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Autor Thema: Heute in der Zeitung  (Gelesen 19946 mal)

Caroline

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Heute in der Zeitung
« am: 18. Januar 2019, 15:35:03 »

https://www.berliner-zeitung.de/gesundheit/gar-nix---warum-muss-ich-mich-staendig-rechtfertigen--dass-ich-keinen-alkohol-trinke--31875326

Ich dachte, dass hätte sich in den letzten Jahren gebessert?

Zumindest in meinem Umfeld merke ich da schon Verbesserungen. Ich wurde mal (mit großen Fragezeichen in den Augen) gefragt was ich denn anstatt dessen trinken würde!? Das fand ich schon fast amüsant.

Merkt Ihr einen Wandel in der Gesellschaft?
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Re: Heute in der Zeitung
« Antwort #1 am: 18. Januar 2019, 21:59:32 »

Hallo!

In den Lokalen, in denen ich verkehre, bin ich kein Exot, weil ich keinen Alk trinke, da es dort genau so normal ist, keinen zu trinken. Dort hat mich noch niemand gefragt.

Und wenn mich mal einer fragt, dann gibt's die Antwort: "Weil ich ihn nicht vertrage und er mir nicht bekommt." Damit ist das Thema für mich erledigt.

In reinen Saufkneipen verkehre ich nicht mehr.

Gruß
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Re: Heute in der Zeitung
« Antwort #2 am: 09. Februar 2019, 12:31:21 »

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/polizei/kollision-mit-streifenwagen--eltern-von-getoeteter-frau-erheben-schwere-vorwuerfe-32011050

Polizist soll im Dienst im angetrunkenen Zustand eine junge Frau tot gefahren haben. Erschreckend.

Gruß
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Greenfox

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Re: Heute in der Zeitung
« Antwort #3 am: 09. Februar 2019, 15:44:44 »

... SOLL ...

Und wenn er es war, finde ich genauso erschreckend die unfassbare "Sprachlosigkeit" der Kollegen und Vorgesetzten: die "Unglücksfahrt" fand ja nicht zum unmittelbaren Dienstbeginn statt  :-[ . Warum hat da nicht der Streifenführer (Beifahrer), der Wachleiter etc reagiert? Denn bei >1 o/oo hätten sie etwas merken müssen - und der Kollege hätte auch schon vorher in irgend einer Weise auffällig gewesen sein müssen. Aber vermutlich haben alle die Schnauze gehalten - auch weil sie nicht wussten, wie sie damit umgehen sollen ...
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Britt

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Re: Heute in der Zeitung
« Antwort #4 am: 22. Februar 2019, 07:41:29 »

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Britt

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Re: Heute in der Zeitung
« Antwort #5 am: 17. April 2019, 08:45:59 »

DAK Gesundheitsreport 2019:
Alkohol: Jeder zehnte Arbeitnehmer trinkt riskant. Folgen für die Arbeitswelt: abgelenkt und zu spät.
https://www.dak.de/dak/bundes-themen/gesundheitsreport-2019-2064324.html
LG Britt
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Re: Heute in der Zeitung
« Antwort #6 am: 31. Juli 2019, 12:06:11 »

ich bin fassungslos und finde keine Worte, zu was ein Mensch fähig ist:

**Link wurde gelöscht**
« Letzte Änderung: 01. August 2019, 17:24:10 von Greenfox »
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Re: Heute in der Zeitung
« Antwort #7 am: 01. August 2019, 17:30:49 »

@britt und auch alle anderen:

Bei allem Verständnis für die emotionalen Reaktionen auf aktuelle Ereignisse: Bitte unterlasst Posts, die in irgendeine politische Richtung/Diskussion ausarten können! Denn das artet erfahrungsgemäß aus - alleine wenn ich die  :o Reaktionen auf Meinungsäußerungen in den öffentlichen Medien sehe, wenn sich jemand egal wie (pro oder contra irigend etwas) äußert ... und das wollen wir hier nicht.
Ich hoffe sehr, Ihr versteht das.
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Re: Heute in der Zeitung
« Antwort #9 am: 02. Januar 2020, 22:56:56 »

Heute gesehen:

https://www.nordbayern.de/region/treuchtlingen/teufelsanbeterin-sprengt-in-auernheim-andacht-1.9687027

Nachfolgend die Kopie des Berichtes, die für uns wichtigste Stelle habe ich gesondert hervorgehoben... ;)


"Teufelsanbeterin" sprengt in Auernheim Andacht

Aggressive Kirchengegnerin beleidigt und bedroht an Silvester Pfarrer und Gemeinde - 02.01.2020 06:04 Uhr

AUERNHEIM - Eine selbsternannte Teufelsanbeterin hat stark betrunken den Silvestergottesdienst in Auernheim ruiniert. Der Pfarrer reagierte souverän. Eine schräge, brenzlige und auch ein wenig tragische Neujahrsgeschichte...
Zwischen Kabarett und Straftat: In der Auernheimer Georgskirche spielten sich am Silvesterabend hanebüchene Szenen ab.

Zwischen Kabarett und Straftat: In der Auernheimer Georgskirche spielten sich am Silvesterabend hanebüchene Szenen ab. © TK-Archiv

Wenn sich die Auernheimer Kirchgänger von diesem Silvesterabend nicht noch in Jahren aufgeregt erzählen, müsste das schon mit dem Teufel zugehen. Das tut es allerdings tatsächlich irgendwie. Und mit Alkohol, viel Alkohol. Und mit einem geduldigen Pfarrer, der für den schrägen Vorfall offenbar mehr Gelassenheit und Humor mitbringt als Gemeinde, Polizei oder sonst wer.

"Eine amtsbekannte Neueinwohnerin von Auernheim störte den Gottesdienst derart, dass dieser unterbrochen werden musste." Was sich im Pressebericht der Treuchtlinger Polizei so nüchtern liest, schildert Ortspfarrer Rüdiger Schild auf die ihm eigene, augenzwinkernde Art. Eines allerdings vorweg: "Seit über 30 Jahren bin ich Pfarrer, aber das ist mir noch nicht passiert."
Pfarrer Rüdiger Schild blieb angesichts der Entgleisungen der betrunkenen "Kirchenkritikerin" gelassen und versuchte, den Gottesdienst fortzusetzen - mit mäßigem Erfolg.

Pfarrer Rüdiger Schild blieb angesichts der Entgleisungen der betrunkenen "Kirchenkritikerin" gelassen und versuchte, den Gottesdienst fortzusetzen - mit mäßigem Erfolg. © TK-Archiv

Nach dem Silvestergottesdienst in Windischhausen trifft Schild am Dienstagabend kurz vor halb sieben zum Gottesdienst in Auernheim ein. Schon vor der Georgskirche kommt die Mesnerin auf ihn zugelaufen und ruft: "Herr Pfarrer, ich bin angegriffen worden!" Eine betrunkene Frau habe sie attackiert, nur durch das beherzte Eingreifen zweier weiterer Gottesdienstbesucher habe sich die Situation beruhigen lassen. Die Angreiferin sitze nun in der ersten Kirchenbank und wolle "den Pfarrer sprechen".
"Sie glaube an den Teufel"

Der stellt sich dem Störenfried. "Die Frau war sturzbetrunken und hat mir zunächst erklärt, dass die Kirche ja öffentlich sei. Sie sei zwar noch nie in der Kirche gewesen, aber heute gehe sie hin", erinnert sich Rüdiger Schild. Doch dabei belässt es die Mittvierzigerin nicht, die, wie sich später herausstellt, auch an ihrem früheren Wohnort in Heidenheim schon mehrfach unangenehm aufgefallen ist. "Jesus sei ja nur eine Erfindung, hat sie mir gesagt", erzählt Schild. "Sie selbst sei katholisch, glaube aber an den Teufel."

Immer mehr redet sich die Frau in Rage. "Ich spucke auf Jesus! Ich spucke auf Euren Glauben!", wirft sie Pfarrer und Gemeinde an den Kopf. Und als ersterer noch diplomatisch versucht, sie aus dem Gotteshaus zu komplimentieren, droht sie: "Ich hau’ Dir gleich den Hut vom Kopf!"

"Ein Gemeindemitglied hatte zu diesem Zeitpunkt schon die Polizei gerufen, aber es hieß, die habe gerade einen Einsatz in Pappenheim und es könne etwas dauern, bis sie hier ist", berichtet Rüdiger Schild. Was also tun? "Ich habe dann einfach mit dem Gottesdienst begonnen, die Gemeinde wurde schon unruhig."
Pfarrer und Posaunisten verhöhnt

Die Geduld des Geistlichen zahlt sich jedoch nicht aus. "Ist Euch schon die Puste ausgegangen?", ätzt der ungebetene Gast nach dem Vorspiel des Posaunenchors. Die Frau denkt gar nicht daran, die Menschen ihre Andacht feiern zu lassen – und wenn man sie rauswerfe, "komme ich wieder". Pfarrer und Mesnerin gegenüber wird die Frau immer aggressiver und beleidigender – vor allem als sich Schild demonstrativ an die Gemeinde wendet: "Da sehen Sie, was der Alkohol aus einem Menschen machen kann." Es wird laut.

"Das war über weite Strecken Life-Kabarett, was da lief", blickt Rüdiger Schild kopfschüttelnd zurück. "Die Gemeinde war aber nicht so ruhig und vor allem viele ältere Gottesdienstbesucher waren schockiert."

Glücklicherweise trifft dann doch schon nach einer knappen Viertelstunde die Polizei ein. Von den Beamten lässt sich die selbsternannte "Teufelsanbeterin" widerstandslos nach draußen bringen – scheinbar weiß sie, was sie erwartet. Das sind immerhin zwei Strafanzeigen, eine wegen Beleidigung und eine wegen "Störung der Religionsausübung".
Ein seltener Straftatbestand

"Ich wusste bis dahin gar nicht, dass das eine Straftat ist", räumt Rüdiger Schild verwundert ein. Er selbst habe den peinlichen Auftritt der Störerin eher ruhig beobachtet, doch "der Gemeinde hat sie den Silvestergottesdienst ganz schön verdorben".

Ganz zu Ende ist die Geschichte damit freilich noch nicht. Denn seit dem Neujahrsmorgen erhält der Geistliche nun im Halbstundentakt Telefonanrufe von der Nummer der aggressiven "Kirchenkritikerin". Nimmt er ab, herrscht jedoch Schweigen. "Die Nummer wird jetzt auf den Anrufbeantworter weitergeleitet", hat Schild auch dafür eine Lösung gefunden.

Und wenn die Frau bei ihm persönlich auftauchen würde, vielleicht sogar, um sich zu entschuldigen? "Dann würde ich auch mit ihr reden", so der Pfarrer. Denn ein Hausverbot in Gottes Haus sei wirklich nur das allerletzte Mittel. Das hat lediglich einer: der, an den die unhöfliche Besucherin nach eigenen Worten glaubt
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Britt

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Re: Heute in der Zeitung
« Antwort #10 am: 02. Januar 2020, 23:50:09 »

Ja, es gibt diese Straftat,aber..
Strafgesetzbuch (StGB)
§ 20 Schuldunfähigkeit wegen seelischer Störungen
Ohne Schuld handelt, wer bei Begehung der Tat wegen einer krankhaften seelischen Störung, wegen einer tiefgreifenden Bewußtseinsstörung oder wegen Schwachsinns oder einer schweren anderen seelischen Abartigkeit unfähig ist, das Unrecht der Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln.
...Da der Konsum von Alkohol oder Drogen – wenn auch nur Zeitweise – die Hirntätigkeit beeinträchtigt, kann dies als Grund für eine Schuldunfähigkeit angesehen werden....ebenso wie eine
...Krankhafte seelische Störung (z. B. Erkrankungen des Zentralnervensystems wie Alzheimer oder Demenz, Epilepsie, Schizophrenie, Vergiftungen, Folgeschäden nach einer Hirnverletzung oder die Abhängigkeit von Alkohol, Drogen oder Medikamenten)
Leider steigt wohl ein Beamter wieder umsonst ins Papier..
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proky

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Re: Heute in der Zeitung
« Antwort #11 am: 03. Januar 2020, 00:00:16 »

Ich fand diesen Zeitungsartikel ganz interessant, weil er doch m.E. sehr gut in unser Forum passt. Gerade die Aussage des Pfarres spricht doch Bände - deswegen habe ich diese gesondert hervorgehoben.

Wie Alkohol doch einen Menschen zerstören kann, dass ist die eigentliche Moral dieser (Zeitungs-) Geschichte...




Die juristische Sache, ob die Frau nun Schuldfähig ist oder nicht, müssen andere Menschen klären. Unabhängig davon, ist die Judikative nun mal verpflichtet Ermittlungen zu einer - in diesewm Fall sogar zwei - Straftat(-en) aufzunehmen.

Für uns jedenfalls sollte aber nicht die juristische Entscheidung über die Schuldfähigkeit zur Debatte stehen, sondern die Zerstörung eines Menschen durch Alkohol.

Das wollte ich mit diesem Artikel aufzeigen...
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Susanne68

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Risu

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Re: Heute in der Zeitung
« Antwort #13 am: 08. Januar 2020, 07:20:43 »

„Ich musste erst heraus finden, dass das wichtiger ist als süchtig zu sein.“

So wahr. :-)
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Viele Grüße,
Risu

Greenfox

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Re: Heute in der Zeitung
« Antwort #14 am: 08. Januar 2020, 19:05:44 »

Yepp. Das Einfache, das so schwer getan.  44.
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