Alkoholforum - Für Betroffene, Angehörige und Interessierte

Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
Erweiterte Suche  

Neuigkeiten:

Willkommen im Alkoholforum.

Autor Thema: Träume  (Gelesen 3919 mal)

Rina

  • Vollmitglied
  • Erfahrenes Mitglied
  • ***
  • Beiträge: 184
Re: Träume
« Antwort #15 am: 04. Februar 2020, 14:36:39 »

@Britt,
willst du dich wirklich von deinem Mann trennen und nur die Angst hält dich davon ab? Ich denke ja auch das Träume irgendwas aus dem Unterbewusstsein widerspiegeln

@Susanne
Meine Familie wohnt im hohen Norden ja,da ist es aber kein Problem weil sie mich unterstützen und niemals Kommentare über einen Alkoholmangel bei mir machen würden. Sie wissen auch Bescheid und respektieren das.
Die Familie meines Mannes kommt aus Süd-Europa,da wo weniger exzessiv dafür aber täglich getrunken wird und Alkoholkonsum zum „Kulturgut „ und „guten Ton“ gezählt wird...Die Schwiegereltern über mein Problem aufzuklären habe ich mal im kleinen Ansatz versucht und die Reaktion getestet: => Absolutes Unverständnis und totale Ignoranz gegenüber der Krankheit, es wurde sehr abfällig über Alkis hergezogen...und dies obwohl sie beide im Gesundheitswesen tätig waren (Arzt). Das heisst aber eben noch lange nichts...

Stimmt natürlich schon, es könnte mir auch völlig egal sein wenn noch der  letzte Anschein von guter Beziehung zu Nichte geht,wären da nicht die Kinder. Meinetwegen könnte ich auf dieses sehr anstrengende Theater und Schauspiel gerne verzichten,es sind aber halt nun mal die Grosseltern meiner Kinder.

Vielleicht mache ich mir aber auch viel zu viele Gedanken im Vornherein...bin sehr gut darin immer das schlimmste zu befürchten und unendlich Panik zu schieben. Das hindert mich oft am vorankommen und verbaut sämtliche positiven Herangehensweisen im Vorfeld. Vielleicht kommt es ja ganz anders...
Gespeichert

Susanne68

  • Vollmitglied
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 624
Re: Träume
« Antwort #16 am: 04. Februar 2020, 14:40:07 »

Hallo,
vor ein paar Monaten träumte ich, dass ich mich von meinem Mann getrennt habe. Ich hatte eine eigene Wohnung.
Die Schränke in sämtlichen Zimmern waren mit Flachmännern „dekoriert“. Keine Teller, Tassen, Garderobe…Mülltonnen (grau und grün) randvoll mit Leergut…HORROR!
Ich denke, mein Unterbewusstsein beschäftigt sich schon mit der Option einer Trennung und meinem Wunsch auf ein selbstbestimmtes Leben .
Hat mein Unterbewusstsein Angst vor diesem Schritt? Ja, ich habe Angst, Angst, es nicht allein zu schaffen, dann ganz allein zu sein, von der Familie ausgestoßen, die allumfassende Angst, dann wieder zur Flasche zu greifen.
Ich habe mit diesem Traum eine gefährliche und risikoreiche Situation „erlebt“, die ich so in der Realität niemals erleben möchte.
Für einige mag das blöd klingen, auch wenn ich Vernunft und Logik ausblende: Ich empfinde diesen Traum als verschlüsselte Botschaft. Er hatte eine Bedeutung.

LG Britt

ich möchte da mal kurz drauf eingehen. Also für mich klingt es nicht blöd, wenn man von einem Traum beeindruckt ist, der einen nachhaltig belastet. Ich hatte als Kind öfter mal Alpträume, die sind mir auch nachgegangen. Im dem Zusammenhang hier, wo Rina danach gefragt hat, weiss ich allerdings schon eine halbe Minute nach dem Aufwachen die Details nicht mehr.

Gut, der Traum kann Dir vielleicht schon was sagen. Ich glaube allerdings nicht, dass er die einzige Möglichkeit aufzeigt, sodern nur eine von vielen.
Mir ist aufgefallen, dass Du in dem Traum ohne Familie völlig allein und ausgestoßen bist.
a) warum bist Du ausgestoßen, wenn Du selbst gegangen bist, und
b) hast du ausserhalb Deiner Familie keine Freunde?

b) ist übrigens auch bei mir ein Thema, allerdings kümmere ich mich da trotz guter Partnerschaft drum, und ich habe das an meinem letzten Wohnort geschafft und an meinem relativ neuen wieder. Und zwar ganz bewusst auch ausserhalb von Selbsthilfegruppen, sondern ganz normal dort wo mich etwas interessiert. Und ich glaube, das wird auch tragfähig. Vielleicht nicht jeder Versuch, aber ich habe meistens mehrere Eisen im Feuer, von daher muss das nicht klappen.
Ich persönlich finde, (m)eine Partnerschaft ist auch überfordert, wenn sie mich retten muss, weil ich sonst nichts habe. Wenn das keine freiwilige Sache mehr ist, sondern ein Muss mangels anderer Alternativen.
Gespeichert
Gute Menschen kommen in den Himmel.
Schlechte Menschen kommen überall hin.

Susanne68

  • Vollmitglied
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 624
Re: Träume
« Antwort #17 am: 04. Februar 2020, 14:53:29 »

Die Familie meines Mannes kommt aus Süd-Europa,da wo weniger exzessiv dafür aber täglich getrunken wird und Alkoholkonsum zum „Kulturgut „ und „guten Ton“ gezählt wird...

OK, kenne ich auch. In dem Fall kriegen die von mir tatsächlich auch zu trinken, was sie wollen. Allerdings weiss ich auch ganz genau und inzwischen auch aus langjähriger Erfahrung, dass mich das nicht juckt. Aber ich habe natürlich auch mal angefangen...ich sage mal, selbst wenn da Suchtdruck aufkommen würde, würde der mich nicht zum Trinken zwingen, sondern da könnte ich immer noch entscheiden, was ich mache.
Natürlich ist das vielleicht Stress, aber Stresssituationen hatte ich trocken schon einige, und wenn man weiss, dass einen das nicht umhaut, bedeutet das auch eine ganze Menge Freiheit. Das lernt man aber nur durch Erfahrung, kann man also sogar positiv als Herausforderung sehen.
Gespeichert
Gute Menschen kommen in den Himmel.
Schlechte Menschen kommen überall hin.

Ilka

  • Vollmitglied
  • Jr. Mitglied
  • **
  • Beiträge: 68
Re: Träume
« Antwort #18 am: 04. Februar 2020, 19:16:30 »

Rina ich finde das ist ein sehr sehr großes Geschenk von dir an deinen Mann.
Ich könnte das nicht geben.
Hoffentlich weiß er das zu schätzen.
Gespeichert

Greenfox

  • Administrator
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 4415
Re: Träume
« Antwort #19 am: 05. Februar 2020, 05:54:22 »

Die Familie meines Mannes kommt aus Süd-Europa,da wo weniger exzessiv dafür aber täglich getrunken wird und Alkoholkonsum zum „Kulturgut „ und „guten Ton“ gezählt wird...Die Schwiegereltern über mein Problem aufzuklären habe ich mal im kleinen Ansatz versucht und die Reaktion getestet: => Absolutes Unverständnis und totale Ignoranz gegenüber der Krankheit, es wurde sehr abfällig über Alkis hergezogen...und dies obwohl sie beide im Gesundheitswesen tätig waren (Arzt). Das heisst aber eben noch lange nichts...

Nun ja,wir hatten diese Situation schon mal...damals hat mein Mann genau das getan, angekündigt dass es keinen Alkohol gibt. Obwohl er die Entscheidung gegenüber seiner Familie auf sich nahm fielen die negativen Reaktionen und blöden Kommentare auf mich zurück ... Ich will das nicht noch einmal Tagelang hören müssen,deshalb ist es für mich einfacher auf Alkoholika auszuweichen den ich nixht mag,in der Hoffnung dass es aushaltbarer ist.

Sorry, wenn ich nochmal darauf zurückkomme ...

Aber zum Einen finde ich es traurig, dass Dein Mann dann nicht zu DIR steht und seinen Eltern sagt, dass sie gerne wiederkommen können, wenn sie sich über das Thema richtig informiert haben und/oder die Klappe halten und zivilisiert benehmen.
Und zum Anderen: Meine Ex-Frau stammt aus Russland (Prost!) - und somit natürlich auch ihre Familie  ;) und ein sehr großer Teil unserer Freunde. Da kannst Du Dir sicher vorstellen, wie schwer es mir gefallen ist, DENEN zu verklickern, dass ausgerechnet ICH plötzlich nicht mehr mit ihnen trinke! Okay, sie sind nicht ausfällig geworden, haben es aber absolut nicht verstanden.
ZUNÄCHST nicht - aber sowohl meine damalige Noch-Frau als auch ich haben es ihnen (manchmal mehrfach und kleinstkindgerecht ::) ) erklärt. Mittlerweile haben sie es verstanden und akzeptiert.
Übrigens: Von Anfang an gab es nach meiner Abstinenzentscheidung bei uns zu Hause keinen Alkohol - auch meine Frau hat kein Glas Sekt oder Wein getrunken geschweige denn angeboten. Wir haben das nach außen so kommuniziert, auch begründet - und durchgezogen.
Wenn wir irgendwo zu Gast waren, hat meine Frau natürlich auch ein, maximal zwei Glas Sekt/Wein getrunken - mehr hat sie sowieso nie getrunken. Damit will ich nur sagen, dass sie nicht wegen mir ebenfalls auf Alkohol verzichten musste/brauchte/verzichtet hat.

Gruß
Greenfox
Gespeichert
Es rettet uns kein höh’res Wesen,
kein Gott, kein Kaiser noch Tribun
Uns aus dem Elend zu erlösen
können wir nur selber tun!

Susanne68

  • Vollmitglied
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 624
Re: Träume
« Antwort #20 am: 05. Februar 2020, 06:59:31 »

Das Problem dürfte sein, das diese ganzen Überlgeungen für die anstehende Situation vielleicht nicht mehr viel helfen werden. Wenn der Mann da nicht mitzieht und die Schwiegereltern das momentan nicht einsehen wollen, muss man ja trotzdem irgendwie durch die Situation erst mal durch, und das trocken. Nützt ja nicht viel, da nun noch drei Baustellen aufzumachen und alles auf einmal lösen zu wollen, wenn es gerade nicht geht, das schafft ja nur zusätzlichen Druck.

Und deswegen würde ich mich erst mal da drauf konzentrieren, das erst mal irgendwie hinter mich zu bringen. Und das geht auch, 5 Tage kriegt man immer irgendwie rum. Hier gibts ja auch genügend Strategien, sich selbst mal aus der Situation rausnehmen, selber vor allem was Anderes trinken, was einem auch schmeckt, ab und an mal eine Minute tief durchatmen, so ganz banale Dinge. Was da für einen am Besten geht, muss man natürlich selbst herausfinden, hilft leider nichts.
Gespeichert
Gute Menschen kommen in den Himmel.
Schlechte Menschen kommen überall hin.

Greenfox

  • Administrator
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 4415
Re: Träume
« Antwort #21 am: 05. Februar 2020, 08:34:54 »

Ist ja richtig. Aber ich wollte es zumindest mal angesprochen haben und bin ja schon ruhig.
Gespeichert
Es rettet uns kein höh’res Wesen,
kein Gott, kein Kaiser noch Tribun
Uns aus dem Elend zu erlösen
können wir nur selber tun!

Susanne68

  • Vollmitglied
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 624
Re: Träume
« Antwort #22 am: 05. Februar 2020, 11:27:41 »

Ruhig sein, warum. An den Überlegungen an sich ist ja erst mal nichts falsch.
Für mich selbst wars am Anfang allerdings schon eine Schwierigkeit, erst dachte ich - ist ja auch so eine typische "Selbsthilferatgeberdenke", also ich meine jetzt diese ganzen Bücher zu jedem erdenklichen Thema - man kann jedes Problem aus der Welt schaffen.

Aber kann man halt nicht, oder nur zu einem erheblichen Preis, wie wir ja fast alle hier auch irgendwie wissen. Mehrere der länger Trockenen hier haben irgendein Päckchen zu tragen, das man nicht so einfach los wird. Trocken sind wir trotzdem, und oft nicht mal schlecht, also deswegen muss man ja nicht dauernd Trübsal blasen.

Und so ein Thema wie das mit den Schwiegereltern berührt da auch nochmal den Punkt, warum es jeder nur für sich selbst schaffen kann. Nicht nur, weil einen sonst niemand dazu bringen kann, wie wir das bei den Angehörigen immer schreiben, sondern auch deswegen, weil es ausser einem selbst vielleicht niemanden wirklich interessiert und Aussenstehende gar nicht begreifen, was das für einen bedeutet, man mit den Widerständen manchmal auch einfach leben muss und weil es aber fürs eigene Leben und Wohlbefinden trotzdem besser ist, nüchtern zu bleiben, ganz egal, was die anderen darüber denken.

Na ja, und das letzte ist, dass viele, ich auf jeden Fall auch, die Angehörigen ja auch ganz schön strapaziert haben, Krankheit hin, Krankheit her, und wir auch davon profitiert haben, auch wenn wir gerne schreiben, verlassen wäre vielleicht einfacher, und wir von denen auch nicht verlangen können, dass die sich jetzt wegen jedem quersitzenden Furz nun um uns kümmern. Denn schliesslich haben wir ja die Selbstverantwortung, von der wir immer reden. Und unsere Freiheit wollen wir ja auch haben, ich jedenfalls, wo ich überhaupt nicht will, dass es jemanden kümmert was ich mache. Gibt halt nix umsonst...

Und, natürlich können wirs probieren, aber die können genau so gut Nein sagen wir wir auch, und dann müssen wir da durch, wie umgekehrt auch. Womit wir wieder beim Thema wären.
Gespeichert
Gute Menschen kommen in den Himmel.
Schlechte Menschen kommen überall hin.

Rina

  • Vollmitglied
  • Erfahrenes Mitglied
  • ***
  • Beiträge: 184
Re: Träume
« Antwort #23 am: 05. Februar 2020, 12:52:39 »

Vielen Dank für eure Gedanken und Anregungen!

Also meine Schwiegereltern sind sich meiner Krankheit nicht im Klaren,ich habe das Thema nur mal angedeutet um sozusagen die Reaktion zu testen. Und da der Test auf dieses totale Unverständnis traf habe ich es sein lassen . Mein Mann meinte auch es würde alles einfacher machen wenn ich Klartext reden würde, das will ich aber nicht. Es sind Leute,die ich nicht mag,zu denen ich kein Vertrauen habe und ich will sie möglichst weit weg von meiner privaten Gefühlswelt haben. Und sie würden es nicht verstehen...ich habe echt keine Lust mit denen über sowas zu debattieren.

Natürlich „bezahle“ ich einen gewissen Preis für diese Entscheidung...das ist mir schon klar. Aber ich sehe sie allerhöchstens 2x im Jahr,es geht mir dabei nur darum deren Anwesenheit unbeschadet zu überstehen...

Es fehlt mir bei der ganzen Angelegenheit eindeutig an Selbstvertrauen,das habe ich beim Lesen eurer Texte festgestellt. Ich bin nun mal noch nicht so weit jedem gegenüber zu meiner Abhängigkeit zu stehen und auf deren Meinung zu pfeifen. Und ja,wie gesagt,das Verhältnis ist anstrengend genug,es braucht nicht noch mehr Diskussionsstoff...in den Augen meiner Schwiegermutter bin ich so schon nicht gut genug für ihren Sohn,sie muss nicht alles wissen.

Vielleicht kommt mit der Zeit und der wachsenden Abstinenz auch das Selbstvertrauen...
Gespeichert

Susanne68

  • Vollmitglied
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 624
Re: Träume
« Antwort #24 am: 05. Februar 2020, 13:44:36 »

"Zu der Abhängigkeit stehen" ist für mich erst mal unwichtig.
Du könntest auch Veganer werden und sagen, bei euch gibts kein Fleisch mehr, müsstest Du Dich dafür irgendwie rechtfertigen? Genau so kann ich mich aus freien Stücken und aus Gründen, die überhaupt niemanden etwas angehen, dazu entscheiden, keinen Alkohl mehr zu trinken, dazu muss ich überhaupt kein Alkoholiker sein. Es geht ausser mir niemanden etwas an, was ich trinke, wenn ich mich darüber unterhalte, dann weil ich es will, nicht weil ich es muss.
Relativ am Anfang hatte ich mal so eine Phase, da dachte ich, ich frag mal Leute, die mich fragen, warum ich keinen Alkohol trinke, warum sie dauernd welchen trinken. Ich meine, ist doch genau das gleiche..sollen die doch rechtfertigen, warum sie unbedingt Bier oder Wein brauchen. Damit kannst Du jede Anmache in Nullkommanichts abwürgen...habe ich aber nicht oft gebraucht.

Und ich vermute mal mit gutem Grund, deine Schwiegereltern interessiert eigentlich nur, dass sie was zu trinken kriegen, was Du trinkst oder auch nicht, gucken sie vielleicht blöd an, ist aber auch für die nicht so wichtig, so lange ihr Glas gut gefüllt ist. Ich kenne diese Leute zwar nicht, ist aber eher das Normale.

Ich würde das aber auch aus einem anderen Grund gar nicht so an die große Glocke hängen. Ich gehe davon aus, dass Du Deine Schwiegereltern genau so wenig ändern kannst wie man andere Leute ändern kann, so wenig wie man einen Trinker ändert wenn der das nicht will. Und wenn Du da eh schon einen schlechten Stand hast, wird man vielleicht alles darauf zurückführen und wenn Du mit Deinem Mann mal Ärger hast, werden sie behaupten, dass Du trinkst, ob es stimmt oder nicht ist dann sehr wahrscheinlich egal. Da bist Du dann halt die Säuferin, von der er sich doch eh schon lange trennen soll, aus dieser Nummer kommst Du dann nicht mehr raus. Das gilt dann sogar, wenn Du trotzdem trocken bleibst, und das, obwohl ich Dich so einschätze, dass es dann für Dich noch schwieriger wird. Sie würden sich über Dich das Maul zerreissen, denn ihre Meinung über Alkoholiker wirst Du sehr wahrscheinlich nicht ändern.

Ob Du dabei was gewinnen würdest oder nicht doch eher verlieren..also wenn es nicht unbedingt sein muss, würde ich das, glaube ich, genau so machen wie Du. Du musst Dich ja nicht selbst ans Messer liefern. Zur Abhängigkeit musst Du höchstens vor Dir selbst stehen, aber auch nur, wenn Du das brauchst, um trocken zu bleiben.
Gespeichert
Gute Menschen kommen in den Himmel.
Schlechte Menschen kommen überall hin.

Rina

  • Vollmitglied
  • Erfahrenes Mitglied
  • ***
  • Beiträge: 184
Re: Träume
« Antwort #25 am: 05. Februar 2020, 14:54:02 »

Susanne, du hast es auf den Punkt gebracht.

Ich denke auch,das wichtigste ist dass SIE was zu trinken haben,ob ich trinke oder nicht fällt wahrscheinlich gar nicht auf...Ich werde einfach paar Biere und süssen Wein im Keller haben,falls die Aufforderung was „anständiges „ zu servieren kommt...und die kommt ganz sicher. Man kann mir dann die schlechte Gastgeberinnen-Karte nicht zuspielen und wieso mein Mann und ich nichts trinken kann 1000 Gründe haben,das stimmt!! Muss ich mir unbedingt merken,das mit der Gegenfrage...wieso sollte man giftige Substanz zu sich nehmen wenn’s gesunde Alternativen gibt?

Es geht mir mit diesem Besuch jetzt besser,nachdem ich verschiedene Ansichten dazu gelesen habe und mir das mal von der Seele schreiben konnte. Ich kann Dinge ganz gut dramatisieren,da ist es gut neutrale Perspektiven zu sehen...
Gespeichert

Ilka

  • Vollmitglied
  • Jr. Mitglied
  • **
  • Beiträge: 68
Re: Träume
« Antwort #26 am: 05. Februar 2020, 15:54:42 »

Dass du es ihnen nicht anvertraust versteh ich total.
Tät ich auch nicht. 
Auf keinen Fall.
Gespeichert

Rekonvaleszent

  • Vollmitglied
  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 623
Re: Träume
« Antwort #27 am: 05. Februar 2020, 19:32:33 »

Hallo!

Ich kann nur für mich reden. Ich empfange zu Hause keine Leute, die ich nicht mag, die dann noch meinen, sie müssten sich bei mir "einen auf die Lampe gießen".

Mach doch einfach was anderes an dem besagten Tage und komme erst nachts zurück. Das wäre doch ein Kompromiss.

Mit dem Einweihen von Leuten ist das so eine Sache. Viele haben von unserer Krankheit kaum bis gar keine Ahnung und denken, nach ein paar Monaten Karenz könne man wieder moderat und "normal" was trinken. Bei solchen Leuten nützt die Erklärung, man sei alkoholkrank überhaupt nichts. Im Gegenteil, nach ein paar Monaten fangen sie an, einem Alkohol anzubieten oder zum Mittrinken aufzufordern.

Wie gesagt, ich kann dir keinen wirklich guten Rat geben.

ich weiß nur eins, ich empfinge diese Leute bei mir nur ohne Alkohol zu servieren oder ginge selbst weg.

Gruß
Rekonvaleszent



Gespeichert

britt

  • Vollmitglied
  • Sr. Mitglied
  • ****
  • Beiträge: 471
Re: Träume
« Antwort #28 am: 06. Februar 2020, 10:32:02 »

Gut, der Traum kann Dir vielleicht schon was sagen. Ich glaube allerdings nicht, dass er die einzige Möglichkeit aufzeigt, sodern nur eine von vielen.
Ja, warum sehe ich immer nur die dunkle Seite des Mondes….
Selbstverlust-(Passivität gegenüber Fremdbestimmung) ein Wort, dass ich heute zum ersten Mal gehört habe-und der Traum bekommt eine ganz andere Bedeutung:
ICH bin der  leere Schrank  und muss noch herausfinden, was darin von MIR selbst zu liegen und zu hängen hat.
Die Flachmänner stehen im übertragenden Sinn dafür, dass ich das Füllen der Schränke mit meinen eigenen Bedürfnissen nicht mal „so neben bei“ durchführen kann.
Das dauert eben…doch ich habe Zeit…..einen klaren Kopf….und ich bin zuversichtlich, dass die Schränke irgendwann bunt und vielfältig gefüllt sein werden.
Danke   :sun:
Gespeichert

Veneye

  • *
  • Beiträge: 8
Re: Träume
« Antwort #29 am: 13. März 2020, 10:29:01 »

Ich glaube das träume in die Richtung völlig normal sind. Das Unterbewusstsein zieht an der Stelle nich ganz mit.

Im ersten Jahr hatte ich ohne Ende träume von rueckfaellen.
Das ging dann soweit das ich im Traum errinerungen an andere träume hatte wo ich wieder getrunken hatte und mir dachte ach bist ja eh schon wieder am saufen dann kannst jetzt wieder Gas geben.
Und teils dann sogar so verschwommen das der Traum so real war das ich mich dann gefragt habe "hä war ich jetzt rueckfaellig?"
Und dann teils mit Kiste Bier in die langzeittherapie und alle clienten rueckfaellig gemacht unso Quatsch.

Das erwachen war dann immer so die krasse Erlösung.

Habe mich zu der Zeit dann viel mit klartraeumen auseinander gesetzt und traumtagebuch geführt.
Kann mich mittlerweile nicht mehr an einen Traum errinern in dem ich getrunken habe.

Aber es ist völlig normal, daß unterbewusst sein versucht es zu verarbeiten oder so ähnlich.
Gespeichert