp, danke.

Katniss
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Pinguin

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Re: Welche Bücher lest Ihr?
« Antwort #22 am: 02. April 2015, 23:32:27 »

Pingu, hab mich erst nicht getraut zu schreiben, dass ich "Shades of Grey" gelesen hab.

Ja. Das geht vielen so.  ;) Und das ist irgendwie total verrückt. Auf der einen Seite dieser Medien-Hype (auch wegen dem Film) und auf der anderen Seite Frauen, die hinter vorgehaltener Hand sagen, dass sie es lesen oder gelesen haben.   :)  Ich oute mich übrigens mal als großer Fan von "Feuchtgebiete". Ja, dazu stehe ich. Meine ganzen Freunde schütteln den Kopf. Mir egal.

Ich bin ja Jahrgang 1973 und meine Güte, ich weiß noch, was los war, als 9 1/2 Wochen in die Kinos kam.  ;D  Das war auch schon so ein kleiner "Skandal".... Aber guter Film...

Das Gute an diesem Shades-of-Grey-Hype ist bestimmt das, was Du andeutest: vielleicht ist es für manche wenige Frauen der Einstieg in andere erotische Literatur, weil man "mutiger" oder neugieriger geworden ist?

Ganz liebe Grüße
Pinguin,
die auch manchmal ganz "anspruchslose" und unterhaltsame Sachen liest oder im Fernsehen guckt.  ;D
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Katniss

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Re: Welche Bücher lest Ihr?
« Antwort #23 am: 02. April 2015, 23:40:51 »

Pingu, so ist das mit dem buchgeschmack, ich mag "Feuchtgebiete" gar nicht, ist mir zu "direkt". Mal kann es bei mir auch kitschig sein. ;-)

Katniss
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Re: Welche Bücher lest Ihr?
« Antwort #24 am: 02. April 2015, 23:51:18 »


Kitsch?

Was ist das?

Wenn es das gibt, dann liebe ich Kitsch.  :)  ;)

LG
Pingu
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Re: Welche Bücher lest Ihr?
« Antwort #25 am: 02. April 2015, 23:58:35 »


PS:
Mein erster Liebesroman war von Simmel "Liebe ist nur ein Wort". Ich war hin und weg. Soooo kitschig war das und sooooo schön. Ich habe voll geweint.  :'(
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Paris

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Re: Welche Bücher lest Ihr?
« Antwort #26 am: 03. April 2015, 06:07:53 »

Guten Morgen Katniss,

ja ,ich besitze jede Menge Hörbücher :D
 
Ich wollte mal fragen ob jemand zufällig " The Secret " ( Das Gesetzt der Anziehung ) gelesen hat ?
Oder schon mal anders davon gehört oder gesehen hat?
Es gibt ja mittlerweile Unmengen Videos.
Wenn ja ,dann würde mich mal Eure Meinung dazu interessieren.
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Greenfox

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Re: Welche Bücher lest Ihr?
« Antwort #27 am: 16. April 2015, 13:22:13 »

Habe gerade von einem Gruppenfreund einen Hinweis auf ein Buch über Alk und Alkis bekommen. Die Rezension dazu liest sich schon mal sehr interessant.
Ich glaub, ich werde es mir mal besorgen ...
Für die, die dem Link nicht folgen können:

Zitat
Rezension: „Alk“ Das klarste Buch über die trüben Aussichten der deutschen Sucht Nr. Eins: Alkoholismus
Verantwortlich: Wolfgang Lieb   
„Das wärmste Jäckchen ist das Konjäckchen“, so spricht der erfahrene Volksmund gern in unseren zunehmend zugigen Zeiten. Gemeint damit ist die zunächst verführerisch wohltuende Wirkung von Alkohol jeglicher Art auf die menschliche Seele. Die Sorgen von Männern und Frauen um ihre Zukunft sind groß, die unsichere Perspektive, wie alles weiter gehen soll im Beruf, in der Familie, mit der Welt insgesamt – sie zerren beträchtlich an den Nerven. Wohin aber mit diesen quälenden Gedanken, mit der Angst im Bauch, mit dem Gefühl eigener Unzulänglichkeit? Eine Besprechung des Buches „Alk. Fast ein medizinisches Sachbuch“ von Simon Borowiak von Marianne Bäumler

 Überforderung, wohin das Auge blickt, allerdings möglichst vertuscht, um bloß nicht blöd aufzufallen in der perfekten Hochglanzidylle unserer medialen Umfelder. Allüberall wird gestrahlt, was das Zeug hält, der Tempowahn hält uns in Atem, macht müde und unfroh. Sich möglichst nichts anmerken lassen, mit dieser latenten Resignation, bloß kein Gesichtsverlust, nach dem Motto: „der – oder zunehmend auch – die – ist nicht mehr belastbar.“ Was läge da näher als der Getränkediscount um die Ecke? „Ein Schlückchen in Ehren…“ Der Stoff ist billig, bezahlbar auch für die Armen und teuer, edler für die Reichen, in jedem Fall als Muntermacher oder Entspannungstrunk gesellschaftlich in allen Kreisen anerkannt. Denn die Frage lautet angesichts einer überwältigenden Statistik vom Pro-Kopf – Verbrauch und hohen medizinischen Folgekosten nicht: Wer verhält sich so asozial und trinkt laufend Alkohol, sondern vielleicht eher, wer trinkt (noch) nicht.

Über alle unschönen Aspekte, über die weit verbreitete Lust an der legalen Betäubung, über die verheerenden Folgen, die dieser ätzende Stoff im Lauf der Zeit auf unsere inneren Organe ergießt, hat Simon Borowiak mit „ALK“ ein dennoch sehr lesenswertes, weil bis in die Körperchemie hinein informatives und dabei unglaublich unterhaltsames Buch geschrieben, das vor allem eines auszeichnet: es ist nie predigthaft, obwohl es dem Autor, der selbst eine Entzugstherapie mit Erfolg hinter sich bringen konnte, gar nicht anders als todernst zumute war.

Selten habe ich bei der Lektüre über Sucht so viel gelacht. Mit diesem genialen Buch kriegt das ganze Thema legale Droge Alkohol trotz alledem so seine Beckett’ sche Tragikomik zurück, gerade wie Simon Borowiak all die phantasievollen Ausflüchte, die Lebenslügen, die panische Egozentrik von Alkoholabhängigen schildert, indem er deren Neigung, sich den eigenen Niedergang noch bohèmehaft schön zu trinken, in aller kuriosen Tragik auf den existenziellen Punkt schlimmsten Schadens bringt – echt sensationell. Damit kann er in der Tat etliche Abhängige erreichen, denn er nimmt sie ernst, ihre Beschämung und ihr Leiden, und: er belehrt sie überhaupt nicht.

Die Einstiegsdrogen „bei alkoholisch durchtrainierten Kulturen wie der unsrigen“ sind Bier und Sekt. „Wenn Frau Kröger um 10 Uhr 30 mit den Worten ‚auf meine baldige Beförderung!’ im Großraumbüro eine Sektflasche entkorkt, ist das relativ unauffällig. Die Kollegen gratulieren, würgen erst ihren Sozialneid und dann den Sekt runter, und mit einem Pegel von 0,3 bis 0,8 sieht die Beförderung der dummen Kuh Kröger schon rosiger aus. Würde Frau Kröger um 10 Uhr 30 mit den Worten ‚auf meine baldige Beförderung!’ eine Flasche Doppelkorn aufschrauben, man würde sie relativ schief ansehen.“

Simon Borowiak schildert kenntnisreich manche Trickserei, wie die steigernde Alkohol-Abhängigkeit eine Weile vor den Angehörigen und in der Arbeitsstelle sich verheimlichen lässt, aber er zeigt auch: es gibt nichts zu beschönigen an der alltäglichen Zerstörungsmacht von Alkohol, und es ist im Grunde eine Schande, dass unser Markt – Staat mit all der offiziell erlaubten Reklame sich zynisch an diesem Big Deal in Form von Steuern cool beteiligt. Insofern handelt es sich um beim „Alk“ um die „Angebotsdroge“ schlechthin.

Der schöne menschliche Körper – sinnvoll in seinem Aufbau, die Milliarden Zellen unserer Organe, der Haut, des schöpferischen Gehirns – all diese Potenzen gehen kaputt, erst allmählich, schließlich rasant. Die unheilvollen Trinkgewohnheiten von Familienvätern hat oft fürchterliche Gewalt zur Folge. Von dieser Bedrohtheit, von dieser Maßlosigkeit wissen etliche Kinder ein trauriges Lied zu singen. Und da hören dann die sarkastischen Formulierungen des Autors Borowiak auch wieder auf. Er zeigt, dass es konkrete Hilfe gibt, stationär „Entgiftungen“ möglich sind, die immer einher gehen sollten mit fundierter Psychotherapie, um sich endlich auch den verschütteten Ursachen zu widmen, damit ein Weiterleben ohne diese Volksdroge Nummer Eins möglich ist, er empfiehlt schwere Wege auch mit ambulanter Beratung und Selbsthilfegruppen, die konkrete Chancen bieten, die Sucht als solche zu erkennen, und aus ihr sich zu befreien.

Simon Borowiak:
 Alk. Fast ein medizinisches Sachbuch.
 Heyne Verlag, 2014 Taschenbuch, 192 Seiten € 8,99
« Letzte Änderung: 15. Juni 2015, 21:02:03 von Greenfox »
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Greenfox

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Re: Welche Bücher lest Ihr?
« Antwort #28 am: 15. Juni 2015, 20:07:18 »

Zur Zeit lese ich zum zweiten Mal das Buch von Daniel Schreiber "Nüchtern".
Schon beim ersten Mal hätte ich einen ganzen Block Post-it verbrauchen können ...
Auch diesmal finde ich immer wieder Sachen, wo ich einfach nur sage "Genau - so ist es! So war es bei mir auch!"
Und man merkt, dass der Mensch Journalist ist - so gut, wie er viele Sachen ausdrückt, auf den Punkt bringt.

Das hier zum Beispiel:

Zitat
Man kann viel erreichen, auch wenn man zu viel trinkt. Obwohl wir es alle besser wissen sollten, assoziieren wir Alkoholkranke immer noch mit dem klassischen Bild vom Straßentrinker oder vom Alkoholiker, der sich seit Jahrzehnten von Entzugsklinik zu Entzugsklinik, von Rückfall zu Rückfall hangelt, dem Alkoholiker also, der gerne in deutschen Talkshows sitzt.
Beide machen jedoch nur einen geringen Prozentsatz der Trinkbevölkerung aus. Funktionierende Alkoholkranke gibt es überall – in Anwaltskanzleien und Redaktionen, in Lehrerzimmern und auf dem Bau, in Friseurläden, an Supermarktkassen, in Architekturbüros und im Bundestag. Sie ziehen Familien groß, sitzen beim Elternabend und im Kino neben Ihnen, machen wie Sie Wochenendausflüge, tanzen auf den Hochzeiten Ihrer Freunde.
Die Wahrheit ist, dass man sogar erstaunlich viel erreichen kann, auch wenn man übermäßig trinkt. Man konstruiert sich wirksame Fassaden eines scheinbar produktiven Lebens. Fassaden, hinter denen man sich versteckt und die man wie ein Alibi vor sich herträgt. Dann beißt man die Zähne zusammen und kommt einfach irgendwie durch. Und wenn ein Anflug von Erleichterung in Sicht ist, greift man zu dem, was dem Gefühl, tatsächlich am Leben zu sein, am nächsten kommt – dem Glas.

Wenn man zu viel trinkt, ist man zudem gegen warnende Stimmen gewappnet. Man hat immer genug Probleme. Es gibt immer genug Anlässe, die das nächste Glas notwendig erscheinen lassen. Und man hat stets eine Argumentation parat, die beweist, dass man überhaupt kein Problem hat – wobei man meistens übersieht, dass man gar nicht so viel Argumentationsaufwand betreiben müsste, wenn man das Problem nicht hätte. Nicht jeder, der zu viel trinkt, ist automatisch abhängig, aber wenn er weiterhin zu viel trinkt, wird er es in jedem Fall werden. Beim einen geschieht das innerhalb von ein paar Jahren, beim anderen zieht sich dieser Prozess über Jahrzehnte hin. Alkoholismus ist wie eine Lotterie. Viele Menschen beginnen irgendwann von allein, ihr Trinken zu regulieren. Doch für viele von uns ist Alkohol ein beständiger Begleiter in unserem Leben, ein Begleiter, mit dem wir uns so lange nicht auseinandersetzen, bis wir es wirklich müssen. Manche Menschen entwickeln sich früh, manche im mittleren oder auch erst im hohen Alter zu Alkoholikern. Manche glauben, dass sie damit alt werden können. Manche bekommen psychische und emotionale Störungen und verstoßen nach und nach die Menschen aus ihrem Leben, die ihnen nahestehen. Manche erkranken an Krebs oder leiden an Leberschäden und Herz-Kreislauf-Störungen. Manche sterben daran. Manche nehmen sich irgendwann das Leben. Andere haben mehr Glück.
Wenn man noch trinkt und wenn man Angst hat, zu viel zu trinken, denkt man – vielleicht auch ohne es sich wirklich einzugestehen – viel darüber nach, wo die magische Grenze zwischen schlechter Gewohnheit und Krankheit verläuft. Doch bei welchem Glas oder zu welchem Zeitpunkt genau man diese unsichtbare Grenze überschreitet, ist so schwer zu beantworten wie die Frage, welche Erdbeere, welche Haselnuss oder welcher Pollen irgendwann eine Allergie auslöst.

Die Herausstellungen (Fettschrift) sind von mir - quasi mein Textmarker. Und den bräuchte ich fast ständig bei diesem Buch ...
Ich habe es übrigens nicht nur in Papierform - auch als Ebook.

Das Buch hatten wir ja schon mal hier vorgestellt.

Aber falls jetzt jemand auf den Geschmack gekommen ist:

Autor: Daniel Schreiber
Titel: Nüchtern: Über das Trinken und das Glück
Verlag: Hanser Berlin (25. August 2014)
ISBN-10: 3446246509
ISBN-13: 978-3446246508
160 Seiten
« Letzte Änderung: 15. Juni 2015, 21:02:35 von Greenfox »
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Freeway

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Re: Welche Bücher lest Ihr?
« Antwort #29 am: 16. Juni 2015, 15:24:14 »

Ja, ja...der Borowiak. ;)

Für mich die Bibel schlechthin.
Da steht echt alles drin, was man wissen muss oder sollte.
Ich habe auch andere Bücher über das Thema gelesen, aber "Alk" schlägt sie um Längen.
Das Ding hab ich bestimmt schon sechs oder sieben Mal in Gänze durch.

Tja, Greenfox, da wäre mal der Aufhänger "Reset-Taste". ;)
Dort wird das nämlich fast bilderbuchartig beschrieben.

Und die Laudatio zu diesem Thema möchte ich gerne Dir überlassen, einfach weil ich Deine literarischen Fähigkeiten so bewundere. ;D
Oder ist es doch Faulheit meinerseits?  ???

In jedem Fall kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen, es ist oder kann eine echte Unterstützung sein.
http://www.amazon.de/Alk-Fast-ein-medizinisches-Sachbuch/dp/3453600487/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1434460994&sr=8-1&keywords=alk+sachbuch

Edit meint, dass ich im sogenannten "Boroschema" Profi war.
Im Jellinek konnte ich mich nicht eindeutig wiederfinden, aber die Klassifizierung nach Borowiak stimmt sowas von überein.
« Letzte Änderung: 16. Juni 2015, 15:31:53 von Freeway »
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