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Autor Thema: Ich bin jetzt auch dabei  (Gelesen 16294 mal)

Thomas43

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Re: Ich bin jetzt auch dabei
« Antwort #15 am: 05. November 2019, 20:30:55 »

Alles Gute inzwischen
LG Thomas
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Ina B.

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Re: Ich bin jetzt auch dabei
« Antwort #16 am: 12. November 2019, 12:17:15 »

Hallo zusammen,

Zwillinge sind da, alles gesund und munter.
Ich bin etwas übermüdet vom Kinder hüten denn die beiden Söhne von unserem Sohn (3 u. 5 Jahre) fordern auch die Großeltern.

Was den Alkohol betrifft geht es mir eigentlich gut, ich denke kaum daran. Allerdings bin ich bei Situationen, bei denen ich früher getrunken habe, immer noch sehr unsicher. Neulich habe ich den Laternenumzug geschwänzt, weil es hinterher für die "Großen" immer einen Glühweinumtrunk gibt.
Ebenso wie in der Musikkneipe (mein Mann geht dort gerne hin, ca. 3x pro Jahr), es wird dort nicht viel Alk. getrunken, es gibt durchaus Leute die nur Tee trinken, aber früher habe ich dort Wein getrunken und vor dieser Verknüpfung im Kopf habe ich Angst. Ich bleibe dann zu Hause, stoße auch auf Verständnis und das tut mir dann Leid weil ich weiß mein Mann würde sich freuen wenn ich mit käme.
In der ShG habe ich das angesprochen und alle meinten das würde sich schon geben.
Nun ja, ich bin erst 9 Monate ohne Alkohol und die schon 20 Jahre +.
So, ich wollte mich nur kurz melden, lesen tue ich täglich, wenn ich nicht schreibe, dann habe ich ein Kind auf dem Schoß.

Euch allen einen guten Start in die Woche und
viele Grüße
Ina
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Wodka1964

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Re: Ich bin jetzt auch dabei
« Antwort #17 am: 12. November 2019, 13:17:32 »

Hallo Ina

Gratulation zum doppelten Oma werden. Freut mich immer, wenn Alles gut verlaufen ist. Dass die 2 euch fordern, kann ich mir gut vorstellen. Auch wenn ich selber noch nicht Oma bin. Es gibt nichts Schöneres wie Kinder. Sie sind so "rein", und ehrlich, bringen uns zum Lachen.

Ich denke, wenn nächstes Mal eine Band oder ein Musiker dort auftritt, den du ganz doll magst, schaffst du es, deinen Mann zu begleiten.

Weiter so, es braucht keine zig Jahre um zufrieden abstinent zu sein ;)

Liebe Grüße von Emilie
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Ina B.

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Re: Ich bin jetzt auch dabei
« Antwort #18 am: 13. November 2019, 09:05:16 »

Moin Emilie,

zufrieden bin ich schon, aber zuweilen noch sehr unsicher.
Während meines Klinikaufenthaltes, zur Entgiftung, wurde mir suggeriert dass überall "Versuchungen" lauern die nur darauf warten dass ich wieder Alkohol trinke.
Da ich noch keine Erfahrungen mit Suchtdruck habe und die Erfahrungen meiner "Mitkämpfer" in 2 SHGs nicht selbst machen möchte, fürchte ich mich davor in solche Situationen zu kommen. Also meide ich sie.
Wenn in einem Rahmen, den ich mir selbst ausgesucht habe, Alkohol getrunken wird, habe ich damit überhaupt kein Problem.
Mittlerweile lerne ich auch, die positiven, wenn auch kleinen Veränderungen zu erkennen und zu schätzen.
Auch mir sind unsere 3 Kinder, die den Entzug angeleiert haben, eine große Unterstützung weil sie mich ständig bestärken. Manchmal schäme ich mich dafür, weil es mir ja gar nicht schwer fällt abstinent zu leben und dafür Lob kassieren?
So, mein Job ruft, danach "Familienauflauf" zum Kaffee und Abendessen. Komisch ist das bei uns, wenn sich ein Kind ansagt, kommen immer alle 3 und das mit Familie.
Also Bude voll, aber daran habe ich auch Freude.

Viele Grüße
Ina
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Wodka1964

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Re: Ich bin jetzt auch dabei
« Antwort #19 am: 13. November 2019, 09:27:19 »

Liebe Ina

Nur kurz, bevor ich mich auch ans Tagwerk mache.

Erstmal : Toll, dass deine Kinder so locker damit umgehen, und sie sich oft bei dir treffen. Das ist doch das Schönste was es gibt. Meine sind leider selten zusammen bei mir. Mein Sohn kommt öfters, da er "nur" 120km weit weg wohnt, meine Tochter studiert in Wien, und kommt selten nach Hause, und - wie es ausschaut, bleibt sie auch nach dem Studium in Wien. Um Weihnachten sind aber Beide bei mir, letztes Jahr zwar vor Weihnachten, aber das ist egal. Man kann auch vorher schon lecker essen :)

Zum Thema Suchtdruck : So wie ich es sehe, hast du Missbrauch betrieben .... müsste nochmal dein Vorstellungsgespräch durchlesen ... Meiner Meinung nach sind die Spiegeltrinker am gefährdesten, einen Rückfall zu erleiden. Jemand, der sporadisch getrunken hat, sollte sich nicht zu sehr von denen Aussagen beeinflussen lassen. Heißt nicht, dass sie nicht achtsam sein müssen. Der Weg in die Abstinenz ist für Jeden der gleiche, der eine tut sich halt schwerer. Individuell wie Alles im Leben.

So, nu aber wech.

Hab einen wunderschönen Tag Ina

Liebe Grüße
Emilie
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Greenfox

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Re: Ich bin jetzt auch dabei
« Antwort #20 am: 14. November 2019, 07:18:03 »

Während meines Klinikaufenthaltes, zur Entgiftung, wurde mir suggeriert dass überall "Versuchungen" lauern die nur darauf warten dass ich wieder Alkohol trinke.
Da ich noch keine Erfahrungen mit Suchtdruck habe und die Erfahrungen meiner "Mitkämpfer" in 2 SHGs nicht selbst machen möchte, fürchte ich mich davor in solche Situationen zu kommen. Also meide ich sie.

Hallo, Ina.

Ich glaube nicht, dass Dir etwas "suggeriert" wurde - es wurden Dir nur die alltäglichen "Gefahren" verdeutlicht.
Und wenn man achtsam ist - also auf sich achtet, seine Bedürfnisse und auf die kleinen Warnsignale, die einem der Körper und das Unterbewusstsein senden - und sich selbst ein paar Regeln setzt, kann man, denke ich, ganz normal leben.

Natürlich wollte/möchte ich auch nicht die Erfahrungen anderer machen. Aber genau deshalb habe ich ihnen zugehört - mich aber nicht eingeigelt, sondern meine Vorsichtsmaßnahmeregeln getroffen. Und als mich dann doch eines Tages der Suchtdruck aus heiterem Himmel angesprungen hat  :o war ich vorbereitet und konnte den "Anfall" abwehren  schwitz.
Natürlich war es nicht schön - aber nun habe ich ZWEI Erfahrungen gemacht: zum Einen, wie sich so ein Anfall von Saufdruck wirklich anfühlt - und zum Anderen, dass meine Vorsichtsmaßnahmen tatsächlich gegriffen haben  :D

Wobei ich jetzt nicht sagen möchte, dass es die schlechteste Maßnahme ist, Veranstaltungen zu meiden, a) auf denen man selbst getrunken hat oder b) viel getrunken wird.
Im Gegenteil - zumindest anfänglich ist das ganz gut. Aber man sollte sich nicht selbst in eine Isolation treiben (lassen).

Ich hoffe, Du hattest gestern einen schönen Tag - und hast es heute auch  :sun:

Gruß
Greenfox
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Ina B.

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Re: Ich bin jetzt auch dabei
« Antwort #21 am: 14. November 2019, 09:05:52 »

Guten Morgen zusammen,

ja, gestern war schön aber auch sehr turbulent, wie das eben so ist mit drei Kleinkindern und drei Hunden.

Gegen den Suchtdruck, wenn er denn kommt habe ich schon einen Plan, das lernt man ja auch in der Entgiftung und bei den Gesprächen mit dem Suchttherapeuten.
Allerdings habe ich von mehreren "Ehemaligen" gehört, dass man in so einem Fall alle Pläne vergessen hat.
Nun habe ich auch Plan B, also immer jemanden aus meiner Familie greifbar der dann auch weiß was zu tun ist.
Unsere Kinder wohnen nicht weit weg, von fünf Minuten fußläufig bis 15 Minuten mit dem Auto.
Ich könnte auch nicht mal eben Alkohol besorgen, das wäre schon schwierig.
Einigeln tue ich mich auch nicht, wir haben ein Ferienhaus in einem ganz kleinen Dorf (263 Einwohner) und ein Dorf weiter gibt es eine VHS die ich jetzt erst entdeckt habe.
Aber es gibt mehrere Kurse dort für die ich mich interessiere und mich zum neuen Jahr einschreiben werde.
Treffen mit Freunden ist auch kein Problem, viele trinken schon immer keinen Alkohol oder nur wenig.
In den SHGs bin ich der "Frischling" und bekomme viele Tipps, die ich aufmerksam anhöre und versuche für mich passendes umzusetzen.
Also im Großen Ganzen bin ich sehr zufrieden mit meiner Entwicklung ohne Alkohol aber eben manchmal unsicher ob mich "in Gefahr" begebe. Das ist aber auch nicht immer so, wie so oft: Die Tagesform entscheidet.
Heute wird aber ein schöner Tag, es ist klarer Himmel und Sonnenschein, und nur wenig Arbeit.

Euch auch einen schönen Tag und
viele Grüße
Ina
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Wodka1964

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Re: Ich bin jetzt auch dabei
« Antwort #22 am: 14. November 2019, 13:57:55 »

Super Ina. Ich habe es auch endlich geschafft, das Angebot der VHS zu durchforsten. Viel Angebot für kleines Geld :)

Viel Spaß wünscht dir
Emilie
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Greenfox

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Re: Ich bin jetzt auch dabei
« Antwort #23 am: 14. November 2019, 16:00:06 »

Das ist aber auch nicht immer so, wie so oft: Die Tagesform entscheidet.

Auch bei mir gilt auch heute noch immer und jedes Mal: Einzelfallentscheidung  44.

Ja, VHS sind eine feine Sache. Leider habe ich nicht so die Zeit dafür, wie ich gerne hätte.
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Ina B.

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Re: Ich bin jetzt auch dabei
« Antwort #24 am: 24. November 2019, 18:42:50 »

Hallo Ihr Lieben,

ich brauche mal wieder Eure Meinung.
Es wird eine Situation auf mich zukommen von der ich noch keinen Plan habe, wie ich damit umgehen soll. Aber solange ich keinen Plan habe konzentrieren sich meine Gedanken immer wieder darauf ohne eine Antwort zu finden.
Kurz die Geschichte vorab.
Mein Mann hat einen Freund, schon lange Wittwer und mit wechselnden Freundinnen. Sie wechseln etwa alle zwei Jahre und mit allen habe ich mich gut verstanden.
Vor ca. drei Jahren brachte dieser Freund eine "neue" mit, mit der kam ich gar nicht klar, sie hatte ein unmögliches Benehmen.
Eingeladen bei uns kamen sie gegen 16.00 Uhr zum Kaffee mit anschließendem Grillen. ( Damals habe ich ja noch getrunken).
Nach dem Kaffee gab's kalte Getränke, für die Männer ein Bier, damit gingen sie dann runter zum See, um nach den Fischen oder so zu schauen.
Ich hatte Apfelschorle, (es war 17.00 Uhr) sie wusste noch nicht was sie trinken wollte.
Als die Männer außer Sicht waren ging Sie ins Haus, ich dachte zur Toilette.
Wieder nach draußen kam sie mit einem großen Glas und meinte: " ich hab' mir mal einen Drink gemacht." (Sie war an meinen Schränken !!!)
Auf meinen fragenden Blick antwortete sie mit: "Gin mit Sprudel". Den hätte ich ihr nicht angeboten, wusste gar nicht mehr dass wir den haben. Bestimmt 10 Jahre alt.
Ständig fragte sie ob ich denn den ganzen Abend nur Schorle trinken wollte. Das wollte ich nicht aber es war mir noch zu früh für Alkohol, war ja noch nicht meine Zeit.
Zum Gin holte sie sich eine Flasche Weißwein aus meinem Kühlschrank und sagte zum Abendessen möchte sie aber Rotwein trinken.
Ich deckte den Tisch für's Abendessen und wollte mir jetzt auch ein Glas Wein einschenken und erntete Protest der sich dann legte als ich versicherte dies sei nicht die einzige Flasche.
Zum Essen trank sie eine Flasche Rotwein und verlangte dann "etwas Ordentliches". Ihr Benehmen wurde Zusehens schlimmer.
Als die Beziehung mit unserem Freund zu Ende ging war ich froh, nur leider ist diese Frau wieder aktuell.
Wir werden nicht umhin kommen sie mit einzuladen und davor fürchte ich mich. Sie ist mir unangenehm weil sie mich zum Trinken nötigen wird (solange für sie genug da ist), außerdem ist sie "dumm-frech" und impertinent.
Um unseren Freund nicht zu verprellen muss ich sie mit einladen und meine Lieblingsvariante VERMEIDUNG kann in diesem Fall nicht greifen. Kein Alkohol im Haus geht auch nicht, wenn die Männer zwei Bier den ganzen Abend trinken möchten, sollen die das gerne tun. Meinetwegen kann sie sich auch betrinken solange sie mich in Ruhe läßt, tut sie aber nicht. Meistens kommt sie auch schon angetrunken bei uns an.

So, ich würde gerne hören wie Ihr darüber denkt, wie ich mich verhalten soll. Mein Mann sagt dazu, ich solle mir doch nicht vorher schon einen Kopf machen. Sehr hilfreich.
Wenn Euch nichts schlaues dazu einfällt, packe ich meinen Tee ein und fahre in die Eifel.
Es eilt übrigens nicht, dieses Jahr werde ich nicht mehr von ihr heimgesucht.

Das Schreiben hat schon mal ein wenig geholfen.
Danke für's Lesen und einen noch einen schönen Sonntag Abend

Ina

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Greenfox

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Re: Ich bin jetzt auch dabei
« Antwort #25 am: 24. November 2019, 19:54:17 »

Wenn Euch nichts schlaues dazu einfällt, packe ich meinen Tee ein und fahre in die Eifel.

Ich wüsste nicht, was diese Idee noch toppen kann  44. ICH finde sie SUPER!

Wenn Dein MANN die beiden unbedingt einladen will - Bitteschön, dann soll er sich auch kümmern. Und wenn ich es richtig verstanden habe, ist es ja auch SEIN Freund.
Und Du hast an dem entsprechenden Wochenende zufällig Mädelstreffen in XY ...
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Ina B.

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Re: Ich bin jetzt auch dabei
« Antwort #26 am: 24. November 2019, 21:43:46 »

Tja Greenfox,

das hilft mir genau ein Mal.
Wie schon gesagt, mit Vermeidung komme ich diesmal nicht weiter denn es wird nicht bei einem Besuch bleiben.
Und, es ist schon ein gemeinsamer Freund, wir unterscheiden nicht in meine Freunde und seine.
Eine Grundsatzhaltung muss her.

Grüße
Ina
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Rekonvaleszent

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Re: Ich bin jetzt auch dabei
« Antwort #27 am: 24. November 2019, 22:39:23 »

Hallo!

Besagte Dame dürfte auch ein Alkoholproblem haben.

Da fallen mir nur 2 Lösungen ein:

1.) Der Freund kommt ohne besagte Person, die dir nicht gefällt. Genau so kannst Du es gegenüber deinem Mann kommunizieren. Sie tut dir nicht gut. Sie trinkt und animiert. Das hälst Du nicht aus und möchtest Du dir auch nicht zumuten.

2.) Alkoholfreier Haushalt, auch bei Besuch.

Die Lösungen werden dir nicht schmecken.

Zu mir nach Hause kommen keine Kampftrinker, Sauf-Animateure oder Leute, die mir nicht gut tun. Da bin ich konsequent.

An anderer Stelle wurde nicht nur mir geraten: Sorgen Sie dafür, dass es Ihnen gut geht.

Genau daran halte ich mich.

Warum möchtest Du es anders handhaben und dich in Gefahr begeben? Das leuchtet mir nicht ein.

Gruß
Rekonvaleszent
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Greenfox

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Re: Ich bin jetzt auch dabei
« Antwort #28 am: 25. November 2019, 05:49:27 »

Kampfansage an Deinen Mann:
"Entweder meine Gesundheit/Trockenheit - ergo: kein Alkohol im Haus, ergo: diese Kampftrinkerin bleibt weg. Oder: ich bin für diese Zeiten jeweils zum Mädelsabend. Meine Entscheidung steht. Nun DEINE?"
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Camina1969

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Re: Ich bin jetzt auch dabei
« Antwort #29 am: 25. November 2019, 07:57:18 »

Hallo Ina,

als ich trocken wurde, empfand ich es als Vorteil, alleine zu leben, so dass ich meine Regeln für meinen Haushalt und mein alkoholfreies Leben ganz ungestört aufstellen konnte. Einigen Freunde musste ich dabei trotzdem unbequem werden. Aber mir war zu dem Zeitpunkt (endlich!) sonnenklar, dass ich meine Nüchternheit ganz oben in meiner Prioritätenliste aufhängen musste, wenn das was werden sollte. Zu oft hatte ich vorher wieder Kompromisse gemacht (weil ich ein Anpasser war) und mich damit überfordert.

Ich musste (auch?) erst lernen, meine Grenzen zu ziehen, meine Bedürfnisse ernst zu nehmen, die notwendigen Maßnahmen für meine Gesundheit durchzusetzen. Aber so eine existentielle Sache wie unsere Alkoholkrankheit hilft dabei, finde ich. Dass ich alkoholkrank bin, zeigt mir, dass es für mich nicht wie vorher mit „ach, das krieg ich schon hin“, „Zähne zusammenbeißen und durch“, „stell dich doch nicht so an“ usw. funktionieren wird.

Das zu leben hat mit Selbstvertrauen zu tun und erfordert Mut, finde ich. Den wünsch ich dir!

Herzlichen Gruß
Camina
jetzt manchmal mutig
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