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Autor Thema: Rückfall vor Entwöhnungsbehandlung  (Gelesen 3703 mal)

Florian86

  • *
  • Beiträge: 1
Rückfall vor Entwöhnungsbehandlung
« am: 26. September 2020, 15:51:48 »

Hallo Forum!

Ich werde(hoffentlich) am 1.10. eine 24-wöchige Therapie wegen Alkohol und THC beginnen.
Vorraussetzung für die Therapie ist laut Klinik entweder ein stationärer Entzug, wie lange auch immer ODER 14 Tage Abstinenz von zu Hause aus vor dem Beginn.
Ich wollte einfach zu Hause zwei Wochen die Arschbacken zusammen kneifen, aber...

Jetzt hatte ich am 24. einen Rückfall mit Alkohol(ca 8 Bier)

Meine Frage: Kann ich die Reha jetzt definitiv vergessen, weil die das wie auch immer nachtesten können oder sollte ich mir da nicht so viel Angst machen?

Ich war schonmal in einer Kurzzeittherapie (8 Wochen) in der es ähnliche Auflagen gab. Ich glaube die Klinik schrieb pauschal 7 Tage Abstinenz, egal ob zu Hause oder in Entzugsklinik. Dort wurden aber sogar Leute aufgenommen, die mit Fahne und >1 Promille dort aufgeschlagen sind. War das die Ausnahme, oder wie habt ihr das schon erlebt?

Habe gerade echt Panik, weil ich schon ein paar Monate darauf warte und jetzt Angst habe, die ganze Schei*e von Antrag, Arzt,... und vor allem das Warten ginge von vorne los.

Habe im Internet nichts gefunden und auch nicht via sufu...kann natürlich sein, dass ich nach falschen Begriffen gesucht habe...

Danke für eure Antworten!
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proky

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  • Beiträge: 303
Re: Rückfall vor Entwöhnungsbehandlung
« Antwort #1 am: 13. Oktober 2020, 19:25:27 »

Hallo Florian,

wenn ich persönlich was nicht leiden kann dann sind es unbeantwortete Beiträge auf ernste gemeinte Fragen...

Asche auf mein Haupt, warum ich nciht schon eher geantwortet habe - ich habe mich hier rar gemacht und bin jetzt erst aufgeschlagen...


Nun zu Deinen Fragen Florian:

Da schon der 01.10. überschritten ist, dürftte es nun egal sein was ist - ich hoffe, dass Du mittlerweile auf Therapie bist und wünsche Dir dafür viel Erfolg!

Falls nicht, nichtsdestotrotz, wenn die Kliniken eine gewisse Abstienz als Auflage fordern, dann werden sie das auch einfordern. Du kannst Glück haben das sie dich aufnehmen oder sie werden dich abweisen bis Du deren Forderung zum nächsten Stichtag/Termin erfüllst.

Wichtig, ganz wichtig ist, Rückfall hin oder her: Ehrlich sein zu Dir und anderen! Versuche gar nicht erst Deinen Rückfall zu verheimlichen, sondern steh zu dem was Du getan hast! Übernimm Verantwortung. Denn diese Verantwortung wird der Schlüssel dafür sein um aus der Sucht auszubrechen bzw diese zu beenden!

- Steh zu dem was Du getan hast, sei ehrlich Dir gegenüber und anderen (wenn sie dich danach fragen)

- Geh zu Deinem Hausarzt und berichte ihm davon. Er wird Dich nciht verurteilen, er wird Dir Hilfe zur Selbsthilfe anbieten.

- Besuche eine Selbsthilegruppe vor Ort (ganz wichtig)

- Schreibe hier im Forum, z.B. wie es Dir geht (auch wenn Du es mir jetzt nicht glauben wirst, aber die Antworten werden nciht mehr sol lange auf sich warten laassen)

- Hast Du körperliche Entzugserscheinungen? Dann lasse Dich in ein Krankenhaus einweisen...

Es ist NIEMALS zu spät einen neuen Weg zu beginnen, Florian. Wenn man hinfällt, kann/sollte man wieder aufstehen...

Gib Dich nicht auf Florian! Beginne den WEg der Abstinenz von neuen, wenn es sein muss immer wieder, bis es klappt.

Wir hier im Forum werden Dich dabei auch unterstützen!

Alles Gute, Viel Erfolg, Gute Besserung...

Bitte melde Dich, wenn Du das hier liest!
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