Alkoholforum - Für Betroffene, Angehörige und Interessierte

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 am: 25. November 2021, 17:29:49 
Begonnen von Caroline - Letzter Beitrag von ichso
Moin Britt :)

Wir begegnen uns öfter zum Thema THC. Ich bin auch dagegen. Nicht nur bei Jugendlichen. Ich war 26, als ich das erste Mal damit in Berührung kam. Und Menschen, die hier länger schon mitlesen, wissen, dass es mich in eine üble Psychose geschossen hatte. Und es ist auch bekannt, dass Cannabis so hochgezüchtet wurde, dass die Wirkung ca. 6 x stärker ist als bei mir damals.

So war diese Legalisierung im politischen Programm der Grünen auch mit dafür verantwortlich, dass ich wochenlang haderte, ob ich Ihnen wieder meine Stimme gebe.

Aber letztendlich waren sie für mich politisch gesehen "das kleinste Übel", weil ich sonst ihr Programm (seit ihren Anfängen) sehr gut finde.

Trotzdem: Ich bin gegen die Legalisierung. Immer noch. Und immer wieder.

Netten Gruß, ichso

 2 
 am: 25. November 2021, 11:35:14 
Begonnen von Caroline - Letzter Beitrag von Britt
Moin,
lt. vorgestelltem Ampelvertrag
https://www.mopo.de/news/politik-wirtschaft/die-wichtigsten-punkte-im-ampel-vertrag/

soll Cannabis legalisiert werden. Frei verkäuflich in s.g. Coffee-Shops. Die Begründung der Politiker: „Der Stoff wird künftig in vielfach größeren Mengen für „Konsum zu Genusszwecken“ benötigt.
Das Perfide dabei: Zusätzliche Steuereinnahmen der Legalisierung fließen in den Jugendschutz und in die Suchtprävention.
Wer beachtet den Jugendschutz? Cannabis hat in der Hand von Jugendlichen nichts verloren.

Gruß Britt

 3 
 am: 25. November 2021, 10:53:23 
Begonnen von ichso - Letzter Beitrag von ichso
Nochmal danke.

Und ja, Streiten und Vorwürfe sind mies. Jede/r reagiert auf seine/ihre Weise auf solch einen Alptraum...


Einer postet das Bild der Toten im Netz. Das fand ich richtig abscheulich. Es wurde schnell wieder entfernt von den anderen Angehörigen. Der kleine Junge erfuhr frühmorgens über den Status von zwei Angehörigen morgens vom Tod seiner Mama, weil der Vater ihn am Todesabend nicht aus dem Schlaf holen wollte für die traurige Nachricht. So Sachen. Zur Zeit bin ich noch mehr gegen die virtuelle Welt als sonst schon...

Für mich persönlich gibt es jedoch etwas Schönes. Meine Tochter wird ab Mittwoch bis nach Neujahr in meiner Stadt sein. Trotz Corona haben wir eine preiswerte Pension gefunden (sie ist ja gottseidank auch 2x geimpft) und wir werden viel Zeit zusammen verbringen können. Das ist ein großes Geschenk für mich :) Und meine Enkelin wird auch öfter mit von der Partie sein <3 Viel Aktion ausser spazieren gehen ist nicht möglich, weil ich Risikopatientin bin und trotz Boosterimpfung ängstlich bin.

Aber hey, laufen statt saufen ;) Tatsächlich hatte ich mich schon in dieser schweren Zeit gefragt, wie nüchtern und gesund ich eigentlich mal sterben will... Das war schon nicht sooo weit weg, dass Saufen in diesen Tagen. Sinnfragen sind für mich gefährlich.

Wünsche euch nur Gutes,

ichso

 4 
 am: 24. November 2021, 14:12:49 
Begonnen von ichso - Letzter Beitrag von Greenfox
Auch von mir die besten Grüße und Wünsche an Dich - und auch an die Hinterbliebenen.

Zitat
Nun ist es also ruhig und still. Die Familie streitet nicht mehr. Große Fassungslosigkeit und auch Erleichterung (dass sie nicht mehr leiden muss) macht sich breit.

Erleichterung - ja, kann ich nachvollziehen. Aber vielleicht hilft sie auch, mal zu überlegen, ob die ganze Zankerei vorher überhaupt "nötig" war.
Was bringt es, allem und jedem Vorwürfe zu machen - möglichst noch in Gegenwart des hilflosen Betroffenen?

Gruß
Greenfox

 5 
 am: 23. November 2021, 21:57:44 
Begonnen von Daun 2020 - Letzter Beitrag von FrankUndFrei
Jetzt habe ich auch mal die anderen Posts gelesen,die du bekommen hast  ;)

Probieren ist m.E. ein ungenauer Begriff. Mach es einfach. Nimm es Dir ganz fest vor. Steh rückhaltlos hinter Deinem Entschluss. Wenn Du nur "probierst", lieferst Du Deinem Suchtgedächtnis doch den prima Vorwand: "So, probiert habe ich es. Aber 'ne Kippe zum Kaffee ist doch schöner."
...ganz genau, so sehe ich das auch. Und vor allem, ein gescheiterter Versuch kostet unnütz Kraft. Wenn du es angefangen hast, zieh es durch!
Ich habe fast 30 Jahre geraucht, aber nie wirklich versucht aufzuhören, bis ich es dann getan habe.

PS:
Ok, ich hatte ein paar ca. 1 Stündige "Versuche": zu meinen Trinkzeiten, wenn Kippen und Bier gleichzeitig alle waren, der Vorsatz aus dem besoffenen Kopf heraus: "jetzt kaufe ich nur meine 2 Bier und statt der Kippen eine Tüte Lakritz und hör jetzt auf zu rauchen". Als dann eine Stunde später die 2 Bier und das Lakritz alle war, habe ich beim nächsten Gang zur Tanke dann nebst der 2 Bier auch wieder mein Bigpack geholt.
Aber derlei zähle ich für mich nun nicht mal als Versuch.

Was das gekostet hat damals...Alk kann ich nur schätzen, das müssen wohl ca.200€ im Monat gewesen sein, aber bei den Kippen kann ich es ziemlich genau sagen, das waren zum Schluss  ca.300€ im Monat und das war 2015!!!

 6 
 am: 23. November 2021, 21:41:46 
Begonnen von Daun 2020 - Letzter Beitrag von FrankUndFrei
Hallo Daun, das habe ich jetzt nicht richtig verstanden, hast du schon aufgehört, oder hast du es ins Auge gefasst?
Ich hatte am 6.11. meinen 6. Jahrestag und es war der erste Jahrestag, an dem ich gar nicht daran gedacht habe, so selbstverständlich ist das Nichtrauchen mittlerweile geworden.
Ich hatte es nicht leicht, aber trotzdem war mir nach ein paar Tagen klar, dass ich nicht mehr rauchen werde. Ich hatte Entzug, aber wenn ich Rauch roch, hat es mich angewidert; paradox, aber so war es .
Zigarettenrauch  wiedert mich immer noch an, noch schlimmer als sekundär - Rauch (das berühmte Passiv-Rauchen) finde ich Tertiär - Rauch (was in den Klamotten sitzt) . Ich habe da auch sehr schnell eine ganz feine Nase für entwickelt.

Irgendwie bin ich froh, dass ich es gar nicht so leicht hatte. Ich denke manchmal,  dass das ein ordentlicher Denkzettel war, um nicht wieder anzufangen, aber warum sollte ich auch?!

Wenn ich jetzt früh aufwache und noch nicht aufstehen muss, kann ich einfach liegen bleiben, ich "muss" nicht aufstehen und rauchen.
Mein Schlaf ist immer noch so "lala" , aber immer noch besser als als Raucher. Und vor allem, eine Nacht mit wenig Schlaf verpacke ich mir jetzt 3 Mal besser als zu meinen Raucherzeiten und 10 mal Besser als zu meinen Rauch und Trinkzeiten.

Mein Rauchstopp, eine der besten, wenn nicht die beste, Entscheidung meines Lebens! Ich schätze meinen Rauchentzug für meine körperliche aber auch für meine psychische Gesundheit als mindestens genauso bedeutsam ein, wie den Alkoholentzug.  ...es ist natürlich schwierig so etwas gegeneinander aufzuwiegen, letztlich gehörte für mich persönlich beides zusammen.
Ich würde sogar sagen, wenn ich weiter geraucht hätte, wäre ich auch anfälliger beim Alkohol rückfällig zu werden.
Ich wünsche dir alles Gute, du schaffst das!
Und einen großen Sack Sturheit stelle ich dir vor die Tür!
 Einfach stur wie ein Esel sein: "Es wird nicht geraucht, egal,was passiert".
Esel sollen ja kluge Tiere sein und die rauchen schließlich auch nicht  :)
LG
Frank

 7 
 am: 23. November 2021, 17:32:26 
Begonnen von Daun 2020 - Letzter Beitrag von Orangina13
Vorangegangen waren natürlich etliche Aufhör-Wünsche und gescheiterte Versuche...
Aber da wollte ich auch noch nicht wirklich Aufhören, da die Angst ohne Zigarette zu leben noch größer war.

Ich wünsche dir ,dass du die lästigen Kippen nicht mehr brauchst und dich darauf freuen kannst ,die Kippen aus deinem Leben zu streichen.
Orangina

 8 
 am: 23. November 2021, 17:29:42 
Begonnen von Daun 2020 - Letzter Beitrag von Orangina13
Hallo Daun.

Hast du denn den Eindruck, dass du nicht mehr rauchen willst oder spielt sich die Idee nur im Kopf ab?
Hast du die Zigaretten über oder denkst du ,dass sie doch ab und zu ganz hilfreich sind ?
Es ist ganz ähnlich, wie beim Trinken:
Der Entschluss, es nicht mehr zu wollen ist entscheidend.
So zumindest war meine Erfahrung.
Ich rauche seit mehr als 15 J nicht mehr.
Genau weiß ich das sogar gar nicht mehr.
Ich erinnere mich nur noch an meinen letzten Tag ,an dem ich die letzte Zigarette rauchte...
Es war nur noch widerlich, denn ich zwang mich eine nach der anderen zu rauchen, obwohl ich nicht mehr wollte.
Die letzte Kippe rauchte ich nur noch halb.
Dann warf ich die restliche Schachtel weg und sagte :"Tschüss,nie mehr wieder !".
Davor hab ich Allen Carrs Nichtraucher Buch gelesen und mich sogar gefreut,endlich aufhören zu dürfen.

 9 
 am: 23. November 2021, 16:34:16 
Begonnen von Daun 2020 - Letzter Beitrag von Rekonvaleszent
Hallo!

Eine sehr gute Idee. Das Qualmen habe ich noch in der Spätphase meiner Trinkerei aufgegeben und war überrascht, wie leicht es war. Ich hatte einfach die Schnauze gestrichen voll von dem morgendlichen Husten, der zeitweiligen Kurzatmigkeit bei Anstrengungen und dem Gestank. Und dann noch das schöne Geld, das hirnlos verbrannt wird.

Versuch es mal mit der 1-Tages-Strategie: Jeden Morgen nach dem Wachwerden, sich fest vorzunehmen, heute nicht zu rauchen.

Zur Verdeutlichung: Schön daran denken, was es Dir nutzt, nicht am Suff, jedoch womöglich am Nikotin elendig zu verrecken. So ein kleines Karzinom im Rachen, am Kehlkopf oder der Lunge könnte Deine Restlaufzeit doch arg verkürzen. Wofür hast Du denn so lange gearbeitet? Um gar nichts von der Rente zu haben?


Warum sollte ich das nicht auch mit dem Rauchen nicht auch probieren?


Probieren ist m.E. ein ungenauer Begriff. Mach es einfach. Nimm es Dir ganz fest vor. Steh rückhaltlos hinter Deinem Entschluss. Wenn Du nur "probierst", lieferst Du Deinem Suchtgedächtnis doch den prima Vorwand: "So, probiert habe ich es. Aber 'ne Kippe zum Kaffee ist doch schöner."

Ich bin immer wieder verwundert, dass es Leuten gelingt, das Saufen sein zu lassen, aber sich trotzdem jeden Tag mit 'ner Schachtel kontaminieren.

Gutes Gelingen wünscht
der Rekonvaleszent


 10 
 am: 23. November 2021, 14:54:14 
Begonnen von Daun 2020 - Letzter Beitrag von Daun 2020
Na ich beschäftige mich schon seit der Therapie mit dem Gedanken, auch mit dem Rauchen aufzuhören.
Aber alles auf einmal wollte ich dann in der Therapie dann doch nicht.
Jetzt wollte ich mal von euch wissen wie war das bei euch?
Jedenfalls dankbar bin ich mir gegenüber selber, mit dem Alkohol aufgehört zu haben.( Bis Heute)
Vielleicht, so überlege ich zumindest, liegt das auch daran, dass ich jetzt Rentner bin, weniger Stress und ich kann alles gelassener sehen.
Warum sollte ich das nicht auch mit dem Rauchen nicht auch probieren?
Gut ich esse jetzt etwas mehr Süßes, aber das hatte ich vorher schon nicht verschmäht, kann man ja auch als Sucht sehen aber es ist nicht Verboten, und so 1-2 tafeln Schokolade geht für mich noch.
Solange das nicht aufs Gewicht ausschlägt, ist das für mich OK.
Ich bin mal aus eure Erfahrungen gespannt.
LG
Daun


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