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Autor Thema: Post-Alkoholentzugserscheinungen - Hallo, ich möchte mich gern vorstellen  (Gelesen 1712 mal)

hoffnung2021

  • *
  • Beiträge: 4

Guten Tag liebe Mitglieder,
ich möchte gerne in Austausch mit euch treten, weil die Angst mich sonst auffrisst bzw. Antworten suche, die mir nur Betroffene geben können.
Ich bin 49 Jahre alt und lebe alleine mit meinem Sohn (16 Jahre) und hatte am 3. Februar einen alkoholbedingten körperlichen und seelischen Zusammenbruch. Ich hatte von Montag bis Mittwoch durchgetrunken (Angsttrinken bzw. permanentes Angsttrinken in diesen Tagen).
Zu Sinnen kam ich erst wieder am Donnerstag - doch nichts war wie vorher. Ich war wesensverändert und wie in einer Glocke, als ob etwas im Gehirn kaputtgegangen ist. Diese Wesensveränderung hat mich völlig gelähmt. Sofortiger Alkoholstopp seit dem 4. Februar. Und der Höllentripp fing an. Ich denke, es kam in den nächsten schlimmen Tagen zu fürchterlichen Entzugserscheinungen. Bin nur hin- und her und runter- und hoch gelaufen. Habe Hunderte Zigaretten geraucht und bin wie irre spazieren gelaufen. Konnte weder arbeiten, noch vernünftig den Haushalt führen. Die Panikattacken, die Angst, mit mir stimmt geistig etwas nicht bzw. eine Alkoholvergiftung gehabt zu haben mit mentalen Schäden hat mich aufgefressen. Ich dachte, ich muss in eine Klinik und werde stillgestellt. Ich konnte nicht zwei Stunden am Stück schlafen und bin tag und nacht herumgelaufen. Eine kleine Besserung trat nach ca. 10 Tagen auf, aber schlimm sind die depressiven ängstlichen und panischen Symptome. Weine und hetze im Wechsel. Und ich habe Angst in eine Depression gerutscht zu sein. Trotz Hilfsmittel schaffe ich es nicht, länger als 1,5 Stunden am Stück zu schlafen. Zur Zeit habe ich mal bessere Momente und mal rutsche ich wieder in ein graues Loch (antriebslos, weinerlich, schwach). Vorgestern dachte ich, es geht aufwärts und gestern wieder dieses Glockengefühl und diese unendliche Niedergeschlagenheit. Nur unter äußerster Anstrengung gelingt mir dann der Tag. Ohne meine lieben Eltern und meinen lieben Sohn (habe alles offen gelegt) hätte ich es nicht geschafft und hätte auch nicht hier schreiben können. Habe zirka zwei Jahre lang kontinuierlich abends Alkohol getrunken (meist eine ganze Flasche Wein oder Sekt, keine stärkeren Sachen) bis zu diesem schlimmen exzessiven dreitägigen Trinken vom 1. bis zum 3. Februar.

Vielleicht erkennt sich von euch eine oder einer wieder? Hattet ihr ähnliche schlimme psychische Erscheinungen und wie lange haben sie bei euch angehalten? Ich las, dass diese psychischen Einschränkungen noch Wochen anhalten können. Sind diese dem Alkoholentzug zuzuschreiben oder ist es eine Depression? Es wäre so schön, wenn ihr mir helfen könntet, denn die Angst zerfrisst mich, dass ich nicht mehr die werde, die ich vorher war.

Es wäre so wichtig für mich zu wissen, dass dies vielleicht alles dem Entzug zuzuschreiben ist und ich Geduld haben muss.
Bitte schreibt mir.
Dankeschön.
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AmSee13

  • Gast

Hallo Hoffnung2021,
willkommen in diesem Forum, schön, dass du zu uns gefunden hast.  :welcome:

Kurz zu mir: Ich bin 48 Jahre alt, w, und seit bald vier Monaten abstinent, ich kenne solche Entzugserscheinungen, wie du sie beschreibst und vermutlich auch tatsächlich hast, nicht aus eigener Erfahrung, habe aber als Kind und Jugendliche die Alkoholkrankheit in extremer Ausprägung bei meinem Vater erlebt. Ich habe mich viel mit dem Thema Alkoholismus beschäftigt. Vor 11 Jahren wurden bei mir Depressionen diagnostiziert.

Deine Ängste kann ich durchaus nachvollziehen. Wenn ich das richtig verstehe, hast du ab dem 4. Februar einen kalten Entzug durchgezogen. War oder ist dir bekannt, dass das lebensgefährlich sein kann? Was du beschreibst, deutet auf starke Entzugserscheinungen hin, andere hier werden dir möglicherweise noch mehr dazu sagen können. Ich meine, ich habe hier im Forum auch schon Informationen zum kalten Entzug gesehen.
Was ich mich frage, ist, warum du nicht einen Arzt aufsuchst, dich durchchecken lässt und abklärst, was los ist. Nur ein Arzt wird sicher feststellen können, wie es um dich steht.
Ob du Depressionen hast oder das jetzt nur eine Folge des Entzuges ist, wird ebenfalls nur ein Arzt wirklich feststellen können. Ich kann dir allerdings sagen, dass biochemisch Einiges in deinem Gehirn abgeht, seit du ihm keinen Alkohol mehr zuführst. Das hat mit verschiedenen Botenstoffen, u.a. Dopamin, und ihren Rezeptoren zu tun. Die gute Nachricht ist, es normalisiert sich wieder. Die schlechte Nachricht ist, es wird dir niemand genau sagen können, wie lange das dauert.
Ich rate dir dringend, einen Arzt aufzusuchen und dich durchchecken zu lassen. Aus meiner Sicht könnte dich das enorm entlasten.
Wenn was schief gegangen sein sollte, wird sich eine Lösung finden.

Gibt es einen Grund, warum du bislang nicht zum Arzt gegangen bist?

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen.

Wenn du weitere Fragen hast, immer heraus damit.

Alles Gute
AmSee
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AmSee13

  • Gast

Nachtrag:
Ob deine Ängste, die Antriebslosigkeit, die Niedergeschlagenheit und die Schlafstörungen Symptome einer Depression oder „nur“ des Entzugs sind, kann ich dir, obwohl ich mich mit beidem ein wenig auskenne, nicht sagen, vor allem nicht aus der Distanz.
Diese Symptome treten durchaus bei einer Depression auf, sie können meiner Kenntnis nach aber durchaus auch als Entzugserscheinungen beim Alkoholentzug auftreten. Letzteres liegt wie gesagt an einer Veränderung der Biochemie deines Gehirns und pendelt sich nach einer Weile wieder ein.
Bei Depressionen verhält es sich anders. Dort liegt zwar auch eine Veränderung der Biochemie des Gehirns vor, aber da verhält es sich etwas anders. Zu deiner Beruhigung, falls du wegen möglicher Depressionen verunsichert bist: Depressionen sind eine Erkrankung, die sich heutzutage gut behandeln lässt.
Ich bezweifle aber, dass dein alkoholischer Exzess eine Depressionserkrankung ausgelöst hat. Entweder war da schon vorher eine da und du hast es nicht erkannt, sondern mit Alkohol behandelt oder es war keine da.
LG AmSee
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Orangina

  • Gast

Hallo Hoffnung2021

Ich bin in deinem Alter und habe Jahre lang auch fast täglich 1 Flasche Wein getrunken.
Ich habe immer wieder versucht ,Pausen einzulegen ,was aber meist nur von kurzer Dauer war.
Dann schaffte ich mal wieder längere Pausen und doch zog es mich wieder zu meinen Bekannten Ritualen, Abends eine Flasche Wein aufzumachen.
Nun bin ich bald 4 Monate nüchtern, so lange habe ich es noch nie ohne Wein geschafft.
Vor 4 Monaten war mir klar ,wenn ich weiter trinke, dann endet es übel.
Ich habe dies Körperlich wie seelisch gespürt, ohne dass ich das jetzt nähers beschreiben kann.
Es war wie ein inneres Umdenken...
Entzugserscheinungen, die du beschreibst kenne ich so nicht ,aber ich glaube ,dass ich psychisch stark reagiert habe (Stimmungsschwankungen, Innere Unruhe).
Schlafen konnte ich meist gut.

Ich finde es toll ,dass du nun eine Wende einläuten möchtest.

Jeder muss wissen und für sich entscheiden, wie der Ausstieg dauerhaft zu schaffen ist.
Es gibt ,denke ich ,viele Wege.

Eine Körperliche Untersuchung wäre eventuell ganz gut für den Anfang.
Setz dich nicht zu sehr unter Druck.
Du kannst stolz sein ,dass du aufhören willst mit dem Trinken und dass du es bis dato gut geschafft hast.

Ich wünsche dir Mut und Kraft !!!

LG Orangina
Gespeichert

Orangina

  • Gast

Nochmal von mir einen kleinen Nachtrag:
Du schreibst, die Angst frisst dich auf.
Ich habe eine Zeit lang ohne Wein gar nicht existieren können ,denn der Rotwein war mein Mittel gegen die Angst.
Meine Depressionen wurden dadurch immer schlimmer...
Und womöglich befeuerte der Alkohol meine latente Niedergeschlagenheit und es entstand ein Teufelskreis.

Deshalb ist es auch wichtig, sich um die Ängste zu kümmern...woher kommen sie...weshalb sind sie da...
Was wollen Sie einem mitteilen?

LG Orangina



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hoffnung2021

  • *
  • Beiträge: 4

Guten Tag liebe Mitglieder,
ich möchte gerne in Austausch mit euch treten, weil die Angst mich sonst auffrisst bzw. Antworten suche, die mir nur Betroffene geben können.
Ich bin 49 Jahre alt und lebe alleine mit meinem Sohn (16 Jahre) und hatte am 3. Februar einen alkoholbedingten körperlichen und seelischen Zusammenbruch. Ich hatte von Montag bis Mittwoch durchgetrunken (Angsttrinken bzw. permanentes Angsttrinken in diesen Tagen).
Zu Sinnen kam ich erst wieder am Donnerstag - doch nichts war wie vorher. Ich war wesensverändert und wie in einer Glocke, als ob etwas im Gehirn kaputtgegangen ist. Diese Wesensveränderung hat mich völlig gelähmt. Sofortiger Alkoholstopp seit dem 4. Februar. Und der Höllentripp fing an. Ich denke, es kam in den nächsten schlimmen Tagen zu fürchterlichen Entzugserscheinungen. Bin nur hin- und her und runter- und hoch gelaufen. Habe Hunderte Zigaretten geraucht und bin wie irre spazieren gelaufen. Konnte weder arbeiten, noch vernünftig den Haushalt führen. Die Panikattacken, die Angst, mit mir stimmt geistig etwas nicht bzw. eine Alkoholvergiftung gehabt zu haben mit mentalen Schäden hat mich aufgefressen. Ich dachte, ich muss in eine Klinik und werde stillgestellt. Ich konnte nicht zwei Stunden am Stück schlafen und bin tag und nacht herumgelaufen. Eine kleine Besserung trat nach ca. 10 Tagen auf, aber schlimm sind die depressiven ängstlichen und panischen Symptome. Weine und hetze im Wechsel. Und ich habe Angst in eine Depression gerutscht zu sein. Trotz Hilfsmittel schaffe ich es nicht, länger als 1,5 Stunden am Stück zu schlafen. Zur Zeit habe ich mal bessere Momente und mal rutsche ich wieder in ein graues Loch (antriebslos, weinerlich, schwach). Vorgestern dachte ich, es geht aufwärts und gestern wieder dieses Glockengefühl und diese unendliche Niedergeschlagenheit. Nur unter äußerster Anstrengung gelingt mir dann der Tag. Ohne meine lieben Eltern und meinen lieben Sohn (habe alles offen gelegt) hätte ich es nicht geschafft und hätte auch nicht hier schreiben können. Habe zirka zwei Jahre lang kontinuierlich abends Alkohol getrunken (meist eine ganze Flasche Wein oder Sekt, keine stärkeren Sachen) bis zu diesem schlimmen exzessiven dreitägigen Trinken vom 1. bis zum 3. Februar.

Vielleicht erkennt sich von euch eine oder einer wieder? Hattet ihr ähnliche schlimme psychische Erscheinungen und wie lange haben sie bei euch angehalten? Ich las, dass diese psychischen Einschränkungen noch Wochen anhalten können. Sind diese dem Alkoholentzug zuzuschreiben oder ist es eine Depression? Es wäre so schön, wenn ihr mir helfen könntet, denn die Angst zerfrisst mich, dass ich nicht mehr die werde, die ich vorher war.

Es wäre so wichtig für mich zu wissen, dass dies vielleicht alles dem Entzug zuzuschreiben ist und ich Geduld haben muss.
Bitte schreibt mir.
Dankeschön.
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Gerchla

  • Vollmitglied
  • Held Mitglied
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  • Beiträge: 1418

Hallo Hoffnung2021,

herzlich Willkommen bei uns im Forum. Dein Nickname gefällt mir, weil er einfach Hoffnung signalisiert.

Und die darfst Du auch haben, denn Du hast Dich dazu entschlossen, etwas gegen Deine Sucht zu unternehmen. Auch wenn Du Dich aktuell in einer Krise befindest wird es, wenn Du das möchtest, Wege heraus geben. Wege die Du auch gehen kannst und die Dich zurück in ein Leben ohne Alkohol führen.

Bevor ich Dir weiter meine Gedanken schreibe, möchte ich mich kurz bei Dir vorstellen:

Ich bin Anfang 50, männlich und Alkoholiker. Ich trinke jetzt schon lange keinen Alkohol mehr. Davor trank ich weit über 10 Jahre abhänig, die meiste Zeit davon heimlich. Ich hatte Familie (Frau und Kinder) und funktionierte bis zum Schluss. Jedoch stand mein absoluter Untergang kurz bevor und ich konnte ihn nur durch meinen Suchtausstieg verhindern.

Meine Gedanken zu Dir: Ich stelle mir ähnliche Fragen wie meine beiden Vorschreiberinnen. Vor allem die Frage, was Dich daran hindert zum Arzt zu gehen. Du hast jetzt bereits so einen wichtigen Schritt gemacht. Du hast erkannt, dass Du ein gewaltiges Suchtproblem hast, Du hast beschlossen mit dem Trinken aufzuhören und Du hast es auch Deinen Lieben gesagt. Damit hast Du schon mal richtig viel ganz richtig gemacht!

Jetzt plagen Dich Angstzustände und Du wünscht Dir (nichts sehnlicher), als dass Dir hier jemand sagt, dass es bei ihm ähnlich war und er/sie nach x Tagen/Wochen dann damit durch war. Es wäre Dir das liebste, wenn Dir hier jemand sagen würde: Mach Dir keine Gedanken, hatte ich auch und dauert genau 14 Tage und dann ist es vorbei.

Aber so eine Aussage wirst Du hier wohl von niemanden bekommen. Das geht gar nicht und es wäre sogar verantwortunglos so etwas zu tun. Hier braucht es jemanden, der etwas davon versteht. Nun könnte man ja sagen, jemand er das selbst durchgemacht hat müsste doch ein Experte sein, einen besseren Expterten kann es doch gar nicht geben! Aber das stimmt leider nicht, denn jemand der das durchgemacht hat, kann immer nur von SICH erzählen. Was bei ihm passiert ist und wie er es erlebt. Es ist niemals 1:1 übertragbar auf jemand anderen, diese Krankheit ist viel zu inidviduell als das man sie verallgemeinern könnte. Und ich kenne auch einen Alkoholiker, der hat 8 schwere Entzüge hinter sich, immer kalt entzogen. 7 mal hatte er mehr oder weniger nur leichte Symptome, bei 8. mal gings per Notarzt in die Klinik und er hatte großes Glück überhaupt überlebt zu haben.

Es gibt also kein Schema, an das man sich halten könnte. Es ist immer wieder auf's Neue individuell. Das einzige was Dir hier wirklich SICHERHEIT verschaffen kann, ist ein Arzt.

AmSee hat Dir schon einiges über den Zusammenhang zwischen Alkohol und Depressionen geschrieben. Hier gilt oft das Henne-Ei-Prinzip. Will sagen: Menschen leiden unter Depressionen und beginnen deshalb zu trinken. Die Depression "wird besser" aber nur temporär. Der Mensch wird süchtig und die Depression schlägt umso mächtiger zu. Oder aber Menschen werden Alkoholkrank und entwickeln dann eine Depression, weil es auch nicht gerade lustig ist, alkoholkrank zu sein. Oft handelt es sich dabei mehr um leichtere depressive Verstimmungen, die dann quasi von selbst verschwinden, wenn der Trinker mit dem Trinken aufhört. Beides "passt" aber für mich jetzt nicht so ganz zu dem was Du von Dir beschreibst.

Aber vielleicht merkst Du, dass Dir hier eben nur ein Arzt weiter helfen kann. Meine Spekulationen helfen Dir hier jedenfalls definitiv nicht.

Was Deine Angst betrifft: Hier habe ich (leider) etwas Erfahrung, denn meine erste Frau litt unter einer Angststörung.  Angststörungen sind ebenfalls ein häufiger "Begleiter" der Alkoholsucht. Und von dem was Du so beschreibst, könnte ich vermuten, dass es bei Dir in diese Richtung gehen könnte.

Aber Du merkst sicher selbst, dass ich Begriffe wie "vermute" und "könnte" verwende. Auch hier kann Dir ein Arzt helfen, Dir SICHERHEIT geben. Und das ist doch genau das, was Du eigentlich jetzt möchtest und brauchst. 

Völlig unabhängig davon ob Du jetzt tatsäschlich unter einer Angststörung leiden solltest oder ob Depressionen bei Dir eine Rolle spielen oder ob das ganze tatsächlich "nur" ein Spuk von kurzer Dauer ist der mit dem Entzug zusammen hängt: Wenn Du wirklich dauerhaft vom Alkohol weg willst, und ich glaube das möchtest Du, dann wäre es sehr wichtig, dass Du Dich einem Arzt gegenüber öffnest. Denn es ist gut und wichtig, dass Du jemanden an der Hand hast, der Dich psychologisch begleitet. Alkoholsucht ist eine psychische Erkrankung und man kann sie in der Regel nicht dauerhaft damit "besiegen", in dem man "einfach" nur nichts mehr trinkt.

Da brauchts eben viel mehr als nur nicht mehr zu trinken. Ich will da jetzt erst mal nicht tiefer darauf eingehen, weil ich glaube, dass Du gerade andere Probleme hast und Dir hier keinen Vortrag von mir anhören möchtest. Mir ist es nur wichtig Dir zu sagen, dass Hilfe von Außen (akut bei Dir jetzt: Hilfe durch einen Arzt) ein wichtiges und zentrales Element bei der Suchtüberwindung ist.

Und Du hast jetzt so eine große Chance da raus zu kommen, einfach weil Du schon ganz wichtige Schritte gegangen bist. Nutze diese Chance jetzt, geh jetzt sofort zum Arzt und öffne Dich dort. Besprich das weitere Vorgehen und vor allem: VERTRAUE und hab keine Angst.

Ich wünsche Dir von Herzen alles alles Gute und dass Du die richtigen Entscheidungen für Dich treffen kannst. Wenn Du Fragen hast, wir sind hier und beantworten sie Dir gerne. Nur eine genaue (und vor allem richtige) Diagnose Deines Gesundheitszustandes (auch Deiner psychischen Gesundheit) kann es zumindest von mir leider nicht geben.

Bleib dran und hole Dir Hilfe!

LG
gerchla

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hoffnung2021

  • *
  • Beiträge: 4

Ich danke für euere Antworten.
Könnt Ihr mir sagen, wie ich jedem Einzelnen antworten kann?
Ich finde unter euren Antworten keinen Button, um jedem einzeln antworten zu können.

Liebe Grüße
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AmSee13

  • Gast

Hallo Hoffnung2021,
du findest ganz unten u.a. den Button „Antworten“. Nimm den und sprich uns einfach mit Namen an. Den hast du eben ja auch genommen.
Das mit dem Zitieren kriegst du auch noch irgendwann raus.
Wenn du Zitieren klickst, dann erscheint zunächst der gesamte Beitrag des oder derjenigen im Zitat. Du kannst dir dann mal die Befehle genauer ansehen und dort auch herauslöschen, was du nicht zitieren möchtest.
Zitieren hat unter anderem am Anfang den Befehl quote in eckigen Klammern und am Ende den Befehl /quote in eckigen Klammern.

Viele Grüße
AmSee
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hoffnung2021

  • *
  • Beiträge: 4

Vielen lieben Dank an euch alle für eure Antworten und Gedanken.
Ich würde euch gerne ausführlicher heute ganz spät oder morgen antworten.
Nur so viel: ja, wahrscheinlich war (und ist es noch) ein kalter Entzug, aber das körperliche ist anscheinend überstanden (bis auf die Schlafstörungen). In der ersten Woche habe ich mich zu einer Allgemeinärztin geschleppt und die Karten auf den Tisch gelegt (auch weil ich dachte, dass ich organisch geschädigt bin). Es folgte eine Untersuchung, ohne Befund. Am nächsten Tag waren die Blutwerte da. Die Leberwerte sind erhöht. Sie hat mir ein Beruhigungsmittel verschrieben (Lorazepam), welches ich aber aus Angst vor Abhängigkeit nicht nahm. Und ein Antidepressivum, welches ich bis jetzt auch nicht genommen habe, da ich bis dato dachte, es sind die psychischen Alkoholentzugserscheinungen. Ich möchte es erst einmal allein schaffen.
Liebe Grüße an euch.
F.
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Orangina

  • Gast

Liebe Hoffnung2021.

Ich kann das gut nachvollziehen, dass du mit Tabletten erst mal vorsichtig sein willst.
Das geht mir ganz genauso.

Ich will auch an meine Selbsheilungsktäfte ran und möglichst ohne Hilfe von außen meine Probleme lösen...
Ich habe hier im Forum einen Filmtipp entdeckt von einer Teilnehmerin von vor ca 5 Jahren.
Den schaute ich mir gestern an und er stärkte mich ungemein...
Ich gebe dir diesen Tipp weiter:

Bei Youtube findest du ihn unter "Martin Reker" ..Der Titel lautet:"Was können wir von Suchtkranken lernen,die ohne Hilfe abstinent geworden sind."

Unglaublich interessanter Vortrag...

Vielleicht ist das was für dich.

Mir geht es so :
Therapien sind sicher nützlich und auch ich habe einiges ausprobiert.
Trotzdem ist für mich wichtig ,vieles selbst anzupacken.

LG Orangina



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