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Autor Thema: Kneipe vs Zuhause  (Gelesen 419 mal)

texasritter

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Kneipe vs Zuhause
« am: 27. Mai 2019, 21:13:49 »

Warum bekomme ich nach ein paar Kurzen in der Kneipe, einen Kater?

Warum kann ich die selben Kurzen zuhause aus der Flasche exen und das ohne Kater?

Wie komme ich nur neben der Arbeit vom Alkohol weg ohne auszufallen ?

Morgen ist wohl der Letzte Versuch aufzuhören, meine Leber will nicht mehr, geht es mir besser will ich nicht mehr leben.... Es ist die Hölle, dann trink ich wieder fühle mich besser, aber so langsam bringt meine Leber mich um, habe inzwischen Tage an denen sie einfach nichts mehr abbaut.

Bin aber noch zu jung zum sterben, aber der Entzug ist jedesmal härter, wenn es diesmal nicht klappt, bin ich weg, aber in Frieden zwischen Schnaps und Dosenbier.

Wünscht mir Glück......Warum gehe ich nicht zum Arzt? Weil es mir peinlich ist, nicht das ich Alkohol trinke sondern, dass ich anscheinend nicht aus eigener Kraft aufhören kann. Und wenn ich stationär behandelt werden würden, würde ich meine Arbeit, mein Lebensinhalt verlieren.....Es ist einfach nur zum kotzen....alles führt nur zu einem Ausweg, seit denn ich schaffe den Absprung trotz Arbeit.

ging es jemanden so? hat es wer geschafft? Was hat die geholfen? War schon mehrmals im Delir, habe eine starke Herzschwäche und meine Leber ist so Tot das selbst Obst tötlich ist..........Morgen startet mein letzter Versuch, wünscht mir Glück.
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Rekonvaleszent

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Re: Kneipe vs Zuhause
« Antwort #1 am: 27. Mai 2019, 22:11:32 »

Hallo!

Du möchtest morgen einen kalten Entzug beginnen und das mit deiner Krankengeschichte. Du weist, dass ein kalter Entzug lebensgefährlich sein kann.

Ich kann dir nur davon abraten.

Geh lieber um Arzt und dann in eine qualifizierte Entgiftung, die dauert ein paar Tage, da wirst Du krank geschrieben. Und danach direkt zur Suchtberatung, mit der Du klärst, ob und ggf. welche Therapieform für dich in Betracht kommt. So was geht auch ambulant neben dem Job.

Wegen des Jobs brauchst Du somit keine Angst haben.

Also raff dich auf und wurschtel nicht alleine vor dich hin.

Gruß
Rekonvaleszent
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Harald

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Re: Kneipe vs Zuhause
« Antwort #2 am: 28. Mai 2019, 16:56:05 »

Hallo,

ich kann mich nur der Antwort von @Rekonvaleszent anschließen. Ich habe auch den kalten Entzug versucht. Das ging absolut nach hinten los. Ich weiß heute nicht, was passiert wäre, wenn meine Frau nicht den Notarzt geholt hätte.

Ich hatte damals auch Angst, was mit der Arbeit passiert und die Familie und meine Bekannten denken. Ich sah auch keinen vernünftigen Ausweg. Alles schien vollkommen aussichtslos. Aber das war ein Irrtum. Nach der Entgiftung und der Therapie habe ich wieder ein Licht am Ende des Tunnels gesehen. Nun nach drei Jahren Trockenheit fallen mir viele Dinge ein, die das Leben lebenswert machen. Dazu zählt der Alkohol nicht.

Also auch mein Rat, lass dich auf professionelle ein und du wirst sehen, dir wird geholfen. Bei einer Grippe gehst du ja auch zum Arzt. Oder?

Gruß Harald
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„Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren!“

Trotzpeter

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Re: Kneipe vs Zuhause
« Antwort #3 am: 01. Juni 2019, 20:01:41 »

Hallo,

ich kann dem bisher geschriebenen nur zustimmen. Selbst habe ich nie eine Entgiftung in der Klinik gemacht, habe immer wieder kalt entzogen und die Risiken ausgeblendet. Ich hätte dabei drauf gehen können. Und die Angst, die ich dabei hatte, war einfach nur schrecklich, das brauche ich nie wieder.
Trocken bin ich nun seit etwas mehr als sechs Monaten und habe vor Kurzem eine stationäre Therapie beendet. Davor hatte ich auch viel Angst, dass meine Arbeit futsch sein wird, all mein Erreichtes. Deshalb habe ich auch sehr lange gebraucht, um den Weg in die Therapie anzutreten. Damals sagte mein Körper mir auch schon lange, dass er den Alkohol nicht mehr lange mitmacht.
Nun bin ich wieder in meinem Job und stelle fest, dass gar nichts weg ist. Mein Job ist noch da und ich bin jetzt in der Lage, ihn vernünftig zu machen. Und ich kann trocken noch ganz viele andere Dinge auch (wieder) machen, die mir zuvor durch die Sucht und den Konsum verwehrt geblieben sind.
Daher kann auch ich nur den Weg zur professionellen Hilfe wärmstens empfehlen.
Viele Grüße & alles Gute
Matthias
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