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Autor Thema: Selbsthilfegruppe "in Echt" :)  (Gelesen 4516 mal)

AmSee13

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Re: Selbsthilfegruppe "in Echt" :)
« Antwort #15 am: 15. Oktober 2021, 09:28:38 »

Hallo ichso :blumen2:
mit Rauchausstieg kenne ich mich eigentlich schon ganz gut aus....  schwitz.

Ich habe schon ein paar solcher Ausstiege hinter mir. Jeder war irgendwie anders. Vom fürchterlichen Leiden, Kopfschmerzen, Schlafstörungen bis ziemlich easy.
Wann immer ich rauchfrei war, war ich sehr glücklich darüber und auch zufrieden.
Rückfällig wurde ich in den letzten Jahren immer in solchen Momenten, wenn innerer Druck aufgrund gewisser Gefühle in mir so übermächtig und unerträglich war, dass keines meiner üblichen Werkzeuge mehr funktionierte. Und die eine Zigarette wirkt dann tatsächlich.
Und die Erfahrung war bislang immer: Es bleibt nie bei der einen Zigarette. Nach und nach werden es mehr und ich bin wieder dabei.

Das ist so blöd und ich weiß doch eigentlich Bescheid und doch ist es mir bislang mehrfach passiert.
Heute also soll wieder Schluss damit sein und diesmal will ich das dauerhaft hinkriegen. Vom Prinzip weiß ich ja, wie‘s geht und was für ein Gewinn das ist.

Liebe Grüße
AmSee
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ichso

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Re: Selbsthilfegruppe "in Echt" :)
« Antwort #16 am: 15. Oktober 2021, 10:53:12 »

Never give up!

Ich kann mir die kluge, starke und mitfühlende AmSee so gar nicht als Frau vorstellen, die dem verblödeten, stinkenden und schreienden Rauchmonster nicht ein resolutes "Ach halt die Klappe und verschwinde aus meinem Leben!" entgegenruft ;)

Aber tatsächlich ist es in meinem Kopf wie bei allen Süchten: Ohne tiefsten Punkt ist es sauschwer bis unmöglich...

So wünsche ich dir von Herzen, dass du den suchst und findest, diesen Punkt.

Und dann: Ciao, Ciao, Stinkding, nerv woanders. Du leerst meinen Geldbeutel und ruinierst meine (Rest)Gesundheit. Ich habe weiß Gott ;) Besseres verdient <3
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Greenfox

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Re: Selbsthilfegruppe "in Echt" :)
« Antwort #17 am: 15. Oktober 2021, 10:55:23 »


mit Rauchausstieg kenne ich mich eigentlich schon ganz gut aus....  schwitz.

Ich habe schon ein paar solcher Ausstiege hinter mir.


Da fällt mir das hier ein  ;)

Mit dem Rauchen aufzuhören ist gar nicht so schwer.
Ich habe es
über hundert Mal gemacht.
(Mark Twain)

Mir ist zum Glück der Rauchausstieg über den Elektro-Lutscher wesentlich einfacher gefallen als der Abschieb von der Flasche ...
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Es rettet uns kein höh’res Wesen,
kein Gott, kein Kaiser noch Tribun
Uns aus dem Elend zu erlösen
können wir nur selber tun!

Orangina13

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Re: Selbsthilfegruppe "in Echt" :)
« Antwort #18 am: 15. Oktober 2021, 15:30:21 »

Hallo AmSee

Ich grüße dich ...und sende dir meine Raucher-Fragen- und Gedanken.
Warum willst du gerade heute aufhören ?
Ich sehe das so :
Das Rauchen kann nur gestoppt werden ,wenn der Wunsch des Aufhörens sehr stark ausgeprägt ist.
So ähnlich wie beim Trinken...
Man muss es über haben.
Das setzt voraus, dass die vorigen Monate ziemlich zur Qual geworden sind.
Du willst heute aufhören und bist nervös,was ich gut nachvollziehen kann.
Trotzdem frage ich mich ,ob es der richtige Zeitpunkt ist? Vielleicht ist das Rauchen noch viel zu toll für dich und nur dein Verstand sagt ,dass jetzt mal Schluss sein sollte.
Das führt oft nicht zum Erfolg.
Ich spreche jetzt auch nur für mich...
Ich bin ja schon eine Nichtrauer-alte-Häsin.
Ich glaube ich bin seit mindestens 15 Jahren clean.
Ich weiß es noch nicht mal mehr genau,so unwichtig ist das mittlerweile für mich.
Ich habe kurz vor meinem Rauchstopp das Buch von Allen Carr gelesen und es hat mich ganz gut unterstützt und geholfen,aber viel wichtiger war,dass ich wirklich nicht mehr Rauchen wollte.
Ich rauchte an meinem letzten Abend jede Zigarette bewusst und Zwang mich fast Kette zu rauchen.
Auch als ich nicht mehr wollte ,sagte ich mir ,komm eine geht noch.
Es war widerlich, aber für mich war es wirklich heilsam.
Ich habe damals die letzte Zigarette nur noch halb geschafft und das war die letzte meines Lebens.

Auch ich muss feststellen, dass es sehr viel schwerer war mit dem Rauchen aufzuhören als mit dem Trinken.

Ich wünsche dir alles Gute und vor allem Vorfreude auf ein Nichtraucher-Leben.

Orangina
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Orangina13

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Re: Selbsthilfegruppe "in Echt" :)
« Antwort #19 am: 15. Oktober 2021, 15:35:59 »

Hallo ichso.

Es freut mich zu lesen ,dass du die Gruppe nicht abgesagt hast.
Oft geht es mir so ,dass ich mich lieber zurückziehen will und dann Termine Absage,dabei stellt sich dann oft heraus, dass es genau richtig wsr ,wenn ich sie nicht absagte.
Der Kopf will mir manchmal Dinge einflüstern, die sich dann als falsch heraus stellen.
Wie ich lese,nimmst du wieder peu à peu am Leben teil,an deinem Leben...und das klingt gut und nach Selbstfürsorge.

Orangina
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ichso

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Re: Selbsthilfegruppe "in Echt" :)
« Antwort #20 am: 15. Oktober 2021, 16:19:13 »

Hallo gute Orangina :)

das begleitet mich auch schon lange: Dieser "Berg" rauszugehen...

Gestern hatten wir es auch davon, denn ich erzählte von meinem Wunsch abzusagen. Ein Teilnehmer sagte, er kenne das auch leider nur zu gut (er ist auch frühberentet aufgrund verschiedener Diagnosen). Natürlich ist es "leichter" zuhause rumzugammeln. Und natürlich muss man sich für die Gruppe "fein machen". Da lachten wir schon etwas, weil er so einen "Naturstrubbelkopf" als Frisur hat ;) Und trotzdem kommt er schon jahrelang ziemlich jedes Mal, weil ihm das so gut tut und auch stabilisiert.

Und der Leiter sagte, wenn jemand alle 14 Tage regelmäßig kommt, ist das ja auch eine Regelmäßigkeit. Das fand ich entlastend, aber 1 x die Woche ist in meinem Kopf "normalerweise" zu schaffen.

Fühl dich geärmelt :)

ichso - die sich für den Herbst einen Stepper gegönnt hat. Und den gerade zusammenschraubt, auweia ;)
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AmSee13

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Re: Selbsthilfegruppe "in Echt" :)
« Antwort #21 am: 15. Oktober 2021, 17:22:54 »

Hallo Ihr Lieben!
Danke für eure Antworten zu meinem Rauchausstieg! Bin echt gerührt davon!

Ich bin bereit, das jetzt wieder durchzuziehen. Die anderen Baustellen sind gerade so weit gediehen, dass ich mich dieser Baustelle stellen kann.

@Orangina , den Termin habe ich nicht langfristig gesetzt, sondern der ergab sich so gestern Abend bzw. heute Morgen. Nächstmöglich wieder aufhören wollte ich schon länger und ich spürte irgendwie, dass sich irgendwann in naher oder ferner Zukunft der Absprung ergeben wird. Die Zigaretten schmeckten schon eine ganze Weile nicht, teilweise hatte ich schon nach den ersten zwei Zügen genug davon und sie einfach ausgedrückt. Ich hab mich wieder ziemlich genau beobachtet und in mich hineingehorcht, was mich überhaupt antreibt zu rauchen, und was sich in mir gegen das Rauchen wehrt.

Im Weg standen mir zuletzt nur noch meine Angst, ein wichtiges Hilfsmittel zur Selbstregulation zu verlieren, meine Angst, mir eine „Belohnung“ wegzunehmen, und meine Angst vor dem Entzug.

Mit Punkt 1 und 2 auf meiner Angst-Liste habe ich mich in letzter Zeit beschäftigt und gewissermaßen entlarvt. Auch ergab es sich letztens, dass ich gedanklich und emotional in dem Moment war, in dem ich damals als Teenager mit dem Rauchen angefangen hab. Irgendwie hat sich dadurch, dass ich dort war, etwas im Heute verändert.

Nun war die Schachtel wieder leer und ich spürte, dass sich nun der Zeitpunkt ergeben hatte, mit dem Rauchen endlich wieder aufzuhören. Nach dem letzten Zug sagte ich „Leb Wohl.“ und hab die leere  Schachtel, das Feuerzeug und den Aschenbecher umgehend entsorgt. Meine Klamotten kamen sofort in die Wäsche.

Meine gereizten Bronchien und Lungen danken es mir bereits. Der Hustenreiz ist wieder weg.
Ich hab leichte Kopfschmerzen, bin gereizt und ziemlich müde. Ich bin mir sicher, ich pack das jetzt!

Viele Grüße
AmSee

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AmSee13

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Re: Selbsthilfegruppe "in Echt" :)
« Antwort #22 am: 15. Oktober 2021, 17:47:17 »


das begleitet mich auch schon lange: Dieser "Berg" rauszugehen...

Hallo ichso,
bei dieser Formulierung wurde ich besonders aufmerksam. Die kenne ich doch.....  ;)
Dass ich regelmäßig vor diesem Berg stehe, hat bei mir damit zu tun, dass mir für gewisse Herausforderungen einfach die Energie fehlt bzw. ich sie nicht aufbringen kann.
Nun komme ich ja sozusagen aus der Überforderungs-Ecke, bin jahrzehntelang weit über meine Grenzen hinausgegangen, hab mich immer gezwungen, nun wehrt sich etwas in mir völlig dagegen, mich nochmals dermaßen zu überfordern. Inzwischen konnte ich meine Grenzen wieder etwas erweitern und ggf. auch mal wieder drüber, aber wehe ich übertreibe das....

Dass ich nicht rausgehen kann, hat gewiss auch etwas mit „fein machen“ zu tun, aber auch damit, dass man draußen eine Art „Fassade“ aufrecht erhalten muss, dass man mit anderen Menschen freundlich-höflich interagieren muss. Mir ist das alles ab und zu  einfach zu viel und es überfordert mich dann mitunter allein sogar der Gedanke daran, rausgehen zu müssen. Wenn ich wieder genug Energie habe, ist das rausgehen relativ problemlos.

Liebe Grüße
AmSee

P.S.: Viel Vergnügen mit dem Stepper!

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Re: Selbsthilfegruppe "in Echt" :)
« Antwort #23 am: 15. Oktober 2021, 19:48:56 »

Hallo liebe AmSee,

deine letzte Antwort hätte von mir sein können.

Fühl dich auch mal wieder verstanden und geärmelt :)

ichso, die immer noch alle Daumen drückt für dein Vorhaben. Einen Tag hast du schon bald geschafft!
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Re: Selbsthilfegruppe "in Echt" :)
« Antwort #24 am: 28. Oktober 2021, 21:49:09 »

Wir waren heute 12 Menschen :) Das Thema war: Was bringt mir die Gruppe?

Mir bringt die Gruppe, dass ich es mal wieder schaffe zu duschen und hinzugehen. Dort habe ich gelernt, Wärme anzunehmen und zu erfahren, es gibt noch andere Welten als meine (bei der Freundin meiner Tochter wurde heute die künstliche Ernährung gestoppt...).

Traurige und doch auch ein klein wenig erleichterte Grüße sendet euch

ichso
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Orangina13

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Re: Selbsthilfegruppe "in Echt" :)
« Antwort #25 am: 28. Oktober 2021, 22:43:19 »

Hallo ichso.

Dieses Abtauchen in eigene Welten und dann meinen,dass es nur diese gibt, halte ich auch für ungut...mir tut es immer sehr gut ,wenn ich michcaus meiner herausbewege und eine neue Welt betrete.
Das ändert schnell die Sichtweise.
Manchmal genügt ein Besuch beim Nachbar,ein Plausch mit einer Freundin,eine Autofahrt ins Städtchen, ...
Das wird mir immer erst im TUN bewusst und auch hinterher.
Davor ists oft wie ein unüberwindbarer Weg.

Morgen hab ich mir auch wieder mal etwas außer der Reihe vorgenommen und ich freu mich auf den Perspektivwechsel und aufs Entdecken von schönen Momenten.

Orangina
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ichso

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Re: Selbsthilfegruppe "in Echt" :)
« Antwort #26 am: 28. Oktober 2021, 22:53:34 »

Hallo Orangina,

und ich habe mir auch den 31. schon dick angekreuzt ;)

Als ich damals frisch entzogen hatte (THC) gab mir jemand den Tipp, hin und wieder Radio zu hören. Denn nur mit eigener Lieblingsmusik ist es noch schwerer, das Gedankenkreisen zu durchbrechen.

Meine Nachbarn habe ich um Pause gebeten, war aber die Tage schon im Stricktreff für eine Stunde. Denn ich denke genau wie du.

Fühl dich geärmelt und berichte gern über "dein ausser der Reihe" - hört sich so wohltuend an :)
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Britt

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Re: Selbsthilfegruppe "in Echt" :)
« Antwort #27 am: 29. Oktober 2021, 10:07:53 »

Moinsen!

Das Thema war: Was bringt mir die Gruppe?
ichso

Im Mai 2020 habe ich meine ambulante (in echte) Therapiegruppe samt wunderbaren Gruppenmitgliedern und einer tollen Therapeutin „losgelassen“.
Es war eine Gruppe, in der ich mich aufgehoben fühlte.  Wir waren füreinander da. Wir haben einander zugehört und aussprechen lassen.  Ich fühlte mich mit all meinen Sorgen und Ängsten ernstgenommen.
Gesprochenes blieb im Raum und ich konnte meine Gefühle (incl. aller möglichen Adjektive) rauslassen - ohne irgendwelche Rechtfertigungen, Angriffe , Vorwürfe oder abwertenden Bemerkungen.
Es wurde nicht darüber diskutiert, wer Recht hat oder was wirklich wahr ist.
Die subjektive Sicht eines Jeden durfte bleiben - ein Übungsstück für Toleranz und Achtung vor dem Anderen.
Wir trafen gemeinsam Entscheidungen. Die Gruppe lebte davon, dass wir je nach Fähigkeit und momentaner Befindlichkeit eines Jeden aktiv themenzentriert arbeiteten.
Es waren Themen wie "gesunder Egoismus", "zufrieden Abstinenz", Kommunikation
(4-Ohren Prinzip), Selbstfürsorge, Selbstliebe, Gefühle, ICH-Botschaften, Bewältigungsstrategien zur psychischen Stabilität , Achtsamkeit u.v.m.
Wir sind mit unseren geteilten Erfahrungen zusammengewachsen.
Es war eine Gruppenatmosphäre der gegenseitigen Wertschätzung und genau das ist m.E. die Voraussetzung für (m)eine persönliche Weiterentwicklung.

Nach wie vor besuche ich SHG, weil ich mich in diesen „Räumen“ einfach wohl fühle. Ich darf tolle Menschen kennen lernen. Wir unterstützen und begleiten und gegenseitig
mit unserem Wissen und unseren Erfahrungen um unsere Krankheiten.

Liebe Grüße
Britt

P.S: Danke, dass ich auch hier in diesem Forum tolle Menschen kennen lernen durfte,
      die mich bis hierhin mit Ihrem Wissen um die Sucht begleitet und zusätzlich unterstützt haben.
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ichso

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Re: Selbsthilfegruppe "in Echt" :)
« Antwort #28 am: 29. Oktober 2021, 13:48:38 »

Hallo Britt,

ja, das sind die "echten Geschenke" des Lebens, finde ich :) Also sowohl in der Gruppe als auch hier. Ein Geben und Nehmen, in beide Richtungen möglich.

Achtsamkeit und Respekt. Das klappt bei mir in der Realität weitaus besser als hier. Merke es an dem Schweigen, dass mir hier noch nachgetragen wird von Manchen, die ich doch schätzte am Anfang.

Aber evtl. bin ich nur nicht "wichtig" genug. Das ist mir auch recht - wer nachtragend ist, hat viel zu schleppen ;) Zuneigung zurück erobern hatte ich über 20 Jahre bei meiner Schwester versucht. Nicht geklappt. Und jetzt nicht mehr meine Intension.

Naja, whatever. Ich schweife ab. Freue mich für dich, dass auch du in deiner schweren Zeit und den Belastungen nicht allein bist.

Sehr netten Gruß,

ichso
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Orangina13

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Re: Selbsthilfegruppe "in Echt" :)
« Antwort #29 am: 31. Oktober 2021, 06:57:59 »

....dieser wertschätzende Umgang ist mir immer wichtig,ganz gleich wo ich mich befinde.
Natürlich schiesst man hin und wieder übers Ziel hinaus und verletzt auch hin und wieder einen Menschen.
Womit ich nicht klar komme : wenn sich derjenige dann dazu nicht äußert, sondern einen Rückzug antritt und bei mir dann Fragen offen bleiben.
Obwohl ich genau spüre  dass kein Kontakt mehr gewünscht ist.
Das finde ich immer irritierend und auch nicht nachvollziehbar, vor allem bei bisher engen Kontakten oder Austausch.

Achtsamkeit und Respekt sind große Worte ,jeder versteht auch im Umgang mit anderen etwas anderes darunter.
Dabei spielen meines Erachtens auch die subjektiven Verletzungen eine große Rolle.
Was den einen nicht stört, kann für den anderen sehr verletzend sein.
Deswegen bin ich für offene Kommunikation und das wichtigste ist in der Kommunikation für mich ,dass es ausgesprochen wird ,was einen bewegt, damit das Gegedas nachvollziehen kann.

@ ichso
Zu deiner Frage vor Kurzem und zu der Aktion außer der Reihe...
Ich mache öfters mal Spontanausflüge mit Rucksack und Proviant und suche mir ein kleines Wanderziel in der umliegenden Nähe aus ..Ich wohne in einer sehr schönen Gegend.  Hier kann sich jeder Wanderer austoben.
Zuletzt habe ich meinen Radius etwas erweitert.
Da ich in den letzten Jahren Angst entwickelt habe, lange Autobahnfahrten zu machen ,habe ich dieses Mal beschlossen, dies einfach mal zu überwinden und bin etwas weiter als sonst gefahren ,um wandern zu gehen.

Es war ein schöner Tag für mich und ich kam am Abend sehr stolz und zufrieden nach Hause.

Orangina13
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