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Autor Thema: Gerade erfahren, dass mein Mann Alkoholiker ist  (Gelesen 2762 mal)

Schwänchen

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Re: Gerade erfahren, dass mein Mann Alkoholiker ist
« Antwort #15 am: 09. Februar 2020, 20:14:30 »

Ich danke euch.

Werde jetzt mal die Suchtberatung abwarten. Ihr habt mir super geholfen!
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Gerchla

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  • Beiträge: 1274
Re: Gerade erfahren, dass mein Mann Alkoholiker ist
« Antwort #16 am: 10. Februar 2020, 16:36:34 »

Hallo Schwänchen,

ich weiß nicht, ob Du hier jetzt noch rein schaust, Dein letzter Post kllingt so, als würdest Du Dich hier jetzt erst mal zurück ziehen und abwarten, wie es dann weitergeht, nachdem der Termin bei der Suchtberatung war.

Leider konnte ich aus diversen Gründen nicht früher in Deinen Thread schreiben und Du hast ja auch schon ganz viele sehr wertvolle Informationen von den anderen Schreibern hier erhalten. Trotzdem möchte ich Dir jetzt, auch wenn es spät ist, noch meine Geschichte und meine Gedanken schreiben. Ich mache das auch deshalb, weil ich glaube, dass mein "Fall", also meine Alkoholikerkarriere der Deines Mannes recht ähnlich ist. Und vielleicht ist in meiner Geschichte was für Dich dabei, dass Dir hilft Dein weiteres Vorgehen sozusagen zu "koordinieren" oder zu strukturieren.

Ich stelle mich erst mal kurz vor: Ich bin 50 Jahre alt, Alkoholiker und lebe jetzt schon recht lange ohne Alkohol. Vorher trank ich weit über 10 Jahre (die genauen Jahre kann ich nicht sagen, weil ich nicht genau weiß, wann es letztlich gekippt ist) abhängig und die meiste Zeit davon auch komplett heimlich. Ich hatte zu dieser Zeit Familie, also eine Frau und zwei Kinder. Meinem Großen hat meine Trinkerei quasi über seine komplette Schulzeit begleitet, meine Tochter "durfte" diese Zeit sozusagen von Geburt an bis ins Grundschulalter miterleben. Sie war 9 Jahre als, als ich mich outete. Ihre Geburt war der Grund für meine allererste und auch längste Trinkpause. Damals schaffte ich es, fast ein Jahr lang keinen Alkohol zu trinken.

Zu meiner Geschichte: Erst mal will ich Dir sagen, dass ich objektiv gesehen keinen Grund zum Trinken hatte. Alles prima. Ich war gesund, hatte keine schlechte Kindheit oder Jugend, hatte keine Schicksalsschläge zu verkraften, hatte eine tolle Frau, tolle Kinder, super Job, keine größeren finanziellen Probleme, ein funktionierendes soziales Umfeld etc. Ich könnte noch einiges Positives aufzählen. Es begann auch alles ganz harmlos mit dem obligatorischen Feierabendbierchen.

Irgendwann sprach mich meine Frau mal darauf an, ob ich wirklich jeden Abend ein Bier trinken muss. Natürlich nicht, sagte ich  und stellte das erst mal ein. Mit den Wochen schlich sich dieses Bier aber dann wieder ein bis sie mich irgendwann wieder darauf ansprach. Wieder stellte ich es ein und wieder schlich es sich ein. So vergingen bestimmt 2 Jahre, wo sich dieses "Spielchen" immer wieder mal wiederholte. War es Anfangs noch recht einfach auf dieses Bier zu verzichten, so wurde es im Laufe der Zeit immer anstrengender,  man könnte auch sagen: es nervte ein wenig immer so aufpassen "zu müssen". Dazu kam, dass ich ab und an auch die Gelegenheit hatte, in der Arbeit mit Kollegen mal ein Bier zu trinken, nach der Arbeit vor dem Nachhausegehen.

Und so, man glaubt es kaum, war das Feierabendbierchen immer häufiger schon das 2. Bier des Tages. Irgendwann, relativ früh in meiner Karriere, kam dann schon der Punkt, wo ich nach einer neuerlichen Ansprache meiner Frau (wobei sie immer fair und sachlich war, nie irgendwie unter der Gürtellinie) dachte: Ich lass es jetzt einfach zuhause, aber ich kann ja ab und an einfach "so", also ohne dass sie es mitbekommt, ein Bier trinken.

Damit begann das heimliche Trinken und das war dann auch die Zeit, also in diesen Anfangsjahren, wo ich wohl am häufigsten die Lüge "ich hab nur alkoholfreies Bier getrunken" verwendet habe. Denn am Anfang war ich noch kein Profi, was das Lügen, Betrügen, Tarnen und Täuschen betraf. Und so roch sie schon das ein oder andere mal das Bier und hat mich natürlich angesprochen. Aber, oh Wunder, sie schien mir immer zu glauben was ich ihr erzählt habe.

Wenn Du jetzt denkst, wie mies ist das denn?, dann sage ich Dir: ja, das ist ziemlich mies, jedoch Universen von dem entfernt, was ich später noch alles getrieben habe. Das war mein noch ganz harmloser Einstieg in eine Welt von Lügen, von Betrügen, vom Abgleiten in eine Parallelwelt.

Es kam dann wie es kommen musste: Die Menge steigerte sich, wobei ich die längste Zeit meiner Alkoholikerkarriere wohl auf dem Niveau 4 - 6 Bier pro Tag verbracht habe. Das waren einige Jahre. Da war für mich auch "noch alles in Ordnung", will sagen: Ich log und betrog bereits vor mich hin, es war aber alles noch nicht so unverzeihlich schlimm (wobei das natürlich definitiv eine Definitionssache ist und ich das jetzt nur so sage, weil ich es im Vergleich zu dem sehe, was später noch folgte). Also, ich lebte und trank so vor mich hin, komplett heimlich und funktionierte. Ich versuchte natürlich mehrmal weg zu kommen. Immer heimlich denn ich trank ja heimlich und da wäre das ja schon recht praktisch gewesen. Denn: was niemand weiß macht niemand heiß. Einfach aufhören und alles wäre gut geworden.

Tja, nur hatte ich halt keine Ahnung, was Sucht eigentlich ist und was das bedeutet. Ich scheiterte also immer, wie gesagt, die längste Phase war nach der Geburt meiner Tochter. Spätere Trinkpausen waren mal ein paar Wochen lang, meist dann aber nur noch ein paar Tage, am Ende ging gar nichts mehr.

Aber ich hatte noch alles im Griff zu dieser Zeit. Körperlich noch ok, psychisch naja - schon eher schlecht aber noch nicht total mies, und meinen Job etc. hatte ich noch voll im Griff. Soziales Umfeld funktionierte dank meiner Frau auch noch ganz gut.

Dann begannen aber die letzten Jahre, die Mengen steigerten sich nochmal enorm, es ging hoch auf 10 Bier, auch 12. Plus Wein, wenn das nicht reichte. Alles heimlich wohlgemerkt. Du bist da also nicht allein und selbst ich frage mich heute, wie ich das überhaupt schaffen habe können. Also das  Verheimlichen. Alleine die Be- und Entsorgungslogistkik war sozusagen eine "Meisterleistung", aber natürlich auch ein Megastress.

In diesen Jahren änderte sich alles nochmal radikal zum Schlechteren. Ich bekam massive körperliche Probleme, ich nahm zu, wurde übergewichtig, viel schlimmer noch: ich wurde zum psychischen Wrack. Und ich begann in eine Parallelwelt abzugleiten, ich begann ein richtiges Doppelleben zu führen. Ich machte Dienstreisen die es nie gab. Dort konnte ich dann in Ruhe trinken. Ich hatte ein "Zimmer" das nur ich kannte (man kann auch sagen: ein Loch) und in dem ich Trinken konnte soviel und solange ich wollte. Ich will gar nicht schreiben was ich alles getan und getrieben habe, denn das würde den Rahmen sprengen. Ich kann Dir nur sagen: Als nicht süchtiger Mensch kann man sich das alles gar nicht vorstellen. Es sprengt sozusagen jeden Horizont, nur Menschen die das selbst erlebt haben können das nachvollziehen.

Trotz alledem war ich immer bemüht ein guter Vater zu sein und ich versuchte auch, mein schlechtes Gewissen gegenüber meiner Frau durch stark gesteigertes Engagement im Haushalt und co. zu verbessen. Ich putze, waschte, kochte, bügelte, ging Einkaufen etc. wie ein verrückter und wenn ich heute zurück blicke, mit sehr wenig Effizienz. Denn einerseits brauchte ich für alles locker die doppelte oder dreifache Zeit (daran war der Alkohol schuld) und andererseits war das eigentlich gar nicht das, was meine Frau wollte oder brauchte. Sie wollte einfach eine funktionierende Beziehung, einen Mann auf Augenhöhe, kein unzuverlässiges 3. Kind. Jemanden auf den sie sich verlassen konnte und nicht jemanden, der ständig weg war (siehe besagte Dienstreisen und noch andere Lügen), der auch geistig ständig weg war (weil er ja so einen verantwortungsvollen Job hatte, haha waren natürlich auch nur die Gedanken an Alkohol). Da sie ja aber nicht wusste, warum alles so anders war, als zum Anfang unserer Ehe, versuchte sie mehr oder weniger hilflos irgendwie diese Beziehung zu retten. Dabei war sie komplett chancenlos, denn niemand kann die Alkoholsucht besiegen. Nur der Süchtige selbst. Davon war ich aber Meilenweit entfernt.

Am Tag X, wie ich ihn nenne, war es dann soweit. Wieder mal hat sie eine meiner ganz schlimmen Lügen aufgedeckt und stellte mich am Abend, nach der Arbeit, zur Rede. Ich weiß noch, dass ich zu dieser Zeit ausnahmsweise mal noch recht nüchtern war. Ich hatte, glaube ich, nur 3 oder 4 Bier getrunken. Auch dieses Mal wäre es mir sicher wieder gelungen, mich durch noch bessere und noch ausgefeiltere Lügen aus dieser Situation heraus zumanövrieren. Aber mit einem Mal wusste ich: Und jetzt ist schluss.

Ich wusste es mit all der Konsequenzen. Ich wusste, wenn ich es ihr jetzt sage, dann werde ich ihr anschließend auch alle meine Lügen (dazu brauchte ich dann aber Wochen, es waren viele und es war enorm emotional und belastend) beichten. Ihre Welt wird pulverisiert, ihre Zukunftsplänte werden pulverisiert und auch für meine Kinder wird eine schöne heile Welt in sich zusammen brechen. Und natürlich auch meine Welt wird sich in ein Trümmerfeld verwanden. Nichts wird jemals wieder so sein wie es war. All der Schein, alle Pläne, einfach komplett alles wird kaputt sein. Es wird nichts übrig bleiben als der Trümmerhaufen einer damals fast 20-jährigen Beziehung.

Trotzdem wusste ich: Es ist jetzt vorbei und ich will nie mehr wieder trinken. Und es kam, wie ich mir dachte. Es zerbrach alles. Erst mal musste ich meiner Frau noch all meine Alkoholverstecke zeigen, damit sie mir überhaupt glaubte was ich ihr erzählte. Dann kamen nach und nach all die Lebenslügen dran. Heimlich aufgelöste Altervorsorgen etc. waren da noch die harmlosen Dinge.

Tja, und dann zog ich recht schnell aus und begann vom ersten Tag an, mich um Überwindung meiner Sucht zu kümmern. Und darüber wurde MIR dann klar, dass ich mit meiner Frau nicht zuletzt aufgrund dieses Vertrauensbruches den ICH ihr angetan hatte, nicht mehr zusammen leben konnte. Und ich trennte mich von ihr. Sie hätte unserer Beziehung (unter Umständen über die Du jetzt auch nachdenkst) durchaus noch eine Chance gegeben. Ich merkte relativ schnell, dass mich eine Weiterführung dieser Beziehung daran  hindern würde, mein Leben ohne Alkohol zu führen.

Ich versuche zu verkürzen, weil ich ja ohnehin schon eine Roman geschrieben habe und ich ja auch nicht weiß, ob Du überhaupt noch liest und ob Dich das interessiert. Im Detail war das keinesfalls eine Schnellschussentscheidung. Ich verlor damit ja auch erst mal meine Kinder, meine über alles geliebten Kinder. Doch ich war mir gan klar: Wenn ich trocken werden und bleiben will, dann muss ich mich trennen. Zu viel war passiert, zu sehr hatten wir uns auch in den Jahren der Sucht auseinander gelebt. Man kann auch sagen: Sie hat sich weiter entwickelt, ich mich gleichzeitig zurück oder einfach gar nicht.

Meine Geschichte im Schnellformat, wobei ich Dir auch sagen möchte, dass ich heute wieder verheiratet bin, noch mal Papa wurde, eine Beziehung lebe, in der Lügen absolut tabu sind (Mininotlügen oder Höflichkeitslügen mal ausgenommen ;-) ) und mittlerweile eine recht gute Beziehung zu meiner ersten Frau habe. So gut, dass wir über alles miteinander reden können, dass wir gemeinsam Entscheidungen (unsere Kinder betreffend) treffen können und so gut, dass ich sie immer Unterstütze, wenn sie mal Hilfe braucht. Ich bin heute ein sehr glücklicher Mensch, aber auch ein ganz anderer als ich damals war. Und auch ein ganz anderer als ich vor meiner Sucht war.

Auf Deine Situation übertragen:

Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wie sehr ich Dir nachempfinden kann. Wie sehr ich mir Deine Gefühlswelt vorstellen kann. Vertrauen ist meiner Meinung nach der wichtigste Baustein, der wirklich elementare Baustein einer guten Beziehung. Ist das nicht mehr vorhanden, dann ist die Beziehung nichts mehr wert.
ABER: Wenn Dein Mann wirklich kapiert was Sache ist, wenn er wirklich etwas gegen sein Sucht unternehmen möchte und es dann auch ganz konsequent tut, dann hat Eure Beziehung auch noch eine Chance. Es kann sein, dass nicht mehr so wird wie vorher. Ich möchte sogar sagen: Es wird nie mehr so werden wie vorher. Aber es kann trotzdem gut werden.

Doch es braucht viel Zeit. Du brauchst Zeit um das zu verabeiten, um klar zu kommen, um Deine Gefühle und Emotionen zu ordnen. Aber auch er braucht Zeit um sich mit seiner neuen Situation auseinader zu setzen. Wenn er es richtig angeht, dann wird er erst mal massiv (über Wochen und Monate) mit sich selbst beschäftigt sein. Er wird erst mal mühsam lernen müssen, wie ein Leben ohne Alkohol funktioniert und er wird wahrscheinlich gleichzeitig lernen müssen, mit seiner Schuld und seinen Schuldgefühlen umzugehen. Für mich waren meine Schuldgefühle z.B. das Allerschlimmste und ich wäre fast an ihnen zerbrochen. Aber egal, jetzt geht es nicht um mich.

Wenn Du Dir vorstellen kannst den Weg weiter mit ihm zu gehen, dann hol Dir bitte unbedingt auch für Dich Hilfe. Lass Dich begleiten während Du ihn begleitest. Nicht nur er muss lernen mit der neuen Situation umzugehen, auch Du musst es (wenn Du an der Beziehung festhalten willst). Stelle Dich auch darauf ein, dass er ein anderer sein wird, wenn er da durch ist.

Nicht wenige Beziehungen sind zerbrochen nachdem der trinkenden Part die Sucht überwunden hatte. Denn da gibt es dann neue Herausforderungen, da steht man oft auch vor einem "neuen" Menschen, muss als komplett "unschuldiger" und nicht süchtiger Mensch plötzlich trotzdem sein eigenes Handeln in dieser "neuen" Beziehung hintgerfragen. Aber zum Glück gibt es auch viele Beispiele, wo Paare wieder richtig zueinander gefunden haben, wo nach Überwindung der Sucht wieder ein gutes und harmonisches Miteinander möglich war. Wo wieder eine glückliche Beziehung entstand. Alle die ich gespochen habe haben mir aber erzählt, dass das kein Selbstläufer war. Es ist "Arbeit", aber die lohnt sich.

Grundvoraussetzung aber ist:  Dein Mann muss es wollen! Jetzt ist er in der Pflicht, jetzt muss er ran. Nur wenn er es wirklich angeht, mit allem drum und dran (da gehört dann übrigens das Outen z. B. bei seiner Familie oder bei guten Freunden auch dazu). Wenn er hier jetzt wieder einen Rückzieher macht, Dich hin hält, Termine verstreichen lässte, das ganze bagatellsiert und halt einfach nur redet aber nicht tut, dann kannst Du das alles als eine never ending story sehen. Und das wäre sicher weder für Dich noch für Euer Kind sonderlich zielführend.

Was Du aber jetzt so über ihn schreibst klingt zumindest für mich nicht hoffnungslos. Es könnte sein, dass er den Gong gehört hat. In wieweit Du aber trotz seines Einsehens weiter mit ihm zusammen bleiben möchtest, dass ist allein Deine Entscheidung. Er hat's ja vergeigt, nicht Du. Vielleicht braucht es ja auch einfach erst mal Zeit, wo Du Abstand nimmst und er sich "beweist". Vielleicht ist es ihm dann möglich, wieder Vertrauen bei Dir aufzubauen. Das, so finde ich, ist eigentlich seine "Hauptaufgabe", die er aber erst richtig angehen kann, wenn seine Sucht zumindest mal grob überwunden hat. Und das braucht Zeit.

Ich brauchte sehr lange, bis mir meine (jetzt Ex) Frau wieder vertrauen konnte. Zumindest in den Belangen, die wir dann noch miteinander zu klären, besprechen, etc hatten. Ich durfte z. B. auch sehr lange nicht mit meiner Tocher Auto fahren. Denn sie konnte ja nicht sicher sein, dass ich nüchtern war. Obwohl ich ja wusste, dass ich nichts mehr trank. Und so Geschichten wie Alkotester etc..... Naja, davon halte ich nicht so viel. Vielleicht ne gute Sache, wenn es darum geht den aktuellen Ist-Zustand (nüchtern oder nicht) zu ermitteln (also z. B. ob jemand beim Losfahren Null Promille hat). Wenn er jedoch dann um die Ecke ist und sich ein Bier öffnet, dann nützt der beste Tester nix. Und irgendwie ist das auf die Länge gesehen ja auch keine Basis für ein vertrauensvolles Zusammenleben, oder?

Ohje, viel geschrieben.... Aber ich wollte einfach. Alles Gute Dir /Euch. Ich hoffe und wünsche Euch, dass Eure Beziehung eine Chance hat und dass er jetzt die richtigen Entscheidungen trifft. Und natürlich auch, dass Du die für Dich und Dein Kind richtigen Entscheidungen triffst. Alles alles Gute!

LG
gerchla
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Schwänchen

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Re: Gerade erfahren, dass mein Mann Alkoholiker ist
« Antwort #17 am: 10. Februar 2020, 17:52:49 »

Hallo Gerchla,

ich hab es noch gelesen und danke dir! Deine Geschichte passt (glaube ich stand jetzt) ganz gut. Nur weiß ich ja noch nicht, was Lüge ist/war und was nicht. Daher kann ich die Situation tatsächlich eigentlich noch gar nicht richtig einschätzen. Wenn ich deine Geschichte lese, habe ich das Bedürfnis, dies meinem Mann zu zeigen, um zu schauen ob er sich darin wieder findet und das zusätzlich als Weckstoß empfindet. Bin mir aber in jedem Handeln und Tun unsicher, ob es richtig ist. Ich habe immer Angst, dass ich was falsch mache, was ihn quasi noch mehr in die Sucht treibt. Er hat es bereits seinen Eltern (hat er mir zumindest gesagt) gesagt. Ich hab ihm gesagt, dass das mit dem verloren gegangenen Vertrauen für mich gleichermaßen schlimm ist wie der Alkohol an sich. Alkohol trinken kann er „leichter aufhören“, als mein Vertrauen wieder aufzubauen, hoffe man versteht was mein meint. Momentan muss ich ehrlich sagen, dass es für mich eine Erleichterung dar stellt es endlich zu wissen, als mich noch jahrelang damit verrückt zu machen, ob er ein Problem hat oder nicht.
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pokmul9843

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Re: Gerade erfahren, dass mein Mann Alkoholiker ist
« Antwort #18 am: 02. März 2020, 21:43:18 »

Schwänchen alles liebe..
Gerchla das war emotional und informativ das beste was ich je gelesen habe.. sehr schön
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