Alkoholforum - Für Betroffene, Angehörige und Interessierte

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 am: 11. Januar 2022, 00:07:16 
Begonnen von ichso - Letzter Beitrag von Britt
Moinsen,
toller Abschied von Charly Hübner. Hat mir sehr gut gefallen.
Allerdings hadere ich mit Bukows Nachfolgerin..ausgerechnet Melly, seine Halbschwester..
Lina Beckmann alias Melly ist übrigens die Ehefrau von Charly Hübner. Das Geld bleibt also in der Familie.
Ach und eins noch: Bela B.'s Auftritt als runtergerockter Musiker fand ich schauspielerisch viel gelungener als Udo's bei Charlotte Lindholm.
Bis demnächst und bleibt gesund!

 92 
 am: 10. Januar 2022, 23:31:32 
Begonnen von ichso - Letzter Beitrag von ichso
Achjee... An euren Antworten erkenne ich, dass ich mein Leben seit den Entzügen komplettest! danach ausrichte :(

Eine einzige Ausnahme war das Behinderten-Tanzen, dass hier einmal monatlich stattfand. Da bin ich hin trotz Alkoholausschank und RaucherInnen vor der Tür.

Tanzen war mein Leben. Mein größtes Vergnügen. Gern auch allein. Ohne Partner. Und auch allein auf der Tanzfläche ;) Nüchtern ging das hervorragend. Viel besser als bekifft oder voll.

Ich  lasse das jetzt mal im Kopf alles rollen. Fühle mich alt und krank.

Zuckerarzt ist gegen Psychiatrieaufenthalt wegen Omikron. Aber er stellte mir ein Rezept für Herzsport aus. Und ich darf nochmal an einer Insulinschulung in der Gruppe teilnehmen. Start bei beiden noch unbekannt. Kasse muss erst ja sagen.

Babysteps raus aus der Angst und der Einsamkeit. Weihnachten war so familiär und Silvester wieder: Nee, du nich. Will meinen Kindern nicht beim trinken zusehen. Im Biergarten bei Fremden ist das in meinem Kopf möglich, aber sinnlos.

So also jetzt dünnhäutig nach dem plötzlichen Tod von M. Babysteps.

Alles ist möglich, also auch das Gute?

Eben auf HR einen Tatort beim stricken gesehen über Crystal Meth. Das Suchtmittel ist ja erstmal egal. Der Weg rein und raus der gleiche.

Da will ich auf jeden Fall nicht mehr hin. Nur heute nicht.

 93 
 am: 10. Januar 2022, 18:23:27 
Begonnen von ichso - Letzter Beitrag von Susanne68
Liebe ichso,

Mir macht mehr zu schaffen, dass es Menschen gibt, die meine Suchtkrankheit(en) nicht haben - und deshalb "einfach mal" feiern können.

ich stell jetzt mal ganz bewusst (aber nicht provokant) die Frage: warum kannst Du nicht "einfach mal" feiern?

Wenn man von Corona mal absieht, war ich, seit ich trocken bin, auf mehr und besseren Feiern als die ganzen Jahre, als ich noch gesoffen habe.
Früher musste ich immer aufpassen, dass ich nicht schlecht auffalle, und entweder habe ich mich dann erst zu Hause richtig abgeschossen oder ich wusste sowieso nur noch höchstens die Hälfte. Jedenfalls hatte ich oft einen Pegel, bei dem sowieso keine besonderen Unterhaltungen mehr zu Stande kamen.

Nachdem ich aufgehört hatte, habe ich sehr schnell gemerkt, dass es mir egal ist, was mein Tischnachbar trinkt, solange er nicht nur noch lull und lalll ist. Aber selbst damit konnte ich schnell umgehen. Und dann habe ich gemerkt, dass ich selbst viel mehr von diesen Feiern habe, wenn ich dabei nüchtern bleibe. Das fing damit an, dass ich gerne in die Berge gehe. Und auf den Hütten wird gerne gepichelt. Deswegen nicht mehr in die Berge, wäre für mich auf gar keinen Fall in Frage gekommen. Paar Wochen trocken, mein Partner hatte keine Zeit, war ich da das erste mal wieder allein unterwegs, musste für mich gehen. Und weil es da in der Regel voll ist, sitzt Du auch nicht allein am Tisch. Da merkte ich, dass ich damit keine Probleme habe.

Ich war aber noch nie  - auch früher nicht - so die Sylvester-, Faschings-, oder Partymaus. Aber es gibt ja auch andere Feiern. Betriebs-, Vereins-, Familienfeiern. Auch Stadtfeste, sind ja auch oft feucht-fröhlich, macht mir trotzdem Spaß. Meistens sind ein paar Nüchterne, in paar Wenig-Trinker und ein paar Trinkprofis dabei. Damit komme ich gut klar.
Und ich brauch das auch nicht gerade jede Woche, derzeit vermisse ich es gar nicht.

Wie ist das bei Dir begründet? Schlechte Erfahrungen oder tatsächlich Angst? Ich steh da auf dem Schlauch, weil ich das so überhaupt nicht kenne. Natürlich gibts manchmal Deppen, die eine drängen, aber da ich sowieso nie einfach mache, was man von mir will, ist mir da noch nie was passiert.

Und wenn bei mir jemand trinken will, muss er es sich halt mitbringen. Das ist klar kommuniziert. Mein Vater hat da übrigens auch nie Rücksicht drauf genommen, dem habe ich eigenhändig das Schapsglas im Pflegebett noch an den Mund gehalten. Neulich hab ich ja auch schon mal angerissen, das ich z.b. eine trockenen Kneipier kenne und selbst auch schon verschiedenes gemacht habe...ich finde das toll, dass das geht.
Ich hab nicht mit dem Saufen aufgehört, um mich einzuschränken, sondern um mehr Freiheiten zu haben. Besoffen hätte ich vieles gar nicht mehr hingekriegt.

Was ich damit sagen will, ich richte meine Lebensgestaltung nicht daran aus, ob es irgendwo Alkohol gibt oder nicht. Ausser natürlich, es passt sowieso nicht. Es reicht mir, dass ICH nicht trinke. Die Anderen können machen, was sie wollen. Und ansonsten reicht ein kurzes innerliches "aha", dann weiss ich, was ich will.
Gibt es für Dich keine Möglichkeit, Dir da mehr Freiheiten zu verschaffen, dass Du einfach mal wo hin gehen kannst?

Gruß Susanne

 94 
 am: 10. Januar 2022, 10:28:21 
Begonnen von ichso - Letzter Beitrag von AmSee13
Da hilft wohl nur zukünftig jeden Sonntag gucken, wir sind ja nicht zum Spaß hier ;)

Lach. Unwahrscheinlich, das wird ganz davon abhängen, ob mich erstens etwas anderes mehr reizt, und zweitens, welche Kommissare zu sehen sind. Den Faber guck ich mir ganz gerne an, Börne und Thiel mag ich auch ganz gerne. Sonst…. Schulterzucken.

Zitat
Im Gegensatz zu dir fand ich die Figuren eher nicht bunt dieses Mal. Für mich ziemlich vorhersehbar durch "Fachkenntnis", lach...

Lach. Hab ja auf meine fehlende „Fachkenntnis“ hingewiesen. Grins.


Zitat
Aber immerhin, sie haben Charly leben lassen, da war meine Vorhersage falsch.

Das war mir auch ganz recht. Hab, wegen deiner Voraussage, die ganze Zeit erwartet, dass es passiert… So hat’s mir besser gefallen…

Zitat
Schönen Gruß an deinen Mann

Mach ich.  :)

Liebe Grüße
AmSee

 95 
 am: 10. Januar 2022, 10:16:21 
Begonnen von ichso - Letzter Beitrag von AmSee13
Hallo ichso,
komme erst jetzt dazu, dir zu antworten.

Ich glaube, das Problem ist Angst. Angst, getriggert zu werden. Angst, dass meine Rest-Angehörigen (die ich ja jetzt nach langer Zeit gerade erst am wiederfinden bin, also ausser meiner Tochter) Suchtmittel "lieber hat" als mich. Puuuhhh, weites Feld.

Die Sache mit dem „getriggert werden“ beschäftigt mich aus mehreren Gründen, einer dieser Gründe hat mit meiner Alkoholabhängigkeit zu tun.

Ich hab die Vorstellung, dass, wenn ich weiß, was mich triggert, ich besser damit umgehen kann.

Bei der sogenannten Trockenarbeit habe ich, wie ich das bislang verstanden habe, in Bezug auf bekannte „Trigger“ zwei Möglichkeiten:

A) Ich gehe den bekannten „Triggern“ möglichst aus dem Weg, was zum Beispiel bedeutet, Feierlichkeiten, bei denen gesoffen wird, fernzubleiben, meine Getränke nicht mehr aus Gläsern, die in meinem Suchtgedächtnis mit Alkoholkonsum verbunden sind, zu mir zu nehmen, sämtliche Alkoholika und Wein-, Bier-, Sekt-, Schnapsgläser aus meinem Haushalt zu entfernen.

B) „Konfrontationstherapie“: Ich konfrontiere mich bewusst, in einem bewusst gewählten Rahmen meinen Triggern, um mein Gehirn durch positive Bewältigungserfahrungen umzuprogrammieren.


Dass das Gefühl, konkret die „Angst“, dass deine Angehörigen ihr Suchtmittel „lieber“ haben könnten als dich, etwas mit dir macht, kann ich nachvollziehen. Das wäre übrigens ein Thema für das Gespräch mit deiner Therapeutin.


Wegen Ehrenämtern: Hast du mal gegoogelt, was es da in deiner Gegend noch so an Angeboten gibt? Vielleicht ist da etwas dabei, bei dem du dich weniger einer Ansteckungsgefahr aussetzt?
Ich bin vor einer Weile mal auf der Suche nach so etwas auf eine Webseite gestoßen, auf der Angebote in meiner Stadt/Region/ Online Deutschlandweit angeboten wurden. Kann dir aber jetzt leider nicht mehr sagen, was für eine das war.

Warum brauche ich immer so lange, um mich zu vergewissern, dass das Leben mit mir allein nicht gut tut?

„Alles hat seine Zeit.“ fällt mir dazu nur ein. Hab doch Geduld mit dir und mach dir nicht solche Vorwürfe.

Freue mich für dich, dass du dich über die ellenlange Mail deiner Tochter freuen kannst und für alles Dankbarkeit fühlst.

Liebe Grüße
AmSee

 96 
 am: 10. Januar 2022, 09:47:02 
Begonnen von ichso - Letzter Beitrag von ichso
Huhu AmSee :)

Da hilft wohl nur zukünftig jeden Sonntag gucken, wir sind ja nicht zum Spaß hier ;)

Jetzt so mit dem Abstand gesehen, ist es in meinem Kopf auch nicht mehr so aufregend. Aber wenn ich am gucken bin^^ will ich mich da auch gern mal reinsteigern.

Im Gegensatz zu dir fand ich die Figuren eher nicht bunt dieses Mal. Für mich ziemlich vorhersehbar durch "Fachkenntnis", lach...

Aber immerhin, sie haben Charly leben lassen, da war meine Vorhersage falsch.

Schönen Gruß an deinen Mann - dass du jetzt wahrscheinlich immer mitguckst, hat er evtl. auch ein bisschen mir zu verdanken ;)

Ganz liebe Grüße,

ichso - die mit den KommissarInnen alt geworden ist, lächel...

 97 
 am: 10. Januar 2022, 09:35:04 
Begonnen von ichso - Letzter Beitrag von AmSee13
Huhu, ichso,
AmSee hat auch geguckt…  8)

Ich kenne diese Charaktere ja nicht so, daher kann ich über deren Entwicklung gar nicht mitreden…

Interessant fand ich diesen Tatort zweifellos. Der „Heiratsantrag“ kam mir so etwas merkwürdig vor, aber nun ja, ich kenne wie gesagt die Charaktere nicht, daher kann ich nicht sagen, ob das stimmig war…

Geheult hab ich nicht, interessant fand ich diesen Tatort zweifellos. Wieder einmal irgendwie „bunte Menschen“… Mag ich, weißt du ja…   ;)

Liebe Grüße
AmSee

 98 
 am: 09. Januar 2022, 22:21:30 
Begonnen von ichso - Letzter Beitrag von ichso
Nur kurz, weil ich ganz müde bin.

Mindmap habe ich keine gemacht. Wenn es im Kopf schon zu sehen war, dass das Blaue Kreuz oben steht, werde ich am Donnerstag wieder versuchen hinzugehen. Weil ich weiß, dass ich willkommen bin ♡

Genau wie bei meinen politischen Freundinnen. Warum brauche ich immer so lange, um mich zu vergewissern, dass das Leben mit mir allein nicht gut tut?

Und meine Tochter hat mir eine ellenlange Mail geschickt. Bin so dankbar. Für alles.

Ich wünsche euch, was ihr mir wünscht ;)

ichso - bipolare Rapidwechslerin, zum Glück trocken und clean. Und Corona soll sich warm anziehen. Ich bin geimpft und geboostert.

 99 
 am: 09. Januar 2022, 21:55:54 
Begonnen von ichso - Letzter Beitrag von ichso
Alter Falter!

Erst fand ich die Figuren sehr überzeichnet, obwohl ich jahrelanges Hintergrundwissen habe. Den Heiratsantrag viel zu romantisch für zwei "Bullen" - ich sag schon mal sorry an Anwesende hier für die Pauschalisierung ;)

Aber dann. Immer drängender stritten Kopf und Seele. Ja, König, geh mit ihm! Er ist genau der schwarze Ritter, den du brauchst! (Erinnert ihr euch an das Beispiel mit dem "aus der Tasse essen und aus dem Teller trinken"?) Und der Kopf schrie: Spinnst du???

Und der Verstand zwischendurch bei körperlichem Herzklopfen (also in echt): Alles gut. Ist nur Fernsehen ;)

Geheult habe ich selbstredend auch...

Bin gespannt, ob AmSee geguckt hat. Und vielleicht Britt. Lasst mich jetzt auf keinen Fall hier allein mit High Emotions, grins...

ichso - fix und fertig ;)

 100 
 am: 09. Januar 2022, 12:20:14 
Begonnen von ichso - Letzter Beitrag von ichso
Hallo ihr Zwei :)

Ich glaube, das Problem ist Angst. Angst, getriggert zu werden. Angst, dass meine Rest-Angehörigen (die ich ja jetzt nach langer Zeit gerade erst am wiederfinden bin, also ausser meiner Tochter) Suchtmittel "lieber hat" als mich. Puuuhhh, weites Feld.

Zur Zeit habe ich nicht das Gefühl "genug gefeiert" zu haben. Ja, ich war eine Feierfrau. Ist jetzt richtig wichtig, genau zu gucken. Andere Sachen, die ich mochte und auch glaube ganz gut konnte, waren die Ehrenämter. Aber ich traue mich kaum noch aus dem Haus. Und ich werte: Sind diese Menschen "es wert", dass ich mich der Ansteckungsgefahr aussetzen will? So gehe ich seit Monaten ja noch nicht mal zum Blauen Kreuz :( Wie soll ich es schaffen, in der Psychiatrie Tag und Nacht mit Menschen zu sein?

Ich suhle mich ein wenig in der Rolle der einsamen, alten, kranken Frau. Jetzt wo ich das schreibe, denke ich: Geht ja gar net! ;)

Werde heute Abend mal eine Mindmap machen. Schätze, Blaues Kreuz wird relativ weit oben stehen. Warum auch nicht mal eine Bucket List?

Und meine Tochter? Die ist stark und therapieerfahren. Wahrscheinlich meldet sie sich jetzt auch erst mal nicht. Doch wir verlieren uns auch nicht. Das glauben wir beide ganz fest.


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